Tausende demonstrieren gegen Abtreibung in Irland

Junge Lebensschützer demonstrieren in Dublin am 6. Juli 2019 Foto: Mit freundlicher Genehmigung

Schätzungsweise 10.000 irische Lebensschützer haben an der ersten großen Pro-Life-Kundgebung und dem ersten Marsch für das Leben in Irland teilgenommen, seitdem das Land die Abtreibung per Gesetz legalisiert hat. Auch der Primas von Irland war dabei.

Das berichtet die Catholic News Agency, die englischsprachige Schwesteragentur von CNA Deutsch.

Die Redner auf der Veranstaltung betonten ihre Entschlossenheit, sich weiterhin für die Wiederherstellung des Rechtsschutzes für ungeborene Kinder einzusetzen.

Der irische Marsch fürs Leben am 6. Juli begann am Parnell Square in Dublin und endete im Customs House, wo die All-Ireland Rally for Life stattfand.

„Wir waren erfreut, Menschen jeden Alters und aller Schichten zu sehen, die auf diesen Aufruf reagieren“, teilten die Organisatoren mit.

Die Veranstaltung wurde von zahlreichen Vereinen und Organisationen unterstützt, darunter mehr als 30 lokale Pro-Life-Gruppen.

Die Verfassung der Republik Irland war 1983 in einem nationalen Referendum geändert worden, um das Recht des ungeborenen Babys als gleichwertig mit dem Recht der Mutter anzuerkennen. Fast 67% der irischen Wähler stimmten damals dem Antrag zu.

In einem Referendum am 25. Mai 2018 haben über 66% der irischen Wähler diesen Schutz wieder aufgehoben. Der iIrische Gesetzgeber verabschiedete in der Folge Gesetze zur Legalisierung von Abtreibung auf der einst stark katholischen Inselnation.

Niamh Uí Bhriain, eine Sprecherin des Life Institute, sagte bei der Kundgebung am 6. Juli, dass Lebensschutz-Aktivisten „das, was im vergangenen Mai passiert ist, umkehren werden“ und fügte hinzu: „Wir haben vielleicht das Referendum verloren, aber wir sind nicht besiegt worden“, berichtete der staatliche Sender RTE News.

Erzbischof Eamon Martin von Armagh, der Primas von ganz Irland, sagte den Medien bei der Kundgebung, er wolle „solidarisch“ mit denen sein, die glauben, dass Schwangerschaft den Umgang mit zwei Leben bedeutet: „das Leben einer Mutter und ihres ungeborenen Kindes – und beide brauchen Liebe, Respekt und Schutz.“

„Ich marschiere heute, weil ich glaube, dass es so wichtig wie eh und je ist, die Heiligkeit des ganzen menschlichen Lebens zu bekräftigen. Die direkte und absichtliche Auslöschung eines unschuldigen Menschenlebens ist immer grundsätzlch falsch – wir müssen vermeiden, dass wir für den Wert eines jeden Menschenlebens desensibilisiert werden“, sagte Erzbischof Martin laut einem Bericht von EWTN Irland.

Der irische Oberhirte forderte mehr Hilfe für schutzbedürftige Frauen, für Mütter und Väter, die sich in einer Krise befinden, und für „Eltern, die das Gefühl haben, dass sie mit einer Abtreibung die falsche Wahl getroffen haben“.

Auch mehrere Mediziner sprachen sich bei der Kundgebung gegen das Abtreibungsgesetz aus.

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Quelle

5 Kommentare zu “Tausende demonstrieren gegen Abtreibung in Irland

  1. “ Papst Franziskus: Abtreibung ist wie Auftragsmord

    Du sollst nicht töten: Über das 5. Gebot hat Papst Franziskus am heutigen Mittwoch in seiner Reihe von Katechesen zur Generalaudienz gesprochen. Dabei nahm der Pontifex kein Blatt vor den Mund, um das Übel der Tötung ungeborenen Lebens zu beschreiben. “

    XXXXX
    Gehen wir mal lieber an die Wurzel dieses Übels:

    Wie halten es denn nun die Demonstrierenden mit dem 6. Gebot? Bitte ehrlich!
    Mit der Sexualmoral, der Keuschheit? Wie viele Partner hatte man schon vorher bevor man später erst den Partner fürs Leben findet ( sich meist auch gleich wieder scheiden läßt wenn es nicht paßt), sich aber vorher sich so richtig ausgelebt, besser ausgesündigt hat? Ehrlich! „Probieren geht über studieren“ … oder „wer wird gleich den erst Besten/ die erst Beste nehmen“? … Hand aufs Herz, seid IHR Demonstrierenden wirklich anders als diese liberale Klientel der anderen Weltmenschen? Keine Regel ohne Ausnahme, das muss auch dazu gesagt werden, diese 0,005%.

    Mit der Ehemoral? Wird daran genauso fest gehalten? Oder hört man da nur große Töne, nach dem Motto, Wasser predigen, aber Wein trinken? Ist Vieles nicht mehr oder weniger nur geheuchet? Bitte, mal ehrlich.

    Geschlechtsverkehr NUR und aussschließlich in der Ehe? Gibt es das noch? Macht man das auch? Wie viele gibt es die noch nicht fremd gegangen sind?
    Und wie sieht es aus mit dem Konsum von Verhütungsmitteln ( wir sprechen natürlich nur IN der Ehe )?
    Verhütungsmittel AUSSERHALB der Ehe ist sowieso schon doppelt schwer sündhaft!!

    Können diese Demonstrierenden das auch bestätigen, frage ich mal?

    Sind diese ungewollten Menschen nicht meist die Frucht/“Frucht“ der Unmoral und Unzucht der Erzeuger, frage ich mal? … Und so will man vorgeben Leben retten zu wollen??? Wer glaubt denn EUCH ?!

    Die abgetriebenen Kinder können am allerwenigstens was dafür. Deswegen, denke ich auch, braucht man wohl kaum zu „demonstrieren“ wenn schon die grundsätzliche Sexualmoral/Glaubenseinstellung im argen liegt. Möge sich ein jeder selbst an der Nase fassen.

    Meinte ich mal …

  2. @Pierre

    „Die Demonstrierenden“ für das Leben, gegen die Abtreibung, gehören bestimmt eher und mehrheitlich zu jenen, die eine christliche Sexualmoral entsprechend dem 6. Gebot befolgen! Und wenn es gar Jugendliche sind, dann sind sie für ihr öffentliches Zeugnis zu loben und zu unterstützen!

  3. @POSchenker 10. Juli 2019 um 07:30

    “ Und wenn es gar Jugendliche sind, dann sind sie für ihr öffentliches Zeugnis zu loben und zu unterstützen! “

    Gebe ich Ihnen grundsätzlich recht. Keine Frage.

    “ „Die Demonstrierenden“ für das Leben, gegen die Abtreibung, gehören bestimmt eher und mehrheitlich zu jenen, die eine christliche Sexualmoral entsprechend dem 6. Gebot befolgen! “

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Die Praxis beweist halt eher das Gegenteil.
    Können Sie mir gewiss sagen wie viele Frauen noch jungfräulich(!!!) in die Ehe gehen? Bitte darum. DANKE.
    Sicherlich nicht mehrheitlich, wie ich meine.

    Nun frage ich mich wieso nicht auch und gerade das Übel (laxe Moral) angegangen wird bzw. an den Pranger gestellt wird, bzw. dort Aufklärungsarbeit geleistet wird?
    Welche Moral kann man von nicht katholisch praktizierenden Menschen bzw. sowieso von nicht christlichen Menschen erwarten wenn ihnen Lebensschutz nichts sagt oder nichts bringt, bzw. die Sexualmoral schon ausgehöhlt, liberalisiert ist?

    Nicht die Abtreibungsklink ZWINGT die Frauen zur Abtreibung. UND woher kommt die Nachfrage? Die Nachfrage, die Schwangere selbst, ist im wesentlichen schuld – bei aller psychischen Belastung und Druck von aussen. Bei der (ungewollten) Zeugung haben diese Frauen doch auch keine Probleme, oder? Eben, weil es mit der Moral nicht so weit her ist.
    Die Abtreibung ist dann gelöst wenn die Moral stimmt.

    Und selbst wenn jemand unfreiwillig/“unfreiwillig“ schwanger geworden ist so hat diese NOCH LANGE KEIN Recht eine Abtreibung vorzunehmen. Natürlich ist auch der Gesetzgeber auf den Plan gerufen. Aber was will man von einer linksliberalen Politik erwarten???!

    Nochmals: Die Abtreibung, incl. Abtreibungskliniken ist dann gelöst wenn die Moral/Glaube stimmt.

    Anders geht es leider nicht.

  4. @Pierre

    Können Sie mir gewiss sagen wie viele Frauen noch jungfräulich(!!!) in die Ehe gehen? Bitte darum. DANKE.
    Sicherlich nicht mehrheitlich, wie ich meine.

    Nein, das kann ich nicht. Und auch Sie können es nicht. Und deswegen können Sie auch nicht sagen, dass Frauen sicherlich nicht mehrheitlich jungfräulich in die Ehe gehen.

    Aber ich kann mit Gewissheit sagen, dass Mädchen / junge Frauen, die bewusst öffentlich persönlich Zeugnis ablegen für den absoluten Schutz des noch ungeborenen Lebens zu jenen gehören, die eher noch jungfräulich in eine Ehe gehen als nicht, deren Moral also mindestens einigermaßen stimmt.

  5. @POSchenker 10. Juli 2019 um 15:10

    “ … , die eher noch jungfräulich in eine Ehe gehen als nicht, … “

    Vielleicht noch zum Zeitpunkt der Demo wird lt. kath. Moral gelebt. Wie viele halten es dann noch bis zur Ehe aus? Ins Gewissen geredet.
    Viele werden es nicht mehr sein, wie ich denke. Ein Beichtpriester könnte da aussagekräftigere Ergebnisse liefern. Wäre schön dies in Erfahrung bringen zu können.
    Weil wenn dem so wäre (mehrheitlich), wie Sie meinen, dann würde es auch in unserer Gesellschaft schon NACHHALTIG anders ausschauen.

    Aber, sei dem wie es sei, grundsätzlich gut diese Demo. Keine Frage. Nur sollte man nicht nur an der Oberfläche kratzen sondern in die Tiefe gehen und die Glaubwürdigkeit konsequent leben.

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