MEDJUGORJE – Mein Prolog zu den Stellungnahmen von 1989

Es ist etwas Eigenartiges mit diesem Jahr 1960. Damals hätte das sogenannte „3. Geheimnis von Fatima“ der Welt bekanntgegeben werden müssen. Alle gläubige katholische Welt wartete darauf. Vor allem alle marianischen Zeitschriften, wie z.B. auch DER GROSSE RUF. In ihrer Ausgabe vom November 1959 stehen bezüglich Fatima folgende Sätze („Die letzte Warnung von Fatima“, S. 168): Schwester Lucia von Fatima sagte auch zu mir (P. Dr. Augustin Fuentes, Veracruz, Mexiko, römischer Postulator des Selig- und Heiligsprechungsprozesses der Zeugenkinder von Fatima, Francisco und Jacinta Marto): „Hochwürden, der Teufel entfesselt eine entscheidende Schlacht gegen die heilige Jungfrau, und da er weiß, daß er der einzige ist, der am meisten Gott beleidigt, und daß er in der geringsten Zeit die größte Zahl Seelen gewinnen muß, versucht er, die gottgeweihten Seelen zu gewinnen, wobei er glaubt, daß er dadurch um so leichter in dem herrenlosen Feld der Seelen ans Ziel komme und sich selbst zum Beherrscher derjenigen machen kann, die ohne Hirten sind. — Sagen Sie ihnen auch, Hochwürden, daß mein Vetter und meine Cousine, Francisco und Jacinta, sich durch zwei Dinge heiligten: Erstens, weil sie immer Unsere liebe Frau in all ihren Erscheinungen sehr traurig sahen. Sie lächelte niemals mit uns, und diese Traurigkeit und dieser Schmerz, die wir an der allerseligsten Jungfrau bemerkten, wegen der Beleidigungen gegen Gott und wegen der den Sündern drohenden Züchtigungen, durchbohrten unsere Seelen, und wir wußten in unserer kindlichen Einbildung keinen anderen Gedanken zu fassen, als daß wir Gebet und Opfer bringen sollten.“— Das zweite, was die Kinder heiligte, war die Vision der Hölle. „Immer wenn die allerseligste Jungfrau uns erschien, streckte sie ihre Hände zur Erde hin nach Art der Wunderbaren Medaille, aus ihren Händen strömten leuchtende Strahlen, als wolle sie die ganze Welt bedecken und sie vor allen ihr drohenden Züchtigungen beschirmen. Und in einem gewissen Augenblick, da die allerseligste Jungfrau ihre Hände über der Brust kreuzte, in diesem Augenblick sahen wir die Hölle vor uns. Hochwürden, wieviele Seelen stürzen in sie hinein, und wie quälen die Dämonen mit höhnischem Gelächter und spöttischer Ironie jene verdorbenen Seelen, die als Opfer teuflischer Lügen und Verführungen von ihr verschlungen werden. Wenn wir nicht gewußt hätten, daß die allerseligste Jungfrau uns in jenen Augenblicken nahe war, in denen wir diese schreckliche Vision schauten, hätten wir sie nicht aushalten können; wir wären vor Schrecken und Furcht vor dem erschreckenden Anblick gestorben. Wieviele Seelen stürzen in die Hölle! Deshalb, Hochwürden, ist es nicht meine Mission, der Welt die materiellen Züchtigungen anzuzeigen, die sicherlich über die Erde kommen werden, wenn das Volk nicht betet und Buße tut; nein, meine Mission ist es, alle vor der nahe bevorstehenden Gefahr zu warnen, in der wir uns alle befinden, nämlich, unsere unsterblichen Seelen für immer zu verlieren, wenn wir weiterhin hartnäckig in der Sünde verharren. — Hochwürden, lassen Sie uns nicht warten, bis von Rom durch den Heiligen Vater ein Aufruf zur Buße für die ganze Welt kommt; lassen Sie uns nicht warten, bis ein solcher Aufruf von den Bischöfen oder von unseren Pfarrgeistlichen, in jeder Diözese, oder von den Oberen der religiösen Orden und Kongregationen ergeht; nein, unser Herr hat diese Mittel schon viele Male gebraucht, und die Welt hat nicht darauf geachtet. Laßt uns allesamt bei uns selbst und mit unserer eigenen geistigen Reform beginnen; jeder von uns soll über die entsetzliche Verantwortung nachdenken, die wir nicht nur für die Rettung unserer eigenen Seelen haben, sondern auch für die Rettung aller Seelen, die Gott uns über den Weg schickt. — Hochwürden, die allerseligste Jungfrau sagte mir nicht direkt, daß wir in der letzten Epoche der Welt stehen, sondern sie gab uns das durch drei Gründe zu verstehen: Erstens, als sie mir sagte, daß der Teufel eine entscheidende Schlacht gegen die heilige Jungfrau entfessele, und eine entscheidende Schlacht ist eine letzte Schlacht, in der man weiß, wer der Sieger ist und welche Seite geschlagen ist; so sind wir jetzt entweder für Gott oder für den Teufel, es gibt keinen Mittelweg. Zweitens, weil sie mir und auch meinem Vetter und meiner Cousine sehr oft sagte, daß Gott der Welt zwei letzte Waffen gebe: den Rosenkranz und die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä; und wenn dies endgültige Waffen sind, bedeutet es, daß es letzte Waffen sind und daß es keine anderen Waffen gibt. Und drittens, wenn es in den Plänen der göttlichen Vorsehung liegt, daß Gott wünscht, die Welt zu züchtigen, da alle anderen Mittel erschöpft sind, und wenn Er gesehen hat, daß die Welt darauf nicht achtet, dann können wir erst auf unsere unvollkommene Weise sagen: Er zeigt nur zögernd das letzte Rettungsmittel, Seine heiligste Mutter; denn wenn wir dieses letzte Mittel nicht schätzen, sondern zurückweisen, werden wir beim Himmel keine Verzeihung finden. Wir haben dann eine Sünde begangen, die im Evangelium die Sünde wider den Heiligen Geist genannt wird. Sie besteht darin, offen und mit vollem Bewußtsein und Willen die uns von ihr angebotene Rettung zurückzuweisen. Auch ist unser Herr ein guter Sohn und läßt es nicht zu, daß seine heiligste Mutter beleidigt und geschmäht wird, wie wir dies ja wissen, da wir das Zeugnis und die schrecklichen Beispiele der Kirchengeschichte von 20 Jahrhunderten haben, die uns lehren, wie unser Herr immer seine heiligste Mutter verteidigt hat.“ — „Sehen Sie, Hochwürden, die allerseligste Jungfrau hat in diesen letzten Zeiten, in denen wir jetzt leben, dem Beten des Rosenkranzes eine neue Wirkung gegeben, so daß es heute kein Problem gibt, wie schwierig es auch sein mag, sei es zeitlich oder besonders auch geistlich, möge es sich auf das persönliche Leben eines jeden von uns oder auf unsere Familien beziehen, auf die Familien in der Welt oder der religiösen Gemeinschaften oder auf das Leben der Völker und Nationen: es gibt kein Problem, ich wiederhole es, wie schwierig es auch sein mag, das heute nicht durch die Zuflucht zum Rosenkranzgebet gelöst werden kann. Mit dem Rosenkranz werden wir uns selbst retten, werden wir uns selbst heiligen, werden unserem Herrn Trost geben und werden die Rettung vieler Seelen erlangen. Durch den Heiligen Rosenkranz hat uns der Herr versprochen, uns durch Vermittlung der allerseligsten Jungfrau die Gnaden zu geben, die notwendig sind, treu die Gebote Gottes und der heiligen Kirche zu erfüllen und die Kraft zu erlangen, unsere Standespflichten zu erfüllen und aus dem häufigen Empfang der heiligen Sakramente Nutzen zu ziehen. — Und schließlich: die Verehrung des unbefleckten Herzens Mariä, unserer heiligsten Mutter. Wir wollen sie verehren als den Sitz der Barmherzigkeit, der Güte und des Verzeihens und als das sichere Eingangstor zum Himmel.“ (Soweit Sr. Luzia in einem Interview von P. Dr. Augustin Fuentes, am 26. Dezember 1957.

1958 war das Todesjahr Plus XII. und das Krönungsjahr Johannes XXIII. 1959 erfolgte durch Johannes XXIII. die Ankündigung des Konzils. Und im Jahre 1960 sollte das laut P. Fuentes „in einem mit Wachs versiegelten Umschlag aufbewahrte „Geheimnis von Fatima“, von dessen Inhalt „niemand weiß, weder der Bischof von Leiria und auch nicht einmal der Heilige Vater selbst“, geöffnet werden. Und P. Fuentes berichtet: „Indessen ging sie (Sr. Luzia) ohne irgend eine Veranlassung meinerseits dazu über, das Geheimnis von 1960 zu behandeln, wobei sie sagte, daß, wenn die Welt nicht bete und Buße tue, dann würde dieses Geheimnis für alle ohne Ausnahme EINE TRAURIGE SACHE. Sie sagte, daß noch Zeit sei, diese traurige Sache zu vermeiden, aber darüber hinaus wollte sie nicht in Einzelheiten gehen, weil es ein Geheimnis sei, das nur der Heilige Vater und der Bischof von Fatima, sollten sie es wünschen, zu erfahren berechtigt seien.“

Inzwischen sind rund 30 Jahre vergangen. Und wir sind um die Erfahrungen von 30 Jahren „reicher“ geworden. Wir wissen um „DIE TRAURIGE SACHE“. Es ist doch wohl nicht schwer zu erraten, daß diese „traurige Sache“ nichts anderes sein kann, als DAS KONZIL und SEINE FRÜCHTE! Bis 1960 und z.T. weit darüber hinaus meinte man noch, „das 3. Geheimnis von Fatima“ kündige den 3. Weltkrieg und andere Weltkatastrophen (also „materielle Züchtigungen“) an, und aus der „Gerüchteküche“, besser: aus der Rauschgiftbrauerei des Diabolos gingen entsprechende „Orakel“ in die Runde, die sich als meisterhaftes Ablenkungsmanöver und Verwirrspiel entpuppten.

Seit 1960 gibt es eine bald nicht mehr zu überblickende Reihe von „Erscheinungen“ und „Offenbarungen“, die den Anspruch erheben, eine „Fortsetzung, Weiterführung“ von Fatima, bzw. etwas Gleiches oder Ähnliches wie Fatima (Lourdes, La Salette etc.) zu sein. Die bekanntesten davon tragen die Namen: Garabandal, San Damiano, Lüttich (Margherite), Montichiari (Pierina Gilli), Porto Santo Stefano (Enzo Alocci), Mailand (Mamma Carmela), Palmar de Troya, Bayside (Veronika Lueken), Brüssel (Ancilla), Mailand (Don Gobbi), Rom (Gemma), und seit 1981 vor allem: Medjugorje, Kibeho (Rwanda) und Brüssel (André). Über vieles hat „Das Zeichen Mariens“ im Verlaufe der letzten 20 Jahre berichtet. Dabei hat es sich eines (abschließenden) Urteils über Echtheit oder Unechtheit geflissentlich enthalten und vor allem einer solchen Sache sich nie „verschrieben“. Es war nichts anderes als „(so weit wie möglich) positive Berichterstattung“.

Für mich persönlich waren Palmar de Troya und San Damiano von allem Anfang an „deklassiert“, wobei Palmar schon von seinen Uranfängen an für mich jedes Anzeichen von Unechtheit an sich trug, genauso wie später der „Little Pebble“ von Australien. San Damiano war mir hingegen zuerst einfach „suspekt“; ich fühlte immer eine „Aversion“ dagegen. Da andere sich damit eingehend beschäftigten (André Castella, „Mater Nostra“, Parvis-Verlag), konnte ich es auch ruhig ausklammern. Garabandal schien mir echt. Ich war sogar sehr eingenommen davon. Aber heute, nach fast 30 Jahren, muß ich auch da(hinter) ein großes Fragezeichen setzen. Immerhin hatte Garabandal einen Abschluß, und immerhin flossen von den Hügeln jenes Bergdorfes nicht endlose Botschaften. Es waren deren nur zwei und kurze und bündige und treffende! Aber auf das dort Angekündigte warten wir alle heute noch: die „Warnung“ und das „Wunder“. Der blinde Joey Lomangino (Linden-hurst, New York) ist heute noch blind, und ihm wurde doch versprochen, daß er sein Augenlicht wieder erhalten werde. Wenn der noch vor dem „Wunder“ stirbt, dann jedenfalls können wir auch Garabandal „abhaken“. Die Sache ist jetzt ohnehin praktisch „eingeschlafen“, da an dessen Stelle aktuellere Ereignisse getreten sind.

Margherite und Mamma Carmela, Don Gobbi und Pierina Gilli veröffentlichten „Botschaften“, die mir echt schienen. Sie enthielten jedenfalls (zur Hauptsache) nichts, was dem katholischen Dogma widersprach, wenn auch da und dort etwas angedeutet wurde, was „neu“, noch „schleierhaft“ war, was noch nicht (richtig) eingeordnet werden konnte, dessen Zusammenhänge man noch nicht sah. Mamma Carmela ist inzwischen gestorben. (Ihr „Ausstoß“ war immerhin auch schon ein Hunderte von Heften umfassender!). Margherite und Don Gobbi und Pierina leben hingegen immer noch und sind weiterhin (mehr oder weniger) „fruchtbar“ in Sachen Offenbarungen. Bei Don Gobbi nimmt die Fruchtbarkeit schon Ausmaße an, daß das „Blaue Büchlein“ schon längst kein Büchlein mehr ist, sondern ein die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments an Umfang bereits übertreffendes „Kompendium“ „himmlischer Anweisungen“ (Und wenn man dabei bedenkt, daß das Publizierte nur ein Fünftel des von Don Gobbi zu Papier gebrachten sein soll!). Bayside ist noch im Gange. 1974 war ich persönlich bei Veronika in New York. Damals hatte ich (noch) einen positiven Eindruck vom Ganzen. Aber kurz darauf, als die Geschichte mit dem „Doppelgängerpapst“ begann, versank für mich auch dieses Bayside ins Zweifelhafte. Etwas später gewann ich die feste Überzeugung, daß Veronika Lueken unecht sein muß.

Kurz, obwohl ich mich zu jenen zähle, die vorurteilsfrei, ja eher „voreingenommen positiv“ an all diese Dinge herantraten, bin ich heute, nach 25jähriger, intensiver Erfahrung auf diesem Gebiet, davon überzeugt, daß die meisten „Erscheinungen“ und „Offenbarungen“ seit 1960, vor allem jene, die sich durch eine nicht enden-wollende Botschaften-Ausgabe auszeichnen, nichts anderes waren und sind, als „charismatische“ Produkte des „neuen Pfingsten“, das (seit 1960) über uns Menschen hereingebrochen ist, zuerst vor allem über die „geweihten Seelen“, die Hirten (die Konzilsväter!), und dann über das „herrenlose Feld der Seelen“; daß diese Phänomene zu dem gehören, was Luzia von Fatima „die entscheidende Schlacht (gegen die Hlst. Jungfrau und damit gegen ihre wahren Erscheinungen und damit gegen das katholische Dogma)“ nennt, die „der Teufel entfesseln“ werde. Hatten die „Botschaften“ in den Sechziger- und frühen Siebzigerjahren aber noch vorwiegend „konservativen“ Charakter, so weisen sie in jüngerer Zeit eindeutig einen „progressiveren“ auf. Die „Seher“ und „Begnadeten“ und ihre „Offenbarungen“ werden zunehmend konzilskonformer, bzw. gehen inzwischen bereits weit über dieses hinaus!

In einem in „Mater Nostra“ veröffentlichten Gespräch mit dem Pfarrer von Medjugorje, Pater Dr. Tomislav Pervan, OFM, vom 30. Juli 1988, stehen folgende bezeichnende Aussagen von ihm:
„Um Medjugorje verstehen zu können, muß man es in einem großen Zusammenhang betrachten: Medjugorje ist eine Frucht des zweiten Vatikanums. Beim zweiten Vatikanischen Konzil hat man über die Erneuerung der Kirche gesprochen — vieles wurde beraten, vieles wurde entschieden. Es wurden Richtlinien festgelegt, wie die Botschaft des Evangeliums zeitgemäß an den Menschen des 20. Jahrhunderts herangebracht werden könne, wie an dieser Wende zu einem neuen Jahrtausend das Evangelium zeitgemäß verkündigt werden könne. In diesem Kontext sehe ich Medjugorje als eine der schönsten Früchte des Konzils.“

Medjugorje ist also (wie übrigens Kibeho) eine „zeitgemäße“ Erscheinung, dafür aber auch keine echt-katholische (mehr), ebenso wie alle anderen „Früchte des Konzils“ keine gesund-katholischen (mehr) sind.

Luzia von Fatima mußte noch bezeugen: „Sie (die Gottesmutter) lächelte niemals (mit uns), und diese Traurigkeit und dieser Schmerz, die wir an der allerseligsten Jungfrau bemerkten, wegen der Beleidigungen gegen Gott und wegen der den Sündern drohenden Züchtigungen, durchbohrten unsere Seelen, und wir wußten in unserer kindlichen Einbildung keinen anderen Gedanken zu fassen, als daß wir Gebet und Opfer bringen sollten.“

Wie ganz anders benimmt sich die Gospa von Medjugorje. Schon rein äußerlich! Wie hätte sie, die wahre Mutter Gottes, heute, 30 Jahre nach diesen Aussagen der Seherin Luzia und 70 Jahre nach den Erscheinungen von Fatima, noch viel mehr Grund, nicht zu lächeln, geschweige denn zu lachen, und stattdessen noch viel trauriger, ja geradezu untröstlich zu sein, allein ob des grauenhaften Massenmordes der Abtreibungen, aber auch ob des überall grassierenden Glaubensabfalls der Christen, namentlich der Katholiken! Francisco und Jacinta „heiligten sich“, „weil sie immer U.L.F. in all ihren   Erscheinungen sehr traurig sahen“! Statt „traurig“ könnte man wohl auch sagen sehr „ernst“. Ein Merkmal echter Erscheinungen. Das Gegenteil davon, wenigstens unter den aktuellen Vorzeichen: ein Hinweis auf deren Unechtheit.

Vertiefen wir uns nun einmal in die Ausführungen von Bruder Michael von der Heiligsten Dreifaltigkeit der Kleinen Brüder vom Heiligsten Herzen Jesu, der von Abbé Georges de Nantes gegründeten und vom Bischof von Troyes approbierten Ordensgemeinschaft, welche dieser 1984 und dann 1987 zuerst jeweils in Fortsetzungen in der Zeitschrift „LA CONTRE-RÉFORME CATHOLIQUE AU XX-IÈME SIÈCLE“ veröffentlicht hat und die Albert Frey ins Deutsche übersetzt und in 4 Heften herausgegeben hat. Sowohl Herrn Frey wie Frère Michel de la Sainte Trinité danke ich von Herzen für die Erlaubnis, diese Texte hier in unserem „Zeichen Mariens“ abdrucken zu dürfen. Frère Michel ließ mich zudem Ende Dezember 1988 wissen, daß er dabei sei, ein Gesamtwerk über Medjugorje vorzubereiten, das in 4 bis 5 Monaten in Französisch erscheinen werde. Wir können auf seine noch weitergehenden Untersuchungsergebnisse nur höchstgespannt sein. Als Vorbereitung darauf soll uns aber jetzt das in diesem und im nächsten Heft Publizierte genügen. (POS)

„Vormals, in früheren Jahrhunderten, haben äußere Feinde Meine Kirche bedroht, oder es waren von der Kirche Abgefallene, welche die Kirche offen verlassen hatten; jetzt aber sind es wahrlich „Wölfe im Schafspelz“ von denen Ich im Evangelium gesprochen habe. Es sind die Irrlehrer, Priester und Theologen, durch ein Sakrament geweihte Diener der Kirche, die irrige und verderbliche Lehren verkünden und dabei mit dem Lächeln Satans sich rühmen, in der Kirche zu sein, – und zu bleiben. Wehe diesen Erbärmlichen, die Gott ins Gesicht lügen und nicht bedenken, daß sie die gefährlichsten Helfer und Werkzeuge dessen sind, der in seinem Stolze sich wider den Schöpfer erhoben hat und gesagt hat: „Ich diene nicht!“
(Worte des Heilands an HH Prof. Albert Drexel, in der Nacht zum 5. Mai 1972)

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Quelle: „DAS ZEICHEN MARIENS“, 21./22. Jahrgang, Nr. 10, Februar 1989: „Prolog zu den Veröffentlichungen in diesem Heft“.

Die „GOSPA“ in Medjugorje: „IHR SEID KEINE CHRISTEN“

Wenn Medjugoje echt wäre, dann würden natürlich auch alle der Gottesmutter zugeschriebenen Aussagen zutreffen. Dann hätten diese Lehren der „Gospa“ himmlischen, göttlichen Wert. Dann besäßen diese Offenbarungen höheren Wert als die Lehrverkündigungen der Kirche, dann könnte man die Antworten der „Mutter Gottes von Medjugoje“ als das Evangelium für unsere Zeit oder dessen (höchstinstanzliche) Auslegung für unsere Zeit betrachten. Dazu ein Beispiel:

Was sagt die „Mutter Gottes“ bezüglich der verschiedenen Religionen?

„In Gott gibt es weder Spaltungen noch Religionen. Ihr habt auf der Welt Spaltungen geschaffen.“ Und: „Gott leitet alle Religionen wie ein König seine Untertanen mittels ihrer geistlichen Führer“. Und: „Ihr glaubt nicht, wenn ihr die anderen Religionen, Moslems und Serben, nicht achtet. Ihr seid keine Christen, wenn ihr sie nicht achtet.“

Diese den „Erkenntnissen“ des II. Vatikanischen Konzils durchaus entsprechenden Lehren Medjugojes sind im Lichte der 2000-jährigen katholischen Dogmengeschichte nichts anderes als pure Häresien, reinste Irrlehren, schwerwiegendste Anti-Wahrheiten! Das „Orakel „von Medjugoje ist deshalb eigentlich ipso facto exkommuniziert. Jeder Gläubige, der Anhänger Medjugorjes ist und es nach Kenntnisnahme dieser ‚Tatsachen bleiben will, muß sich bewußt sein, daß er damit auch diese Häresien übernimmt und als Wahrheiten bekennt, obwohl er wissen muß, daß der Heilige Geist durch die wahre Kirche diese und ähnliche Thesen schon längst ausdrücklich verurteilt, „verdammt“ hat! Die gleichen Häresien sind aber auch in den Konzilsdokumenten enthalten. Und darum gilt es für jeden treugläubigen katholischen Christen, sowohl das Konzil- wie auch Medjugoje als giftige Früchte abzuweisen. (POS)

Erscheint die Muttergottes in Medjugorje?

Von Christian Schenk

Seit dem 24. Juni 1981 soll die Muttergottes Sehern in Medjugorje, einer Ortschaft in der Herzegowina, erscheinen und bis heute hat sie der Welt durch diese Seher angeblich unzählige Botschaften, die stets veröffentlicht werden, übermittelt.

Doch woran erkennen wir, ob es wirklich die Muttergottes ist, die dort erscheint? „Es tarnt sich ja selbst der Satan als ein Engel des Lichtes“ (2 Kor 11,14), schreibt der Apostel Paulus. Und in der Geheimen Offenbarung lesen wir: „Es sind Dämonengeister, die Wunderzeichen tun“ (Offb 16,14). „Liebe Brüder, traut nicht jedem Geist“, ermahnt uns daher eindringlich der Apostel Johannes, „sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind in die Welt hinausgezogen“ (1 Joh 4,1).

Ein entscheidendes Kriterium für die Beantwortung der Frage, ob es die Muttergottes ist, die in Medjugorje erscheint, bildet die Untersuchung, ob die Botschaften dieser Erscheinung mit den Lehren und Geboten Gottes im Einklang stehen. Einst sprach Moses im Namen Gottes zum Volk des Alten Bundes: „Alles, was ich euch heute befehle, sollt ihr genau befolgen, nichts hinzutun und nichts davon wegnehmen! Steht etwa in deiner Mitte ein Prophet oder ein Traumseher auf und bietet dir ein Wahrzeichen oder ein Wunder an, und es geschieht tatsächlich das Zeichen oder Wunder, aufgrund dessen er dich aufforderte: Lasst uns anderen Göttern nachlaufen, die ihr nicht kennt, und sie verehren, dann darfst du auf die Worte jenes Propheten oder Träumers nicht hören. Denn der Herr, euer Gott, stellt euch nur auf die Probe, um zu erfahren, ob ihr den Herrn, euren Gott, aus eurem ganzen Herzen und aus eurer ganzen Seele liebt. Dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen, Ihn fürchten, Seine Gebote beobachten, auf Seine Stimme hören, Ihm dienen und Ihm in Treue anhangen!“ (Deut 13,1-5). Der göttliche Heiland, Unser Herr Jesus Christus, warnte uns ebenso: „Hütet euch vor den falschen Propheten; sie kommen zu euch wie (harmlose) Schafe, in Wirklichkeit aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben, oder von Disteln Feigen? Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte. Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen. Nicht jeder, der zu Mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen Meines Vaters im Himmel erfüllt. Viele werden an jenem Tag zu Mir sagen: Herr, Herr, sind wir nicht in Deinem Namen als Propheten aufgetreten und haben wir nicht mit Deinem Namen Dämonen ausgetrieben und mit Deinem Namen viele Wunder vollbracht? Dann werde Ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht. Weg von Mir, ihr Übertreter des Gesetzes!“ (Mt 7,15-23).

Der Himmel widerspricht Sich nicht. Zum einen würde die Muttergottes niemals etwas verkünden, was der Offenbarung Gottes entgegensteht und zum anderen besitzt das, was Gott einmal geoffenbart hat, ewige Gültigkeit. Der Apostel Jakobus schreibt über Gott, dass bei Ihm „kein Wechsel ist oder ein Schatten von Veränderung“ (Jak 1,17). Unser Herr selbst spricht: „Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte werden nicht vergehen“ (Mk 13,31). Wenn wir also auf Gott hören wollen, wenn wir nicht „geschaukelt und umhergeworfen“ werden wollen, „von jedem Wind der Lehre im Trugspiel der Menschen, das voll Hinterlist ausgeht auf Täuschung und Verführung“ (Eph 4,14), wenn wir nicht „der Meereswelle“ gleichen wollen, „die vom Winde bewegt und umhergetrieben wird“ (Jak 1,6), dann können wir Erscheinungen, die der göttlichen Offenbarung widersprechen, keinen Glauben schenken. Wenn wir mit dem Apostel Paulus bekennen: „In der Wahrheit wollen wir stehen“!, dann müssen wir „in Liebe alles hinwachsen lassen auf […] Christus“ (Eph 4,15), Der „die Wahrheit“ ist (Joh 14,6) und von Dem geschrieben steht, dass Er „gestern und heute derselbe“ ist „und in Ewigkeit“, weshalb wir uns „nicht verführen“ lassen dürfen „durch buntschillernde und fremdartige Lehren; denn gut ist es, das Herz mit Gnade zu stärken, nicht mit Speisen, die denen nichts nützten, die sich danach richteten“ (Hebr 13,8f.).

Da die göttliche Offenbarung, wie sie uns in der Heiligen Schrift und in der Apostolischen Überlieferung vorliegt, leicht missverstanden werden kann – man betrachte nur die Uneinigkeit in der Schriftauslegung bei den Protestanten! – braucht es eine unfehlbare Instanz, die die göttliche Offenbarung stets im richtigen Sinn auslegt. Diese Aufgabe hat der göttliche Heiland der Kirche übergeben, die Er auf Petrus gebaut (vgl. Mt 16,18) und dem Er alle Seine Lämmer und Schafe übergeben hat, damit er sie weide (vgl. Joh 21,15-17). Den Aposteln, den ersten Bischöfen, versprach der Herr: „Seht, Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). Fünfzig Tage nach der Auferstehung Christi wurde den Aposteln der Heilige Geist gesandt (vgl. Apg 2,1-4). Der Apostel Paulus bezeichnet „die Kirche des lebendigen Gottes“ darum als „Säule und Grundfeste der Wahrheit“ (1 Tim 3,15). Es kann also kein Zweifel daran bestehen, dass die Kirche in ihrer Lehrtätigkeit immerdar unfehlbar ist und dass der, der die Kirche ablehnt, Christus selbst ablehnt. Unser Herr erklärte, dass uns jene, die die Kirche nicht hören wollen, wie Heiden und öffentliche Sünder gelten sollen (vgl. Mt 18,17). Wie sehr Sich der göttliche Heiland mit der Kirche identifiziert, sehen wir daran, dass Er den Saulus, dem Er erschien, als dieser sich gerade auf dem Weg nach Damaskus befand, um dort die Kirche zu bekämpfen, fragte: „Saul, Saul, warum verfolgst du Mich? […] Ich bin Jesus, Den du verfolgst“ (Apg 9,4f.). Christus sandte die Apostel – und damit die Kirche – mit den Worten: „Wie Mich der Vater gesandt hat, so sende Ich euch“ (Joh 20,21). Hat Er nicht selbst gesagt, dass jene, die die von Ihm Gesandten hören, Ihn selbst hören und jene, die sie missachten, Ihn selbst missachten (vgl. Lk 10,16)? Der Apostel Johannes schreibt: „Wir aber“ – damit meint er die Kirche – „sind aus Gott. Wer Gott erkennt, hört auf uns; wer nicht aus Gott ist, hört nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums“ (1 Joh 4,6).

Wäre es wirklich die Muttergottes, die in Medjugorje erscheint, so würde sie also nichts lehren, was dem entgegensteht, was uns die Kirche kraft göttlicher Vollmacht zu glauben befiehlt. Die Erscheinung von Medjugorje aber widerspricht der kirchlichen Lehre. Es genügt dazu, die Botschaft vom 24. Juli 1982 zu betrachten, um nachzuweisen, dass es keineswegs die Muttergottes sein kann, die hier erscheint. Die Erscheinung sprach nämlich an jenem Tag: „Nach dem Tod zerfällt der Leib, der von der Erde genommen wurde. Er wird nie wieder leben. Der Mensch erhält einen verklärten Leib.“[1] Es stimmt, dass der Leib nach dem Tod in der Erde zerfällt und die Guten einen verklärten Leib erhalten werden, aber die Ansicht, dass der irdische Leib „nie wieder leben“ wird, widerspricht direkt dem Dogma, wonach der Mensch mit demselben Leib auferstehen wird, den er auf Erden getragen hat. Es handelt sich bei diesen Worten also zweifellos um eine Häresie. Die Erscheinung leugnet – wie schon der Häretiker Origenes – „die materielle Identität des Auferstehungsleibes mit dem irdischen Leib“[2]. Unser Herr dagegen lehrt: „Es kommt die Stunde, in der alle, welche in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden. Es werden hervorgehen, die Gutes getan haben zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben zur Auferstehung des Gerichtes (Joh 5,28f.).

Ludwig Ott verweist in seinem „Grundriss der katholischen Dogmatik“ auf die Heilige Schrift, die „die Identität“ des Auferstehungsleibes mit dem irdischen Leib schon mit den Worten „Auferweckung“ und „Auferstehung“ bezeugt, „denn eine solche [Auferweckung/Auferstehung] ist nur dann gegeben, wenn derselbe Leib, der stirbt und zerfällt, wieder auflebt“[3]. In der Heiligen Schrift lesen wir beim Apostel Paulus: „Fleisch und Blut können das Reich Gottes nicht erben; ebenso wenig wird die Verweslichkeit die Unverweslichkeit erben“ (1 Kor 15,50). Das heißt nichts anderes, als dass Fleisch und Blut nicht aus eigenem Vermögen den Himmel erben, dass nur jene „Kinder Gottes“ werden können, „die nicht aus dem Blute und nicht aus dem Wollen des Fleisches und nicht aus dem Wollen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind“ (Joh 1,12f.). Denn Paulus schreibt kurz darauf über die Vorgänge am Ende der Zeit, wenn der Herr zum Allgemeinen Gericht wiederkommen wird: „[…] erschallen wird die Posaune, und die Toten werden als Unverwesliche auferweckt, und wir werden verwandelt werden. Denn dieses Verwesliche [d.h. der irdische Leib] muss anziehen Unverweslichkeit, und dieses Sterbliche [d.h. der irdische Leib] muss anziehen Unsterblichkeit“ (1 Kor 15,52f.). Ebenso lesen wir in der Heiligen Schrift in einem anderen Brief desselben Apostels: „Wir erwarten den Erlöser, Unsern Herrn Jesus Christus, Welcher unsern armseligen Leib umgestalten und ihn Seinem verklärten Leib ähnlich machen wird“ (Phil 3,20f.). Aus diesen Worten wird ebenfalls deutlich, dass es der irdische Leib ist, der verklärt wird.

Auch die heiligen Väter, die uns die Apostolische Überlieferung übermittelt haben, sind sich einig. „Die Väter in der Zeit vor Origenes lehren übereinstimmend, dass ‚dieses Fleisch aufersteht und gerichtet wird‘ und dass ‚wir in diesem Fleisch unseren Lohn empfangen werden‘ (Ps.-Klemens, 2  Kor 9,1-5). Justin bezeugt: ‚Wir erwarten, dass wir unsere toten und in die Erde hineingelegten Leiber wiedererlangen werden, indem wir behaupten, dass bei Gott nichts unmöglich ist‘ (Apol. I 18). […] Gegen Origenes verteidigen [die Identität des irdischen mit dem auferstandenen Leib] Methodius von Olympus, Gregor von Nyssa, Epiphanius (Hær. 64) und Hieronymus (Adv. Ioannem Hierosolymitanum).“[4]

Das kirchliche Lehramt äußerste sich beim IV. Laterankonzil im Jahre 1215 über die Toten: „Sie werden alle mit ihren eigenen Leibern auferstehen, die sie jetzt tragen.“[5] Bei Ludwig Ott wird diese Lehre darum als Dogma aufgeführt: „Die Toten werden mit (numerisch) demselben Leib auferstehen, den sie auf Erden getragen haben. De fide.“[6]

Damit wäre kurz und knapp, aber völlig hinreichend, nachgewiesen, dass die Erscheinung in Medjugorje nicht die Muttergottes sein kann, denn es ist absolut undenkbar, dass die Muttergottes eine Häresie verkünden würde. Wir müssen in  unseren Tagen sehr wachsam sein, denn heute treffen die Worte Christi: „Es wird eine Zeit kommen, in der ihr euch danach sehnt, auch nur einen von den Tagen des Menschensohnes zu erleben; aber ihr werdet ihn nicht erleben. Und wenn man zu euch sagt: Dort ist Er! Hier ist Er!, so geht nicht hin und lauft nicht hinterher!“ (Lk 17,22f.). Der Heiland warnt uns: „Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter Meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!“ (Lk 21,8). Zu uns spricht der Apostel Paulus: „Niemand soll euch verachten, […] der mit Visionen prahlt und sich ohne Grund nach weltlicher Art wichtig macht, sich dabei aber nicht an das Haupt [Christus] hält, von Dem aus der ganze Leib [die Kirche] durch Gelenke und Bänder versorgt und zusammengehalten wird und durch Gottes Wirken wächst“ (Kol 2,18f.).


[1] Medjugorje – Wo der Himmel die Erde berührt. Offizielle Webseite für den deutschsprachigen Raum; http://www.medjugorje.de/botschaften/betrachtung/botschaft-vom-24071982.html?tx_medjumessage_pi1%5Bcontroller%5D=Message&cHash=68b818bb92faeb265ac91e74571fb19c [Zugriff am: 9.1.2014].

[2] Ott, Ludwig, Grundriss der katholischen Dogmatik, Freiburg i. B. 21954, Fünftes Hauptstück, Zweites Kapitel, § 7,2a [S. 561].

[3] Ott, a.a.O.

[4] Ott, a.a.O.

[5] Zitiert nach: Ott, a.a.O.

[6] Ott, a.a.O., § 7,2 [S. 561].