Kardinal Koch über die Ökumenische Chance des neuen Mariengedenktags

Kardinal Kurt Koch Foto: EWTN.TV / Paul Badde

Am Pfingstmontag hat die Weltkirche erstmals den Gedenktag der „Seligen Jungfrau Maria, Mutter der Kirche“ gefeiert, den Papst Franziskus eingeführt hat. Weshalb war es dem Heiligen Vater hier ein Anliegen, Maria mit Pfingsten, mit der Geburtsstunde der Kirche zu verbinden? Julia Wächter fragte den Präsidenten des Päpstlichen Rates für die Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch.

Kardinal Kurt Koch: Die Lesung, die in der Heiligen Messe am Gedenktag vorgesehen ist, bietet den Schlüssel zum Verständnis. In der Apostelgeschichte (1,12-14) wird berichtet, dass nach der Himmelfahrt Christi sich die Jünger mit Maria im Obergemach versammelten und einmütig im Gebet verharrten und auf das Kommen des Heiligen Geistes warteten. Maria tritt hier als Vorbeterin der Jüngergemeinschaft vor unsere Augen; und es wird sichtbar, wie die neue Lebenskraft der Kirche an Pfingsten und die mütterliche Sorge Mariens für die Kirche eng zusammengehören. Maria ist die pfingstliche Mutter der Kirche. Da Maria die pfingstliche Geburt der Kirche mit ihrem Gebet begleitet hat, bittet sie auch heute darum, dass die Kirche stets auf den Heiligen Geist hört.

Für viele Menschen ist das ökumenische Miteinander gerade an Pfingsten wichtig. Müssen sich Gläubige in Zukunft entscheiden: Maria oder Ökumene?

Dies wäre eine schiefe Entscheidung. Denn Maria hat kein anderes Anliegen als dies, uns zu Christus zu führen. Dies ist sehr schön sichtbar bei der Hochzeit zu Kana, bei der Maria ihre Aufgabe darin sieht, die Sorgen der Hochzeitsleute Jesus anzuvertrauen und es ihm zu überlassen, was er daraufhin tun will. Was Maria in Kana getan hat, das tut sie auch heute: Sie ist ganz Ohr für ihren Sohn und will uns zu Christus führen, dass wir seinen Willen tun. Sein Wille ist die Einheit der Jünger, und deshalb sind wir gut beraten, uns in unserem Bemühen um die Einheit der Kirche Maria um ihre Fürbitte anzugehen. Maria braucht deshalb nicht zwischen den Konfessionen zu stehen. Sie, die „Gnadenvolle“, gleichsam die personifizierte Gnade, ist eine wahrhafte Anwältin der ökumenischen Suche nach der Einheit der Kirche.

Maria stand unter dem Kreuz und wird heute als Schmerzensmutter verehrt. Was heißt das für die zerspaltene Kirche?  

Im Evangelium der Gedenkmesse (Joh 19, 25-34) wird berichtet, dass Jesus unter dem Kreuz seine Mutter dem Jünger Johannes und ihm – und durch ihn allen Gliedern der Kirche in allen Generationen – seine Mutter anvertraut hat. Wenn es anschließend heißt, „von jener Stunde an“ habe der Jünger Maria zu sich genommen, dann dürfen wir hier die tiefste Wurzel der kirchlichen Gemeinschaft wahrnehmen. Wie die Kirche gleichsam unter dem Kreuz Jesu Christi entstanden ist, so kann auch die Einheit der Kirche nur unter dem Kreuz gefunden werden. Dies bedeutet zugleich, dass die ökumenische Suche nach der Einheit nicht ohne Schmerzen möglich ist, dass diese Schmerzen aber bei der Schmerzensmutter gut aufgehoben sind.

Der evangelische Ministerpräsident Markus Söder hat in ganz Deutschland die Kreuzdebatte ausgelöst. In Regensburg haben Regionalbischof Hans-Martin Weiss und Diözesanbischof Rudolf Voderholzer mit einem „ökumenischen Ja“ zum Kreuz in öffentlichen Räumen positiv Stellung bezogen. Was können Christen in der Gesellschaft erreichen, wenn sie gemeinsam auftreten?

Alles, was Christen – unter Respektierung verschiedener Überzeugungen – gemeinsam bezeugen und tun können, sollen sie gemeinsam tun. Die wichtigste ökumenische Aufgabe erblicke ich in der heutigen Zeit darin, dass wir Christen in unserer immer mehr säkularisierten Gesellschaft gemeinsam die Gegenwart des lebendigen Gottes bezeugen und die schöne Botschaft verkünden, dass Gottes Liebe in Jesus Christus ein konkretes Gesicht erhalten und ihren Ernstfall am Kreuz gefunden hat. Wenn Repräsentanten verschiedener Kirchen dies mit einer Stimme bezeugen können, dient dies der Glaubwürdigkeit der Botschaft. Und was könnte uns Christen mehr miteinander verbinden als das Kreuz Jesu Christi?

_______

Quelle


Ein Kommentar zu “Kardinal Koch über die Ökumenische Chance des neuen Mariengedenktags

  1. Die „Ökumenische Chance“, die Chance, endlich protestantisch werden zu können!

    Die Eigenbau-„Messe“ mustergültig vorgetragen.
    https://gloria.tv/article/S6GjTsssbn6o6vqiqi9Tz1g4G
    Nachgedanken zur Erstkommunion von Leon – von seinem Großvater, Dipl.-Ing. Alfred Karl Maria Jakob Gindl

    Leon wünschte sich seinen Grossvater als Paten zur „Rückenstärkung“ bei der Erstkommunion.
    Es war ein babylonisches Theater, das sogar meinen nicht-praktizierenden Sohn, den Vater von Leon, ärgerte.

    Die Erstkommunion-Messe begann mit der Taufe einer siebenjährigen Erstkommunikantin. Die Texte des Ordinariums hatten meist Eigenbau-Formulierungen, natürlich die Wandlungsworte mit der manipulierenden Übersetzung „für alle“.

    Der Jugendchor, unerträglich selbstverliebt, wedelte textkonform mit den Armen. Natürlich mit Verstärker, viel zu laut.

    Ein Bürschlein drosch ganz fachmännisch auf ein komplettes Schlagzeug ein, als wäre er in einem Rockkonzert. Dann die endlosen Wiederholungen der Newmusic-Stücke.

    Die trivialen Fürbitten, von den Kindern gelesen. Meine Schwiegertochter hatte als Tischmutter eine Jesaja-Lesung vorzutragen. Sie ließ dabei den Zettel mit dem gelesenen Text auf dem Lesepult liegen. Der nächste Lektor, ein „Tischvater“, begann den Jesaja erneut zu lesen, obwohl er sich auf den neutestamentlichen Part vorbereitet hatte.

    Der Leon saß wie seine Co-Kommunikanten auf der Bank vor den Stufen zum Altarraum, ich, wie die anderen Paten, in der Reihe hinter ihnen. Meine Aufgabe war es, die Taufkerze zu halten.

    Der Volksaltar war kreisrund. Der polnische Pfarrer lächelte jovial und machte vorschriftsmäßig nach der Konsekration die Kniebeuge. Von der versammelten Gemeinde kniete niemand, außer die Ministranten (und ich). Ebenso beim Ecce Agnus Dei.

    Nachdem die Erstkommunikanten stehend durch den herumgehenden Priester die Hostie in die Hand gedrückt bekommen hatten, konnten die Gläubigen entweder eine Hostie von einigen ausgeschwärmten KommunionhelferInnen in den Bänken bekommen oder sich anstellen, um im Mittelgang auch vom Kelch zu trinken, nachdem sie sich die Hostie einverleibt hatten.

    Die Sache dauerte so elends lang, daß die vor mir sitzenden Erstkommunion-Kindlein sich kichernd zu unterhalten begannen.

    Nach dem Segen, den ich stehend empfing, war noch Fototermin vor dem Löwen von Aspern und eine „Agape“ im Gedränge des Pfarrsaals.

    Schade um die doch zahlreichen jungen Paare, die es in der Pfarre gibt. Sie machen brav jeden Unsinn mit. Wie Schafe eben, die keine Hirten haben, sondern nur Leithammel /-Innen. (Natürlich waren Unserpapstfranziskus und der schönbornierte Aufseher im Kanon memoriert worden.)

    Das ganze fand in Aspern statt, wo das kaiserliche Österreich in einem kurzen Aufflammen seiner alten Macht durch Erzherzog Karl dem Napoleon in offener Feldschlacht seine erste Niederlage beibrachte. Deshalb liegt vor der Kirche ein Löwe knurrend auf französischen Feldzeichen.

    An der Kirchenwand außen haben die Franzmänner offenbar erst vor kurzem eine Ruhmestafel für ihre Gefallenen angebracht, „die ihr Leben für ihren Empereur hingegeben“ hatten. Das hatten sie nämlich gleich am nächsten Tag in der Schlacht von Wagram tun können, die Napoleon gewann.

    Kaiser Franz Josef hat später dem Erzherzog Karl, dem Sieger von Aspern, ein Reiterdenkmal auf dem Heldenplatz errichten lassen: „Dem beharrlichen Kämpfer für Deutschlands Ehre“ – ein früher Fall von „Wiederbetätigung“.

    So etwas kann man ja nur in einer Sekte vorfinden. In Ihrer Sekte!

    „Dann die endlosen Wiederholungen der Newmusic-Stücke“.
    Hier darf es selbstverständlich „Wiederholungen“ geben, ungezählt. In der Sekten-„Messe“ wurden sie tunlichst gestrichen.

    Das dreimalige (ja viel zu oft) Kyrie wurde gekillt, das dreimalige Agnus Dei und „Herr ich bin nicht würdig“. Was war an diesen Wiederholungen so störend, wo sie doch in der Teufelsmusik begrüßt werden?

    „Der Jugendchor, unerträglich selbstverliebt, wedelte textkonform mit den Armen. Natürlich mit Verstärker, viel zu laut.“
    Und wo war er aufgestellt? Doch sicher wie es gang und gäbe ist: UNMITTELBAR VOR DEM HOCHALTAR mit dem Rücken zum Altar!
    Machen sich „katholische“ Gläubige überhaupt noch einen Gedanken, was das heißt, diese Theaterstücke und Konzerte im heiligsten Raum, im heiligsten Teil des Gotteshauses? Und am Schluss wird geklatscht, daß alles dröhnt. Was hat ein Applaus im Haus Gottes zu suchen?
    Nein, sie alle haben sich nicht erinnert an die Schriftstelle:
    „Voll Schauer ist dieser Ort. GOTTES Haus ist hier und die Pforte des Himmels; sein Name ist: Wohnung GOTTES.“ – Und so wird auch GOTT einst sich nur Seiner Gerechtigkeit erinnern, wenn sie „voll Schauer“ am Throne Gottes Rechenschaft ablegen müssen über ihr Tun.

    Und Du, bist Du aufgestanden und hast Alarm geschlagen, hast Dich verabschiedet für immer – als dies in Deiner Pfarrkirche geschah?

    Und kein „Oberhaupt“ verbietet dies in der Sekte! Da stehen 50 Personen behäbig und wohlig vor dem Altar und trommeln los! Und dann gibt’s von den Verblendeten noch Beifall! Ekelig!

    „Der Volksaltar war kreisrund. Der polnische Pfarrer lächelte jovial und machte vorschriftsmäßig nach der Konsekration die Kniebeuge. Von der versammelten Gemeinde kniete niemand, außer die Ministranten (und ich). Ebenso beim Ecce Agnus Dei.“
    Damals vor vielen Jahren, haben noch die Wachgebliebenen festgestellt, „daß der ganze Erdkreis arianisch geworden ist“. Wer stellt heute fest, daß der ganze Erdkreis protestantisch geworden ist? Bei den Protestanten kniet man nicht. Warum? Hier gibt es keine Gegenwart Gottes! Und die neuheidnischen Konzilssektenanhänger glauben schon lange nicht mehr an die Gegenwart Gottes und daran:
    „Im Namen Jesu beuge sich jedes Knie, im Himmel, auf Erden und unter der Erde und jede Zunge bekenne, daß der HERR JESUS CHRISTUS in der Herrlichkeit GOTTES des VATERS ist.“ (Ps 8,2)

    „Nachdem die Erstkommunikanten stehend durch den herumgehenden Priester die Hostie in die Hand gedrückt bekommen hatten, konnten die Gläubigen entweder eine Hostie von einigen ausgeschwärmten KommunionhelferInnen in den Bänken bekommen oder sich anstellen, um im Mittelgang auch vom Kelch zu trinken, nachdem sie sich die Hostie einverleibt hatten.“

    Ja es war und blieb eine „Hostie“, und der Wein blieb Wein. Dennoch werden sie vor Gericht das einmal als himmelschreiendes Unrecht gegen Gott, als ein Sakrileg, verantworten müssen, die Konzilshörigen und ihre „Offiziellen“!

    Kommentator Immaculata90: (Nun, der Text stammt gewiß nicht von mir, doch hier weiss jemand auch, wie die Konzilsanhänger zu bezeichnen sind):

    „Man muß am Novus Bogus nicht teilnehmen, ja man soll es gar nicht, weil er aus der Apostasie stammt und in die Apostasie führt. Bleiben Sie lieber daheim und beten den Rosenkranz oder halten Sie mit dem Schott eine private Meßandacht, bevor Sie an diesen blasphemischen Meßparodien der Konzilssekte teilnehmen!“

    Aber es ist doch alles in Ordnung, wenn die „formale offizielle Amtskirche“ das billigt und für gut findet!
    „Ökumenisches Miteinander“ an Pfingsten! Miteinander, Hand in Hand, dem Verderben entgegen!
    „Und schüttelt den Staub für euren Füßen zum Zeugnis wider sie“!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.