Franziskus: Todesstrafe ist unzulässig und gehört abgeschafft

Pope Francis speaking to pilgrims during his weekly general audience, Aug. 1, 2018. (Daniel Ibáñez/CNA)

Todesstrafe – Papst Franziskus lässt Katechismus abändern – Neue Passage im Wortlaut auf kath.net
Rom (kath.net [02 August 2018, 12:30])

Der Vatikan hat am Donnerstag mitgeteilt, dass Papst Franziskus die Passage über die Todesstrafe im Weltkatechismus geändert hat und die alte Passage durch eine neue ersetzen hat lassen. Franziskus hat schon 2017 bei einer Veranstaltung mitgeteilt, dass die Verurteilung der Todesstrafe im Katechismus „angemessener und konsequenter“ einen Ausdruck finden müsse.

Die neue Passage im WORTLAUT:

Todesstrafe

2267. Lange Zeit wurde der Rückgriff auf die Todesstrafe durch die rechtmäßige Autorität – nach einem ordentlichen Gerichtsverfahren – als eine angemessene Antwort auf die Schwere einiger Verbrechen und als ein annehmbares, wenn auch extremes Mittel zur Wahrung des Gemeinwohls angesehen.

Heute gibt es ein wachsendes Bewusstsein dafür, dass die Würde der Person auch dann nicht verloren geht, wenn jemand schwerste Verbrechen begangen hat. Hinzu kommt, dass sich ein neues Verständnis vom Sinn der Strafsanktionen durch den Staat verbreitet hat. Schließlich wurden wirksamere Haftsysteme entwickelt, welche die pflichtgemäße Verteidigung der Bürger garantieren, zugleich aber dem Täter nicht endgültig die Möglichkeit der Besserung nehmen.

Deshalb lehrt die Kirche im Licht des Evangeliums, dass „die Todesstrafe unzulässig ist, weil sie gegen die Unantastbarkeit und Würde der Person verstößt“ [[1]], und setzt sich mit Entschiedenheit für deren Abschaffung in der ganzen Welt ein.

 

KATH.NET dokumentiert auch einen Brief der Glaubenskongregation:

KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE
Schreiben an die Bischöfe
über die neue Formulierung der Nr. 2267
des Katechismus der Katholischen Kirche
bezüglich der Todesstrafe

1. In der Ansprache zum 25. Jahrestag der Veröffentlichung der Apostolischen Konstitution Fidei depositum, mit der Johannes Paul II. den Katechismus der Katholischen Kirche promulgierte, hat Papst Franziskus dazu aufgerufen, die Lehre über die Todesstrafe neu zu formulieren, um die in jüngster Zeit erfolgte Entwicklung der Lehre zu diesem Thema besser zusammenzufassen.[1] Diese Entwicklung beruht hauptsächlich darauf, dass es in der Kirche ein immer klareres Bewusstsein der Achtung gibt, die jedem menschlichen Leben geschuldet wird. In diesem Sinn stellte Johannes Paul II. fest: «Nicht einmal der Mörder verliert seine Personwürde, und Gott selber leistet dafür Gewähr».[2]

2. In diesem Licht ist die Haltung zur Todesstrafe zu verstehen, die sich in der Lehre der Hirten und im Empfinden des Volkes Gottes immer mehr durchgesetzt hat. Wenn nämlich die politische und soziale Lage früherer Zeiten die Todesstrafe zu einem annehmbaren Mittel für die Wahrung des Gemeinwohls machte, so haben heute die wachsende Einsicht, dass die Menschenwürde auch durch das Begehen schwerster Verbrechen nicht verloren geht, ein vertieftes Verständnis vom Sinn der Strafsanktionen durch den Staat sowie das Vorhandensein von wirksameren Haftsystemen, die den erforderlichen Schutz der Bürger sicherstellen, zu einem neuen Bewusstsein geführt, das die Unzulässigkeit der Todesstrafe anerkennt und deshalb ihre Abschaffung fordert.

3. In dieser Entwicklung ist die Lehre der Enzyklika Evangelium vitae von Johannes Paul II. von großer Bedeutung. Dieser Papst erwähnte unter den Hoffnungszeichen für eine neue Zivilisation des Lebens «die immer weiter verbreitete Abneigung der öffentlichen Meinung gegen die Todesstrafe selbst als Mittel sozialer „Notwehr“, in Anbetracht der Möglichkeiten, über die eine moderne Gesellschaft verfügt, um das Verbrechen wirksam mit Methoden zu unterdrücken, die zwar den Täter unschädlich machen, ihm aber nicht endgültig die Möglichkeit der Besserung nehmen».[3] Die Lehre von Evangelium vitae wurde in der editio typica des Katechismus der Katholischen Kirche aufgegriffen. Darin ist die Todesstrafe nicht als eine der Schwere des Verbrechens entsprechende Strafe dargestellt, sondern wird nur dann gerechtfertigt, wenn sie «der einzig gangbare Weg wäre, um das Leben von Menschen wirksam gegen einen ungerechten Angreifer zu verteidigen», auch wenn heute «die Fälle, in denen die Beseitigung des Schuldigen absolut notwendig ist, schon sehr selten oder praktisch überhaupt nicht mehr gegeben» sind (Nr. 2267).

4. Johannes Paul II. äußerte sich auch bei anderen Gelegenheiten gegen die Todesstrafe und berief sich dabei auf die Achtung vor der Würde der Person wie auch auf die Mittel der modernen Gesellschaft, um sich vor Verbrechern zu schützen. So brachte er in der Weihnachtsbotschaft 1998 den Wunsch zum Ausdruck, dass «in der Welt der Konsens über dringende und angemessene Maßnahmen erhalten (bleibe) mit dem Ziel , die Todesstrafe abzuschaffen».[4] Im darauf folgenden Monat wiederholte er in den Vereinigten Staaten: «Ein Zeichen der Hoffnung ist die zunehmende Einsicht, dass die Würde des menschlichen Lebens niemals in Abrede gestellt werden darf, auch dann nicht, wenn jemand ein Verbrechen begangen hat. Die moderne Gesellschaft hat die Mittel, sich selbst zu schützen, ohne Verbrechern die Möglichkeit der Besserung endgültig zu nehmen. Ich rufe erneut dazu auf, wie ich es kürzlich an Weihnachten getan habe, zu einer Übereinstimmung bezüglich der Abschaffung der Todesstrafe, die grausam und unnötig ist, zu kommen».[5]

5. Der entschiedene Einsatz für die Abschaffung der Todesstrafe ging unter den nachfolgenden Päpsten weiter. Benedikt XVI. machte «die Verantwortlichen der Gesellschaft … auf die Notwendigkeit aufmerksam, alles im Bereich des Möglichen zu tun, um die Abschaffung der Todesstrafe zu erlangen».[6] Später brachte er vor einer Gruppe von Gläubigen den Wunsch zum Ausdruck, dass «eure Entscheidungen die politischen und gesetzgeberischen Initiativen fördern, die in einer wachsenden Zahl von Ländern vorangetrieben werden, um die Todesstrafe abzuschaffen und wesentliche Fortschritte zu unterstützen, damit das Strafrecht den Ansprüchen der Menschenwürde der Gefangenen wie auch der wirksamen Erhaltung der öffentlichen Ordnung angeglichen werden».[7]

6. Auf derselben Linie bekräftigte Papst Franziskus: «In der heutigen Zeit ist die Todesstrafe unzulässig, so schwer das Verbrechen des Verurteilten auch sein mag».[8] Auf welche Weise die Todesstrafe auch vollzogen wird, immer schließt sie «eine grausame, unmenschliche und erniedrigende Behandlung» ein.[9] Sie ist auch «wegen der mangelhaften Selektivität des Strafrechtssystems und angesichts der Möglichkeit des Justizirrtums» abzulehnen.[10] In diesem Licht rief Papst Franziskus dazu auf, den Abschnitt über die Todesstrafe im Katechismus der Katholischen Kirche neu zu formulieren, um zu betonen, «dass, egal wie schwer das begangene Verbrechen auch war, die Todesstrafe unzulässig ist, weil sie gegen die Unverletzbarkeit und Würde des Menschen verstößt».[11]

7. Die neue Formulierung der Nr. 2267 des Katechismus der Katholischen Kirche, die Papst Franziskus approbiert hat, liegt auf der Linie des vorausgehenden Lehramts und führt eine konsequente Entwicklung der katholische Lehre weiter.[12] Der neue Text folgt den Spuren der Lehre von Johannes Paul II. in Evangelium vitae und bekräftigt, dass die Unterdrückung des Lebens eines Verbrechers als Strafe für ein Vergehen unzulässig ist, weil sie gegen die Würde der Person verstößt, eine Würde, die auch dann nicht verloren geht, wenn jemand schwerste Verbrechen begangen hat. Zu diesem Schluss gelangt man auch, wenn man die vom modernen Staat angewandten Strafsanktionen in Betracht zieht, die vor allem auf die Besserung und soziale Wiedereingliederung des Verbrechers abzielen müssen. Schließlich ist die Todesstrafe unter Berücksichtigung der wirksameren Haftsysteme der modernen Gesellschaft nicht notwendig, um das Leben unschuldiger Personen zu schützen. Selbstverständlich bleibt die Pflicht der öffentlichen Autorität bestehen, das Leben der Bürger zu verteidigen, wie das Lehramt immer bestätigt hat und wie der Katechismus der Katholischen Kirche in den Nummern 2265 und 2266 bekräftigt.

8. All das zeigt, dass die neue Formulierung der Nr. 2267 des Katechismus eine authentische Entwicklung der Lehre ausdrückt, die nicht im Widerspruch zu früheren Aussagen des Lehramts steht. Diese Aussagen können nämlich im Licht der vorrangigen Verantwortung der öffentlichen Autorität für die Wahrung des Gemeinwohls in einem sozialen Umfeld verstanden werden, in dem die Strafsanktionen eine andere Bedeutung hatten und in einem Milieu erfolgten, in dem es schwerer war zu garantieren, dass der Verbrecher sein Vergehen nicht mehr wiederholen kann.

9. In der neuen Formulierung wird hinzugefügt, dass das Bewusstsein über die Unzulässigkeit der Todesstrafe «im Licht des Evangeliums»[13] gewachsen ist. Das Evangelium trägt nämlich zu einem besseren Verständnis der geschaffenen Ordnung bei, die der Sohn Gottes angenommen, gereinigt und zur Fülle gebracht hat. Es lädt uns auch ein, die Barmherzigkeit und die Geduld des Herrn zu üben, der jedem Zeit schenkt, sich zu bekehren.

10. Die neue Formulierung der Nr. 2267 des Katechismus der Katholischen Kirche möchte, auch durch einen respektvollen Dialog mit den politischen Autoritäten, zu einem entschiedenen Einsatz dafür anspornen, dass eine Mentalität gefördert wird, welche die Würde jedes menschlichen Lebens anerkannt, und die Bedingungen entstehen können, um die Todesstrafe heute abzuschaffen, wo sie noch in Kraft ist.

Papst Franziskus hat in der dem unterzeichneten Sekretär am 28. Juni 2018 gewährten Audienz das vorliegende Schreiben, das von der Ordentlichen Versammlung dieser Kongregation am 13. Juni 2018 beschlossen worden war, gutgeheißen und seine Veröffentlichung angeordnet.

Gegeben zu Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 1. August 2018, dem Gedenktag des heiligen Alfons Maria von Liguori.

Luis F. Card. Ladaria, S.I.
Präfekt
+ Giacomo Morandi
Titularerzbischof von Cerveteri
Sekretär

_______

Quelle

16 Kommentare zu “Franziskus: Todesstrafe ist unzulässig und gehört abgeschafft

  1. Ich halte mich auch in diesem Punkt an die Päpste von früher und teile auch diesen Standpunkt nicht mit dem Verräter und Ketzer Franziskus !

  2. Die Todesstrafe ist ein erlaubtes Mittel Schwerverbrecher zu bestrafen.

    Kinderschänder und Vergewaltiger haben auch eine solche Strafe verdient!

    Auch Vaterlandsverräter!

  3. Papst Franziskus setzt sich wieder einmal in Widerspruch zur Bibel und zur katholischen Tradition. – Politisch läuft es darauf hinaus, die europäischen Völker gegen Angriffe noch wehrloser zu machen, als sie es schon sind, denn die Moslems und die Juden werden die Todesstrafe gewiss nicht abschaffen, ebenso wenig die freimaurerische EU-Führung, welche die Todesstrafe in den Lissaboner Vertrag festgeschrieben hat (finaler Todesschuss usw.).

  4. Hr. Günther, freue mich über Ihre Beiträge!!
    Weiter so. Von den Meinungen der sog. Gutmenschen ist sowieso nichts zu halten. FG

  5. Die Todesstrafe ist doch auch eine Art von „vorsätzlichem Mord“ zu der kein Mensch das Recht hat. „Du sollst nicht töten.“
    Auch ein Schwerverbrecher kann sich vor seinem natürlichen Ableben noch
    bekehren.
    Eine wahre Strafe für solche Taten ist die Art des Strafvollzuges z.B. in Australien
    wo solche „Kameraden“ in der Gluthitze für die Allgemeinheit im Straßenbau eingesetzt werden.

  6. Gunther Michel 4. August 2018 um 23:59

    Was hat „finaler Todesschuss“ mit der „Todesstrafe“ zu tun und aufgrund welcher Aussage in der Bibel besteht ein Widerspruch?

    Zitat:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe#Israel
    Am 29. April 1979 führte Israel die Todesstrafe für Terroristen ein, die besonders grausame Anschläge verübt haben. Die Entscheidung in solchen Fällen wird den Staatsanwälten überlassen.

    Bisher wurde noch niemand als Terrorist zum Tode verurteilt. Israel gehört damit zu den Staaten, die die Todesstrafe nicht anwenden. Gezielte Tötungen von Staatsfeinden auch im Ausland werden von Israel als Teil der militärischen Selbstverteidigung durchgeführt.

    In Europa ist die Todesstrafe faktisch vollständig abgeschafft. Wenn man die Liste der Staaten mit Todesstrafe im gewöhnlichen Strafrecht ansieht, dann fällt auf, dass es (mit Ausnahme der USA) Staaten sind, die oft auch Christen verfolgen. Die Aussage des Papstes kann also nur solche Staaten treffen, da die anderen die Todesstrafe vollständig oder höchstens im Kriegsfalle (z.B. Israel) noch anwendbar, abgeschafft haben.

    Was soll also der Papst noch wehrloser machen, was bereits in Europa nicht mehr existiert?

  7. @Stefan1:
    1. Zur (Hintertüre für die) Todesstrafe in der EU dieses Interview mit Prof. Karl Albrecht Schachtschneider:http://www.nordbayern.de/die-eu-offnet-der-todesstrafe-eine-hinterture-1.570979
    2. Vom Staat Israel habe ich gar nicht gesprochen, sondern von den Juden, womit ich das Judentum als Religionsgemeinschaft meine. Die Todesstrafe kann im Judentum schon deshalb nicht abgeschafft werden, weil sie im Gesetz des Moses an vielen Stellen ausdrücklich befohlen ist, und zwar von Gott selbst. Diese rechtliche Tatsache ist zu unterscheiden von der Anwendung im Staat Israel. Man könnte einwenden: das ist Vergangenheit und so unaktuell und unerheblich wie die vorgeschriebenen Tempelopfer. Das trifft jedoch nicht zu. In dem vom Judentum erwarteten bzw. angestrebten messianischen Staat wird das ganze mosaische Gesetz –mit allen späteren Auslegungen (Mischna, Talmud) — wieder voll in Kraft gesetzt werden, nicht nur für den inneren jüdischen Bereich, sondern (wenn es nach ihnen geht) für die ganze Menschheit. Stichwort: Noachidismus.
    3. Dass im Islam ebenfalls die Todesstrafe besteht, ist nun kein Geheimnis, entsprechend den Befehlen Allahs im Koran und den Auslegungen der verschiedenen anerkannten Rechtsschulen. Möglich ist, dass islamische Staaten aus politischen Gründen die Anwendung der Todesstrafe herabsetzen, undenkbar ist ihre Abschaffung durch eine religiöse Instanz des Islams.
    4. Die göttlich sanktionierte Todesstrafe im Alten Testament habe ich schon erwähnt. Nirgendwo wurde sie im Neuen Testament außer Kraft gesetzt – ihr Weiterbestehen wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Die katholische Tradition (Kirchenväter, Theologen, …) erkennen das Recht des Staates auf Verhängung und Exekution der Todesstrafe an und begründen dasselbe theologisch, wie etwa der hl. Thomas von Aquin. Die katholische Kirche selbst wendete sie im Kirchenstaat an.
    5. Zu Ihrer abschließenden Frage: Ich fürchte, dass auf Europa nur zu bald sehr unruhige Verhältnisse zukommen. Allein in die BR sind seit jenem September 2015 etwa 2 Millionen junge muslimische Männer eingedrungen.

  8. @Gunther Michel 5. August 2018 um 20:31

    Zum Punkt 1: Das war mir nicht bekannt. Vielen Dank für diesen interessanten Hinweis. ich werde das beobachten. Aber wie schätzen Sie das nun ein? Finden Sie diese Rückkehr zur möglichen Anwendung der Todesstrafe (im Kriegsfall oder im Vorfeld) für gerechtfertigt?

    Zum Punkt 2 und 3: Sehe ich auch so. Die Juden werden aus christlicher Sicht jedoch diese Chance in dieser Art nicht erhalten, weil der erwartete Messias bereits gekommen ist.

    Zum Punk 4 und 5: Sehe ich in etwa auch so. Es wird aber in der Frage der Abtreibung bei prekären Voraussetzungen (z.B. bei einer Vergewaltigung einer Frau) zu schwerwiegenden Erklärungsschwierigkeiten für die kath. Kirche kommen, wenn dieses Thema der Todesstrafe mit kirchlicher Anerkennung in Europa spruchreif wird.

    Auf Europa werden klar schwere Zeiten zukommen, doch nicht nur wegen den Flüchtlingen, aus meiner Sicht. Für mich ist auch Russland und der Kommunismus immer eine potenzielle Gefahr.

  9. Fortsetzung:
    Ja, man muss noch erweitern und auch die Haltung der Kirche zu Euthanasie (z.B. unwertes Leben, dass nur die Sozialkassen belastet und keinen wirtschaftlichen Beitrag an die Gemeinschaft leisten kann), aktive und passive Sterbehilfe sowie den Suizid im Allgemeinen sowie „Wirtschaft, die tötet“ (quasi unsichtbar, indem sie Arbeiter in prekäre Situationen bringt, die sie entweder in grosse Überlebensnot, gesundheitlich ruiniert oder sogar in permanente Lebensgefahr bringt) zur Diskussion stellen.

    Wie in vielen anderen Fällen werden die Regierungen ihre Entscheidungen zu diesen und anderen Themen ohne Rücksichtnahme auf einen Papst treffen.

    Wenn der Tag kommt, wo wieder eine Christenverfolgung in Europa stattfindet (nach u.a. Garabandal Voraussagen), werden wir zu spüren bekommen, welchen Massstab für die Christen gelten und wir werden es auch wieder mit der staatlich gerechtfertigten Todesstrafe (z.B. während des 2. Weltkrieges) zu tun bekommen. Das ist keine Frage.

  10. Wo bleibt denn der permanente und vehemente Kampf gegen das wirkliche Übel, das grösste physische Übel überhaupt in unserer Zeit, die Abtreibung ??!!

    In diesem Falle geht es um unschuldige und hilflose Menschen !

    Hier müsste doch ein radikaler, unerbittlicher Feldzug von rechten bzw. richtigen Oberhäuptern der einen wahren Kirche geführt werden.

    Jedem, in irgendeiner Form darin Mitwirkenden, müsste immer und immer wieder klar und entschlossen vor Augen gestellt werden, dass es hier um Mord geht !
    Um täglichen, grausamen Mord an Unschuldigen und Wehrlosen !

  11. @gerd 7. August 2018 um 09:30

    Gerade beim Thema Abtreibung (Fristenlösung) zeigt sich, dass sich weder die Gesellschaft noch der Staat sich um die verurteilende Meinung der Kirche kümmert. Selbst in sogenannten katholischen Staaten (z.B. Irland) wurde trotz Aufklärung (auch Seiten der Kirche) die Abtreibung legalisiert.

    Die Kirche ermahnt zwar, aber die Regierungen (teilweise legitimiert durch das Volk) entscheiden anders. Die Sterbehilfe wird das nächste Thema sein.

  12. Stefan1

    Entschuldigen Sie bitte, dass ich jetzt erst auf Ihren Kommentar antworte, worin Sie auch diese Frage gestellt haben:
    „Aber wie schätzen Sie das nun ein? Finden Sie diese Rückkehr zur möglichen Anwendung der Todesstrafe (im Kriegsfall oder im Vorfeld) für gerechtfertigt?“ Ich meine, dass die überkommene, traditionelle Haltung der katholischen Kirche zur Todesstrafe recht vernünftig ist (siehe den Artikel aus dem Lexikon der christlichen Moral auf diesem Blog). Ihre Frage kann ich leider nicht beantworten aus dem Grund, dass bei der derzeitigen Konstellation in Staat und Kirche fast alles, was an neuen Gesetzen kommt, schlecht ist oder, selbst wenn es nicht schlecht ist, schlecht ausgelegt und angewendet wird.
    „Die Juden werden aus christlicher Sicht jedoch diese Chance in dieser Art nicht erhalten, weil der erwartete Messias bereits gekommen ist.“ Ihr Wort in Gottes Ohr. In Bezug auf Prophezeiungen aller Art bin ich im Laufe der Jahre sehr skeptisch geworden. Die Hauptfrage, die sich mir derzeit stellt und auf die ich keine Antwort habe, ist, ob es jenen Kräften gelingt, ihr Vorhaben einer weltweiten Tyrannei durchzusetzen, oder nicht. Nach menschlichem Ermessen wird es ihnen gelingen, denn sie haben in jahrhundertelanger Arbeit alle Machtpositionen und Machtmittel in Besitz genommen, um zum Ziel zu gelangen. Was der Menschheit dann blüht, kann in etwa so aussehen: http://www.gottliebtuns.com/komitee300.htm ; http://politik.brunner-architekt.ch/wp-content/uploads/2013/12/mitglieder_u_ziele_komitee300.pdf ; Sieht man sich die Mitgliederliste dieses „Komitees der 300“ an (https://www.henrymakow.com/committee_of_300.html ), sieht man, dass auch die katholische Kirche stark darin verstrickt und wohl auch führend mit von der Partie ist. Dem entspricht ja auch ihre Politik, mit der sie sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr zu einer Agentur der UNO macht.
    „Auf Europa werden klar schwere Zeiten zukommen, doch nicht nur wegen den Flüchtlingen, aus meiner Sicht. Für mich ist auch Russland und der Kommunismus immer eine potenzielle Gefahr.“ Das sehe ich auch so, wobei der Kommunismus in anderem Gewand im Grunde schon die EU beherrscht als Kulturmarxismus, Fabianischer Sozialismus… Russland ist ein weites Thema. Unter Wladimir Putin sehe ich keine direkte Gefahr, aber wer weiß.

  13. @Gunther Michel

    Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Es liegt wahrscheinlich in der Natur der Sache, dass solche globalen Absichten einer elitären und sehr boshaften Machtgruppe aufgrund deren Möglichkeiten nur ganz schwer durchschaubar und nachvollziehbar sind. Selbstverständlich neigen solche Macht-Eliten (die auch über die militärische und polizeiliche Potenz verfügen, ihre fatalen Ziele zu verfolgen) weltweit zu egoistischen, menschenverachtenden, Ressourcen kontrollierenden und gottlosen Handlungen und Entwicklungen. Die Frage ist nur, wie stark können sie sich organisieren und in ihren verwerflichen Absichten einigen? In den kommenden Zeiten des Antichristen wohl am deutlichsten.

    Die in den von Ihnen verlinkten Dokumenten und Informationen zeigt sich eine satanische Handlungs- und Denkweise, die in allen Lebensbereichen der entrechteten und versklavten Menschen eingreift und sie zu schlimmsten Handlungen (Pornografie, Abtreibungen nach dem 2. Kind usw.) und teilweise nicht mehr selbst bestimmten Entscheidungen drängt und der heute noch proklamierte freie Wille, zu mindestens für einen Christen, kaum noch existiert.

    Nur wer nach dem Tode nichts zu befürchten glaubt (persönliches göttliches Gericht und die Gefahr der ewigen Verdamnis) und das diesseitige Leben als absolutes Mass aller erstrebenswerten und ausschliesslichen Dinge anerkennt, kann dieses rücksichtslose Leben auf der Erde anstreben und sofern er zur Elite gehört, auch anderen aufzwingen. Ich würde Ihnen zustimmen, dass die heutigen globalen wirtschaftlichen und politischen Ereignisse auf eine solche neue Weltordnung hinweisen.

    Doch was bleibt einem Christen noch? Es ist die Hoffnung und diese Hoffnung besteht darin, dass Gott zwar vieles zulässt, aber nicht alles. Irgendwann gibt es auch ein genug. Dazu gibt es beispielswiese Hinweise in den Botschaften von Garabandal. Wenn die guten Kräften in Gebet und christlichem Lebensvorbild nicht mehr ein Gleichgewicht in die Welt bringen können und nur noch verfolgt sind, dann wird Gott eingreifen. Die bösen Absichten und die Entwicklungen mögen zwar so beginnen, wie diese Dokumente beschreiben und vieles boshafte zu Ungunsten der Menschheit ist schon oder wird noch realisiert werden können, doch die WARNUNG (Seelenschau, Garabandal) oder ein ähnliches Ereignis wird den totalen Sieg des Bösen für eine gewisse Zeit aufhalten. Das ist meine Hoffnung und ist auch prophezeit.

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