Papst Franziskus an die irischen Bischöfe: Nicht entmutigen lassen!

Worte der Ermutigung hat Papst Franziskus während des Weltfamilientreffens in Dublin an die irischen Bischöfe gerichtet. Im Dominikanerinnenkloster der Hauptstadt begrüßte der Präsident der irischen Bischofskonferenz, Eamon Martin, den Papst und bedankte sich für dessen Besuch. Die Bischofskonferenz umfasst die Prälaten der vier Erzdiözesen und 22 Diözesen Irlands.

Papst Franziskus bezog sich in seiner Ansprache auf ein Gespräch mit den irischen Bischöfen im vergangenen Jahr während ihres Ad Limina Besuchs im Vatikan. Er dankte ihnen für die Sorge um Arme, Hilfsbedürftige und Ausgegrenzte, die in ihrem Hirtenschreiben über Obdachlose und die Süchte deutlich werde.

Appell: Zum Vorbild in der Aufarbeitung von Missbrauch werden

Auch das Thema Missbrauch brachte der Papst in der Unterredung mit den Bischöfen erneut auf die Tagesordnung. Er betonte, „dass es für die Kirche notwendig ist, mit einer dem Evangelium gemäßen Aufrichtigkeit und mutig die früheren Fehler im Zusammenhang mit dem Schutz der Kinder und der verwundbaren Erwachsenen anzuerkennen und wiedergutzumachen.“ Die Bischöfe seien in den vergangenen Jahren entschieden vorgegangen, um „Wege der Reinigung und Versöhnung mit den Missbrauchsopfern einzuschlagen“ und hätten sich gemeinsam mit nationalen Institutionen bemüht, strenge Regeln zum Kinderschutz aufzustellen.

Die Kirche in Irland solle sich mit „Aufrichtigkeit und Rechtschaffenheit“ diesem „schmerzhaften Kapitel“ ihrer Geschichte widmen und somit zum Vorbild für andere Kirchen weltweit werden.

[ „Gott ist immer Neuheit“ und er treibt uns an „ein ums andere Mal aufzubrechen und uns an neue Orte zu begeben, um über das Bekannte hinauszugehen“ ](Apostolisches Schreiben Gaudete et exsultate, 135). Mit diesen Worten rief der Papst die Bischöfe auf, trotz der „Erschütterungen“ der vergangenen Jahre, die den „starken Glauben des irischen volkes auf die Probe gestellt“ hätten, nach „kreativen Wegen“ zu suchen, um die Wahrheit des Evangeliums auch weiterhin zu bezeugen.

Den Glauben lehren

Die Weitergabe des Glaubens, so der Papst, sei in der sich rapide wandelnden Gesellschaft eine besondere Herausforderung. „Das Weltfamilientreffen hat uns große Hoffnung und Mut hinsichtlich der Tatsache verliehen, dass die Familien sich immer mehr ihrer unersetzlichen Rolle in der Weitergabe des Glaubens bewusst werden“, so Franziskus.

Auch die Vorbereitung von Lehrern und Lehrprogrammen zur religiösen Unterweisung an Schulen sei eine wichtige Aufgabe. In diesem Zusammenhang betonte der Papst auch die Wichtigkeit engagierter Laien.

Zuversicht und Einheit

Besonders in schwierigen Zeiten, betonte der Papst, sollten die Bischöfe auf die Wahrheit des Evangeliums vertrauen: „Jedes Mal, wenn ihr und euer Volk den Eindruck habt, eine kleine Herde zu sein, die Herausforderungen und Schwierigkeiten ausgesetzt ist, lasst euch nicht entmutigen. Wie uns der heilige Johannes vom Kreuz lehrt, strahlt gerade in der dunklen Nacht das Licht des Glaubens umso reiner in unseren Herzen auf. Und dieses Licht wird den Weg der Erneuerung des christlichen Lebens in Irland in den kommenden Jahren aufzeigen“, so heißt es in der Ansprache.

Der Papst betete auch für Versöhnung zwischen „allen Gliedern der irischen Familie“ und bezog sich damit auf den Friedensprozess zwischen der Republik Irland und Nordirland.

(vatican news – jm)

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Quelle

13 Kommentare zu “Papst Franziskus an die irischen Bischöfe: Nicht entmutigen lassen!

  1. Der Anfang n die richtige Richtung ist gemacht und trotzdem beschleicht mich der Gedanke, dass es bei einem frommen Lippenbekenntnis bleibt. Es ist kaum denkbar, dass gerade diejenigen Personen, die zur Vertuschung beigetragen haben oder sogar selber Täter waren, nun die delikaten sexuellen Vergehen untersuchen, transparent kommunizieren und ahnden sollten. Das hat schon in der Vergangenheit und anderswo nicht funktioniert.

    Besser wäre ein (Tasc Force-) Team (vielleicht sogar mit aussenstehenden Laien) von Experten (Psychologen, Strafrechtler usw.), die mit umfassenden Vollmachten (damit keine Vertuschung, Befangenheit, Bestechung oder andere Korruptionen möglich sind) ausgestattet sind und in dieser Frage vielleicht sogar den Papst (der auch eine Überprüfung standhalten sollte) überstimmen könnten. Damit käme endlich diese leidvolle Entwicklung vorwärts und zu einem vorläufigen Ende. Die Priester, Bischöfe und Kardinäle, die sich etwas in dieser Richtung zu schulden kommen liessen, haben die juristischen und seelischen Folgen zu tragen, auch finanziell.

    Auch die Idee einer ständigen Behörde, wo sich Opfer leichter melden könnten, ist ein kluger Vorschlag und überfällig.

  2. @Gunther Michel 29. August 2018 um 19:22

    Herzlichen DANK für diese Zuspielung!
    Richtig, deswegen ist man noch lange kein Sedisvakantist. DAS ist BERECHTIGTE Kritik und all das muss auch Konsequenzen haben, wie ich und jetzt auch schon viele andere meinen.

    Aber sehen wir uns doch an was hier in dem obigen LINK steht, bevor auch dieser für uns unzugänglich wird:

    Niveau von Verlogenheit und Verdorbenheit
    Wenn Papst Franziskus den Missbrauch von McCarrick vertuscht hat, ist er weder ein „Heiliger“ noch ein „Vater“

    von Peter Kwasniewski

    Sollten wir überrascht sein über Erzbischof Carlo Maria Viganòs detailliertes Zeugnis über Papst Franziskus und sein Vertuschen des Missbrauchs von Ex-Kardinal McCarrick? Wir haben dieses Niveau von Verlogenheit und Verdorbenheit seit Jahren kommen sehen. Vom ersten Moment seines Pontifikats an zeigte Papst Franziskus Verachtung für die päpstlichen Traditionen, ein Zeichen von Respektlosigkeit für die Pflichten und Grenzen seines Amtes. Seine minimalistischen und glanzlosen Feiern der Messe suggerieren, dass für ihn die Liturgie nicht „die Quelle und der Höhepunkt des christlichen Lebens“ ist.

    Seine qualvollen und oft dogmatisch fragwürdigen Predigten entlarvten einen unkatholischen Geist. Seine schlampigen Interviews mit Zeitungen und in Flugzeugen säten Verwirrung über grundlegende katholische Lehren. „Wer bin ich, ihn zu verurteilen? [Who am I to judge?]“, erschien in jeder Zeitung und schließlich auf tausenden verschiedenen Handelsartikeln als Botschaft der Befreiung von Gottes Geboten. Der süße Name der „Barmherzigkeit“ wurde für eine Agenda der Säkularisierung vereinnahmt. Das Wort „Pharisäer“ wurde zur beliebtesten Stichelei gegen jeden, der immer noch an die Bibel oder irgendeine erkennbare Version des Christentums glaubte.

    Die vom Papst manipulierten Synoden zur Familie und ihre Brut, „Amoris Laetitia“ (verbindlich klargestellt durch die Richtlinien von Buenos Aires), verlieh der Normalisierung ehebrecherischer Beziehungen päpstliche Ehren. Änderungen am Ehenichtigkeitsverfahren sorgten für „katholische Scheidung“ im Schnellverfahren. Interne Umstrukturierungen und Initiativen im Vatikan schwächten die Anti-Abtreibungs-Botschaft und verschmutzten die Wasser von Humanae Vitae sogar im Jubiläumsjahr [der Enzyklika]. Notorische Antikatholiken wurden in den Vatikan eingeladen, man gab ihnen eine Bühne und applaudierte ihnen.

    In dem Moment, in dem jemand zu nahe an die jämmerliche Wahrheit über die vatikanische Finanzkorruption herankam, sorgte der angeblich „reformgesinnte“ Papst dafür, dass die Gefahr verbannt würde – sei es der C9-Kardinal, der praktischerweise verleumdet wurde, oder die professionellen externen Auditoren, die alle gefeuert wurden.

    Die päpstliche Verurteilung der Homosexualität war bestenfalls ambivalent, die traditionelle Lehre schien sich in Richtung desselben Abfalleimers zu entwickeln wie die Todesstrafe. (Wenn man nicht mag, was die Tradition der Kirche zu sagen hat, warum sollte man nicht den Katechismus ändern, indem man spricht: „Abrakadabra, Dogmenentwicklung“?) Die Handhabung der weltweiten Krise des sexuellen Missbrauchs, wie in Chile gesehen, zeigte bestenfalls eine schlaffe Verpflichtung gegenüber der Gerechtigkeit, und schlimmstenfalls einen Trend zur Mittäterschaft.

    Und jetzt diese Nachricht, die korrekterweise Schockwellen um die Welt gesendet hat, eine kollektive Verwunderung angesichts der behaupteten Boshaftigkeit an höchsten Stellen.

    Es ist nicht einfach so, dass es im „Domus Sanctae Marthae“ an Gerechtigkeit fehlt. Es wohnt dort, was wie ein ausgeklügelter und vorsätzlicher Entschluss aussieht, Ungerechtigkeit zu unterstütze, zu ehren und zu fördern. Es ist nicht einfach so, dass wir einen „Trend zur Mittäterschaft“ ausmachen. Die höheren Stellen des Vatikans sind die Fabrik, in der die Übel hergestellt werden – mit einer Effizienz, welche Henry Ford bewundern würde. Das unabwendbare Fortschreiten der Ereignisse demaskiert Papst Franziskus mehr und mehr als einen Vermittler jener Regenbogen-Mafia [lavender mafia], von deren verweichlichtem bürokratischen Griff die Kirche auf Erden erwürgt wird. Bergoglios Vatikan ist eine Art Krater, in dem sich das Entgegenkommen des Zweiten Vatikanischen Konzils gegenüber der Welt sowie die schlimmsten Ideen und Verhaltensweisen der postkonziliaren Rebellion in konzentrierter Form versammelt haben.

    Ein Artikel, den ich am 15. August auf „OnePeterFive“ publiziert habe, enthielt folgende Aussage: „Wohlmeinende Leute sagen zu hören, dass Bergoglio eine investigative Abteilung zusammenstellen muss, um die Dinge [in den USA] richtigzustellen, ist „Alice im Wunderland“-Irrsinn. Es ist so, als würde man Himmler die Leitung der Nürnberger Prozesse überlassen.“ Für einige war diese Aussage zu stark. Wie kann ich es wagen, so etwas über „den Heiligen Vater“ zu sagen?

    Heute, angesichts der Enthüllungen von Viganò, und so vieler anderer Beweisstücke, halte ich an dieser Aussage fest, und vielen tausend anderen wie dieser. Denn er zeigt keine glaubhaften Anzeichen dafür, heilig zu sein, noch benimmt er sich wie ein Vater. Ein Heiliger Vater würde Katholiken nicht so behandeln, wie Papst Franziskus sie behandelt hat. Ein Heiliger Vater würde seine Kinder nicht zur Sünde verleiten bezüglich der Geheimnisse von Sexualität, Ehe und dem Allerheiligsten. Ein Heiliger Vater würde nicht jene seiner Kinder tyrannisieren, die geistliche Kraft in der Wiederentdeckungen von Familientraditionen finden, während er Kinder unterstützt und fördert, die gegen die Familie rebellieren, oder sogar Fremde, die sich überhaupt nicht um sie [die Familie] kümmern. Ein Heiliger Vater würde nicht einen Moment die ältesten Kindern in seiner Familie tolerieren, wenn sie dabei erwischt werden, die Kleinsten grob zu missbrauchen. Er würde sie all ihrer Würden berauben und sie ausstoßen.

    Wer weiß, was in den Faltungen seines eigenen Geistes vor sich geht? Nur Gott weiß es. Was wir wissen, ist, dass Gott diese Zeit der Trübsal erlaubt hat zur Prüfung und Stärkung des Glaubens seiner Diener, um zu sehen, wer seiner Offenbarung, seinen Geboten, seinem Geschenk der Tradition, seiner Gerechtigkeit treu bleibt – komme, was da wolle.

    Die göttliche Vorsehung hat zu vielen verschiedenen Zeiten in der langen Geschichte der Kirche die christliche Treue geprüft, sei es durch grausame Folterungen und bittere Verbannungen der römischen oder heidnischen Verfolgung, wuchernde klerikale Sittenlosigkeit, dogmatisches Chaos und Kompromisse, oder einfach die entsetzlichen Notlagen von Krieg, Hunger, Pest und Katastrophen, ohne die unsere gefallene Welt nie sein wird. „Selig der Mann, der in der Versuchung standhält. Denn wenn er sich bewährt, wird er den Kranz des Lebens erhalten, der denen verheißen ist, die Gott lieben.“ (Jak 1,12)

    Peter Kwasniewski ist freiberuflicher Publizist und Komponist, der zuvor lange Jahre als Professor am „Wyoming Catholic College“ in den Vereinigten Staaten von Amerika unterrichtete. Sein Buch „Neuanfang inmitten der Krise. Die heilige Liturgie, die traditionelle lateinische Messe und die Erneuerung in der Kirche “ wurde 2017 bei „Una Voce Edition“ veröffentlicht. Der hier in deutscher Übersetzung vorgelegte Artikel ist ursprünglich in englischer Sprache bei „LifeSiteNews“ erschienen

    Auch für @Stefan1 et al. gedacht:

    Neuanfang inmitten der Krise. Die heilige Liturgie, die traditionelle lateinische Messe und die Erneuerung in der Kirche
    Mit diesem Buch liefert der Autor ein flammendes Plädoyer für die überlieferte hl. Messe und den Gregorianischen Choral. Kwasniewski schildert praxisnah seine Lebenserfahrungen mit dem Novus Ordo und der überlieferten hl. Messe. Sein Vergleich zwischen beiden Formen des Römischen Ritus kommt einer Bankrotterklärung heutiger Liturgiepraxis gleich. Der „liturgische Liberalismus“ mit seinen liturgischen Missbräuchen und Irrlehren hat aus seiner Sicht zahlreiche Verfallserscheinungen und Defizite verursacht. Kernelemente katholischer Spiritualität wurden durch die Liturgiereform bis zur Unkenntlichkeit verwässert. In einer geradezu euphorischen Angleichung an den Zeitgeist der Moderne wurde eine Gottes- und Traditionsvergessenheit heraufbeschworen. Ein wichtiges Heilmittel zur Überwindung der Krise in Kirche, Liturgie und gelebtem Glauben sieht der Autor in der Wiederentdeckung der katholischen Tradition. Peter Kwasniewski, geboren 1971 in Chicago, lehrt zur Zeit Theologie als Professor am Wyoming Catholic College in Lander (USA).

  3. P. Franziskus: “ … und somit zum Vorbild für andere Kirchen weltweit werden. “

    Wie darf das verstanden werden, bitte?
    Könnte mir vorstellen dass er andere Religionsgemeinschaften meint, diese (wie immer) als „Kirchen“ tituliert? Was für ein UNfug.
    Es gibt nur die EINE Kirche die sich als KIRCHE ( EZ = Einzahl ) nennen darf. Und das ist die e i n e WAHRE Kirche, die Kirche JESU Christi, die Röm. KATHOLISCHE Kirche.

    Das UNwort Kirche- N ( in der Mehrzahl ) ist ein Unding.

    Damit beweist P. Franziskus wieder seine besondere katholische Haltung die hier durch einen verwirrten, verirrten aber beabsichtigten V2- Geist zum Tragen kommt.

  4. @Gunther Michel & @Pierre

    Ich unterstütze keine Laien (Peter Kwasniewski), die angebliche Verfehlungen und Irrtümer von einem Papst aufzählen. Wenn schon, dann müssen Bischöfe und Kardinäle sich einig werden. Derzeit läuft einiges in dieser Richtung. Sollte Papst Franziskus zurücktreten, dann nehme ich das zur Kenntnis.

  5. @Stefan1
    Unterbewerten Sie nicht die Bedeutung und Rolle der Laien in der Kirche?
    Eigens für Sie herausgesucht:
    1.) Vollständiger Text des Briefs von Erzbischof Carlo Maria Viganò an Papst Franziskus:
    https://www.corrispondenzaromana.it/il-coraggio-di-un-vescovo-leggi-il-testo-integrale-dellex-nunzio-carlo-maria-vigano/
    2.) Schlussfolgerungen von Weihbischof Athanasius Schneider aus dem Viganò-Memorandum:
    https://www.katholisches.info/2018/08/weihbischof-schneider-fordert-reinigung-der-kirche-von-homo-cliquen/
    Wo wäre für Sie die Grenze erreicht, ab welcher Sie einem Papst nicht mehr folgen, d.h. den Gehorsam verweigern würden?

  6. @Gunther Michel 30. August 2018 um 12:02

    Zitat
    Wo wäre für Sie die Grenze erreicht, ab welcher Sie einem Papst nicht mehr folgen, d.h. den Gehorsam verweigern würden?

    Das ist eine wichtige und gleichzeitig sehr schwere Frage, der sich ein Katholik der KIRCHE (mit Papst) mit Vorsicht nähern wird. Ganz bestimmt sind die Sedisvakantisten nicht das Mass, weil diese Sekte sowieso keinen Papst nach dem 2. vatikanischen Konzil anerkennen wollen. Ebenso sind es auch nicht hetzerische und teils ungerechte Kampanien in den sowieso schon antichristlichen Medien.

    Das Bischof Viganò angeblich um sein Leben bangen muss, sehe ich als lächerlich an. Es wäre besser, er würde dazu stehen (gegebenenfalls auch als „Märtyer“). Aber vielleicht ist es besser, wenn er sich versteckt, denn wenn er ermordet würde (wahrscheinlich durch einen „Verrückten“), dann wäre es sowieso nur im Auftrag des Papstes gewesen (sprich Verschwörungstheorie).

    Eigentlich geben Sie die Antwort fast von selber, ich achte für mein Urteil auf Aussagen von Bischof Schneider, Kardinal Müller, Kardinal Burke und viele Priester und Bischöfe mehr, die nicht mit Papst Franziskus in bestimmten Punkten einverstanden sind. Keinesfalls werde ich die Hellebarde für die einen oder anderen in die Hand nehmen. Das sind Konflikte und theologische Auseinandersetzungen, die in der Führung (Kardinäle und Bischöfe mit dem Papst) ausgetragen werden müssen und zwar mit der Betonung MÜSSEN und nicht etwas einfach „ausgesessen“ werden können.

    Doch ich bin zuversichtlich, weil in Garabandal bereits angekündigt wurde, dass es vor der WARNUNG (Seelenschau) zu einer Zeit kommen wird, wo Kardinäle gegen Kardinäle und Bischöfe gegen Bischöfe sein werden und es ein deutliches Schisma innerhalb der KIRCHE mit Papst geben wird. Die KIRCHE (mit Papst) wird fast verschwinden (aber eben doch nicht ganz). Das wird dann die Zeit der WARNNG sein. Trotzdem wird beim Schisma wohl eine persönliche Entscheidung der Katholiken in der KIRCHE mit Papst erfolgen müssen. Es ist noch nicht so weit und trotz allem wird der Papst dann wohl eher nicht das Thema sein und das aus verschiedenen Gründen.

    Wenn der Papst zur Scheidung auffordern würde (ich muss ja nicht scheiden) und dann noch zum Kommunionempfang zwingen würde (unter Androhung der Exkommunikation) oder alle katholischen Familien z.B. nach 2 Kindern abtreiben müssen oder jeder z.B. nach dem 80igsten Geburtstag aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen müsste (ansonsten Exkommunikation), dann wäre spätestens mein Gehorsam in Frage gestellt. Doch da wäre ich Gewiss, würde Gott vorher eingreifen.

  7. Ihren eingangs geäußerten Bedenken hinsichtlich der Bereitschaft der Betroffenen zur Selbstreinigung schließe ich mich an. Im Jahr vor seinem Amtsausübungsverzicht hatte Papst Benedikt drei emeritierte Hierarchen (Kardinäle oder Kurienbischöfe) damit beauftragt, die Homoseilschaft im Vatikan zu erforschen. Als er an den neuinstallierten Papst Franziskus die Amtsgeschäfte übergab, überreichte Benedikt ihm auch das Ergebnis der Recherchen, einen Karton mit Dokumenten, obenauf eine Zusammenfassung. Ich kann mich erinnern, sogar ein Foto davon gesehen zu haben. Davon wurde nie mehr etwas vernommen – so als hätte es nie stattgefunden. Ist das nicht sonderbar?

    Ich kann Erzbischofs Befürchtungen gut verstehen, denn schon Pater Malachi Martin hat aufgezeigt, dass die Homoseilschaft nötigenfalls auch mordet (so lange ist es schon her, dass diese Clique sich in die höchsten Ränge der Kirche eingenistet hat). Gewiss ist es edel, das Martyrium zu erleiden, doch besteht keine Verpflichtung, es zu suchen.

    Verschwörungstheorien (ein vom CIA in den politischen DIskurs gebrachter Begriff) existieren, aber nur, weil Verschwörungen existieren. Mithin ist das Anerkennen dieser Realität nicht Verschwörungstheoretikertum, sondern Verschwörungsrealismus.

    Dass die römisch-katholische Kirche im Sine der sichtbaren Papstkirche (1,3 Milliarden Mitglieder) fast verschwindet, erscheint mir ein sehr unwahrscheinliches Szenario. Viel wahrscheinlicher wäre doch, dass die Kirche sozusagen in das Verschwinden hineinglitte, weil sie größtenteils den Glauben verlieren würde. Geschichtliche Vorbilder sind die anglikanische Kirche und lutherischen Kirchen Skandinaviens, bei denen es im äußerlichen Vollzug und wohl auch im Glauben der meisten ihrer einfachen Mitglieder zunächst kaum Veränderungen gab.

    Warum richten Sie sich in einer so wichtigen Frage nach Garabandal? Kein einziger Bischof von Santander hat diese teilweise Erscheinungen anerkannt (non constat de supernaturalitate), und der Vatikan hielt es nicht für nötig, das Urteil der Ortsbischöfe zu revidieren. Sollte nicht die Glaubens- und Sittenlehre der Kirche einen zuverlässigen und hinreichenden Maßstab geben, um sich in solchen Schwierigkeiten zurechtzufinden?

    Inzwischen sind ja viele Bischöfe dazu übergegangen, auch offiziell das zu tun, was sie schon lange unter der Hand tun: die hl. Kommunion sogenannten Wiederverheiratet-Geschiedenen zu reichen. Wenn solcher Kommunionempfang aber schwer sündhaft ist (so jedenfalls die traditionelle Lehre der Kirche), würde das dann nicht bedeuten, dass die Heilige Messe in der Absicht zelebriert wird, sie zumindest teilweise zu missbrauchen? Der Priester würde die Wandlung in der Absicht vollziehen, den Leib des Herrn eventuell (wenn solche Kommunikanten anwesend sind) sakrilegisch zu missbrauchen. Es ist ein Unterschied, ob dies unter der Hand oder offiziell geschieht. Im ersteren Fall kann sich der Priester immer noch mit dem Gedanken helfen, vielleicht haben sie inzwischen bereut und gebeichtet. Im letzteren Fall ist das Sakrileg einkalkuliert. Kommt in einem solchen Fall das Sakrament überhaupt zustande?

  8. @Gunther Michel 30. August 2018 um 16:06

    Ich sehe das in etwa genau so, wie Sie es beschreiben. Trotzdem ist Vorsicht geboten, weil es auch schamlose Trittbrettfahrer gibt, die noch mehr Schaden anrichten und nicht vor Lügen und Verschwörungen zurückschrecken zum Schaden der KIRCHE mit Papst. Zudem ist es zahlenmässig (in der Kirchenstruktur) ein sehr kleiner Teil, der hier enormen globalen Schaden in der KRICHE anrichtet und gleichzeitig den vielen treuen und guten Priestern, Bischöfe und Kardinäle schwer zusetzen.

    Nach Garabandal wird die Anerkennung erst nach dem WUNDER durch die KIRCHE mit Papst erfolgen. Ich lege keinen besonderen Wert darauf, dass andere daran glauben, mich interessieren insbesondere die Parallelen zu anderen Botschaften, wie Fatima, La Salette, Emmerick usw. Garabandal muss sich letztendlich beweisen und tut es das nicht, dann ist es halt so. Ich kann mir heute kaum vorstellen, wie die KIRCHE mit Papst sich aus eigener Kraft wieder herstellen kann. Eine Seelenschau scheint mir aus heutiger Sicht die logische Antwort von Gott auf diese zunehmenden Probleme der Welt und Kirche zu sein. Das bedeutet Hoffnung, keinesfalls Schadenfreude oder sonstige negative Empfindungen.

  9. Gunther Michel 30. August 2018 um 12:02
    «Wo wäre für Sie die Grenze erreicht, ab welcher Sie einem Papst nicht mehr folgen, d.h. den Gehorsam verweigern würden?»

    Ist diese Frage vielleicht wie folgt zu verstehen:

    Wo wäre für Sie die Grenze erreicht, ab welcher Sie zum Schluss kommen, dass dieser Mann in Weiss, gar nicht gültiger, rechtmässiger Papst sein kann ? (Da er z.B. gar nicht die katholische Lehre verkündet, oder z.B. dass man ihm nachweisen könnte, dass er schon seit längerer Zeit Freimaurer ist, usw.)

    Oder haben Sie die Frage wirklich so gemeint, dass man einem rechtmässigen, gültigen, katholischen Papst irgendwann doch ungehorsam sein darf, bzw. anders gesagt, dass ein rechtmässiger, gültiger, katholischer Papst plötzlich eine unkatholische Lehre verkünden und einfordern kann… ???

  10. Das ist nicvht nur eine sehr logisch- berechtigte Frage, sondern sie hält auch dogmatsich Stand! Danke, @gerd!

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