Krisengipfel: Papst schlägt 21 Maßnahmen vor

Papst Franziskus spricht zu den Teilnehmern des Krisengipfels im Vatikan am 21. Februar 2019 Foto: Vatican Media

Papst Franziskus hat den Teilnehmern des Missbrauchsgipfels im Vatikan eine Liste von 21 Maßnahmen vorgelegt, welche die Bischöfe im Anschluss an das Treffen ergreifen könnten.

Der Pontifex sagte in der Eröffnungsrede vom 21. Februar, dass die Kriterien von verschiedenen Bischofskonferenzen formuliert und von ihm in die Liste aufgenommen wurden, und erklärte, dass sie „Leitlinien zur Unterstützung unserer Reflexion“ und „ein einfacher Ausgangspunkt“ seien.

CNA Deutsch dokumentiert die 21 Punkte in einer eigenen Übersetzung.

  1. Erstellung eines praktischen Handbuchs, in dem die Schritte beschrieben werden, die von den Behörden in den entscheidenden Momenten, in denen ein Fall auftritt, zu unternehmen sind.
  2. Einführung von Anlaufstellen, zu denen ausgebildete und erfahrene Personen gehören, die zunächst die Fälle der mutmaßlichen Opfer anhören und einschätzen können.
  3. Festlegung der Kriterien für die direkte Beteiligung des Bischofs oder des Ordensoberen.
  4. Implementierung gemeinsamer Verfahren für die Prüfung von Vorwürfen, den Schutz der Opfer und das Recht auf Verteidigung der Angeklagten.
  5. Benachrichtigung der Zivilbehörden und höhere kirchliche Behörden entsprechend zivilrechtlicher wie kirchenrechtlicher Vorschriften.
  6. Regelmäßige Überprüfung der Protokolle und Vorschriften zum Schutz des Lebensumfelds von Minderjährigen in allen pastoralen Räumen: Vorschriften und Richtlinien, die auf den integrierten Grundsätzen der Gerechtigkeit und der Nächstenliebe aufbauen, damit das Handeln der Kirche in dieser Angelegenheit im Einklang mit ihrer Sendung steht.
  7. Festlegung spezifischer Vorschriften für den Umgang mit Vorwürfen gegen Bischöfe.
  8. Sicherstellung der Begleitung, des Schutzes und der Behandlung der Opfer, einschließlich aller notwendigen Unterstützung für eine vollständige Heilung.
  9. Sensibilisierung für die Ursachen und Folgen des sexuellen Missbrauchs durch die ständige Fortbildung von Bischöfen, Ordensoberen, Geistlichen und pastoralen Mitarbeitern.
  10. Eröffnung von Wegen der seelsorglichen Begleitung durch Missbrauch verletzter Gemeinschaften sowie von Buße und Heilung für Täter.
  11. Zusammenarbeit mit allen Menschen guten Willens und Betreibern der Massenmedien, echte Fälle falscher Beschuldigung und Verleumdung zu erkennen und unterscheiden sowie Ärger und Unterstellungen, Gerüchte und üble Nachrede zu vermeiden (vgl. die Rede von Papst Franziskus vor der Römischen Kurie vom 21. Dezember 2018).
  12. Anhebung des Mindestalters für die Ehe auf sechzehn Jahre.
  13. Festlegung von Bestimmungen, anhand derer Laiensachverständige an Untersuchungen beteiligt werden, sowie an der Beurteilung kirchenrechtlicher Verfahren in Fällen von sexuellem Missbrauch beziehungsweise Machtmissbrauch.
  14. Recht auf Verteidigung: Der Grundsatz des Naturrechts und des Kirchenrechts der Unschuldsvermutung muss ebenfalls gewahrt bleiben, bis die Schuld des Angeklagten nachgewiesen ist. Daher ist es notwendig zu verhindern, dass Listen von Angeklagten vor dem Ermittlungsverfahren und der endgültigen Verurteilung veröffentlicht werden, auch von Bistümern.
  15. Wahrung der traditionellen Verhältnismäßigkeit der Strafe in Bezug auf die begangene Straftat. Priester und Bischöfe, die sich des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, müssen ihres Dienstes enthoben werden.
  16. Einführung von Verhaltensregeln für Seminaristen und Kandidaten für das Priestertum oder das Ordensleben. Sicherstellung von Aus- und Fortbildungsprogrammen um menschliche, spirituelle und psychosexuelle Reife zu gewährleisten, wie auch in zwischenmenschlichen Beziehungen und im Verhalten.
  17. Sicherstellung psychologischer Bewertungen von Kandidaten für das Priestertum und das geweihte Leben durch qualifizierte und anerkannte Experten.
  18. Richtlinien für die Versetzung eines Seminaristen oder Ordensanwärters von einem Priesterseminar in ein anderes sowie eines Priesters oder Ordensangehörigen von einem Bistum oder einer Gemeinde in eine andere festlegen.
  19. Verabschiedung verbindlicher Verhaltenskodexe für alle Geistlichen, Ordensleute, Mitarbeiter und Freiwilligen, um angemessene Grenzen in persönlichen Beziehungen festzulegen. Präzise Angaben zu den notwendigen Anforderungen an Mitarbeiter und Freiwillige machen und deren Führungszeugnisse überprüfen.
  20. Darlegung aller Informationen und Daten über die Gefahren von Missbrauch und seine Auswirkungen, wie man Anzeichen von Missbrauch erkennt und wie man mutmaßlichen sexuellen Missbrauch meldet. All dies muss in Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrern, Fachleuten und Behörden geschehen.
  21. Sofern noch nicht der Fall: Einrichtung einer Anlaufstelle, die für Betroffene, die Verbrechen melden wollen, leicht erreichbar ist. Eine solche Anlaufstelle sollte eine gewisse Autonomie gegenüber der lokalen kirchlichen Autorität haben und Fachpersonen (Geistliche und Laien) umfassen, die wissen, wie die Kirche mit Personen umgeht, die durch das inakzeptable Verhalten von Geistlichen verletzt worden sind.

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Quelle

24 Kommentare zu “Krisengipfel: Papst schlägt 21 Maßnahmen vor

  1. Punkt 15 :
    Wahrung der traditionellen Verhältnismäßigkeit der Strafe in Bezug auf die begangene Straftat. Priester und Bischöfe, die sich des sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen schuldig gemacht haben, müssen ihres Dienstes enthoben werden.

    XXXX

    —- Wie weit reicht das Beichtgeheimnis —-

    Ein sich schuldig bekennender Kleriker in der Beichte – wie wird mit diesem umgegangen wenn er sich nicht freiwillig ausserhalb der Beichte dazu äussert oder sich dazu schuldig bekennt oder sich selbst anzeigt oder anzeigen lässt? Wird dann das Beichtgeheimnis in dem Fall „aufgehoben“, quasi als nicht bindend erklärt um jemanden doch seines Dienstes zu entheben?

    Ist womöglich jeder Beichtpriester dazu verpflichtend aufgerufen den brüderlichen klerikalen Pönitenten anzuzeigen wenn er sich nicht freiwillig stellt? Wenn nicht, dann mache sich dieser Beichtpriester doch der Mittäterschaft weil Mitwisserschaft schuldig? Oder Wie? Mitgehangen, mitgefangen.

    Der mitwissende Beichtpriester kann ja diesen klerikalen Pönitenten nicht seines Dienstes entheben wenn dies unter dem Beichtgeheimnis steht. Oder? Wie also soll dies PRAKTISCH vor sich gehen wenn dieser klerikale Pönitent sich nicht freiwillig öffentlich, ausserhalb der Beichte dazu äussert?

    Klar, über die Aufforderung in der Beichte sich zu stellen und/oder Anzeige zu erstatten und/oder Androhung der Exkommunikation oder auch über das Seelenheil dieses nicht kooperativen klerikalen Pönitenten müssen wir nicht reden.

  2. @Pierre 23. Februar 2019 um 12:38

    Wie kommen Sie darauf, dass jedes Gespräch mit einem Geistlichen oder unter einander dem Beichtgeheimnis untersteht? Ein Beichtgeheimnis ist als solches immer erkennbar und eindeutig. Ein Gespräch (selbst unter 4 Augen) ist hingegen etwas anders. Erst wenn ausdrücklich eine Beichte verlangt wird und der Beichtvater die Stola anzieht, darf von einer Beichte mit dem Beichtgeheimnis gesprochen werden. Aber der Beichtvater kann in schweren Fällen die Lossprechung verweigern und verlangen, dass sich der Pönitent den Gerichten stellt. Da die Bischöfe bei Vorsprachen der Priester die Gründe kennen, kann und muss er jetzt ein Beichtgespräch verweigern bis alle Fakten geklärt sind. Solche Gespräche sollten zudem mit entsprechenden Fachleute (Juristen usw.) erfolgen und nicht im stillen Kämmerchen mit dem Bischof alleine. Ich bin überzeugt, dass auch solche Massnahmen in den Handbüchern einfließen werden. Der laisierte Priester, der gerichtlich verurteilt wurde und die Strafe im Gefängnis angetreten hat, kann auch im Gefängnis ein Priester zur Beichte rufen. Es sollte ihm gewährt werden.

    Wir hatten das schon einmal besprochen, wer sich schuldig bekennen will, der muss auch die Stafe und so weit es möglich ist die Wiedergutmachung dazu ertragen, selbst wenn es grosse Opfer von ihm bedeutet. Wenn er sich weigert oder versteckt (z.B. hinter dem Beichtgeheimnis), dann zeigt er keine Reue und die Beichte hilft ihm wenig. Die Reue ist wichtig und zeigt sich in der freiwilligen Annahme der vom Staat und der Kirche auferlegten Strafe im Namen der Gemeinschaft.

    Zudem könnten solche kirchliche Verfahren von Laien, die medizinische, juristische oder psychologische Ausbildung haben übernommen werden. Diese Leute unterstehen keinem Beichtgeheimnis. Siehe dazu Ziff. 13 und Ziff. 17.

    Ich habe auch den Vorschlag gehört, dass pädophile Vergehen eine automatische Exkommunikation auslösen sollten und das wurde sogar von einem international anerkannte Kirchenrechtler Peter Landau vorgeschagen:
    https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2018-10/missbrauch-landau-kirchenrecht-exkommunikation.html

    Diesen Vorschlag erhält meine volle Unterstützung aus verschiedenen Gründen. Die Vorschläge von Papst Franziskus sind richtig und längst überfällig. Es geht nun endlich in die richtige Richtung. Die Kirche muss an diesem Thema dran bleiben und gegebenenfalls weitere, noch strengere Massnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendliche treffen. Keinesfalls darf ein gewisser Standesdünkel (sprich Klerikalismus usw.) in Zukunft dazu führen, dass zuerst immer dem Priester geglaubt wird, auch wenn er offensichtlich nicht die Wahrheit sagt, wie es leider in der Vergangenheit oft geschehen ist.

  3. @Stefan1 24. Februar 2019 um 15:44

    Das was Sie schreiben ist doch bekannt. Was soll das?
    Diese Belehrung ist unnötig.

    Anscheinend haben Sie meine Frage nicht verstanden.

    Es geht darum ob der mitwissende Beichtpriester ( und den wird es auch geben wenn jemand die Beichte sucht ) den Pönitenten zu überführen „verpflichtet“ ( zumindest schon im Gewissen, und auch wenn es der CIC vielleicht einfordert, aber auch wenn es vom Strafrecht als Mitwisserschaft/Mittäterschaft geahndet wird ) ist wenn es z.B. um ein daraus folgendes kirchliches Dienstenthebungsverfahren ginge etc. – vorausgesetzt, der Pönitent sich, wie gesagt, nicht freiwillig stellt oder meldet oder sich zumindest ausserhalb der Beicht dazu bekennt.

    Alles andere ist sowieso klar, wie Sie schreiben.

    Nochmals: Was ist wenn der Beichtpriester den Rest seines Lebens darum bescheid weiß und der Täter noch immer frei herum läuft oder noch immer sein Amt bekleidet? Zudem macht er sich noch mitschuldig dass er nichts dergleichen unternommen hat ( ausser dem was er ihm in der Beicht ihm sagt oder ratet ).

  4. @Pierre 25. Februar 2019 um 20:26

    https://www.tag-des-herrn.de/content/gilt-das-beichtgeheimnis-auch-bei-einem-mordgestaendnis

    Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich. So regelt es das Kirchenrecht in Canon 983. Es gilt absolut. Selbst wenn er, wie in einem ARD-„Tatort“ am zweiten Weihnachtstag gezeigt, mit dem Tod bedroht wird, darf ein Priester keinerlei Informationen über das weitergeben, was er in der Beichte erfahren hat. Für die sakramentale Beichte gilt eine strengere Regel, als es das gesetzliche Zeugnisverweigerungsrecht gewährt. Ein Zeugnisverweigerungsrecht und Abhörverbot durch staatliche Stellen steht auch Seelsorgern zu, die in Pastoralgesprächen eventuell vertrauliche Dinge erfahren.

    Ähnlich gilt das auch für Ärzte und ihre Schweigepflicht oder für das Recht von Journalisten, über ihre Informanten zu schweigen. Das Beichtgeheimnis reicht kirchenrechtlich noch weiter. Bricht es der Priester, ist er automatisch exkommuniziert. Nur durch die absolute Geheimhaltung kann gewähr­leis­tet werden, dass der Beich­tende sich darauf ver­lassen kann, dass alles vertraulich bleibt. Immer wieder werden Extrembeispiele konstruiert und literarisch oder in Filmen verarbeitet, bei denen ein Beichtender einen Mord gesteht und den Priester so in Gewissensnöte bringt. Auch hier gilt das Beichtgeheimnis absolut. Zudem könnte ein einfacher Priester ohne besondere Vollmacht wegen der Schwere dieser Sünde nicht selbst die Absolution zusprechen.

    Die dramatische Schilderung in diesen fiktiven Szenen ist aber auch insofern nicht realistisch, weil nach katholischem Verständnis die Absolution nur dann erteilt wird, wenn der Beichtende Reue und den Vorsatz zeigt, umzukehren und Buße tut. Die Beichte ist also kein Automat, in den man anonym seine Sünden „einwirft“, eine „Strafe bezahlt“ und dann automatisch die Absolution erhält. Ein Priester wird jemanden, der einen Mord oder ein anderes schweres Verbrechen beichtet, vor der Absolution dazu anhalten, sich den Behörden zu stellen, so zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen und auf diese Weise tätige Reue zu zeigen.
    Michael Kinnen

    Das kann analog auch auf Pädophilie angewandt werden. Was nützt es dem pädophilen Priester, wenn er die Absolution durch seinen Kollegen nicht erhält? Er könnte sein Priesteramt nicht ohne weitere schweren Sünden ausüben.

    Denken Sie an die Möglichkeit, dass ein pädophiler Priester so infam war, dass er mehrere Priester durch Beichten kompromittiert und wegen des Beichtgeheimnisses mundtot gemacht hat?

  5. @Stefan1 27. Februar 2019 um 18:52

    Richtig.

    “ Er könnte sein Priesteramt nicht ohne weitere schweren Sünden ausüben. “

    Aber wer weiß wie viele es dennoch solche (noch) gibt? Wer will schon freiwillig auf sein Amt verzichten? Oder sich schämen müssen? Oder sein Gesicht verlieren? Oder gar ins Gefängnis wandern müssen?
    Wer verstünde diese menschliche Schwäche nicht – was moralisch natürlich nicht und nie gerechtfertigt erscheint.

    “ Denken Sie an die Möglichkeit, dass ein pädophiler Priester so infam war, dass er mehrere Priester durch Beichten kompromittiert und wegen des Beichtgeheimnisses mundtot gemacht hat? “

    Und wie fühlt sich ein solcher Beichtpriester wenn er nicht einschreiten darf/kann? Macht er sich dadurch nicht auch mitschuldig???

    Das sollte doch zu denken geben.

  6. Die wahre Kirche ist eine übernatürliche
    von Gott gestiftete Einrichtung.
    Deshalb gilt das Beichtheheimnis absolut.
    Der seine Sünden bekennende Mensch
    bereut vor GOTT da der Beichtvater „in persona CHRISTI“ handelt.
    „Wem ihr die Sünden nachlässt…“
    Die weltliche Gerichtbarkeit ist davon ausgeschlossen.
    Ein wahrer Heiliger wie J. Nepomuk erlitt für die Bewahrung des Beichtheheimnisses das Martyrium !

  7. @Pierre 27. Februar 2019 um 21:45

    Zitat
    Und wie fühlt sich ein solcher Beichtpriester wenn er nicht einschreiten darf/kann? Macht er sich dadurch nicht auch mitschuldig???

    Es mag ihn zwar beschäftigen, doch mitschuldig ist er definitiv nicht. Schuldig machen würde er sich nur, wenn er leichtsinnig die Absolution erteilen würde. Er kann die Absolution in Aussicht stellen, wenn sich der Pönitent den Gerichten gestellt hat und damit seine aufrichtige und ehrliche Reue und Busse angenommen hat. Ich bedauere, aber ich kann darin keine besondere Schwierigkeit für das Priesteramt sehen. Ansonsten müsste er seine Berufung in Frage stellen. Der hl. Padre Pio konnte ganz energisch werden und in einem konkreten Fall sogar jahrelang die Absolution verweigern. Er hatte wohl seine Gründe.

  8. @Stefan1 28. Februar 2019 um 20:06

    So ganz wollten Sie meine Frage doch nicht verstanden haben. 😉

    … “ Schuldig machen würde er sich nur, wenn er leichtsinnig die Absolution erteilen würde. Er kann die Absolution in Aussicht stellen, wenn sich der Pönitent den Gerichten gestellt hat und damit seine aufrichtige und ehrliche Reue und Busse angenommen hat. “ …

    Das ist ja sowieso klar.

    “ … , doch mitschuldig ist er definitiv nicht. … “

    Eben, ich denke schon!
    Es geht um strafrechtlich relevante Tatsachen der weltlichen Gerichtsbarkeit. Wieso sollte da der Priester ausgenommen sein?! Und von daher ist es, angesichts der Größe und Art des Tatbestandes z.B. des Kindesmissbrauches oder der Kindestötung nebensächlich von welcher Seite her der Fall aufgearbeitet wird. Somit ist der Priester allein schon deshalb MITTÄTER weil er den Täter SCHÜTZT und das Opfer in gewisser Weise verhöhnt, bzw. im Stich lässt.

    Sollte das nicht zu denken geben, wie ich meine???

    Ich möchte nicht wissen wie viel strafrelevante Tatsachen von Priestern an Priester gebeichtet worden sind die zur Aufklärung von vielen Fällen zweckdienlich gewesen wären … !!

    “ Es mag ihn zwar beschäftigen, … “

    Wo bleicht da ein EHRLICHES Gewissen und ein WAHRHAFTIGES Gerechtigkeitsempfinden ( mal abgesehen davon, sich der MORALISCHEN VERPFLICHTUNG entzogen zu haben die Tat mithelfend aufzuklären und den Täter zu überführen, d.h. der mitwissende Beichtpriester macht sich DENNOCH – sicher strafrechtlich – MITSCHULDIG ) ???!!!

    So ist das.

  9. @Pierre 2. März 2019 um 10:19

    Sie können überdenken, dass ein Zeuge vor Gericht zwar die Wahrheit sagen muss, doch er hat auch in gewissem Umfang das Recht zu schweigen. Siehe dazu diesen interessanten Artikel:
    https://www.beobachter.ch/gesetze-recht/vorladung-als-zeuge-kann-ich-die-aussage-verweigern

    Ein Priester ist an das Beichtgeheimnis definitiv und unmissverständlich gebunden. Nach meiner Meinung macht er sich deshalb nicht mitschuldig. Viele Staaten anerkennen die mit der Beichte verbundene Schweigepflicht des Priesters an. Zudem kann nicht ermessen werden, wie viele schwere Straftäter (Mörder, Kinderschänder usw.) nach einem Beichtgespräch sich der schwere ihrer Tat bewusst, freiwillig angezeigt haben. Oder auch später im Gefängnis nach einem Besuch des priesterlichen Seelsorgers sich endlich der Tat gestellt und vor Gericht sich einsichtig gezeigt haben. Dafür gibt es bestimmt Beispiele. Wäre nach einer Beichte die Gefahr einer Anzeige durch den Priester gegeben, würden Straftäter wohl eher seltener den Beichtstuhl aufsuchen und das wäre nicht im Sinne der Stiftung dieses Sakramentes der Versöhnung.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Beichtgeheimnis
    In der Schweiz begründet das Beichtgeheimnis ein Aussage- und Anzeigeverweigerungsrecht. Ein Gesetzesvorschlag, das Beichtgeheimnis im Fall von Kindesmissbrauch aufzuheben, scheiterte im März 2012 im Nationalrat.

    Einen besonders umfassenden Schutz genießt das Beichtgeheimnis in Österreich, das sich in einem Konkordat im Jahr 1933 hierzu verpflichtet hat. Dem Beichtgeheimnis unterliegende Zeugen dürfen über Sachverhalte, die ihnen in der Beichte oder einem sonstigen Seelsorgegespräch zur Kenntnis kamen, nicht vernommen werden; auf diesem Weg gewonnene Erkenntnisse unterliegen einem Verwertungsverbot.

    Sowohl im deutschen Zivil- als im Strafprozess sind Geistliche in Ansehung desjenigen, was ihnen bei Ausübung der Seelsorge anvertraut ist, zur Verweigerung des Zeugnisses berechtigt.

  10. @Stefan1 2. März 2019 um 19:31

    “ Wäre nach einer Beichte die Gefahr einer Anzeige durch den Priester gegeben, würden Straftäter wohl eher seltener den Beichtstuhl aufsuchen und das wäre nicht im Sinne der Stiftung dieses Sakramentes der Versöhnung. “

    Sicherlich.

    Frage mich nur, wie lebt man damit? Wie schläft man damit? Vielleicht wenn man den Opfern oder Angehörigen noch helfen könnte …

    FG

  11. Jetzt haben wir was Aussagekräftiges:
    aktuell aus http://kath.net/news/67113
    03 März 2019, 18:00
    Papst: Missbrauch konsequent weltlicher Justiz melden

    Franziskus empfing Begründer der Schweizer „Wiedergutmachungsinitiative“ und zwei Missbrauchsopfer in Privataudienz – Kardinal Koch: Anti-Missbrauchsgipfel muss nun in Ortskirchen umgesetzt werden

    Zürich-Vatikanstadt (kath.net/KAP) Sexuelle Übergriffe müssten mit aller Konsequenz den weltlichen Gerichten gemeldet werden. Dies sagte Papst Franziskus laut Guido Fluri, dem Begründer einer „Wiedergutmachungsinitiative“, am Samstag bei einer Privataudienz mit zwei Opfern aus der Schweiz. Das Oberhaupt der katholischen Kirche entschuldigte sich bei den beiden stellvertretend für alle Schweizer Missbrauchsopfer. Franziskus habe „aus tiefstem Herzen um Vergebung gebeten“, schilderte Fluri gegenüber dem Schweizer katholischen Medienzentrum „kath.ch“ die Begegnung. Fluri hatte den aus der Schweiz stammenden Kurienkardinal Kurt Koch um ein solches Treffen mit zwei Missbrauchsopfern gebeten, dieser war bei der Privataudienz anwesend.

    Die von ihm vertretenen Opfer aus der Schweiz erwarteten konkretere Konsequenzen als beim jüngsten Anti-Missbrauchsgipfel in Rom, habe Fluri dem Papst gesagt: „Die wollen Antworten. Was geschieht jetzt?“ Papst Franziskus habe daraufhin gesagt: Missbrauchsfälle sollen mit allen Konsequenzen den weltlichen Gerichten gemeldet werden, um die Gesellschaft vor diesen Tätern zu schützen. Denn diese seien „monströs“ und „krank“, berichtete über die Worte des Papstes. „In dieser Deutlichkeit habe ich das bisher von Papst Franziskus nicht gehört“, sagte Fluri gegenüber „kath.ch“. Franziskus habe bei dem 40-minütigen Treffen von der Kirchen- und der Weltgemeinschaft gesprochen. Die Kirche habe die Verantwortung, die Täter den weltlichen Gerichten zuzuführen.

    Fluri zeigte sich überzeugt, dass dies nicht nur leere Worte sind. „Ich habe das als sehr überzeugend wahrgenommen. Der Papst hat keine andere Wahl“, so der Initiator der Wiedergutmachungsinitiative.
    Opfer sind keine Nummern

    Kardinal Koch bekräftigte gegenüber „kath.ch“ die klaren Worte des Papstes. Wenn ein Priester oder eine Nonne sich vergehe, sei dies nicht nur ein religiöses, sondern auch ein menschliches Verbrechen, sagte der Papst laut Koch. Deshalb müsse die Gesellschaft vor solchen Tätern geschützt und der Fall den staatlichen Behörden gemeldet werden.

    Für den Papst seien die Opfer keine „Nummern“ – eine Erfahrung, die Missbrauchsopfer aus Kinderheimen oftmals gemacht hätten. Sie seien vielmehr Menschen mit einer Leidensgeschichte. Im Namen der ganzen Kirche habe der Papst bei den beiden Schweizern für das Geschehene um Verzeihung gebeten. Dabei sei Franziskus sich bewusst, dass eine eigentliche Wiedergutmachung des Geschehenen kaum möglich sei. „Umso notwendiger ist die Entschuldigung. Ich hatte den Eindruck, dass diese den Opfern wichtig war“, so Koch gegenüber „kath.ch“.

    „Erlebtes werde ich ein Leben lang nicht los“

    Laut Fluri ist es tatsächlich wichtig, „dass diese Anerkennung kommt, damit ein Stück Versöhnung geschehen kann.“ Viele hätten jahrelang die Erfahrung gemacht, dass die Übergriffe relativiert wurden. „Kath.ch“ berichtete über eine heute 75-jährige Frau, die den Papst traf und ihre Geschichte am Samstag Kardial Koch erzählte. Als Zögling in einem Heim sei sie Opfer von Übergriffen geworden: „Was ich dort erlebt habe, werde ich ein Leben lang nicht los.“

    Zur päpstlichen Entschuldigung meint sie: „Es ist gut, dass er das macht, aber man kann es nicht rückgängig machen. Vielleicht nützt es anderen.“ Sie hofft dennoch, dass sich in der katholischen Kirche jetzt etwas ändert, „dass sie etwas machen, damit das nicht mehr geschieht.“

    Auch Kardinal Kurt Koch betont, dass das, was am Anti-Missbrauchsgipfel gesagt und erarbeitet wurde, nun umgesetzt werden müsse. „Rom muss klare Vorgaben geben und diese müssen durch die Ortskirchen in den einzelnen Ländern umgesetzt werden.“ Er sei zuversichtlich, dass dies geschehe, sagt der Kardinal gegenüber „kath.ch“.

    Die von Guido Fluri, einem Schweizer Unternehmer, initiierte Wiedergutmachungsinitiative setzt sich für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen in der Schweiz ein. Sie hat sowohl die wissenschaftliche Aufarbeitung zum Ziel als auch die Errichtung eines Fonds in der Höhe von 500 Millionen Schweizer Franken zugunsten der Opfer. Das Schweizer Parlament setzte mit dem „Bundesgesetz über die Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und Fremdplatzierungen vor 1981“ die Anliegen der Initiative teilweise um.

  12. @Pierre 2. März 2019 um 21:19

    Zitat
    Frage mich nur, wie lebt man damit? Wie schläft man damit? Vielleicht wenn man den Opfern oder Angehörigen noch helfen könnte …

    Ich kann Ihre Sensibilität nicht vollständig nachvollziehen. Berufe mit Auswirkungen auf die Psyche der Menschen gibt es viele. Was wollen da Sterbebegleiter (ich meine jetzt nicht Leute von der Sterbehilfe), Psychologen, Ärzte, Krankenpfleger, Polizisten, Notfall-Mitarbeiter von Care Teams, Feuerwehrmänner, Krankenschwestern und viele mehr denn sagen? Sie alle haben eine Schweigepflicht. Ihnen stehen jedoch professionelle Debriefings (Nachbesprechungen) zu Verfügung.

    Auch ein Priester kann ein Debriefing mit seinem Auftraggeber (dem lieben Gott) machen und er wird ihm sicher helfen. Oder wollen Sie daran zweifeln? Zudem erleben Priester auch in der Beichte schöne Bekehrungserlebnisse, die sie auch wieder stärken können. Ich habe unlängst im Radio ein Buch vorgelesen gehört, dass von Priestern erzählte, die schier unglaubliche Bekehrungserlebnisse erfahren durfte. Das stärkt. Eines ist mir geblieben von einer bekennenden Agnostikerin, die im Flugzeug neben einem Priester (mit erkennbarer priesterlichen Kleidung) sitzen musste und diese Gelegenheit zu einer heftigen Schimpftirade auf die Kirche mit Papst nutze. Bevor das Flugzeug gelandet ist, hat sich das Gespräch längst und wohl unerwartet zu einer Bekehrungs- und Beichtgeschichte entwickelt. Dieses Buch (dessen Name ich leider nicht kenne) war voll solcher Berichte.

    Wenn ein Mörder oder ein Täter mit schwerer Straftat in den Beichtstuhl begibt, weshalb soll daraus nicht eine tiefe Reue und Umkehr resultieren können. Der Täter fasst Mut und stellt freiwillig der Behörde und beginnt umzukehren zum Vater, der auf den verlorenen Sohn schon längst wartet. Das sind dann trotz der Schwere der Sünden ergreifende Erlebnisse auch für den Beichtvater. Gut, anderes mag es auch geben. Trotzdem ist das Priestertum keine einfache Aufgabe.

  13. @Stefan1 3. März 2019 um 19:46

    “ Der Täter fasst Mut und stellt freiwillig der Behörde und beginnt umzukehren zum Vater, der auf den verlorenen Sohn schon längst wartet. “

    Freiwillig ist das eine.

    Wo verlangt aber der Vater dass er sich stellen soll oder noch vorher seine Strafe abzubüssen hat? Der Sohn kehrt einfach zum Vater um ( ohne Vor-Bedingungen oder (Androhung einer) Strafabbüssung ) und bekommt sogar noch ein Festmahl vorgesetzt.

    “ Ich kann Ihre Sensibilität nicht vollständig nachvollziehen. Berufe mit Auswirkungen auf die Psyche der Menschen gibt es viele. “

    Nun, bitte schön, hier geht es ja um das Wohl des oder der Opfer und deren Vergeltung/Entschädigung. Dies ist, wenn man Mitwisser ist, UNTERLASSENE Hilfeleistung. Da kann noch geholfen werden – wenn man WILL.
    Oder liege ich da falsch?

    “ Auch ein Priester kann ein Debriefing mit seinem Auftraggeber (dem lieben Gott) machen und er wird ihm sicher helfen. Oder wollen Sie daran zweifeln? “

    Dass Gott hilft und uns immer helfen will ist doch keine Frage! Was soll dieser Trugschluss?
    Aber bitte, wir wollen doch nicht unsere Verantwortung abgeben und die Hände in den Schoß legen und meinen der liebe Gott wird´s schon richten. Das ist doch wohl zu viel verlangt, zu billig, wenn nicht sogar anmassend.

    Genau so wäre es blasphemisch zu erwähnen dass es keinen guten Gott gibt sonst würde er das Unheil auf dieser Erde doch nicht zulassen und/oder dann bräuchten wir hier auf Erden keine Poliziei, Militär und Gerichtsbarkeit mehr wenn Gott wirklich helfen wollte? Damit ist Gott dann ein sträflicher Mitwisser und Untätiger in der Hilfeleistung?

    Also, was der Mensch tun kann soll er tun. Solche Sachen einfach auf Gott abzuschieben ist doch wohl zu einfach.

    Ich denke aber, das werden Sie dcoh so wohl nicht gemeint haben.

  14. Psychische Probleme ist das eine. Debriefing ( und Sonstiges ) ja, Gottes Hilfe ja, ABER
    helfen WOLLEN und MÜSSEN (als moralische Verpflichtung) das andere.
    Wie kann ich ein ruhiges Gewissen haben WENN ich doch helfen könnte oder helfen hätte können?

    “ Sie alle haben eine Schweigepflicht. “

    Nur in dem Falle WO man noch HELFEN kann ist diese Schweigepflicht ins Absurdum geführt. Am allerwenigsten ist den Opfern damit geholfen.

  15. @Pierre 4. März 2019 um 11:47

    Zitat
    Wo verlangt aber der Vater dass er sich stellen soll oder noch vorher seine Strafe abzubüssen hat?

    Gott Vater verlangt nicht, dass der Sünder seine Strafe vor der Tat abzubüssen hat. Das tun höchstens Skrupulanten. Sobald die Einsicht da ist, wird der Täter seine böse Tat erkennen, es bereuen, Wiedergutmachung leisten und büssen.

    Es ist nicht so, dass nur weil es bei diesem Gleichnis nicht zur Sprache kommt, es deshalb nicht die Sündenstrafen gibt. Aber alles zu seiner Zeit. Das gleiche Thema hatten wir doch schon mal mit der Sünderin, die gesteinigt werden sollte. Zudem musste dieser verlorene Sohn viel Leid ertragen.

    Die Hilfe bei Vergewaltigungsopfer wäre im flagranti am effektivsten. Nachher ist es schwieriger. Auf dieser Erde gibt es viel Leid und Ungerechtigkeiten. Das war schon immer so, auch in der Kirche mit Papst gab es zu allen Zeiten Schwierigkeiten, Verfolgungen, Ungerechtigkeiten, Irrtümer usw. und trotzdem wird sie bis zum letzten Menschen noch da sein, die Kirche mit Papst. Das ist das einzige Beständige das Gott selber garantiert hat. Ob es die Piusse oder die Sedisvakantisten noch gibt? Ich weiss es nicht, doch ich denke ganz am Ende eher nicht.

  16. @Stefan1 4. März 2019 um 20:23

    “ … , dass nur weil es bei diesem Gleichnis nicht zur Sprache kommt, … “

    Nun, das ist ja der Punkt. Wo verlangt denn schon der Vater vom eigenen Sohn eine Wiedergutmachung wenn der Sohn z.B. sein Auto zu Schrott gefahren hat??? Der Vater ist DANKBAR und dankt Gott dass sein Sohn überhaupt noch lebt oder keinen Schaden davongetragen hat. Ist das nicht so?
    Also wenn wir menschlich schon so handeln um wie vieles mehr darf und muss man denn von Gott annehmen dass er um viels darüber hinaus handeln würde. Ist es nicht so? Alles andere ist kleinkarriertes Denken.

    Oder finden Sie es O.K. wenn Sie dem noch lebenden Sohn seine Vergehen/Schuld vor Augen halten?!? Das wäre wirklich herz- und lieblos. Kein liebender Vater würde so handeln. Kein liebender Vater würde seinen Sohn ausliefern oder einsperren lassen oder sonst welche Lasten aufbürden nur weil das Gesetz es so will. Oder nicht? In weiser, erzieherischer Sicht würde er versuchen ihm zu helfen wenn er Hilfe benötigt. Das ist Vaterliebe!!!!! Und nicht Vergeltung oder gar Abstrafung!!!!!

    Also, WAS ist wichtiger? Die Buchstabentreue oder ein weites liebvolles Herz?

    “ Auf dieser Erde gibt es viel Leid und Ungerechtigkeiten. Das war schon immer so, auch in der Kirche mit Papst gab es zu allen Zeiten Schwierigkeiten, Verfolgungen, Ungerechtigkeiten, Irrtümer usw. und trotzdem wird sie bis zum letzten Menschen noch da sein, die Kirche mit Papst. “

    Nein nein, soll das vielleicht eine Rechtfertigung für unterlassene Hilfeleistung sein?!? „Es ist halt so“ – „da kann man nichts machen“ … ??

    Und nochmals, damit gaben Sie mir keine befriedigende Antwort darauf:

    @Pierre 4. März 2019 um 12:08 :

    Psychische Probleme ist das eine. Debriefing ( und Sonstiges ) ja, Gottes Hilfe ja, ABER
    helfen WOLLEN und MÜSSEN (als moralische Verpflichtung) das andere.
    Wie kann ich ein ruhiges Gewissen haben WENN ich doch helfen könnte oder helfen hätte können?

    “ Sie alle haben eine Schweigepflicht. “

    Nur in dem Falle WO man noch HELFEN kann ist diese Schweigepflicht ins Absurdum geführt. Am allerwenigsten ist den Opfern damit geholfen.

  17. Unser Herr Jesus Christus, wahrer Mensch und wahrer Gott, zweite
    Person der allerheiligsten Dreifaltigkeit und damit Schöpfer aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge versprach den Erhalt seiner wahren Kirche bis zu seiner Wiederkunft mit großer Macht und Herrlichkeit.

    Was seine wahre Kirche ist darüber wurde hier jahrelang diskutiert.

    Den wahren, unverfälschten Glauben findet man nur noch bei den
    letzten glaubenstreuen Christen und teilweise noch bei Petrus-,
    Piusbrüdern und ähnlichen Gemeinschaften.
    Die aus dem 2. Vat. Konzil hervorgegangene „offizielle“ Kirche ist
    ein Menschenwerk und wird deshalb keinen Bestand haben.
    Die ganzen Neuaufbrüche dort erwiesen sich alle als weitere Zusammenbrüche.
    Seit Jahrzehnten der Irrlehren und Ökumeneexperimente sieht man
    dort nur einen nie gekannten Niedergang.
    In naher Zeit werden bis zu zwei Drittel der noch vorhandenen Kirchen in den Diözesen geschlossen.
    Neue glaubenstreue Priester kommen keine mehr nach.
    Die Eucharistiefeiern werden fast nur noch von einigen älteren Damen besucht usw.

    Menschenwerk wird untergeh‘n, nur Gottes Werk bleibt besteh‘n !

  18. @Jo 5. März 2019 um 10:57

    Das ist sedisvakantistischer Irrtum und Unsinn und entspricht nicht der Wahrheit. Niemals hat Jesus gesagt, dass seine Kirche immer das Richtige tut. Ganz im Gegenteil hat Jesus gefragt, ob er noch Glauben finden wird, wen er wieder kommt. Die Kirche mit Papst hatte immer wieder dunkle Stunden (auch Jahre) seit ihrer Existenz und niemand (auch Sie nicht) können ihren gänzlichen Untergang herbei reden. Ausser den von menschlichen Wahnsinn getriebenen Gedanken (nicht die göttlichen) meinen einige wenige, dass die Kirche mit Papst untergehen wird oder gar schon untergegangen ist. Sie werden noch in Ihrer persönlichen Sterbestunde erfahren müssen, dass es bei dieser Kirche immer noch einen Papst geben wird und wenn dieser schon längst nicht mehr Franziskus genannt wird und die Zeiten für die Menschheit fast unerträglich geworden ist.

  19. @Stefan1 4. März 2019 um 20:23

    Zitat
    Also wenn wir menschlich schon so handeln um wie vieles mehr darf und muss man denn von Gott annehmen dass er um viels darüber hinaus handeln würde. Ist es nicht so? Alles andere ist kleinkarriertes Denken.

    Gott wird alles verzeihen, doch die Voraussetzung ist die Reue, die Umkehr, die Beichte und die Busse (und damit auch die Wiedergutmachung). Daran führt kein Weg vorbei. Wenn ihr Sohn einen Mord begehen würde. Was wollen Sie tun? Würden Sie in anzeigen oder mit einem schlechten Gewissen leben (wie sie ja dem Priester in gleicher Lage zuschreiben wollen)?

    Es kommt immer auf das Verhalten des Schuldigen und seine Bußfertigkeit an. Wie ich Ihnen anhand des Beispiels der Ehebrecherin und den klugen Erläuterungen aus den Visionen von Maria Valtorta beschrieben habe, hat Jesus keinesfalls die Ehebrecherin freigesprochen. Nach jüdischem Gesetz hätte sie gesteinigt werden können, sondern Jesus hat vielmehr gewusst, dass die Ankläger (Steinewerfer) genauso sündig waren und damit nicht gerecht genug um diese Frau zu töten. Jesus hätte dieser Frau sofort verbal verziehen und die Bibel würde uns davon berichten, wie sie es mit der Magdalena (die schwere Busse und starke Reue gezeigt hat und für jedes Opfer bereit war) berichtet hat.

    Lukas 7.46
    Du hast mein Haupt nicht mit Öl gesalbt; sie aber hat meine Füße mit Salbe gesalbt. 47Derhalben sage ich dir: Ihr sind viele Sünden vergeben, denn sie hat viel geliebt; welchem aber wenig vergeben wird, der liebt wenig. 48Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Sünden vergeben.

    Auf Ihre Frage, ob der Vater dem eigenen Sohn seine Sünden bzw. Verfehlungen vorhalten kann, möchte ich Sie wieder an Padre Pio erinnern. Er hat sehr wohl vielen Menschen ihre schweren Verfehlungen ins Gesicht gesagt. Einige Unbusfertige hat er unbarmherzig ohne Absolution aus dem Beichtstuhl geworfen. Viele sind trotzdem besser vorbereitet wieder zurückgekommen. War Padre Pio etwa zu streng oder zu wenig hilfsbereit? Nein, Padre Pio hat viel Leid aus Liebe für seine Beichtkinder ertragen. Ich meine da nicht, dass nun jeder Priester mit gleicher Strenge handeln könnte oder gar müsste. Lieber nicht, aber es zeigt auch, dass Strenge nicht mit fehlender Liebe und Verweigerung von Hilfe gleichzusetzen ist. Padre Pio war ein sehr guter Anwalt bei Gott im Gebet und Zwiesprache. Ebenso ein Pfarrer von Ars. Doch selbst Padre Pio konnte nicht jedem helfen und es mag auch sollte geben, die das ewige Leben verlustig gingen und das ist weit bedenklicher als eine falsch verstandene Barmherzigkeit. Jesus konnte letztendlich Judas nicht retten, obwohl Jesus drei Jahre mit Judas alles teilte und ihn belehren, ermahnen und auch warnen konnte. Judas blieb ein Dieb und am Ende ein Verräter. Das Ende ist uns bekannt. Judas wollte einfach nicht anders. Jesus hat ihm seinen freien Willen trotz Kenntnis über sein Verderben nicht beschränkt.

  20. @Stefan1 5. März 2019 um 23:40

    Man kann es drehen und wenden wie man will. Sie haben sicherlich recht.

    Ich komme daher meist zu dem Schluss dass Gott menschlich gesehen nicht nachvollziehbar ist. Daher ist er ja auch Gott. Manches muss man eben als gegeben akzeptieren. Ja leider, „ist halt so „, muss ich nun auch sagen – oder „Gott sei Dank“ auch bei tragischsten Schicksalen, besser Fügung. Gottes Wege (Gedanken) sind eben nicht unsere Wege.
    FG

  21. @Pierre 6. März 2019 um 19:28

    Ja, ich denke auch. Stellen Sie sich vor, ihr Sohn wäre ein Mörder oder Kinderschänder? Wie wollen Sie sich als Vater dann verhalten. Gerechtigkeit erwarten und damit Hilfe für die Opfer ermöglichen oder den Sohn vor einem gerechten Urteil schützen. Das sind Fragen, die wir hoffentlich nie beantworten müssen. Zu allem Übel kommt noch, dass viele Menschen Gott mitverantwortlich machen wollen, weil er ja Allwissend ist und eigentlich auch alles tun oder verhindern könnte.

    Letztendlich bleibt in sehr schweren Fällen nur noch das Gebet und die Bitte um Hilfe. Doch das Menschenmögliche ist zu tun.

  22. Im Alten Testament gehört der Satan zu den Söhnen Gottes im himmlischen
    Hofsstaat . Er spielt die Rolle eines Opponenten . Im Neuen Testament können
    Ihm die Christen in der Kraft und Rüstung Gottes widerstehen. So lasst uns mit den
    Fürsten des Lichts die Kraft und Rüstung Gottes anziehen und den Ritus
    des Satans nicht erlauben

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