Der Wert und die Macht der Aufopferung des Kostbaren Blutes.

(Fortsetzung von „Die große Versöhnungsmacht“)

Dem hl. Caspar del Bufalo wurden Blicke in die Zukunftsgeschichte Europas gewährt. Was er sah, war so schrecklich, dass er im Innersten erschauderte und unter Tränen seine Mitbrüder immer wieder ermahnte, das Kostbare Blut Jesu Christi dem himmlischen Vater aufzuopfern mit der Bitte um Abwendung der drohenden Strafgerichte. Er versicherte dabei, dass in den für die kommenden Zeiten angekündigten Heimsuchungen jene Barmherzigkeit finden werden, die das Kostbare Blut in besonderer Weise verehren. Er selbst hat zu seinen Lebzeiten wiederholt die Erfahrung gemacht, wie sehr dieses Mittel geeignet sei, den Zorn Gottes zu besänftigen und die Strafgerichte abzuwenden.

Als im Jahre 1837 in Rom die Cholera ausbrach und täglich Hunderte von Menschen wegraffte, hielt der hl. Kaspar auf Geheiß des Papstes eine Mission in vielen Kirchen der Stadt, mit einer Sühne und Bußandacht zum Kostbaren Blute; und Gott nahm diese furchtbare Geißel hinweg. Im Jahre 1849 wurde Papst Pius IX. durch eine Revolution aus Rom vertrieben. Die Aufständischen behaupteten sich immer mehr und an eine Rückkehr des Heiligen Vaters war nicht zu denken. Erst als Papst Pius IX. sich auf Anraten des ehrwürdigen Pater Johannes Merlini (3. Generaloberer der Missionäre vom Kostbaren Blute) entschloss, das Fest des Kostbaren Blutes auf die ganze Welt auszudehnen durch ein Dekret verordnete, dass dieses Fest fortan in der ganzen Kirche am ersten Sonntag im Juli zu feiern sei, wurden die Feinde plötzlich so geschlagen, dass sie sich am anderen Tage ohne weiteres Blutvergießen ergaben. Rom war wieder frei, und der Heilige Vater konnte unbehindert zurückkehren. So lasset auch uns wieder tiefer und eindringlicher die Stimme des Blutes Christi übernehmen, ja lassen wir unsere Herzen wieder neu in glühender Liebe zum Kostbaren Blute entflammen und mit unerschütterlichen Vertrauen auf seine Macht beseelen.

Pater Faber, der große Lobredner des Kostbaren Blutes im 19. Jahrhundert, sagte: „Die Aufopferung des Kostbaren Blutes ist mehr wert als ein Gebet. Beim Gebet sind wir es, die empfangen, aber bei der Aufopferung lässt sich Gott zu uns herab, um von uns zu empfangen.“

Die hl. Magdalena von Pazzis rief in einer Verzückung aus: „Jedesmal, wenn eine Kreatur das Kostbare Blut Jesu Christi, durch das sie erkauft worden ist, aufopfert, bringt sie eine Gabe von unendlichem Wert dar, den niemand ersetzen kann.“ Diese Übung hatte Gott ihr geoffenbart, als Er sich bei ihr beklagte, dass man auf Erden so wenig Anstrengungen mache, um Seinen gegen die Sünder erhobenen Arm zu entwaffnen. Dieser Ermahnung folgend, opferte sie täglich fünfzigmal das Kostbare Blut zum Heile der Lebenden und Verstorbenen auf. Sie tat es mit solcher Andacht, dass ihr Gott bei mehreren Gelegenheiten die vielen Seelen zeigte, deren Bekehrung sie auf diese Weise erlangt, und all die armen Seelen, die sie aus dem Fegefeuer befreit hatte. Ein anderes Mal sah die heilige Magdalena in der Verzückung alle heiligen Schutzpatrone der Stadt Florenz in Begleitung einer unzähligen Menge von anderen Himmelsbürgern vor dem Throne Gottes; alle legten Fürbitte ein für die armen Sünder, wurden aber nicht erhört. Nach diesen kamen die Schutzengel der armen Sünder, auch diese fanden keine Erhöhung. Nach den Engeln kamen Scharen der Seligen und flehten für die tief verschuldeten Seelen. Diese aber opferten zugleich dem ewigen Vater das Kostbare Blut Jesu Christi auf, und um dieses Blutes willen wurden sie erhört.

Wollen wir durch das Kostbare Blut Jesu Christi ganz besondere Gnaden erlangen, so bitten wir die allerseligste Jungfrau, dass sie es für uns Gott aufopfere. Diesen Rat gab uns der hl. Pfarrer von Ars.

Mögen uns diese Beispiele den großen Wert und die Macht der Aufopferung des Kostbaren Blutes erkennen lassen. Mögen sie uns antreiben, öfters am Tage das Kostbare Blut dem himmlischen Vater aufzuopfern.

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(Fortsetzung folgt!)

Siehe dazu in meinem Blog „Heilige Gebete und Andachten“: „Die Andacht zum kostebaren Blute Jesu Christi“

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