Vorbereitung auf Synode: Neue Wege suchen, um Amazonas zu retten

Kardinal Claudio Hummes

Für den brasilianischen Kardinal Claudio Hummes wird die kommende Synode ein historisches Ereignis sein, um nicht nur die Rettung der Amazonas-Bevölkerung, sondern des gesamten Planeten anzupacken. Es gilt nun, neue Wege zu schaffen, damit in jener Region – und nicht nur dort – „die Mission der Kirche“ erfüllt werden kann, so der Kardinal im Gespräch mit uns.

Mario Galgano – Vatikanstadt

Kardinal Claudio Hummes, Generalrelator der nächsten Synode für den Amazonas und Präsident des kirchlichen Pan-Amazonas Netzwerkes, wird kommende Woche im Vatikan sein, um an den Vorbereitungen zur Vorsynode teilzunehmen. Der Kardinal nimmt derzeit an der Vollversammlung der brasilianischen Bischöfe in Aparecida teil, die sich auch unter anderem mit der nächsten Synode über den Amazonas beschäftigt. An unseren Mikrofonen macht er eine Bestandsaufnahme der Situation der synodalen Arbeit:

„Wir befinden uns in einem synodalen Prozess, und in dieser ersten Phase des Prozesses wurden alle Diözesen, die Bevölkerung, die Einheimischen, die Städte und Gemeinden im Amazonasgebiet konsultiert. Das ist auch Teil unserer kirchlichen Geschichte, hier in Brasilien wird die Synode ein grundlegender Moment sein. Ich sage immer, dass diese Synode eine historische Synode sein wird, die dem Amazonasgebiet neue Wege erschließen wird, und das wird sich in der ganzen Welt widerspiegeln. Dies ist Teil des ernsten Kontextes der Klima- und Ökologiekrise des Planeten, und wir werden in genau diesem historischen Moment eingereiht. Die Synode findet in einem ernsten Moment in der Geschichte der Menschheit statt, und deshalb wird uns der Geist Gottes dazu führen, neue Wege zu finden, um den Amazonas, das Volk des Amazonas und auch den Planeten zu retten.“

Bei der Synode wird es vor allem um die Frage gehen, wie man neue Wege der Seelsorge finden kann, so der brasilianische Kardinal. „Ich glaube, dass die Kirche ein großes Bedürfnis hat, neue Wege zu finden, und bei meinen Besuchen in diesem Gebiet habe ich nicht nur viele Teile des brasilianischen Urwaldes aufgesucht, sondern auch andere Länder des Amazonasgebiets. Wir spürten immer ein wenig von dieser Qual der Kirche, der Hirten, der Bischöfe, der Priester, dass es keine guten Bedingungen für die Erfüllung der Mission gibt: Es ist notwendig, neue Wege zu erschließen, damit die Mission in diesem historischen Moment im Amazonas auch wirklich durchgeführt werden kann. Dieses Thema der neuen Wege wird grundlegend sein, denn der Papst hat auch gesagt, dass es bei der Synode nicht um bereits Gesagtes gehen wird: Wir müssen von neuen Dingen sprechen, von neuen Perspektiven, ohne Angst vor dem Neuen zu haben. Das ist etwas, das mich glücklich macht und mir Hoffnung gibt.“

Konkrete Vorschläge macht der Kardinal derzeit keine. Dies wird Aufgabe der Synodenväter sein, wenn sie vom 6. bis zum 27. Oktober im Vatikan tagen werden.

(vatican news)

2 Kommentare zu “Vorbereitung auf Synode: Neue Wege suchen, um Amazonas zu retten

  1. Bis jetzt hat immer unser HERRGOTT mit seiner ALLMACHT unsere Vorhimmels-Lebensstätte ERDE bestens (optimal) erhalten, und NIEMAND SONST. Jetzt sollen die Synodenväter mit ihren Beratungen und Beschlüssen „unseren Planeten RETTEN“!
    Das geht aber nicht ohne die GRETE. Und deshalb müssen doch auch Mädchen und Frauen Zugang haben zu diesem planetarischen Notstandskonzil, nicht wahr?

  2. Erstens: Alles fußt grundsätzlich auf dem einen wahren Glauben, dem der Katholischen Kirche.
    Alles hat sich diesem einen Glauben zu unterwerfen oder sich nach ihm auszurichten (Politik, Wirtschaft, Staat, privat). Das will der liebe Gott! Wenn das alles eingehalten wird (oder zumindest versucht wird) dann schenkt er uns auch eine passende Erdenwelt ( Klima, Früchte, Frieden etc.) Da braucht es keine GRETE und keine (Manns-)Frauen die sich noch wichtig machen wollen oder meinen es zu müssen weil ja Gleichberechtigung auf allen Ebenen (incl. Gender- Wahn!!!) stattfinden soll ( nach dem Willen der Menschen und nicht nach dem Willen Gottes ).

    Zweitens: Auftrag der Kirche ist das Seelenheil, das Hl. Messopfer und die Mission. Nichts Irdisches. Die Welt vergeht sowieso. An einem menschlichen Paradies zu arbeiten will nur der Widersacher. Das himmlische Paradies, das er zu erwerben gilt, steht aber genau im Gegensatz dazu und erfordert viel Mühe, Verzicht, Einsatz- und Opferbereitschaft. Das aber versteht die Welt nicht. Das sollte und müsste aber die Kirche verstehen und dies auch so vermitteln. Der Glaube ist nicht, wie es heute ist, nur eine soziale Prothetik. Der Glaube soll PRIMÄR der Seele dienlich sein und kein irdisches Wunsch- und Wellnessprogramm für Hedonisten.

    Also, so fragt sich der (noch) vernünftige (noch) gläubige Mensch: Was soll diese Amazonas-Synode noch bringen???!
    “ Nichts Neues unter der Sonne „.
    Worte über Worte, mal so, mal anders ausgedrückt. Doch im Endeffekt wird das Grundübel (Seelenheil und Glaubensabfall) nicht angegangen. Man bleibt im Irdischen stecken.
    ERGO: Daher wird alles bleiben wie es ist, bzw. noch schlechter werden.

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