Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes Werk

Benedikt XVI. – Licht des Glaubens: es ist nicht ‚überholte Metaphysik’, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau redet und das Achten dieser Schöpfungsordnung einfordert.

Von Armin Schwibach

Rom (kath.net/as – 23 Juli 2018, 13:00) „Die Regenwälder verdienen unseren Schutz, ja, aber nicht weniger der Mensch als Geschöpf, dem eine Botschaft eingeschrieben ist, die nicht Gegensatz zu unserer Freiheit, sondern ihre Bedingung bedeutet.“

Vier Dimensionen der „Pneumatologie“, der Lehre vom Heiligen Geist: sie setzte Benedikt XVI. in seiner Weihnachtsansprache an die Römische Kurie vom 22. Dezember 2008 auseinander. Anlass dazu boten zwei besonderen Ereignisse des Heiligen Geistes, die in jenem Jahr stattfanden: der Weltjugendtag in Sydney sowie die Weltbischofssynode zum Wort Gottes, deren Inhalte dann im Nachsynodalen Apostolischen Schreiben „Verbum Domini“ (30. September 2010) zusammengefasst werden sollten:

„So wird mit dem Thema Heiliger Geist, das die Tage in Australien und hintergründig die Wochen der Synode prägte, die ganze Weite des christlichen Glaubens sichtbar, die von der Verantwortung für die Schöpfung und das schöpfungsgemäße Sein des Menschen über die Themen Schrift und Heilsgeschichte zu Christus führt und von da aus in die lebendige Gemeinschaft der Kirche hinein, in ihre Ordnungen und Verantwortungen wie in ihre Weite und Freiheit, die sich in der Vielzahl der Charismen ebenso wie im pfingstlichen Bild von der Vielzahl der Sprachen und Kulturen ausdrückt“.

Aber nicht nur das Thema „Heiliger Geist“ rückte der Papst in den Fokus. Vielmehr diente ihm die Reflexion über die Schöpfungsordnung dazu, die sogenannte Selbstemanzipation des Menschen herauszustellen. Er tat dies mit einer Reflexion über den Begriff des „Gender“, wo deutlich werde: es gehe um „Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes eigenem Werk“.

Benedikt XVI. ging davon aus, dass der Glaube an den Schöpfer ein wesentlicher Teil des christlichen Credo ist. Daher könne sich die Kirche nicht damit begnügen, ihren Gläubigen die Botschaft des Heils auszurichten: „sie trägt Verantwortung für die Schöpfung und muss diese Verantwortung auch öffentlich zur Geltung bringen. Und sie muss dabei nicht nur die Erde, das Wasser und die Luft als Schöpfungsgaben verteidigen, die allen gehören. Sie muss auch den Menschen gegen die Zerstörung seiner selbst schützen. Es muss so etwas wie eine Ökologie des Menschen im recht verstandenen Sinn geben“.

Es sei nicht „überholte Metaphysik“, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau rede und das Achten dieser Schöpfungsordnung einfordere: „da geht es in der Tat um den Glauben an den Schöpfer und das Hören auf die Sprache der Schöpfung, die zu missachten Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes eigenem Werk sein würde“.

Was in dem Begriff „Gender“ vielfach gesagt und gemeint werde, laufe letztlich auf die „Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer“ hinaus:

„Der Mensch will sich nur selber machen und sein Eigenes immer nur selbst bestimmen. Aber so lebt er gegen die Wahrheit, lebt gegen den Schöpfergeist. Die Regenwälder verdienen unseren Schutz, ja, aber nicht weniger der Mensch als Geschöpf, dem eine Botschaft eingeschrieben ist, die nicht Gegensatz zu unserer Freiheit, sondern ihre Bedingung bedeutet.

Große Theologen der Scholastik haben die Ehe, die lebenslange Verbindung von Mann und Frau als Schöpfungssakrament bezeichnet, das der Schöpfer selbst eingesetzt und das Christus dann – ohne die Schöpfungsbotschaft zu verändern – in die Heilsgeschichte als Sakrament des Neuen Bundes aufgenommen hat. Zur Verkündigungsaufgabe der Kirche gehört das Zeugnis für den Schöpfergeist in der Natur als Ganzer und gerade auch in der Natur des gottebenbildlichen Menschen. Von da aus sollte man die Enzyklika „Humanae vitae“ neu lesen: Papst Paul VI. ging es darin darum, die Liebe gegen Sexualität als Konsum, die Zukunft gegen den Alleinanspruch der Gegenwart und die Natur des Menschen gegen ihre Manipulation zu verteidigen“.

In Zeiten, in denen unter dem Vorwand des Wirkens des Heiligen Geistes und seiner „Überraschungen“ über alles Mögliche geredet und alles Mögliche „gerechtfertigt“ wird, lohnt es sich besonders, sich mit den entschlossenen und meditativen Ausführungen Benedikts XVI. auseinanderzusetzen.

Aus der Weihnachtsansprache an das Kardinalskollegium und die Mitglieder der Römischen Kurie am 22. Dezember 2008: 

Freude als Frucht des Heiligen Geistes – damit sind wir beim zentralen Thema von Sydney angelangt, das eben der Heilige Geist gewesen ist. Die Wegweisung, die darin liegt, möchte ich in diesem Rückblick noch einmal zusammenfassend andeuten. Wenn man sich das Zeugnis von Schrift und Überlieferung vor Augen hält, kann man unschwer vier Dimensionen des Themas Heiliger Geist erkennen.

1. Da ist zuerst die Aussage, die uns vom Anfang des Schöpfungsberichts her entgegenkommt: Er erzählt uns von dem Schöpfergeist, der über den Wassern schwebt, die Welt erschafft und immer wieder erneuert. Glaube an den Schöpfergeist ist ein wesentlicher Inhalt des christlichen Credo. Daß die Materie mathematische Struktur in sich trägt, geisterfüllt ist, ist die Grundlage, auf der die moderne Naturwissenschaft beruht. Nur weil Materie geistig strukturiert ist, kann unser Geist sie nachdenken und selbst gestalten. Daß diese geistige Struktur von dem gleichen Schöpfergeist kommt, der auch uns Geist geschenkt hat, bedeutet Auftrag und Verantwortung zugleich.

Im Schöpfungsglauben liegt der letzte Grund unserer Verantwortung für die Erde. Sie ist nicht einfach unser Eigentum, das wir ausnützen können nach unseren Interessen und Wünschen. Sie ist Gabe des Schöpfers, der ihre inneren Ordnungen vorgezeichnet und uns damit Wegweisungen als Treuhänder seiner Schöpfung gegeben hat. Daß die Erde, der Kosmos, den Schöpfergeist spiegeln, bedeutet auch, daß ihre geistigen Strukturen, die über die mathematische Ordnung hinaus im Experiment gleichsam greifbar werden, auch sittliche Weisung in sich tragen. Der Geist, der sie geformt hat, ist mehr als Mathematik – er ist das Gute in Person, das uns durch die Sprache der Schöpfung den Weg des rechten Lebens zeigt.

Weil der Glaube an den Schöpfer ein wesentlicher Teil des christlichen Credo ist, kann und darf sich die Kirche nicht damit begnügen, ihren Gläubigen die Botschaft des Heils auszurichten. Sie trägt Verantwortung für die Schöpfung und muß diese Verantwortung auch öffentlich zur Geltung bringen. Und sie muß dabei nicht nur die Erde, das Wasser und die Luft als Schöpfungsgaben verteidigen, die allen gehören. Sie muß auch den Menschen gegen die Zerstörung seiner selbst schützen. Es muß so etwas wie eine Ökologie des Menschen im recht verstandenen Sinn geben. Es ist nicht überholte Metaphysik, wenn die Kirche von der Natur des Menschen als Mann und Frau redet und das Achten dieser Schöpfungsordnung einfordert. Da geht es in der Tat um den Glauben an den Schöpfer und das Hören auf die Sprache der Schöpfung, die zu mißachten Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes eigenem Werk sein würde. Was in dem Begriff „Gender“ vielfach gesagt und gemeint wird, läuft letztlich auf die Selbstemanzipation des Menschen von der Schöpfung und vom Schöpfer hinaus.

Der Mensch will sich nur selber machen und sein Eigenes immer nur selbst bestimmen. Aber so lebt er gegen die Wahrheit, lebt gegen den Schöpfergeist. Die Regenwälder verdienen unseren Schutz, ja, aber nicht weniger der Mensch als Geschöpf, dem eine Botschaft eingeschrieben ist, die nicht Gegensatz zu unserer Freiheit, sondern ihre Bedingung bedeutet. Große Theologen der Scholastik haben die Ehe, die lebenslange Verbindung von Mann und Frau als Schöpfungssakrament bezeichnet, das der Schöpfer selbst eingesetzt und das Christus dann – ohne die Schöpfungsbotschaft zu verändern – in die Heilsgeschichte als Sakrament des Neuen Bundes aufgenommen hat. Zur Verkündigungsaufgabe der Kirche gehört das Zeugnis für den Schöpfergeist in der Natur als Ganzer und gerade auch in der Natur des gottebenbildlichen Menschen. Von da aus sollte man die Enzyklika „Humanae vitae“ neu lesen: Papst Paul VI. ging es darin darum, die Liebe gegen Sexualität als Konsum, die Zukunft gegen den Alleinanspruch der Gegenwart und die Natur des Menschen gegen ihre Manipulation zu verteidigen.

2. Nur noch ein paar kurze Andeutungen zu den anderen Dimensionen der Pneumatologie. Wenn der Schöpfergeist sich zunächst in der schweigenden Größe des Alls, in seiner geistigen Struktur zeigt, so sagt uns der Glaube darüber hinaus das Überraschende, daß dieser Geist sozusagen auch in Menschenwort redet, in die Geschichte eingetreten und als geschichtsgestaltende Kraft auch sprechender Geist ist, ja, Wort, das uns in den Schriften des Alten und des Neuen Testaments begegnet. Was das für uns bedeutet, hat der heilige Ambrosius in einem Brief wunderbar ausgedrückt: „Auch jetzt ergeht sich Gott im Paradies, während ich die göttlichen Schriften lese“ (Ep 49, 3). Die Schrift lesend können wir gleichsam auch heute im Paradiesesgarten Gottes herumgehen und dem dort wandernden Gott begegnen: Zwischen dem Thema des Weltjugendtags in Australien und dem Thema der Bischofssynode besteht ein tiefer innerer Zusammenhang.

Die beiden Themen Heiliger Geist und Wort Gottes gehören zusammen. Die Schrift lesend lernen wir aber auch, daß Christus und der Heilige Geist untrennbar voneinander sind. Wenn Paulus dramatisch zugespitzt sagt: „Der Herr ist der Geist“ (2 Kor 3, 17), so erscheint nicht nur hintergründig die trinitarische Einheit von Sohn und Heiligem Geist, sondern vor allem ihre heilsgeschichtliche Einheit: In der Passion und Auferstehung Christi werden die Schleier der bloßen Buchstäblichkeit zerrissen und die Gegenwart des jetzt sprechenden Gottes sichtbar. Die Schrift mit Christus lesend lernen wir, die Stimme des Heiligen Geistes in den Menschenworten zu hören, und entdecken die Einheit der Bibel.

3. Damit sind wir schon bei der dritten Dimension der Pneumatologie angelangt, die eben in der Untrennbarkeit von Christus und Heiligem Geist besteht. Vielleicht am schönsten erscheint sie im Bericht des heiligen Johannes über die erste Erscheinung des Auferstandenen vor der Jüngergemeinschaft: Der Herr haucht die Jünger an und schenkt ihnen so den Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist der Atem Christi. Und wie Gottes Atem am Schöpfungsmorgen den Lehm zum lebendigen Menschen gemacht hatte, so nimmt uns Christi Atem in die Seinsgemeinschaft mit dem Sohn auf, macht uns zu neuer Schöpfung. Deshalb ist es der Heilige Geist, der uns mit dem Sohn sagen läßt: „Abba, Vater!“ (Joh 20, 22; Röm 8, 15).

4. So ergibt sich als vierte Dimension der Zusammenhang von Geist und Kirche ganz von selbst. Paulus hat in 1 Kor 12 und Röm 12 die Kirche als Leib Christi und gerade so als Organismus des Heiligen Geistes geschildert, in dem die Gaben des Heiligen Geistes die einzelnen zu einem lebendigen Ganzen zusammenformen. Der Heilige Geist ist der Geist des Leibes Christi. Im Ganzen dieses Leibes finden wir unsere Aufgabe, leben wir füreinander und voneinander, zutiefst von dem lebend, der für uns alle gelebt und gelitten hat und uns durch seinen Geist an sich zieht zur Einheit aller Kinder Gottes. „Willst auch du vom Geist Christi leben? So sei im Leib Christi“, sagt Augustinus dazu (Joh 26, 13).

So wird mit dem Thema Heiliger Geist, das die Tage in Australien und hintergründig die Wochen der Synode prägte, die ganze Weite des christlichen Glaubens sichtbar, die von der Verantwortung für die Schöpfung und das schöpfungsgemäße Sein des Menschen über die Themen Schrift und Heilsgeschichte zu Christus führt und von da aus in die lebendige Gemeinschaft der Kirche hinein, in ihre Ordnungen und Verantwortungen wie in ihre Weite und Freiheit, die sich in der Vielzahl der Charismen ebenso wie im pfingstlichen Bild von der Vielzahl der Sprachen und Kulturen ausdrückt.

Zum Fest gehört die Freude, hatten wir gesagt. Das Fest kann man organisieren, die Freude nicht. Sie kann nur geschenkt werden, und sie ist uns geschenkt worden in reichem Maß: Dafür sind wir dankbar. Wie Paulus die Freude als Frucht des Heiligen Geistes kennzeichnet, so hat auch Johannes in seinem Evangelium Geist und Freude ganz eng miteinander verknüpft. Der Heilige Geist schenkt uns die Freude. Und er ist die Freude. Die Freude ist die Gabe, in der alle anderen Gaben zusammengefaßt sind. Sie ist Ausdruck für das Glück, für das Einssein mit sich selbst, das nur aus dem Einssein mit Gott und mit seiner Schöpfung kommen kann.

Zum Wesen der Freude gehört es, daß sie ausstrahlt, daß sie sich mitteilen muß. Der missionarische Geist der Kirche ist nichts anderes als der Drang, die Freude mitzuteilen, die uns geschenkt wurde. Daß sie in uns allezeit lebendig sei und so auf die Welt in ihren Drangsalen ausstrahle, das ist meine Bitte am Ende dieses Jahres. Verbunden mit dem herzlichen Dank für all Ihr Mühen und Wirken wünsche ich Ihnen allen, daß diese von Gott kommende Freude uns auch im neuen Jahr reichlich geschenkt werde.

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Quelle

21 Kommentare zu “Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes Werk

  1. „Selbstzerstörung des Menschen
    und so Zerstörung von Gottes Werk“

    Wieder einmal die berühmte „Selbstzerstörung“!
    Jene, die so viel zerstört haben, wollen Gläubige über „Zerstörung“ belehren.

    Unglaublich, jemand der an der Zerstörung des Glaubens beigetragen und mitbeteiligt war, traut sich von „Zerstörung“ zu reden.
    Reden sie doch immer voll Ärgernis von „Selbstzerstörung“, und haben selbst die Menschenseele, das Gnadenleben im Menschen zerstört.

    Es ist nur ein Nachplabbern des Erstzerstörers Paul VI., der von dieser „Selbstzerstörung“ der Kirche faselte. Die Kirche ist unzerstörbar; niemals kann sich die Kirche selbst zerstören. Sehr wohl aber hat dieser unselige Mann den Glauben vieler zerstört einschließlich des Kostbarsten, was ein Katholik hat: DIE HEILIGE MESSE.
    Und für diese seine Zerstörung wird er von der Zerstörerclique „heiliggesprochen“!
    So etwas kann es nur in dieser sog. „Offiziellen Amtskirche“ – „mit Papst“ geben.

    Dieser Paul VI. stellte dann weinerlich das Unheil fest, das er selbst herbeigeführt hat. Er beklagte es müßig und phlegmatisch, erkannte aber nicht seine eigene Urheberschaft. Am 29.6.72 äußerte er sich dann: „Durch irgend eine Spalte ist der Rauch Satans in den Tempel Gottes eingedrungen. Zweifel, Unsicherheit, Problematik, Unruhe, Unbefriedigtheit und Konfrontation sind zutage getreten.“

    Ja „Haltet den Dieb fest“!
    Er selbst zeugte diese Spalte und fabrizierte selbst diesen Rauch Satans!

    Nicht minder ärgernisgebend sind die Worte von Bischof Fellay, der ebenso seine dogmatische Unkenntnis zum Ausdruck bringt:
    „Wir bewahren den Glauben…an die auf Petrus gegründete Kirche, aber wir lehnen alles ab, was zur »Selbstzerstörung der Kirche« beiträgt, wie sich Paul VI. im Jahr 1968 ausgedrückt hat.“

    Für ihn ist die „auf Petrus gegründete Kirche“ heute die Konzilssekte. Doch nur letztere zerstört sich selbst, niemals aber die Katholische Kirche!
    Auch Prälat Georg May zeigt sich veranlasst, sich zu äußern von der „Selbstzerstörung der Kirche“:
    „Wie ist es möglich, dass den Lehren eines solchen Konzils, welches das gesamte Vorgehen eines Karol Wojtyla inspirierten und dessen verhängnisvolle Früchte unmissverständlich die Selbstzerstörung der Kirche kennzeichnen, das Siegel der Heiligkeit aufgedrückt wird?“

    Es gibt keine Selbstzerstörung der Kirche, weil CHRISTUS ihr die Unzerstörbarkeit verheißen hat!

    Auch Wojtyla kann trotz seiner diabolischen „Heiligsprechung“ nicht die Kirche zerstören. Doch seine Konzilssekte wird er noch zerstört sehen müssen.
    Wie sehr das Widerspruchsdenken von Bischof Fellay fortgeschritten ist zeigt sich darin, daß er nicht aufhört, die Konzilskirche mit der wahren von Christus gegründeten Kirche gleichzusetzen und so dieser wahren Kirche die Selbstzerstörung zuschreibt.

  2. @Alexius

    Sie betreiben haltlos Ihre Selbstzerstörung mit solchen Vernichtungsurteilen gegenüber allen Päpsten seit dem II. Vatikanischen Konzil!

  3. Zu meinem Kommentar vom 23.7.2018, 16:37 (Artikel: „Selbstzerstörung des Menschen und so Zerstörung von Gottes Werk“
    schrieb Herr
    POS am 23.7.18, 17:58:
    „@Alexius
    Sie betreiben haltlos Ihre Selbstzerstörung mit solchen Vernichtungsurteilen gegenüber allen Päpsten seit dem II. Vatikanischen Konzil!“

    Nein, Sie lassen damit alle Belege und Zeugnisse des authentischen Lehramts außer acht. Nicht ich urteile, sondern gebe das wieder, was alle Päpste vor dem Konzil diesbezüglich verkündet haben. Und das waren in der Tat „vernichtende Urteile“!
    Werden Sie also bitte konkret: Hat dieser Mann, Paul VI., den Glauben vieler zerstört einschließlich des Kostbarsten, was ein Katholik hat: DIE HEILIGE MESSE: Ja oder Nein
    Wer mit Nein antwortet, ist nicht mehr katholisch.

    Die „Zerstörung“ im Glauben durch Benedikt XVI. haben Sie selbst bezeugt in Ihrem folgenden Beitrag vom 6. August 2013:
    Zur Diskussion: Ein Zitat aus dem Büchlein Joseph Ratzingers “Die sakramentale Begründung christlicher Existenz”, erschienen mit Imprimatur im Kyrios-Verlag mbH Meitingen-Freising in 4. Auflage 1973, Seiten 30 und 31 über die Krise der katholischen Frömmigkeit (wie er sie versteht):
    Eucharistische Anbetung oder stille Besuchung in der Kirche kann sinnvollerweise nicht einfach Unterhaltung mit dem lokal zirkumskriptiv präsent gedachten Gott sein. Aussagen wie “Hier wohnt Gott” und das auf solche Weise begründete Gespräch mit dem lokal gedachten Gott drücken eine Verkennung des christologischen Geheimnisses wie des Gottesbegriffes aus, die den denkenden und um die Allgegenwart Gottes wissenden Menschen notwendig abstößt.
    Wenn man das In-die-Kirche-Gehen damit begründen wollte, dass man den nur dort anwesenden Gott besuchen müsse, so wäre dies in der Tat eine Begründung, die keinen Sinn hätte und vom modernen Menschen mit Recht zurückgewiesen werden würde. Eucharistische Anbetung ist in Wahrheit bezogen auf den Herrn, der durch sein geschichtliches Leben und Leiden “Brot” für uns geworden ist, d.h. der durch seine Fleischwerdung und Todeshingabe der für uns Offene geworden ist.”
    Dazu urteilten Sie [damals] „vernichtend“:
    „Diese Sätze stellen eine Leugnung der katholischen Glaubenslehre über die wirkliche Gegenwart (Realpräsenz) Gottes im Allerheiligsten Sakrament des Altares und eine Missachtung der eucharistischen Frömmigkeit, wie sie die katholische Kirche einschärft, dar.“

  4. @Alexius

    Nein, Paul VI. hat DIE HEILIGE MESSE nicht zerstört. Aber er hat durch die abrupten, umfangreichen Änderungen der Liturgie den Glauben vieler erschüttert. Lesen Sie z.B. diesen Beitrag zur Liturgiereform!

    Zu meinem Urteil von damals:
    „Diese Sätze stellen eine Leugnung der katholischen Glaubenslehre über die wirkliche Gegenwart (Realpräsenz) Gottes im Allerheiligsten Sakrament des Altares und eine Missachtung der eucharistischen Frömmigkeit, wie sie die katholische Kirche einschärft, dar.“
    stehe ich auch weiterhin, jedoch mit einer Korrektur: „Diese Sätze stellen in dieser missverständlichen Formulierung…“!

  5. Wie gesagt, wer die Frage mit Nein beantwortet ist nicht katholisch.
    Ihr anderes Zitat bleibt dennoch für immer so stehen, wie sie es am 6. August 2013 hier veröffentlicht haben.

  6. POS, vielleicht wollten Sie noch das Gute darin sehen, weil Sie meinten, es sei so formal richtig.
    Nur die Tatsachen können darüber nicht hinwegtäuschen. Glauben Sie wirklich, daß ein Lefebvre und alle diese seine Prieseter ( und seien es auch die Sedis ) das alles missverstanden hätten, die Liturgie(ver)änderung zum Schlechten, die V2- Änderungen zum Schlechten hin? Ich glaube sicher nicht.

  7. POS

    Sie kennen ja eigentlich das ursprüngliche Vorwort zum neuen Missale, oder?

    Hier die nochmals:

    @Rückkehr-Ökumene schreib am Aug 23, 2015
    Erzbischof Lefebvre sprach mit Recht von der „Luthermesse“, Man betrachte dazu allein die Einleitung zur Neuen Messe, die Institutio generalis, §7, in ihrer ursprünglichen Form

    „Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes Gottes, das unter dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern. Deshalb gilt von der örtlichen Versammlung der heiligen Kirche in hervorragendem Maß die Verheißung Christi: ‘Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, dort bin ich mitten unter ihnen’ (Mt 18,20).“) Aus https://gloria.tv/article/3GXrTNXKeTCyA2URxmKCR3RKd/replies

    POS, und das läßt Sie unberührt? Hier liegt doch alles aufgeblättert vor uns. Wer da nicht sieht ist …

  8. Erklärung zur Theologie und Praxis der Neuen Messe
    „All das, was hier willkürlich verstärkt und das, was abgeschwächt worden ist, erklärt sich mehr aus einer protestantischen als aus einer katholischen Vorstellung heraus. Entgegen den Lehren des Konzils von Trient auf seiner XXII. Sitzung und im Gegensatz zur Enzyklika Mediator Dei Pius’ XII. hat man die Rolle der Gläubigen bei der Teilnahme an der Messe übertrieben, die Rolle des Priesters hingegen herabgstuft, der zum bloßen Vorsitzenden wurde. Man hat den Bereich der Wortliturgie extrem erweitert und den Raum für das Sühneopfer verringert. Man hat das Gemeinschaftsmahl überhöht und laizisiert – auf Kosten der Ehrfurcht und des Glaubens an die durch die Transsubstantiation erfolgte Realpräsenz. Durch die Abschaffung der Sakralsprache hat man die Riten endlos vermehrt und sie durch weltliche und heidnische Zusätze profaniert. Man hat auf Kosten des wahren Glaubens und der wahren Frömmigkeit der Gläubigen falsche Übersetzungen verbreitet. Das alles, obwohl die Konzilien von Florenz (DS 1320) und Trient (DS 1751, 1753, 1756, 1759) Bannsprüche gegen alle diese Änderungen erlassen und bekräftigt haben, daß unsere heilige Messe in ihrem Kanon auf die Zeiten der Apostel zurückgeht. Die Päpste Pius V. und Klemens VIII. haben auf der Notwendigkeit bestanden, Umgestaltungen und Änderungen zu meiden und diesen durch die Tradition geheiliigten römischen Ritus für immer zu bewahren. Die Entsakralisierung der Messe und ihre Laizisierung ziehen die Laizisierung des Priesters auf protestantische Art nach sich. Wie läßt sich diese Reform der Messe mit den Kanones des Konzils von Trient und den Verurteilungen in der Bulle Auctorem fideim von Pius VI. vereinbaren.“ (Erzbischof Lefevbre)
    [ aus https://www.gloria.tv/article/7oQhKCeLgk4GBH7XS4kMKVgRD ]

  9. @Alexius

    Die Schrift „Die sakramentale Begründung christlicher Existenz“ von Joseph Ratzinger stammt aus dem Jahr 1966! Es geht also nicht um die Aussage eines Papstes!

  10. Diese Neuen Messen können nicht nur kein Gegenstand einer Verpflichtung des Sonntagsgebotes sein, sondern man muß hier die Regeln der Moraltheologie und des kanonischen Rechts anwenden, die Regeln der übernatürlichen Klugheit sind, was die Teilnahme oder Beihilfe zu einer für unseren Glauben gefährlichen oder gar sakrilegischen Handlung betrifft. Darum verwerfen wir diese Messe trotz ihrer Gültigkeit. Und deshalb weigern wir uns absolut, die Gläubigen zu ermuntern, zu dieser Messe zu gehen. Wir halten die Gläubigen von diesen Messen ab, die Schritt für Schritt den Glauben des Zelebranten und der Gläubigen zerstören. Das ist ganz klar, das ist absolut sicher! Selbst wenn ein Priester die Neue Messe mit Frömmigkeit und unter Respektierung der liturgischen Vorschriften liest, fällt sie unter dieselben Vorbehalte, weil sie von protestantischem Geist erfüllt ist. Sie enthält ein für den Glauben schädliches Gift.
    Bemerkung zum N.O.M. und zum Papst am 8. November 1979; Votrag am 11. Juni 1988 in Flavigny zitiert nach „Marcel Lefebvre – Das Opfer unserer Altäre, 2012,

  11. @Eugenia-Sarto Jul 17
    Eben NICHT ZUFÄLLIG! In der neuen Messe sind sie nicht zufällig abgerückt vom Opfercharakter. Nicht zufällig sind die Wandlungsworte gefälscht worden in „für alle“ statt „für viele“. Und die Definition der Messe nach der Liturgiereform ist nicht zufällig katastrophal falsch gewesen. Sie lautete nämlich so:
    „Das Herrenmahl oder die Messe ist die heilige Zusammenkunft oder die Versammlung des Volkes, das unter dem Vorsitz eines Priesters zusammenkommt, um das Gedächtnis des Herrn zu feiern. Deshalb gilt von der örtlichen Versammlung der heiligen Kirche in hervorragendem Mass die Verheissung Christi:“Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“

    Schlimmer geht es ja wohl nicht. Dagegen wurde dann auch sehr starker Protest erhoben.
    Man hatte also die Messe auf die des Mahles beschränkt.

    Zu diesem Thema empfehle ich allen Lesern, sich die gründliche Studie im Auftrag von Kardinal Ottaviani durchzulesen:“Kurze Kritische Untersuchung des Neuen „Ordo Missale“.

    POS, glauben Sie wirklich, weil jetzt andere Worte stehen dass der Inhalt u.v.a. die INTENTION sich geändert hätte? Ich jedenfalls nicht. Allein schon deswegen lob ich mit die FSSPX.

  12. @Eugenia-Sarto Jul 17
    Es geht ja nicht um einen Kanon, sondern um die ganze Heilige Messe als unblutige Erneuerung des Kreuzesopfers Christi zur Vergebung der täglichen Sünden. Und der Gläubige soll sich selbst mitopfern und mit reinem Herzen hinzutreten. Es geht eben nicht um ein Gedächtnismahl oder um ein Gemeinschaftsmahl. Es ist die reale Gegenwart Christi Leib und Blut auf dem Altar. Und daran muss geglaubt werden. Man vergleiche auch die sehr tiefen und wichtigen Opferungsgebete, die in der neuen Messe nicht mehr zu finden sind. Stattdessen gibt es die Gabenbereitung, (wobei die Gläubigen sitzen.) Es fehlt bei den meisten die Opfergesinnung. [ aus o. LINK ]

  13. ! DER TISCH !

    Denn in der Messe wird der Tisch sowohl des Gotteswortes als auch des Herrenleibes bereitet. Von dort sollen die Gläubigen Belehrung und Nahrung empfangen.[41] aus POS´s LINK Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch 2002

  14. @Pierre

    Die allegorische Rede von den beiden Tischen, nämlich des Wortes und des Sakramentes, ist in der Literatur angefangen von den Vätern (Hilarius) durch die Kirchengeschichte belegt und wird auch in Dokumenten des Vat. II gebraucht (PC 6, PO 18). Die Auffassung des Gotteswortes als Nahrung ist biblisches Gedankengut (Dtn 8,3; Am 8,11; Mt 4,4 par.).

    Quelle

  15. Aus https://gloria.tv/article/Fke2BaZGcbyX1vz1iiDcvZkyT :
    @scha2801 May 15
    @Eremitin Es geht aber nicht um ein persönliches Empfingen, sondern darum, dass da eine falsche Theologie des Mahles dahinter steht und die Päpste die Form des Tisches abgelehnt haben. Zuletzt z. B. Pius X. in Mediator Dei. Dort sagt es, dass vom rechten Weg abweicht wer dem Altar die Form des Tisches geben will.

    @a.t.m May 15
    Das Rom der Nach VK II Ära wirkt und wütet eben so wie man es sich von Feinden Gottes unseres Herrn und seiner Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche erwartet und das Rom der Nach VK II Ära ist fest in den Händen der Freimaurer die ja den antikatholischen innerkirchlichen Irrlehrern und Wölfen in Schafskleidern genau solche Schändungen befohlen haben, siehe kath-zdw.ch/maria/freimauerische.plan.html

  16. „Es entspricht dem Evangelium, Häretiker zu verurteilen“ (Hl. Papst Martin I., Denzinger 271-272)

    „Es widerspricht dem Evangelium, Häretiker zu verurteilen“ („Enzyklika“ »Ut Unum Sint«, 25.5.1995)

    Zwei Heilige die sich widersprechen?
    Wer ist nun der wahre Heilige?
    Zwei „Dokumente/Dekrete“ – können beide richtig sein?

    Dass der Glaube nicht nur erschüttert, sondern verschwunden, also zerstört wurde, werden Sie doch nicht abstreiten, Herr POS?

    zu POS 25. Juli 15:40
    „@Alexius
    Die Schrift „Die sakramentale Begründung christlicher Existenz“ von Joseph Ratzinger stammt aus dem Jahr 1966! Es geht also nicht um die Aussage eines Papstes!“
    Dann geht es sogar um mehr! Dass nämlich Ratzinger kein Papstamt innehatte.
    Papst Paul IV. hat in »CUM EX APOSTOLATUS« für immer festgelegt, dass jene, die vor ihrer „Erwählung“ Häretiker waren, nicht Oberhaupt der Katholischen Kirche, also kein Papstamt innehaben können.

    “ Siehe dazu die: Allgemeine Einführung in das Römische Messbuch 2002″

    @Pierre hat recht: „POS, glauben Sie wirklich, weil jetzt andere Worte stehen dass der Inhalt u.v.a. die INTENTION sich geändert hätte?“

    Ein Korrigieren im Nachhinein, das nicht zum Lehramt gehört, ändert nichts an der zu Beginn für immer festgehaltenen falschen Erklärung der Messe. Die Absicht ist klar!

    Seit der Protestantismus auf diesen „Tisch des Wortes“ pocht und das bis heute für jeden Lutheraner gilt, kann dies heute nicht übernommen werden. Im übrigen richten sich genau diese nicht nach den Worten der Heiligen Schrift und handeln gegen Christi Wort! Und so hat sich das Konzil gleich zu Anfang demaskiert, indem es nur die „Heilige Schrift“, nicht aber die Tradition/Überlieferung als zur Göttlichen Offenbarung gehörend, anerkannte. Das war der Beginn der falschen Ökumene!

    „und wird auch in Dokumenten des Vat. II gebraucht“
    Wie können Sie das schreiben, wo wir doch genau dieses häretische Konzil mit diesen häretischen Dokumenten verwerfen?

    @ Pierre, wir erinnern uns ja, dass diese Lehrschreiben vor dem Konzil für alle Konzilsanhänger keine Bedeutung mehr haben und eben auch nicht „Mediator Dei“, auch keine Bedeutung für Benedikt XVI., der von damaligen „professorischen Verfügungen“ sprach, die also überholt sind.

  17. POS

    @Alexius 26. Juli 2018 um 00:20

    „Es entspricht dem Evangelium, Häretiker zu verurteilen“ (Hl. Papst Martin I., Denzinger 271-272)

    „Es widerspricht dem Evangelium, Häretiker zu verurteilen“ („Enzyklika“ »Ut Unum Sint«, 25.5.1995)

    Zwei Heilige die sich widersprechen?
    Wer ist nun der wahre Heilige?
    Zwei „Dokumente/Dekrete“ – können beide richtig sein?

    Ist das auch nur ein – Missverständnis – ?

  18. So ist es. Für die Besetzer der Kirche
    und die „Konzils“-Gläubigen gilt nicht
    mehr die Lehre unseres HERRN und
    das was seine von ihm gegründete,
    einzig wahre Kirche 1970 Jahre glaubte
    und der Rest der wahren Christen immer glauben wird.
    Tatsache ist, dass mit und nach dem
    „Konzil“ eine neue „Kirche“ ( Sekte )
    gegründet wurde, welche nicht mehr
    die Kirche JESU CHRISTI ist.
    Eine zusätzliche von 400 Konfessionen
    und 3000 Sekten, leider die Größte.
    Millionen Seelen wurden und werden
    von diesen Feinden und Blinden auf diesen Irrweg geführt.
    Die letzten kontemplativen Orden werden seit dem Antritt des Schauspielers Jorge systematisch
    zerstört.
    Wie es unsere allerseligste Mutter
    MARIA in La Salette ankündigte hat
    „Rom“ den Glauben gänzlich verloren
    und wurde zum Sitz der Mächte der Finsternis.
    Wer jetzt nicht aufwacht ist verloren.

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