PAPST PAUL VI.: DIE KIRCHE KANN NIE ALT WERDEN

April 1976: Pope Paul VI, Giovanni Battista Montini, at his Easter Address on the balcony of St Peter’s Basilica. (Photo by Keystone/Getty Images)

Bei der Generalaudienz am 12. Juni 1974

Während uns noch Pfingsten, das Fest zur Erinnerung an die Belebung der Kirche durch den Heiligen Geist, Erleuchtung und Freude schenkt, ergibt sich ein für unser Le­ben wesentlicher Aspekt dieses Ereignisses, nämlich der seiner Fortdauer. Pfingsten ist ja nicht eine ferne und schon in die Geschichte eingegangene Begebenheit. Es ist ein Ereignis, das bleibt; fortdauernde Geschichte. Die Kirche lebt noch immer aus der Kraft dieser wunderbaren Ausgießung der göttlichen Gnade, aus der Liebe, die ausgegossen ist in unsere Herzen (vgl. Röm 5, 5). Die zur Kirche gewordene Menschheit wird von dem Geist belebt, den Christus als das Haupt nach seinem Aufstieg in die Herrlichkeit des Vaters seinem in Welt und Zeit zurückgebliebenen Leib sendet (vgl. Joh 16, 7: „Wenn ich fortgehe“, sagte er in der denkwürdigen Nacht des Letzten Abendmahles, „werde ich euch einen Beistand senden, damit er immer bei euch bleibt. Es ist der Geist der Wahrheit“; vgl. Joh 14, 16-17). Dies ist das großartige Geheimnis vom mysti­schen Leib Christi, das Geheimnis im Mittelpunkt lebendigen und wahren Christentums, über das wir nachdenken und das wir eifersüchtig hüten müssen. Immer noch ist uns der hl. Augustinus Lehrmeister, wenn er schreibt: „Nur die katholische Kirche ist der Leib Christi, dessen Haupt und Erlöser er ist (Eph 5, 23). Außerhalb dieses Leibes schenkt der Heilige Geist niemandem Leben… Wer sich der Einheit widersetzt, hat kei­nen Teil an der göttlichen Liebe. Wer außerhalb der Kirche steht, hat nicht den Heiligen Geist… Wer den Heiligen Geist haben will, gebe sorgfältig acht, daß er nicht außerhalb der Kirche bleibt!“ Epist. 185, C. XI, 50; PL 33, 815; vgl. Tract. in Ioannem 27, 6; PL 35, 1618: „Denn nichts soll der Christ mehr fürchten, als vom Leib Christi getrennt zu werden. Denn wenn er vom Leib Christi getrennt wird, ist er nicht mehr ein Glied von ihm; ist er aber nicht ein Glied von ihm, dann wird er nicht am Leben erhalten von Seinem Geist“.

Das könnte uns zum Nachdenken darüber veranlassen, daß wir unbedingt auf entsprechende Weise in die Strukturen der Institution eingefügt sein müssen, die der Kirche Bestand als Leib verleihen. Hier werden sie als Vorbedingung dafür aus­gesprochen, daß wir an der Belebung durch den Heiligen Geist Anteil bekommen, wie sie eben diesem Leib der Kirche, dem mystischen Leib Christi, eigen ist.

Aber wir wollen uns nun einer anderen charakteristischen Auswirkung von Pfingsten zuwenden, dem Fest dieser geheim­nisvollen und wunderbaren übernatürlichen Beseelung, gesche­hen durch die Ausgießung des Heiligen Geistes in den sicht­baren, sozialen, menschlichen Leib der Jünger Christi hinein. Wir meinen das ewige Jungsein der Kirche. „Durch die Kraft des Evangeliums läßt der Heilige Geist die Kirche allezeit sich verjüngen, erneuert sie immerfort …“ (Lumen gentium, Nr. 4). Wie in einem Springbrunnen der Strahl immer quicklebendig und frisch hochschießt, solange ihm Wasser zuströmt, auch wenn dieses danach herabfällt und sich unten verteilt, so wird zwar die zur Kirche gewordene Menschheit, dem Los dieser Zeit unterworfen, unausweichlich vom irdischen Tod ereilt, aber dadurch wird das Zeugnis der Kirche die Jahrhunderte hindurch weder aufgehoben noch unterbrochen. So hat es Christus vorhergesagt und versprochen : „Ich bin bei euch alle Tage bis zur Vollendung der Welt“ (Mt 28, 20). Das ließ er auch den Simon erkennen, als er ihm einen Namen gab, der Unvergänglichkeit bedeutet : „Du bist Petrus, und auf diesen Fels werde ich meine Kirche bauen, und die Mächte des To­des werden sie nicht überwältigen“ (Mt 16, 18).

Mit vielen Menschen unserer Zeit kann man sogleich ein­wenden: mag sein, daß die Kirche fortdauert; sie besteht schon fast zweitausend Jahre; aber gerade wegen ihres langen Beste­hens ist sie alt, antik. Weiterbestehen bedeutet nicht schon Jugend. Die Menschen von heute lieben das Moderne, Be­wegliche, das für den Tag Gemachte am meisten; nicht alte Dinge. Sie bringen vielleicht Achtung vor der Geschichte auf, sie bewundern die Archäologie. Aber ihre Vorliebe gilt dem Aktuellen. Die Kirche mag also aufgrund ihres Alters und ihrer besonders gearteten Beständigkeit im Wechsel der Zeiten verehrungswürdig sein. Aber, so sagen sie, die Kirche lebt nicht aus dem Atem der heutigen Zeit, der immer neu ist; sie ist einfach nicht jung.

Der Einwand wiegt schwer und würde als Antwort eine lange Abhandlung verdienen mit vielen Seiten voll kosmischer, theologischer, philosophischer, historischer, anthropologischer, phänomenologischer und anderer Darlegungen. Dagegen kann aber die Gleichsetzung von ewiger Dauer und Jugend einem für die Wahrheit geöffneten Geist von sich aus genügen. Denn es ist genau so, und „es ist ein Wunder in unseren Augen“ (Mt 21, 42) : die Kirche ist jung! Und was noch mehr Staunen erregt, ist die Tatsache, daß ihre Jugendkraft von ihrem un­veränderlichen Bestehen die Zeiten hindurch herkommt. Die Zeit läßt die Kirche nicht alt werden; sie läßt sie wachsen, sie fordert sie zum Leben, zur Fülle heraus. Sagen wir es ge­nauer: Der menschliche Teil der Kirche kann den unerbittli­chen Gesetzen der Geschichte und der Zeit unterliegen, und so ist es tatsächlich: ihre menschliche Gestalt kann verfallen, kann altern, kann absterben. Es sterben ja in der Tat viele Glieder der Kirche; ganzen Völkern ist es gelungen, das irdi­sche Leben der Kirche zu ersticken, ihre geschichtliche Gegen­wart zu unterdrücken. Und dann sterben natürlich, wie alle Menschen (und vielleicht aus einfacheren und handgreiflicheren Gründen), alle die, welche als Menschen die Kirche bilden. Aber die Kirche hat in sich selbst nicht nur einen unbesieg­baren, übernatürlichen und übergeschichtlichen Quellgrund der Unvergänglichkeit, sondern sie verfügt außerdem auch über unabsehbare Kräfte zur Erneuerung.

Hat man in der Zeit des Konzils nicht vor allem vom „ag­giornamento“ gesprochen, was nichts anderes heißt als Ver­jüngung? Und legt uns das Heilige Jahr nicht vor allem ein Programm der Erneuerung vor? Dabei muß die Kirche heute aber viele ihrer Kinder ermahnen, nicht einem Mißverständnis zu verfallen und zu glauben, Erneuerung bedeute Anpassung an die Welt, die ja dem Gesetz des Todes, der jeden rein irdi­schen Wert anfällt und vernichtet, nicht anders zu entfliehen weiß, als daß sie ihren Lauf beschleunigt, eine Bewegung, die oft eine Flucht vor eben den Dingen ist, die sie kennzeichnen.

Damit haben wir dann die Revolution als unerschöpfliches Programm des politischen und sozialen Lebens. Damit haben wir die „Mode“, bei der nichts länger als „einen Morgen“ leben darf … Gewiß darf sich die Kirche, wenn sie von Er­neuerung spricht und für ihre Verjüngung sorgt, keinesfalls den schwindelerregenden Veränderungen der sichtbaren Welt an­passen, und doch lebt in ihr die Kirche ihr geschichtliches und irdischzeitliches Sein. Sie kann zahlreiche Formen modernen menschlichen Lebens übernehmen und sich zu eigen machen. Sie kann mitgehen mit den sozialen Gewohnheiten, solange diese nicht die Grundbedingungen ihres Lebens verletzen, wel­ches sie aus dem Evangelium und anderen unantastbaren, stets fruchtbaren Überlieferungen für sich ableiten muß.

Zugleich steht aber auch fest, daß die Kirche, in Treue zu ihrer inneren religiösen Einstellung, den Menschen, auch den modernen Menschen versteht, und sie ist heute vielleicht mehr denn je imstande, ihm näherzukommen, ihn anzuhören, ihn zu stärken und ihm jene Botschaft der Wahrheit auszurichten, die allein das Geheimnis für jede Zeit, für jedes Volk und für jeden Menschen in sich trägt: das Geheimnis des Lebens (vgl. Gaudium et spes). Dieses Leben ist das Jungsein der Kirche! Das sei besonders den jungen Menschen gesagt, damit sie Ver­trauen in die Kirche haben.

_______

Quelle: PAPST PAUL VI. WORT UND WEISUNG IM JAHR 1974, Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano.

18 Kommentare zu “PAPST PAUL VI.: DIE KIRCHE KANN NIE ALT WERDEN

  1. https://gloria.tv/article/qems4D6ZsyP949Gv6eNE6U7AG
    Bischof bittet darum, die Häresie „in der Kirche“ zu bekämpfen

    Es ist eine Christenpflicht, „die Irrtümer in der Kirche“ zu bekämpfen. Das sagte Weihbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan vor dem Rome Life Forum (17. Mai) an der Päpstlichen Universität Angelicum.
    Schneider unterstrich, dass der Kampf vorrangig gegen “Häresie und Zweideutigkeit in der Lehre“ geführt werden müsse.

    Wieder einmal ein nutzloser Aufschrei eines sog. Traditionsbischofs.
    Würde der Bischof doch endlich aufhören mit dem Lamentieren und den eigentlichen Ursachen nachgehen. Doch Ursachen erkennen ist nicht sein Ding. Heißt, er will sie nicht erkennen.

    „Es ist eine Christenpflicht, die Irrtümer in der Kirche zu bekämpfen“

    Nein, ist es nicht! Wer ist denn von Christus allen voran verpflichtet, Häresien, Irrlehren erst gar nicht aufkommen zu lassen und Häretiker und Irrlehrer augenblicklich das Handwerk zu legen? Doch nicht zuerst die Christen! Nein, Exzellenz. Es ist Ihr „Papst“ höchst persönlich, den sie als Rechtmäßigen anerkennen. Doch das umgehen Sie, weil Sie sehr wohl wissen, dass er selbst ständig häretische Aussagen liefert. Und so schaffen Sie mehr Verwirrung als Klarheit!

    Gegen „Häresie und Zweideutigkeit in der Lehre“ den Kampf führen?

    Von „in der Lehre“ den Kampf führen ist hier die Rede.

    Kann die Lehrende Kirche überhaupt irren? Kann der Papst jemals etwas lehren, was Christus nicht geoffenbart hat, kann er falsch entscheiden oder falsch verstehen? Würde die Kirche nicht mehr die wahre Lehre Christi verkünden, wäre sie nicht die Kirche Christi. Darum hat Christus seiner Kirche die Gabe verliehen, daß sie in der Bezeugung Seiner Lehre UNFEHLBAR ist. Daß sie nie die wahre Lehre Jesu, den wahren Glauben verlieren kann.

    Müßten Sie das also nicht Ihren Konzilspäpsten sagen? Der Papst ist es doch, der von Christus beauftragt worden ist, als Oberster Lehrer, als Hüter der Wahrheit, die Glaubenslehre rein zu bewahren und alle Irrlehren zu verurteilen! Er ist es, der verkündet, was die wahre katholische Lehre ist und verwirft den Irrtum. Macht das Ihr „Papst“ nicht?

    Sollen das jetzt die „Christen“ machen? Zu den „Christen“ werden generell auch die Protestanten und die Anglikaner gezählt. Sollen also die Protestanten die Irrtümer in Ihrer Konzilssekte bekämpfen, wo sie doch selbst den Irrtum lehren. Oder soll es Ihr Bergoglio tun, der doch selbst einen anderen Glauben lehrt?

    Nein, die Kirche wird nie von der wahren Lehre, vom wahren Glauben abkommen, nie etwas Falsches lehren, sie ist unerschütterlich im Glauben, sie ist unfehlbar. Denn sie ist auf einem unerschütterlichen Fundament, auf Petrus, den Fels, gebaut. „Und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“.
    Petrus ist es, der vor allen anderen Aposteln den Vorzug, die Verheißung erhielt, daß er im Glauben fest und unerschütterlich ist; das wäre er aber nicht, wenn er im Glauben irren, etwas Falsches glauben und lehren könnte, also hat Petrus die Verheißung, daß er im Glauben nicht fehlen oder irren könne – die Verheißung der Unfehlbarkeit. Wenn Petri Glauben wanken könnte, wenn er selbst nicht fest im Glauben wäre, wie könnte er dann die anderen im Glauben befestigen? Und wenn Petrus nicht unfehlbar den wahren Glauben hätte und lehrte, wie könnte der Herr die anderen an Petrus weisen, ihnen die Pflicht auflegen, sich von PETRUS befestigen zu lassen. Soll also Petrus seine Brüder im wahren Glauben bewahren, so muß er selbst unbeirrbar darin begründet sein, er muß vor jedem Irrtum in der Verkündigung des Glaubens gesichert sein – er muß unfehlbar sein.

    Schlußfolgerung: Diese Ihre „Päpste“ sind keine wahren Nachfolger des Heiligen Petrus. Wer die häretischen Konzilsdekrete promulgierte und ihnen heute beipflichtet, steht nicht auf dem Boden der Lehre der Kirche.

    „die Häresie ‚in der Kirche‘ bekämpfen?
    Die Kirche selbst kann keine Häresie in sich bergen. Die Kirche selbst ist frei von Häresie. Jene aber, die aufstehen und Häresie lehren, hat das Oberhaupt der Katholischen Kirche aller Jahrhunderte sofort des Ausschlusses verwiesen, denn die wahre Kirche duldet keine Häretiker.
    Doch das Grundprogramm Ihres „Papstes“ Roncalli lautete: keine Irrtümer verurteilen und keine Häretiker ausschließen. Sein Grundsatz: Den Irrtum mit der Wahrheit versöhnen.

    Ihre Aufgabe wäre es, Exzellenz, Bergoglio seiner Häresien zu überführen und auszuschließen. Bei einem wahren Papst wäre das zwar nicht möglich und auch nicht nötig, aber nun haben wir diesen Fall wo dies möglich ist. Und deswegen fällt das Handeln Ihnen zu und nicht den „Christen“!

    Was Katholiken aber tun können ist, Häresien und Irrlehren hier auf dieser Plattform zu bekämpfen:

    Montini ist weder Pontifex noch ein Heiliger, noch ein Katholik!
    Wer häretische Texte wie „Lumen gentium“ und „Gaudium et spes“ als Lehrschrift der Katholischen Kirche anpreist, versündigt sich gegen den Glauben. Er verkündet eine neue Lehre!

  2. @Alexius 19. Mai 2018 um 22:32

    “ Ihre Aufgabe wäre es, Exzellenz, Bergoglio seiner Häresien zu überführen und auszuschließen. Bei einem wahren Papst wäre das zwar nicht möglich und auch nicht nötig, aber nun haben wir diesen Fall wo dies möglich ist. Und deswegen fällt das Handeln Ihnen zu … “

    Wie soll das gehen???

    Wenn Weihbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan SELBST der offiziellen röm.Kath.Kirche angehört? Er vertritt ja geradezu die haeretischen Lehrdokumente des V2 implizit. Er kann nur so vorgehen wie seinerzeit Lefebvre. Anders geht es nicht. Und was dabei herauskommt wissen wir ja.

  3. Es geht nur wenn z.B. ein Kollegium mit Weihbischof Athanasius Schneider die Lehrdokumente des V2 revidiert oder das V2 ganz und gar für ungültig erklärt. Dann wird und würde man sehen was passiert. Es anders zu machen wäre das Pferd von hinten aufzuzäumen.

  4. Dies sollten Sie ja schon wissen, daß Sie Ihre anerkannten rechtmäßigen „Päpste“ nicht korrigieren und belehren können und dürfen!
    Weder Weihbischof Athanasius Schneider noch ein Kollegium ist berechtigt, Lehrdokumente ihrer als rechtmäßig anerkannten „Päpste“ zu korrigieren, zu revidieren oder auch nur nachzuprüfen, wie das mit Amoris laetitia geschah.
    Hat ein wahrer Papst in einem Konzil gesprochen, ist es unweigerlich unantastbar und niemals mehr rückgängig zu machen. Ist das endlich klar, @Pierre?
    Seht ihr nicht, in welches Dilemma man sich damit hineinmanövriert?

  5. Weihbischof Schneider muss sich zuerst distanzieren von dieser Sekte, dem Volk die Wahrheit künden, den Trug und die List der Konzilssekte aufdecken, um dann über die Häretiker in Rom den Kirchenbann zu sprechen.
    Wenngleich das Konzil unermesslichen Schaden angerichtet hat, ist für Schneider dieses Konzil nicht relevant, also nicht beachtenswert. Was soll diese Täuschung?
    Solange er sich nicht distanziert, muss er sich verbindlich (wie auch @Pierre und alle Konzilsträumer) an alle Konzilsdokumente, an alle Lehrschreiben einschließlich Amoris laetitia und der Neuen Messe halten.

  6. Nicht die UNFEHLBARKEIT DES PAPSTES ist für die Konzilsträumer vordergründig, sondern der Sedisvakantismus

    Die Lehre von der UNFELHBARKEIT DES PAPSTES ist in der Hl. Schrift deutlich ausgesprochen. Sie wurde lange vor der Dogmatisierung in der Kirche von jeher geglaubt. Das sagen uns die Zeugnisse der Väter, das zeigt uns die stete Übung der Kirche, der Päpste wie der Bischöfe und Gläubigen; das folgt aus der Lehre der allgemeinen Konzilien. Das war die Überzeugung aller Heiligen und war und ist die Überzeugung des wahren katholischen Volkes. Ohne diese Unfehlbarkeit des Papstes wäre für die Glaubenseinheit und die stete Glaubensgewißheit der Kirche nicht hinreichend vorgebaut.
    Indem das Erste Vatikanische Konzil, ein wahres Konzil der Katholischen Kirche, diese Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes zum Glaubenssatz erhob, hat es keine neue Lehre verkündet, sondern diese Lehre ist von Gott geoffenbart. Doch seit diesem Ersten Vatikanischen Konzil ist nun jeder der Strafe des Ausschlusses aus der Kirche unterworfen, der dieser Unfehlbarkeit widerspricht.

    Bereits damals gab es Querulanten, die von einer später erfundenen Lehre sprachen. Es ist unglaublich, wieviel Lästerungen, Entstellungen, Lügen, Verleumdungen und Verdrehungen um diesen Glaubenssatz damals schon gemacht wurde. Doch noch einmal: die Lehre von der Unfehlbarkeit des Papstes war Glaubenslehre schon vor dem Ersten Vatikanischen Konzil, von Anfang an – denn sie war von Christus geoffenbart, von der Kirche im Ganzen immer geglaubt. Sie gehört zum Schatz der Glaubenswahrheiten, den Christus seiner Kirche anvertraut hat.

    Eines der unerlässlichen Eigenschaften der katholischen Kirche ist ihre Indefektibilität. Dies bedeutet unter anderem, dass ihre Lehre „unveränderlich, immer die gleiche bleibt.“ (Ignatius von Antiochien). Es ist unmöglich für sie, ihrer eigenen Lehre zu widersprechen.

    Die wesentliche Eigenschaft der Kirche Christi ist aber ihre Unfehlbarkeit. Dies gilt nicht nur für seltene Päpstliche ex cathedra-Verlautbarungen wie die Definition der Unbefleckten Empfängnis und der Aufnahme Mariens in den Himmel (wie traditionelle Katholiken immer wieder vorbringen). Unfehlbarkeit erstreckt sich ebenso auf das Ordentliche Lehramt der Kirche und auf die disziplinären Gesetzmäßigkeiten der Kirche.

    Was heißt das, der Papst ist unfehlbar? Wenn der Papst in seiner Eigenschaft als Oberster Hirte und Lehrer der ganzen Kirche die Glaubenswahrheiten dartut, weil sie von Christus geoffenbart wurden und deshalb von allen katholischen Christen geglaubt werden müssen, dann wird er durch den Beistand des Heiligen Geistes vor jedem Irrtum bewahrt, d.h., dieser Beistand bewirkt, daß er niemals etwas Irriges, Falsches und dem Glauben Entgegengesetztes zu glauben vorstellen kann.

    Unfehlbar heißt der, welcher nicht fehlen, nicht irren kann. In was kann er nicht irren, worin ist er unfehlbar? Seine Unfehlbarkeit erstreckt sich auf Glaubensdinge, nicht auf sonstige wissenschaftliche Bereiche.
    Die Unfehlbarkeit der Kirche reicht jedoch hinein in ihre allgemeine Disziplin.
    Sie betrifft sekundär jene Wahrheiten der christlichen Lehre bezüglich Glauben und Moral, die nicht formell offenbart, aber doch eng mit der Lehre der Offenbarung verbunden sind, eben die allgemeine Disziplin der Kirche, die Anerkennung von religiösen Orden, Heiligsprechungen z.B.
    Der Papst ist unfehlbar in bezug auf die Sittenlehre, d.h. jene Lehre, worin Gott uns offenbart hat, was wir tun und meiden, wie wir leben müssen, um Gott zu gefallen und das Heil zu erlangen.

    Auch wenn die Kirche in ihrer Disziplin, z.B. die äußere Ordnung des Gottesdienstes, die Rubriken, die Verwaltung der Sakramente etwas gegen Glauben und Moral oder etwas, das zum Nachteil der Kirche oder nicht zum größtmöglichen Heil der Seelen verordnen, befehlen oder dulden würde, würde sie sich von ihrer göttlichen Sendung abwenden, das wäre unmöglich. Es ist also undenkbar, kraft des verheißenen Beistands des Heiligen Geistes, daß solches in der Kirche geschehen kann. Geschieht solches dennoch, haben wir es weder mit einem rechtmäßigen Oberhaupt noch mit der Katholischen Kirche zu tun.
    Wir sehen also, daß z.B. die Praxis der Handkommunion, die dieser Unselige Paul VI. einführen ließ, von einem nichtrechtmäßigen „Papst“ durchgesetzt wurde. Es ist jedes Mal ein Sakrileg für jene, die diese praktizieren, selbst dann, wenn keine Konsekration zustande käme.
    Ganz zu schweigen von seinem Angriff auf sämtliche Sakramente!

    Selbst ein wahrer Papst ist nicht berechtigt (und dieser tut es auch nicht!), auch nur die RITEN der Sakramente zu ändern.
    In der 7. Sitzung auf dem Konzil von Trient, Kanon 1:

    „Wenn jemand die in der feierlichen Sakramentenspendung althergebrachten angewendeten Riten geringschätzt, abkürzt oder behauptet, sie könne von irgend einem Hirten der Kirche in neue Riten verwandelt werden, so sei er verdammt“ – Anathema sit! (dogmatisiert durch den Hl. Papst Pius V.!)

    Wer dies also nur behauptet, der Papst könne einen neuen Ritus schreiben.

    ‚Quis cumque‘ = „OHNE JEDE AUSNAHME“ – heißt absolut: WER AUCH IMMER !

    Eine Dogmatische Definition bindet. Pius V. hat seinen Nachfolger damit gebunden.

    So ist auch eine Heiligsprechung keine feierliche Definition eines Glaubenssatzes und dennoch ist diese Heiligsprechung unfehlbar. Wie abschreckend sich vorzustellen, die Kirche würde in falscher Annahme Reliquien ins Altargrab legen, sie würde zulassen, dass Wallfahrtsstätten aufgesucht werden, daß Anrufungen erfolgen, daß (wie es geschieht bei Wojtyla) ein Reliquensegen erteilt wird, daß Messen zu Ehren dieses Heiligen gefeiert werden, und dennoch alles für einen Nichtheiligen, für einen, der vielleicht sogar verworfen sein könnte, es wäre reiner Götzendienst. Darin kann also die Kirche nie schuldig werden.
    Wie wir sehen, sind diese „Heiligsprechungen“ der Sekte gotteslästerlich und selbstverständlich ungültig.
    Wenn für die Piusbrüder die „Heiligsprechungen“ der Konzilssekte nur „fraglich“ erscheinen, haben sie ihre Glaubwürdigkeit völlig verloren.

    Papst Leo XIII. lehrte in Satis Cognitum:
    “Wenn das Lehramt der Kirche IN IRGEND EINER WEISE IRREN WÜRDE,

    dann wäre die Folge ein evidenter Widerspruch, denn dann wäre Gott Urheber des Irrtums.”

  7. Forts.
    „Nicht die Unfehlbarkeit des Papstes ist für die Konzilsträumer vordergründig, sondern der Sedisvakantismus“

    Die Kirche ist also unfehlbar, so daß sie nie ein universelles Gesetz sanktionieren kann, das im Widerspruch stünde zum Glauben oder guter Sitten oder wäre hingeordnet auf die Verletzung der Seelen…
    Würde die Kirche einen solchen Irrtum behaupten, wäre sie nicht treue Hüterin der offenbarten Lehre und keine vertrauenswürdige Lehrerin für christliche Lebensweise… Wäre sie also nicht mehr Lehrerin der christlichen Lebensweise durch ihre Gesetze, so müßte man daraus Verleugnung, Korruption, Verfall, Verderbnis induzieren. Weil aber die Kirche unverletzbar ist, kann nur zutreffen: Eine solche Kirche wäre nicht die Katholische Kirche. Denn es spräche klar gegen ihre Indefektibilität!…Es ist also unmöglich, daß die Übel die wir heute haben, entsprungen sind von der Autorität der Katholischen Kirche.

    Was ein Papst in privatem Umfeld meint und sagt fällt nicht unter die Unfehlbarkeit. Bei der Unfehlbarkeit handelt es sich um das, was er in seiner Eigenschaft als Oberster Lehrer und Hirte der ganzen Katholischen Kirche lehrt, was er als verbindliche Lehre zu glauben vorstellt. Diese Unfehlbarkeit ist uns garantiert, denn der Heilige Geist ist es, der ihn davor bewahrt, einen Irrtum zu lehren, eine zweideutige Lehre, eine Verdrehung der Wahrheit. Der Heilige Geist bewahrt ihn, daß er nie etwas den Christen zu glauben vorlegt, als was Christus geoffenbart hat und was immer Lehre der Kirche war.

    Also es geht nicht an, den Papst als Papst anzuerkennen und sich dann selbst heraussucht, bei welcher Gelegenheit man sich ihm unterwirft und wann nicht.
    Sie wollen zwar gesehen werden als traditionstreue Katholiken (einschl. Athanasius Schneider, die vier Dubia-Bischöfe, die Priesterbruderschaft St. Pius X., die Petrusbruderschaft u.a.) weisen einige Irrtümer (aber nicht alle) des Konzils zurück wie die Religionsfreiheit oder den Ökumenismus, den Novus Ordo, bestehen aber dennoch darauf, dass die Urheber dieser Irrtümer weiterhin Nachfolger des heiligen Petrus sind, Stellvertreter Christi und diese den Apostolischen Stuhl rechtmäßig inne haben. Bezeugen aber damit, dass das Lehramt der Kirche geirrt und die Gesamtheit der Katholiken in den Irrtum geführt hat bzw. weiterhin irrt. Ein solcher Schluss ist nichts weiter als eine Leugnung der Unfehlbarkeit des Papstes.
    Diese konzilshörigen traditionellen Gruppen und Grüppchen haben also keine Vorstellung vom wahren Papsttum. Sie mißachten das, was die Kirche längst schon verbindlich gesagt hat:

    Papst Pius XI.1928 in seiner Anti-Ökumenismus-Enzyklika „Mortalium animos”:

    „In dieser einen Kirche Christi ist niemand und bleibt niemand, der nicht die Autorität und Vollmacht des Petrus und seiner legitimen Nachfolger im Gehorsam (!) anerkennt und annimmt.“

    Diese Priesterbruderschaft St. Pius X. sagt nun, jawohl, die Konzilspäpste sind wahre Päpste der Katholischen Kirche, wir müssen zu ihnen „zurück“ (!), verweigern aber diesen ihren Päpsten in vielen Dingen dreist den Gehorsam.

    „Bekanntlich ist doch nach katholischer Lehre das aktuelle Lehramt nicht nur die allgemeine und nächste Norm für den Glauben, sondern selbstverständlich auch für die theologische Erkenntnis in der Theologie. Papst Pius XII. hatte dies 1950 in seiner Enzyklika „Humani generis” gegenüber den damaligen liberalisierenden Neo-Modernisten nochmals ausdrücklich betont, als er erklärte, daß ,,das Lehramt der Kirche in Dingen des Glaubens und der Sitten…die nächste und allgemeine Richtschnur sein muß – denn ihm (dem Lehramt) wurde von Christus dem Herrn die Aufgabe anvertraut, die gesamte Glaubenshinterlage, die Hl. Schrift und die göttliche Überlieferung zu bewahren zu beschützen und zu erklären.‘‘(DS 3884)“ – (Anton M. Holzer)

    Wie könnte also die Katholische Kirche 2000 Jahre treu, beständig und unfehlbar denselben Glauben lehren, diesselbe Disziplin, plötzlich aber auf dem Zweiten Vatikanum falsche, von früheren Päpsten und Konzilien verurteilte Lehren verkünden? Wie könnte die Katholische Kirche ununterbrochen das unblutige Opfer von Kalvaria in der Heiligen Messe erneuern und es dann plötzlich durch ein lutherisches bloßes “Gedächtnis des Letzten Abendmahles” ersetzen? Wie könnte die Katholische Kirche in ihren Gesetzen so streng gegen die Teilnahme von Katholiken an den Kulthandlungen und religiösen Versammlungen von Akatholiken und gegen die Spendung der hl. Kommunion an Häretiker und Schismatiker (vgl. §731,2 CIC) vorgehen und dann plötzlich diese Gesetze abschaffen und selbst diese Handlungen vollziehen?

    Niemals, zu keiner Zeit kam dies vom HEILIGEN GEIST, dem Geist der Wahrheit, kam dies von Seiner Heiligen Katholischen Kirche, dass sich nun Widersprüche im Glauben finden in der Messe und den Gesetzen der Kirche!

  8. („Ewiges Vergelt’s Gott!“ – Segne es Gott!)

    Wir haben also den sicheren Beweis, daß Montini, alias Paul VI., wie auch die anderen Konzilspäpste, niemals rechtmäßige Hirten der Heiligen Katholischen Kirche sind.

    Wenige Stunden vor dem Leidens Unseres HERRN hat ER Petrus verheißen: „Simon, Simon! Siehe, der Satan hat verlangt, Euch zu sieben wie Weizen. Ich aber habe für DICH gebetet, daß dein Glaube nicht wanke. Du aber wiederum bestärke dereinst deine Brüder.“ (Lk 22,31)

    Wir sehen, wodurch Petrus das Fundament der Kirche ist: Durch seinen nie wankenden Glauben! Und er muß seine Brüder im Glauben festigen, im wahren Glauben stützen und erhalten. Petrus hat demnach vor allen Aposteln den Vorzug, die Verheißung, daß er im Glauben fest und unerschütterlich ist. Das wäre er aber nicht, wenn er im Glauben irren, etwas Falsches lehren könnte, also hat Petrus und alle seine Nachfolger die Verheißung, im Glauben nicht zu fehlen und zu irren – die Verheißung der UNFEHLBARKEIT. Denn für Petrus allein betet der HERR. Er allein ist das Oberhaupt der Apostel und der ganzen Kirche. Nur ihm allein ist die Unfehlbarkeit verheißen.

    Wenn Petri Glauben brechen könnte, wenn er selbst nicht fest im Glauben wäre, wie könnte er dann die anderen im Glauben befestigen?
    Wenn einer der selbst wankt, einen anderen Wankenden führen soll, dann stürzen beide zu Boden. „Wenn ein Blinder einen Blinden führt, fallen beide in die Grube“!
    Wenn Petrus nicht unfehlbar den wahren Glauben hätte und lehrte, wie könnte der HERR die anderen an Petrus verweisen, sie zu verpflichten, sich von Petrus festigen zu lassen, Petri Glauben zum Richtmaß ihres Glaubens zu nehmen?
    Nein, Petrus soll seine Brüder im wahren Glauben bewahren, deswegen muss er unerschütterlich darin begründet sein; er muß vor jedem Irrtum in der Verkündigung des Glaubens seinen Brüdern gegenüber gesichert sein – er muß unfehlbar sein!
    Folglich sind die Nachfolger Petri, so oft sie ihre Brüder stärken, d.h. so oft sie Glaubenslehren verkünden, Glaubensentscheidungen treffen und falsche Lehren verwerfen UNFEHLBAR! Und zwar IMMER!

    Daraus sehen wir, wie absurd die Haltung der Priesterbruderschaft St. Pius X. ist, (wie auch jene von Weihbischof Athanasius Schneider u.a.), einerseits eine eigene Bruderschaft zu gründen, um den wahren Glauben zu erhalten, andererseits sich von jenen anerkennen zu lassen, die diesen Glauben zerstört haben und sich ihnen auch noch einverleiben zu wollen.
    Ebenso wie widersinnig es ist, selbst zu entscheiden und herauszusuchen, was sie von ihrem „wahren“ Papst glauben und annehmen und was nicht, was sie vom Lehramt ihrer „wahren“ katholischen Kirche akzeptieren und was nicht!

  9. „PAUL VI.-Messe“ UNGÜLTIG!
    Sie macht sie auch nicht gültig, wenn Bischof Bernard Fellay noch so oft beteuert, die Messe wurde gültig von Paul VI. promulgiert!

    Nur durch das wahre heilige Meßopfer fließen jene Gnaden, die den Menschen bereit machen, die Last des Lebens zu tragen, das Leiden anzunehmen und alle Opfer, die das Leben verlangt. Nur dieses Heilige Opfer ist ein wahres Sühn-, Dank-, Bitt- und Lobpreisopfer.

    Nirgends ist die abtrünnige Sekte des Vatikans so offen zu Tage getreten als in der Abschaffung des heiligen Meßopfers. Und viele merken es bis heute nicht.
    In der Tat lehrt die wahre Katholische Kirche, dass sie unfehlbar und makellos in der Verkündigung ihrer sakramentalen Riten und heiligen Gesetze ist.

    Wenn Du es heute noch erträgst, klicke das Video liturgischen Tanzes für den Pfingstsonntag ansehen an. Sag‘ aber nicht, Du seiest nicht gewarnt worden.

    Nebenbei bemerkt: Es ist nicht unbedeutend, dass am 3. April 1969 die Neue „Messe“ verkündet wurde. Das war nämlich ein Gründonnerstag. An jenem schicksalhaften Tag stellte der „päpstliche“ Betrüger seine neue „Messe“ vor und nannte sie „novus Ordo Missae“. Diese“ „neue Ordnung“ gehört nicht nur zu seiner neuen „Messe“, sondern zu seiner neuen Religion, die diese Neue „Messe“ am deutlichsten ausdrückt, sie gehört zu seinem gesamten „NEUEN“ Programm, ja zur Neuen Weltordnung:

    Paul VI. am 3. Juli 1974:
    „Das wichtige Wort des Konzils ist »NEUERUNG«!

    Das Stichwort »NEUHEIT« ist uns gegeben worden wie ein Befehl, wie ein Programm!

    Ihr Menschen!
    Ihr Menschen seid Menschen!
    Ihr Menschen seid gut, entschlossen und offen für das gemeinsame Wohl der ganzen Welt.
    Ihr Menschen seid großherzig.
    Ihr Menschen sucht eure Interesse in Einklang zu bringen mit den gemeinsamen Interessen der anderen.
    Ihr Menschen denkt nicht an Vernichtungs- und Todesrevolutionen und Gewaltprojekte, sondern an Projekte der Gemeinschaft und Zusammenarbeit.
    Ihr Menschen denkt an die Größe dieser Stunde, die für die Geschichte des gegenwärtigen und des zukünftigen Geschlechts ausschlaggebend sein kann.
    Nähert euch mit der Absicht, EINE NEUE WELT zu gestalten!“

    Der katholische Glaube, die Katholische Kirche kennt aber keine „Neuerung“, keine „Neuheiten“!

  10. „Und in der Tat, wenn irgend eine Neuerung [im Glauben] auftaucht, ersieht man sogleich die Schwere der Fruchtkörner und die Leichtigkeit der Spreu; dann wird ohne große Anstrengung aus der Tenne hinausgeweht, was ohne Gewicht zu haben innerhalb der Tenne sich befand…Von welch heftig beängstigenden Sorgen, von welch argen Stürmen werden sie umhergetrieben!..Diese Bedrängnis des zweifelhaften und schwankenden Herzens ist indessen für sie eine Arznei der göttlichen Erbarmnis, wenn sie vernünftig sind. Denn deshalb werden sie außerhalb des sicheren Hafens des katholischen Glaubens von verschiedenen Stürmen der Gedanken umhergetrieben und gepeitscht und fast zu Tode gehetzt, damit sie die hochgespannten Segel ihres übermütigen Sinnes einziehen, welche sie zu ihrem Unheil von den Winden der Neuerung hatten anschwellen lassen…“ (Hl. Vinzenz v. Lerin)

    Vom selben Heiligen stammt:
    „Gegenüber häretischer Verkehrtheit sollen wir unseren Glauben sichern durch die Autorität der Heiligen Schrift und durch die Kirchliche Überlieferung.“

    “Warten wir nicht, bis von Rom ein Aufruf zur Buße und Umkehr kommt. Warten wir nicht auf einen Aufruf unserer Diözesanbischöfe. Jeder muß in eigener Initiative nicht nur seine eigene Seele zu retten versuchen, sondern auch jene, die ihnen von Gott in den Weg gestellt werden.”

    Ist darin nicht alles enthalten, was Schwester Lucia von Fatima uns über die Zustände der Konzilssekte, voran im Vatikan, zu sagen hat: Wir haben von Rom, von den Diözesanbischöfen nichts mehr zu erwarten.
    Ohne Zögern, ohne Menschenfurcht gibt sie dem gläubigen Volk bekannt, was jetzt und heute zu tun ist angesichts der Wölfe im Schafspelz in den Gemächern Roms, im Vatikan!
    Sie sagt nicht das, mit was man uns ständig die Ohren vollstopft: Ihr müßt gehorsam sein, ihr müßt dem Papst gehorchen; ihr müßt warten, bis von Rom Katholisches kommt – das müßt ihr dann annehmen (Piusbruderschaft!)!

    Wenngleich dieser Mann Montini selbst den Menschenkult, die „Religion des Menschen“ propagierte, lästerte er in seiner Schlußrede zum Konzil:
    „Die Religion des Gottes, der Mensch geworden ist, sah sich mit der Religion des Menschen konfrontiert, des Menschen, der sich zu Gott gemacht hat.“ Und er fügte sogleich hinzu, daß es trotz dieser furchtbaren Herausforderung (!) zu keinem Zusammenstoß, zu keinem Anathem (!) gekommen ist.

    Nun hat er ja das Anathem, den „Zusammenstoß“ bereits drüben erfahren und dem Abprall konnte er nicht mehr entgehen!

    „Dadurch, daß das Konzil eine „grenzenlose Sympathie für die Menschen“ an den Tag legte, hat es seine Pflicht verletzt, mit Festigkeit daran zu erinnern, daß zwischen diesen beiden Haltungen kein Kompromiß möglich ist; ja, die Ansprache zur Schließung des Konzils schien sogar das Startzeichen für das zu geben, was wir heute jeden Tag verwirklicht sehen: „Ihr modernen Humanisten, die ihr euch vom Glauben an die Transzendenz der höchsten Dinge losgesagt habt, billigt ihm [dem Konzil] wenigstens dieses Verdienst zu, und wisset unseren neuen Humanismus zu schätzen! Auch wir, ja, wir mehr als jeder andere, haben den Kult des Menschen!“
    Und dann hörten wir aus demselben Mund Sätze, die dieses Thema weiter entwickelt haben:… „Das Christentum und die Demokratie haben ein Grundprinzip gemeinsam: die Achtung vor der Würde und dem Wert der menschlichen Person..die allseitige Förderung des Menschen“ (Manila, 20. November 1970). Ist diese Parallele nicht niederschmetternd, da doch die Demokratie, dieses spezifisch laizistische System, den Wert des Menschen als losgekauftes Kind Gottes nicht zur Kenntnis nimmt, den einzigen Aspekt, der ihm seine Würde verleiht?
    Die päpstliche Botschaft wurde von Mal zu Mal weltlicher. In Sydney hörten wir am 3. Dezember 1970 zu unserer Überraschung folgende Behauptung: „Isolierung ist nicht mehr erlaubt: Die Stunde der großen Solidarität der Menschen untereinander ist gekommen, um eine geeinte und brüderliche Weltgemeinschaft zu gründen….
    Wir befinden uns doch in der Demokratie! Das heißt, daß das Volk befiehlt, daß die Macht von der Zahl ausgeht, vom Volk, wie es ist“ (Paul VI. am 1. Jänner 1970) Jesus aber hatte zu Pilatus gesagt: „Du hättest keinerlei Macht über Mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre“ (Joh 19,11). Alle Macht kommt von Gott und nicht von der Zahl, selbst wenn die Wahl des Oberhauptes durch ein Wahlsystem erfolgt…“ (Offener Brief an die ratlosen Katholiken S. 139 ff)

  11. @Alexius 20. Mai 2018 um 23:50

    Da würde ich auch nicht teilnehmen. Das ist (was immer es auch sein mag) allerdings auch nicht repräsentativ und schon gar nicht für eine hl. Messe.

  12. @POSchenker 21. Mai 2018 um 21:07

    Hier stimme ich jedenfalls @Seefeldt zu.
    Es spricht zwar alles für eine Sedisvakanz, dennoch hat die formale Rechtsordnung Vorrang und man hat sich im Gehorsam einem rechtmässigen Papst zu unterwerfen, bzw. diesen als solchen anzuerkennen. Das moralische Handeln nach bestem Wissen und Gewissen ist aber eine andere Sache und hier meine ich hat Lefebvre die richtige Linie, den richtigen Weg eingeschlagen. Sich weder vom Papst lossagen zu wollen noch die haeretischen Irrlehren ( Teile des V2 ) anzunehmen.

  13. Forts.
    „Nicht die Unfehlbarkeit des Papstes ist für die Konzilsträumer maßgebend, sondern die Haltung des Sedisvakantismus“

    Zeugnisse der Heiligen Väter zur Unfehlbarkeit des Papstes
    (längst vor der Dogmatisierung):

    Der hl. Bischof und Martyrer Irenäus, der von einem Schüler des heiligen Apostel Johannes im Glauben unterrichtet wurde, schreibt: „Mit der Römischen Kirche müssen wegen ihres ausgezeichneten Vorranges alle anderen Kirchen übereinstimmen.“ D.h., alle Gläubigen der ganzen Welt müssen denselben Glauben bekennen, den die Römische Kirche bekennt und verkündet. Wenn nun die ganze Kirche sich nach dem Glauben der Römischen Kirche zu richten hat, kann dann die Römische Kirche auch nur einmal einen falschen Glauben haben? Nein! Kann sie nicht! Die Römische Kirche kann also niemals, das heißt zu keiner Zeit, einen falschen Glauben verkünden, also ist sie unfehlbar. Wer nun ist unter Römische Kirche zu verstehen? Der Bischof von Rom, der Papst. Ist also die Römische Kirche unfehlbar, so ist der unfehlbar, der sie lehrt und leitet, der ihren Glauben verkündet als Nachfolger Petri.

    Der hl. Bischof und Kirchenvater Epiphanius nennt Petrus den „Fels des sicheren Glaubens“, den „festen Fels, auf dem die Kirche gegründet ist [und nicht wie die Ketzersekte behauptet, die Kirche ist auf Christus gegründet !], den die Pforten der Hölle, die Ketzereien und Anstifter der Ketzerei nie überwinden werden, bei dem die Lösung aller schwierigen Glaubensfragen zu finden ist.“
    Nun hat die Kirche es nie anders verstanden, nämlich, daß dieses nicht bloß für Petrus gilt, sondern von ihm als immerwährendes Fundamt der Kirche auch von seinen Nachfolgern. Wenn nun aber der Nachfolger des Petrus, der Papst, von keiner Ketzerei überwunden wird, also nie in eine Ketzerei fallen, nie eine Ketzerei lehren kann, dann ist er eben unfehlbar. Das wiederum verkündet Papst Paul IV. in »CUM EX APOSTOLATUS« und hat es für immer festgelegt, dass ein Häretiker nicht Oberhaupt der Katholischen Kirche sein kann.
    Wenn der Papst den Gläubigen sagen muß, was sie zu glauben haben, dan muß er doch unfehlbar den wahren Glauben lehren! Sonst wäre die Gesamtheit der Gläubigen fortwährend in Gefahr, einen falschen Glauben gelehrt zu bekommen und annehmen zu müssen.
    Deswegen kennen wir auch den bezeichnenden Ausspruch des heiligen Augustinus, der so überzeugt war (damals schon!) von der Unfehlbarkeit des Papstes, daß er, als Papst Innocenz I. die Pelagianische Irrlehre verwarf, in öffentlicher Predigt sagte: „VON ROM IST DIE ENTSCHEIDUNG GEKOMMEN – DIE SACHE IST BEENDET!“
    Wenn also durch die Entscheidung des Papstes der Glaubensstreit beendet ist, so muß diese Entscheidung die höchste, unabänderliche sein, sie muß endgültig feststellen, was zu glauben ist, muß also eine unfehlbare sein.
    Ist also der Römische Glaube der wahre katholische, kann er dann je irrtümlich sein?

    Der heilige Johannes Damascenus schreibt vom Glauben Petri: „Gegen ihn werden die Pforten der Hölle, die Irrlehrer, die Werkzeuge des Teufels zwar anstürmen, aber ihn nicht überwinden…Es ist unsere feste Überzeugung, daß dieser Glaube niemals zerstört, niemals zum Wanken gebracht, niemals überwunden werden wird, da CHRISTUS dies versichert hat.“ Hier spricht auch ein Heiliger die Unüberwindbarkeit des Glaubens Petri und seiner Nachfolger, seine Unfehlbarkeit, aufs Klarste aus.

    Und der heilige Bernhard ist sich gewiß, daß alle Glaubensgefahren und alle Gefahren der Kirche dem Apostolischen Stuhl berichtet werden müssen: „Denn ich halte es für billig, daß dort die Schäden des Glaubens [= die dem Glauben der Christen drohen und zugefügt wurden] geheilt werden, wo der Glaube niemals wanken, abnehmen und erschüttert werden kann. Denn dies ist das Vorrecht dieses Römischen Stuhles.“ Hier lehrt also der große Kirchenlehrer ganz unmissverständlich, daß der Römische Stuhl im Glauben nie abnehmen, niemals wanken kann, folglich unfehlbar ist.

    Und nun vergleichen wir diese Glaubenszeugnisse mit der Konzilssekte, die voll ist von Ketzerei, von Widersprüchen, von Häresien, von Verdrehung und Verwirrung – nicht in irgend einem Gebiet – SONDERN IM GLAUBEN!
    Wer nun die von Gott geforderte klare Gewissensentscheidung nicht fällt nach der Lehre der Kirche, ladet sich Schuld auf.

    Die ständigen Streitgespräche über diese so wesentliche Frage der Unfehlbarkeit kommen daher, weil das Vorrecht des Stuhls Petri, seine Unfehlbarkeit, nicht geglaubt wird. Wer aber einen einzigen Glaubenssatz leugnet, ist nicht mehr katholisch. Also wer urteilt über jene, die diese „Päpste“ nicht annehmen? Nichtkatholiken!

    Zu dieser Unüberwindbarkeit des Glaubens und des unerschütterlichen Felsens gehört selbstverständlich das Verurteilen, den Kirchenbann verhängen und die Exkommunikation aussprechen für jene, die den Glauben angreifen, Häresien lehren, falsche Lehren dulden.
    Nun, wo ist Euer unfehlbare „Papst“, der die falschen Lehren auf den Lehrstühlen, auf den Kanzeln (Pardon, Rednerpult) im Schulunterricht, in den Seminaren verurteilt und unterbindet? Wann hat Euer unfehlbare „Papst“ Bergoglio die Entweihung der Gotteshäuser verurteilt durch obige Schandtaten, den Karnevalsmessen und die Kirchenstrafe verhängt?
    Wahrlich, ein anerkennenswerter „Papst“, Euer Bergoglio, der ohne Ende durch Sakrilegien, Ketzereien und Lästerungen, die schwersten Sünden die es überhaupt gibt, sein Nichtpapstsein beweist. Ebenso der „ehrenwerte“ Montini, der die Handkommunion einführen ließ und der Zerstörer der Messe ist etc.etc.etc.

  14. Die wahre katholische Kirche hat ihre Einheit nie verloren. Heute redet man häufig davon: wir müssen die Einheit wiederfinden, wir müssen die Einheit suchen. Diese Haltung verstoßt gegen den Glauben. Denn die EINHEIT ist nie verloren gegangen. Diese Einheit bedeutet die Einheit IM GLAUBEN und diese verliert die Kirche niemals. Die Kirche kann nicht „getrennt“, „gespalten“ sein. Jene, die heute oder im Laufe der Geschichte sich von der Katholischen Kirche getrennt haben, gehören nicht zur Kirche und stehen außerhalb fern der Kirche. Wer dieser Konzilssekte anhängt, gehört nicht zur Katholischen Kirche. Denn niemand kann zwei Herren dienen.

    Diese Einheit im Glauben ist der Kirche wesenseigen, sie ist einer ihrer vier Wesensmerkmale. Wir beten ja im Credo: „Ich glaube an die EINE, heilige, katholische Kirche. Es gibt also nur die Katholische Kirche, nicht aber eine zusätzliche, die Konzilskirche. Und so ergibt sich die Bezeichnung „Sekte“.

    Sie hat sich vor einem halben Jahrhundert getrennt und der Bruch mit dem Lehramt ist augenblicklich erfolgt. Heißt also, nicht erst jetzt oder vor fünf Jahren ist dies geschehen, sondern bei Beginn des Konzils durch die ÖFFENTLICHE LEUGNUNG EINES DOGMAS.
    Diese Konzilssekte verstieß gegen die EINHEIT im Glauben und ist deshalb nicht die Katholische Kirche. Zu bekräftigen, daß dies und jenes einen Bruch herbeiführen würde – wie z.B. Kardinal Sarah unlängst sagte, daß das Aufgeben des Zölibats zu einem Bruch mit der Apostolischen Tradition führen würde – ist zwecklos. DER BRUCH, DAS SCHISMA, DIE TRENNUNG VON DER KATHOLISCHEN KIRCHE IST DURCH DAS KONZIL LÄNGST ERFOLGT.

    Zu durchleuchten ist nicht die Frage des Zölibats, sondern ob dieses Konzil ein Konzil der Katholischen Kirche war, sind diese Sakramente noch wahre, gültige Sakramente der Katholischen Kirche, sind diese im neuen Ritus geweihten Bischöfe und Priester wahre Priester der Katholischen Kirche, ist diese NEUE MESSE vor GOTT eine statthafte, gültige und erlaubte Messe? Wenn diese keine wahren Priester sind, weshalb sollen sie sich an den Zölibat halten?
    Nicht die Frage der Zelebrationsrichtung (Kardinal Sarah), nicht die Frage der Mundkommunion und die Stellung des Tabernakels in die Mitte (Bischof Schneider) ist primär, sondern die Ursachenforschung nach der Triebfeder dieser prekären dogmatischen Verirrungen.

    Nur wer den ganzen katholischen Glauben annimmt und keine Abstriche und Kompromisse macht, gehört zur Katholischen Kirche.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.