Bischof Athanasius Schneider: Papst Franziskus hat „die strikte Pflicht“, den priesterlichen Zölibat bei der Amazon-Synode zu bekräftigen

Der Papst darf nicht in der geringsten Weise die Abschaffung der apostolischen Pflicht des priesterlichen Zölibats unterstützen.

 

4 Kommentare zu “Bischof Athanasius Schneider: Papst Franziskus hat „die strikte Pflicht“, den priesterlichen Zölibat bei der Amazon-Synode zu bekräftigen

  1. Hier lügt der Weihbischof. Der Zölibat ist eine in der Schrift genannte Lebensform, evtl. kann man das auch als Einladung werten. Der Pflichtzölibat ist von Menschen gemacht, eine kürzere Tradition als ohne ihn und ist somit nicht zu verteidigen. Die katastrophalen Folgen sehen wir.

  2. @Michael Sessler 18. August 2019 um 09:12

    Worin soll denn die Lüge bestehen? Bischof schneider bestreitet nicht, dass das Pflichtzölibat auf einen Entscheid der Kirche zurückgeht. Das Zöllibat wurde seit den Anfängen gelebt.

  3. Der Zölibat nebenbei.
    Es geht um die „Pflicht“ und nicht um den freiwilligen Zölibat. Da der Pflichtzölibat nicht von der Schrift hergeleitet werden kann, gibt es für den Pabst auch keine Verpflichtung, diesen zu verteidigen. Die längere Tradition der Kirche kannte keine Verpflichtung. Zugegeben, Tradition per se ist ein Argument, wenn man keines hat.

  4. @Michael Sessler 19. August 2019 um 18:47

    Ja, es gibt keinen Pflichtzölibat von der Schrift her, wenn auch das Zölibat auf apostolische Zeiten zurückgeht. Doch worin soll den Bischof Schneider lügen? Er behauptet ja nicht, dass das Pflichtzölibat in der Bibel steht. Er meint lediglich, dass der Papst das Pflichtzölibat verteidigen soll, weil es eine angemessene Lebensform für den Priester ist und nicht weil es schon immer ein Pflicht gewesen sei. Warum soll ein im Jahre 1022 eingeführtes Pflichtzölibat dann nicht auch für die Zukunft gelten und verteidigt werden. Ich sehe darin im besten Willen die Lüge nicht.

    Da gäbe es noch andere Beispiele, die nach diesem Muster als „Lüge“ bezeichnet werden könnten und es in Tat und Wahrheit nicht sind. Es gibt noch andere Gelübte im Mönchstum, die nicht als „Pflicht“ von der Schrift hergeleitet werden können. Zugegeben, der Vergleich ist etwa hinkend und ja, die Pflicht zum Zölibat ist nicht dogmatisch und wohl diskutierbar. Doch das mein wohl Bischof Schneider auch nicht.

    Vielmehr sieht Bischof Schneider das Pflichtzölibat als notwendige Errungenschaft für den Priester in seinem Dienst an den Gläubigen nach dem Grundsatz:

    „Die Kleriker sind gehalten, vollkommene und immerwährende Enthaltsamkeit um des Himmelreiches willen zu wahren; deshalb sind sie zum Zölibat verpflichtet, der eine besondere Gabe Gottes ist, durch welche die geistlichen Amtsträger leichter mit ungeteiltem Herzen Christus anhangen und sich freier dem Dienst an Gott und den Menschen widmen können.“
    Canon 277 § 1 des Codex Iuris Canonici

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