Viktor Orban: Rede zur Lage der Nation: „Der Westen wird fallen“ – „Ungarn letzte Bastion“

 

Der ungarische Regierungschef Viktor Orbán hat in einer Rede zur Lage der Nation [vom 18. Februar 2018] vor einer weiteren Islamisierung Europas gewarnt. „Dunkle Wolken liegen wegen der Einwanderung über Europa“, sagte er. „Nationen werden aufhören zu existieren, der Westen wird fallen, während Europa nicht einmal bemerken wird, dass es überrannt wurde.“

Der Ministerpräsident warnte davor, dass europäische Großstädte schon bald eine überwiegend muslimische Bevölkerung haben könnten. Der Opposition warf er vor, „die Zeichen der Zeit“ nicht zu erkennen. Sie sei „in einer hoffnungslosen Position“, weil sie den ungarischen Grenzzaun abgelehnt und die Regierung im Streit mit der EU um die Aufnahme von Flüchtlingen nicht unterstützt habe.

Der Westen habe „den Weg zum Niedergang der christlichen Kultur und der muslimischen Expansion geöffnet“, sagte er nach Angaben des „Guardian“.

Seine Regierung hingegen gehe gegen die „Islamisierung“ vor und habe mit den Grenzmaßnahmen verhindert, dass „die islamische Welt uns vom Süden her überflutet“. Das Publikum schwenkte ungarische Flaggen. Auf dem Podium stand die Parole „Für uns, Ungarn zuerst“.

Orban ist bekannt für seine harte Haltung gegen Einwanderer. Mit der EU streitet er über die von der Mehrheit der Mitgliedstaaten unterstützte Umverteilung von Flüchtlingen.

Der 54-jährige Chef der konservativen Fidesz-Partei bewirbt sich bei der Parlamentswahl im April für eine dritte Amtszeit. In Umfragen kommt Fidesz derzeit auf rund 50 Prozent, während die stärkste Oppositionspartei Jobbik bei weniger als 20 Prozent der bereits entschlossenen Wähler liegt.


 

SIGNAL hat die wichtigsten Passagen der Orban-Rede ins Deutsche übersetzt:

Meine Damen und Herren,

eine Vorbedingung für unsere politischen Pläne ist, daß wir frei sind, unseren eigenen Weg zu gehen. Nur unabhängige Nationen, die anderen nicht ausgeliefert sind, können ihren eigenen Weg gehen. Heute sind wir niemandem mehr finanziell verpflichtet. Wir haben wieder eine nationale Elektrizitätsversorgung, und deshalb zahlen ungarische Familien nicht mehr über ihre Stromrechnung die Gewinne der multinationalen Unternehmen. Die Ära der Energieabhängigkeit geht für Ungarn zu Ende: Mit nicht geringem Aufwand an Geld und Arbeit haben wir die notwendigen Pipelines gebaut, über die Gas nach Ungarn kommen wird nicht nur aus Rußland, sondern aus Rumänien und sogar aus Polen.

Mehr als 50 Prozent des Bankensystems sind in ungarischem Besitz, ebenso wie mehr als 50 Prozent der ungarischen Medien. Es gibt keine nationale Unabhängigkeit ohne ein ungarisches Bankensystem und ohne ungarische Medien. (…)

In der heutigen Welt wird derjenige, der von der Nation spricht, oft getadelt: das sei Folklore, es sei langweilig, und ein Ausdruck von Sentimentalität. Aber ich möchte ihnen klar sagen: Heimat ist ein Anker, den jeder in seinem Herzen braucht. Die Patrioten verdienen Anerkennung dafür, daß sie diesen Anker immer wieder absenken: Sie erzählen uns immer wieder aufs Neue, daß die Heimat vor allem anderen steht. Oder, in aktualisierter Form, von den Amerikanern entlehnt: „Ungarn zuerst!“ (…)

Kommentatoren behaupten, daß sich aufgrund der Einwanderung dunkle Wolken über Europa zusammenziehen. Es gab immer finstere Prophezeiungen. Das ist die bekannte Hintergrundmusik der europäischen Politik. Was in diesen Tagen besorgniserregend ist, ist, daß sie im Wesentlichen mathematischer Natur sind: obwohl es sich um Schätzungen handelt, handelt es sich um Zahlen und quantifizierbare Veränderungen; und diese Zahlen sind belegbar und haben Gewicht.

Schätzungen zufolge wird der Anteil der Einwanderer in den europäischen Ländern westlich von uns immer schneller wachsen. Ich möchte jetzt lieber nichts über Frankreich oder die Niederlande sagen, aber zum Beispiel ist der Anteil der in Deutschland geborenen einheimischen Bürger in den Großstädten rückläufig, da Einwanderer immer zuerst die größeren Städte besetzen. So werden in Bayern inzwischen mehr Geld für Asyl, Einwanderung und Integration ausgegeben als für das gemeinsame Staatsbudget für Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit. Bei einem Besuch in Wien habe ich erfahren, daß die diesjährigen Einschulungsdaten alle sehr überrascht haben: Der Anteil der muslimischen Kinder unter den Schulanfängern ist gestiegen. Das ist die Zukunft, die schon begonnen hat, Gegenwart zu werden. Laut NATO-Berichten – es scheint, daß sich die Soldaten noch nicht zensieren lassen – werden sich bis 2020 sechzig Millionen Menschen nach Europa auf den Weg machen. Es besteht auch Einigkeit darüber, daß die Einwanderung aus Afrika stärker sein wird, als alle bisherigen Erwartungen es vorgesehen hatten. Bis 2050 wird sich die Bevölkerung Afrikas auf 2,5 Milliarden verdoppelt haben. Es wird zehnmal mehr junge Afrikaner geben als junge Europäer.

Afrika hat für seine Zukunft zwei verschiedene Optionen. Es könnte die spektakuläre Entwicklung Asiens wiederholen, wo zum Beispiel China, Indien, Indonesien und Vietnam die Welt erstaunt haben. Jeder von ihnen hat sich – auf seine eigene Weise, aber alle mit hoher Geschwindigkeit – aus der Armut herausgearbeitet, seine Wirtschaft auf einen Wachstumspfad gebracht – und spielt jetzt eine bedeutende Rolle in der Weltwirtschaft. Ihr Erfolg erinnert uns daran, daß die demographische Entwicklung eines Landes kein unabwendbares Schicksal ist, sondern politisch beeinflußt werden kann. (…)

Die andere mögliche Entwicklung wäre eine, in der Afrika nicht in der Lage wäre, den Weg der asiatischen Entwicklung zu gehen und keine angemessenen Lebensbedingungen für seine junge Generation schaffen kann. Wenn diese Masse von mehreren hundert Millionen Jugendlichen nach Norden reisen können, dann wird Europa bald unter schrecklichen Druck geraten.

In diesem Fall würde die Mehrheit der Einwanderer aus der islamischen Welt kommen. Wenn alles so weitergeht, dann werden die europäischen Städte eindeutig eine mehrheitlich muslimische Bevölkerung haben – und London mit seiner verheerenden Entwicklung wird kein Ausreißer, sondern ein Vorreiter sein. Wenn die Dinge so weitergehen, werden unsere Kultur, unsere Identität und unsere Nationen, wie wir sie kennen, aufhören zu existieren. Unsere schlimmsten Alpträume werden Wirklichkeit werden. Der Westen wird fallen, so, wie Europa besetzt werden wird, ohne es zu merken.

Wird dies eine Bestätigung der Ansichten jener sein, die denken, daß Zivilisationen nicht getötet werden, sondern Selbstmord begehen? Viele glauben, daß, selbst wenn all dies stattfindet, es lange dauern wird, bis der Untergang Europas vollzogen ist. Ich denke, daß diejenigen, die das glauben, sich irren. Analysen schauen bis 2050 voraus, und Menschen in meinem Alter werden zu dieser Zeit die 80er Jahre ihres Lebens erreichen. Mit anderen Worten, wir – ganz zu schweigen von unseren Kindern und Enkelkindern – können dann noch mit eigenen Augen sehen, in welche Richtung die Zukunft unserer westlichen Welt gegangen ist. Und an dieser Stelle, liebe Freunde, muß ich auch ein paar Worte sagen über den Streit zwischen West- und Mitteleuropäern.

Es scheint, als würden die Entwicklungslinien dieser beiden Teile Europas auseinandergehen. Natürlich bleiben Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Marktwirtschaft Gemeinsamkeiten. Aber die Grundlagen, auf denen diese heute ruhen, werden zunehmend divergieren. Politiker sprechen darüber noch nicht offen, aber jeder kann es bereits sehen. Die großen, alten europäischen Nationen in Westeuropa sind zu Einwanderungsländern geworden. Tag für Tag wandeln sich ihre kulturellen Grundlagen. Die in einer christlichen Kultur aufgewachsene Bevölkerung schrumpft und die großen Städte werden islamisiert. Und ich muß sagen, daß ich die politischen Kräfte Westeuropas nicht mit dem Willen und der Fähigkeit ausgestattet sehe, diesen Prozesse zu stoppen – geschweige denn, ihn umzukehren.

In Bezug auf meine Botschaft ist es jetzt irrelevant, ob dies die Konsequenz der Schwäche der liberalen Demokratien, der Auswirkungen einer Kolonial- und Sklavenhandels-Vergangenheit oder der gierigen, subversiven Handlungen eines Imperiums von George Soros ist; die Fakten bleiben gleich. Was auch immer der Grund ist, Westeuropa ist zu einer Einwanderungszone und einer Welt gemischter Bevölkerungen geworden. Im Gegensatz zu Mitteleuropa hat es in eine völlig neue Entwicklungsperspektive.

Das sind schlechte Nachrichten für uns. Das bedeutet, daß die islamische Zivilisation, die ihre Mission immer in der Bekehrung Europas zu dem, was sie den wahren Glauben nennt, gesehen hat, nicht nur aus dem Süden, sondern auch aus dem Westen an die Tür von Mitteleuropa klopfen wird. Wir haben unsere südlichen Grenzen mit dem Bau des Zauns, der rechtlichen und physischen Grenzverteidigung, der vorbildlichen Standhaftigkeit unserer Polizei unter der Führung von Innenminister Sándor Pintér erfolgreich verteidigt. Wir haben verhindert, daß uns die muslimische Welt aus dem Süden überflutet hat. In Richtung Süden sind wir das Bollwerk des westlichen Christentums. Wir stehen fest. Unsere Verteidigungslinien reichen aus, um die größten Zuströme zurückzuhalten. Darüber hinaus kämpft das orthodoxe Christentum mutig und entschlossen mit uns. Wir erkennen Serbien, Rumänien und Bulgarien als Verteidiger Europas an.

Wie absurd es auch scheint, aber die Situation ist jetzt diejenige, daß jetzt die Gefahr vom Westen ausgeht. Diese Gefahr für uns kommt von Politikern in Brüssel, Berlin und Paris. Sie wollen, daß wir ihre Politik übernehmen: die Politik, die sie zu Einwanderungsländern gemacht hat und die den Weg für den Niedergang der christlichen Kultur und die Ausbreitung des Islam geöffnet hat. Sie wollen, daß auch wir Migranten akzeptieren und ebenfalls zu Ländern mit gemischter Bevölkerung werden. Früher sagten sie, daß sie das von uns erwarten, denn was fremd ist, sei schön. Eine gemischte Bevölkerung sei besser, weil der wahre Europäer überkommene mittelalterlichen Konzepte wie Heimat und Religion nicht verteidigen sollte. Heute sind diese Stimmen vielleicht leiser. Jetzt ist das modische Mantra, daß wir Zuwanderung hinnehmen müßten, um unsere Solidarität mit den Westeuropäern auszudrücken.

Wir sagen klar, daß wir solidarisch mit jenen Westeuropäern und Führern sind, die ihre Heimat und die christliche Kultur retten wollen, aber wir üben keine Solidarität mit denen, die diese Werte aufgeben wollen. Wir werden uns niemals mit jenen europäischen Führern solidarisieren, die Europa in eine postchristliche und postnationale Ära führen wollen.

Meine Damen und Herren, wir müssen klar und deutlich sagen, daß wir den Kampf, den wir kämpfen, nicht für hoffnungslos halten. Wie wir sehen, stehen wir jetzt an der Schwelle zum Sieg. Die Visegrád-Staaten sind unbeirrbar. Die orthodoxe Welt steht fest und es scheint, daß Kroatien zur Vernunft gekommen ist. Österreich hat sich jetzt in Richtung Patriotismus und Christentum gewendet. (…) Vielleicht ist es nicht zu spät. Und wir erwarten mit Spannung das Ergebnis der italienischen Wahlen und damit den Wendepunkt, an dem der gesunde Menschenverstand, die nationale und kulturelle Identität Italiens und Silvio Berlusconi wiederkehren werden. Forza Italia!

Und jetzt erinnern wir uns an die europäischen Politiker, unsere Kollegen, die uns in den letzten Jahren ins Gesicht geschlagen und uns die Zähne gebrochen haben. Wir erinnern an: Die österreichischen Kanzler Faymann und Kern; den italienische Premierminister Renzi; den unrühmlichen kroatische Premierminister Milanovi?; und natürlich Martin Schulz – der einen manischen Wunsch hatte, alles zu sein, und am Ende nichts geworden ist. Ich sehe, daß die Liste unvollständig ist; es gibt ein paar freie Plätze darauf. Meine Damen und Herren, all das gibt uns Hoffnung. Am Ende ist es gut zu sehen, daß man nicht umsonst gearbeitet hat.

Aber die Situation gibt uns keinen Grund zur Selbstzufriedenheit. Die Kräfte, die uns entgegenstehen, das Netzwerk von George Soros und die internationalen Bürokraten, die er gekauft hat, haben in keiner Weise aufgegeben. Es gibt diejenigen, die immer noch Geld riechen. Sie schauen auf Europa und sehen die mit der Abschwächung des Euro verbundenen Geschäftschancen. Es gibt diejenigen, die die von der globalistischen Elite erhaltenen Jobs und Einkünfte nicht verlieren wollen. Und es gibt auch den Typus des ideologischen Intellektuellen, der ständig mit der Transformation Europas experimentiert. Ein gut entwickeltes Beispiel für Letzteres ist ein ungarischer Aktivist aus einer Soros-Organisation, der folgendes sagen konnte; ich zitiere: „Von fast allen Orten, wo sie herkommen, sind die Ankommenden besser als unsere einheimische Bevölkerung.“

Ich habe das eine Zeitlang nicht verstanden. Ich habe nicht verstanden, warum jemand so offensichtlich dummes Geschwätz redet. Es ist ja klar, daß wir Ungarn im Vergleich zu Migranten besser gebildet, besser ausgebildet und beschäftigungsfähiger sind. Das ist klar.

Dann hat einer der Chef-Ideologen des Soros-Netzwerks, der Menschenrechtskommissar des Europarates, kürzlich entlarvt, daß sie vor einigen Jahren heimlich ein Programm gestartet haben, um eine Soros-ähnliche menschliche Rasse zu züchten, oder, wie sie bescheiden sagten, sie streben den Homo sorosensus an. Das bedeutet „Soros-Mensch“. Und ich erkannte, daß aus ihrer Sicht, aus der Sicht der Soros-Typen, wir Ureinwohner, die wir unsere eigenen Länder, unsere eigene Kultur und unsere eigene Religion haben – Dinge, für die wir mit Zähnen und Klauen kämpfen werden – unrettbare Individuen sind, weil wir uns nicht umerziehen lassen wollen. Aus ihrer Sicht sind Migranten tatsächlich ein besserer Rohstoff, mit dem man arbeiten kann. Und es ist ein klares Zeugnis für die Großzügigkeit und die tiefe Toleranz des ungarischen Volkes, daß die Menschen, die diesen Plan umsetzen wollen, ihr Leben unter uns sicher und fröhlich leben können.

Trotzdem werden wir natürlich nicht unbewegt zusehen; wir sind keine Schafe, die still herumstehen und darauf warten, daß sie ihr Schicksal ereilt. Natürlich werden wir kämpfen, und wenn es nötig sein sollte, werden wir ein immer mächtigeres rechtliches Arsenal einsetzen. Hier haben wir zunächst den Gesetzesvorschlag „Stop Soros“. Wir verknüpfen alle Aktivitäten im Zusammenhang mit Migration und Migranten mit unseren nationalen Sicherheitsbedürfnissen, und wir leiten einen Teil der ausländischen Gelder, die für pro-migrantische NGOs oder Pseudo-Organisationen der Zivilgesellschaft bestimmt sind, in den Grenzschutz-Haushalt um. Wir werden bei all diesen Vereinigungen eine vollständige finanzielle Transparenzprüfung anordnen, und wenn jemand nicht von seinen gefährlichen Plänen abläßt, werden wir ihn einfach ausweisen – wie mächtig oder reich er auch sein mag.

Und wir werden auch international kämpfen. Morgen werde ich dem Premierminister von Bulgarien – der derzeit den Vorsitz der Europäischen Union innehat – einen europäischen Gesetzesvorschlag übergeben, der den vollständigen Schutz der europäischen Grenzen gewährleisten kann. Das ist wichtig: der Schutz der Grenzen – nicht verpflichtende Migrantenquoten. Wenn wir die Grenzen absichern, kann niemand ohne Erlaubnis einreisen, und dann wird niemand mehr zwangsverteilt.

Diejenigen, die Migranten erlauben, in ihre Länder zu kommen, sollten sie behalten und sich um sie kümmern. Es steht außer Frage, daß sie die Besten auswählen und den Rest zu uns schicken wollen. Nicht mit uns!

Ich möchte auch darauf aufmerksam machen, daß wir inzwischen noch eine andere Debatte führen müssen. Die Vereinten Nationen, die UNO, haben es sich zur Aufgabe gemacht, bis Ende des Jahres einen internationalen Migrationsvertrag abzuschließen. Der Entwurf wurde zur Diskussion freigegeben. Die Vereinigten Staaten haben den Verhandlungstisch bereits verlassen, weil die Vorlage ihrer Ansicht nach hoffnungslos pro-migrations- und globalistisch ist. Unser Selbstvertrauen ist etwas solider, und wir haben daher beschlossen, vorläufig am Verhandlungstisch zu bleiben, um Einfluß auf den Inhalt der Vereinbarung zu nehmen.

Was wollen die UN? (…) Die UNO möchte, daß alle akzeptieren, daß die Einwanderung und ihre Folgen einen positiven Beitrag zu Wirtschaftswachstum und Wohlstand leisten. Dies ist ein Zitat aus dem Dokument. Aus europäischer Sicht ist das offensichtlich idiotisch; es ist, als würde man sagen, daß eine Grippeepidemie eine gute Sache ist, weil sie einen positiven Beitrag zur Gesundheit und zum Wohlbefinden der Menschen leistet. Die UNO behauptet, daß sichere und regulierte Einwanderungswege nach Europa geschaffen werden müßten. Die Vereinten Nationen behaupten, daß es die Pflicht jedes Europäers ist, den Einwanderern, die in ihre Länder kommen, zu helfen, sich niederzulassen und Arbeit zu finden. Sehr geehrte Damen und Herren, wir wissen, daß etwa 80 Prozent der Mitgliedstaaten der UNO Herkunftsländer von Migranten sind. Aber wir haben die Vereinten Nationen nicht mitgegründet, damit sie sich gegen uns wenden und uns etwas aufzwingen, das uns ruinieren wird.

Die Vereinten Nationen behaupten auch, daß die rechtlichen und physischen Barrieren, die die Wege der Einwanderer über Grenzen hinweg behindern, beseitigt werden müssen. Wir können aufrecht stehen und mit erhobenem Haupt feststellen: Es geht um den Zaun, den wir errichtet haben. Interessanterweise stammen Vorschläge dieser Art meist von Menschen, die von Leibwächtern beschützt werden, die in gepanzerten Limousinen reisen, deren Häuser von hohen Mauern und Zäunen umgeben sind und die rund um die Uhr von Sicherheitssystemen geschützt sind.

Wir schlagen stattdessen vor, daß sie zuerst ihre Tore demontieren, ihre Zäune niederreißen und ihre Wachen entlassen. Wir schlagen vor, daß wir die Gespräche fortsetzen, wenn dieses Experiment erfolgreich war – falls sie dann noch am Leben sein sollten. Sollte das Experiment scheitern, werden wir ihnen gerne Asyl in Ungarn gewähren.

Ladies und Gentlemen, das ist offensichtlich völliger Unsinn. Es ist unbegreiflich, warum sie uns für verrückt genug halten, eine derart wahnsinnige Politik zu akzeptieren und umsetzen. Wir stellen nüchtern fest, daß Ungarn kein Land von geistesgestörten Menschen ist. Wir wissen, daß sich die Organisationen von George Soros nicht nur in Brüssel und Budapest, sondern auch in New York bei den Vereinten Nationen eingenistet haben. Wir wissen, daß sie ungeheure Summen ausgeben, um die Akzeptanz für Migration auf globaler Ebene durchzusetzen. Wir verstehen, daß Soros sich nicht nur mit uns, sondern auch mit den Briten, Präsident Trump und den Israelis einen Kampf liefert. Und überall ist das Thema das Gleiche: Es geht darum, Akzeptanz für Zuwanderung und Migration zu erzwingen.

Aber sie werden damit nicht erfolgreich sein. Wir sind nicht allein, und wir werden gemeinsam kämpfen, um Soros‘ Pläne und Aktivitäten, wie wir sie in Brüssel und in der UNO erfahren haben, einzudämmen und dann zu stoppen. Und ich bin mir sicher, wenn wir genug Verbündete haben – und wir werden genug Verbündete haben – werden wir am Ende auch erfolgreich sein.


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Siehe auch:

15 Kommentare zu “Viktor Orban: Rede zur Lage der Nation: „Der Westen wird fallen“ – „Ungarn letzte Bastion“

  1. Wie wundervoll, daß es in unseren Tagen – ganz wider Erwarten – ein Staatsoberhaupt gibt, der die Lage korrekt beurteilen kann und weitblickend Lösungen anbietet, die, wie kann es anders sein, natürlich ignoriert werden von jenen, die die Christkönigsherrschaft und das Christliche Abendland vernichtet sehen wollen. Wahrlich sie sind es, die „die Zeichen der Zeit“ nicht erkennen WOLLEN.

    Wer kann auch nur das geringste einwenden zu seiner Feststellung:
    „Der Westen habe „den Weg zum Niedergang der christlichen Kultur und der muslimischen Expansion geöffnet“..“?

    „Harte Haltung gegen Einwanderer“? Nein, er zeigt „harte Haltung“ gegen jene, die den „Niedergang der christlichen Kultur“ und des Christlichen Abendlands herbeiführen wollen.

    Wir können dem präzisen Satz nur zustimmen: „Nur unabhängige Nationen, die anderen nicht ausgeliefert sind, können ihren eigenen Weg gehen.“
    Wahrlich ein Mann mit Format!

    Kann es vielleicht denkbar sein, daß aus seinem Land jener kommt, der von einem Tag auf den anderen Ordnung herbeiführt, „alle Störer zu Paaren treibt“, „deutschem Reich deutsches Recht schreibt“, der Große Monarch?

    „Ja vom Osten kommt der starke Held
    Ordnung bringend der verwirrten Welt
    Weiße Blumen um das Herz des HERRN
    Seinem Rufe folgt der Wackere gern“ – Lied der Linde

  2. @ Pierre
    Gerne. Ausgerechnet ein Dalai Lama mahnte dieser Tage, dass Europa den Europäern gehöre (https://youtu.be/ZEVWSLGxh98 ). Warum hören wir das nicht von Papst Franziskus, sondern von ihm nur Appelle, immer mehr Zuwanderer aufzunehmen, „Gute und Böse“? Ja, wenn es nur um Barmherzigkeit gegen Flüchtlinge ginge – um die geht es aber (fast) nicht. Die nächste Eskalationsstufe ist die im Dezember vorgesehene Unterzeichnung des Globalen Migrationspaktes, völlig verschwiegen von den Hauptstrommedien. Kurzes Video darüber von Gerhard Wisnewski: https://www.youtube.com/watch?v=X1BRupCCfE8 ; Zwei Artikel von Michael Mannheimer: https://michael-mannheimer.net/2018/09/09/globaler-migrationspakt-300-millionen-afrikanern-soll-die-einwanderung-nach-europa-erlaubt-werden/ ; https://michael-mannheimer.net/2018/09/12/wir-wurden-alle-belogen-eu-papier-beweist-es-ging-nie-um-fluechtlinge-sondern-um-eine-geplante-neuansiedlung/ . Es gibt bestürzende Gemeinsamkeiten im Habitus von Angela Merkel und Papst Franziskus. Beide sind auf zweifelhafte Weise in ihre Machtpositionen gelangt. Beide machen „aus Illegalität Legalität“ (nach einer Formulierung Angela Merkels, siehe https://youtu.be/zPwek3iEp4Y ), sie auf politisch-staatlichem Gebiet, er auf dem Gebiet der Moraltheologie und Kirchendisziplin. Es kommen schwere Zeiten, denn nicht alle Westeuropäer werden diese völkerrechtswidrige Islamisierungs- und Volkstod-Agenda widerstandslos dulden. Diese Dinge werfen ein Licht auf die möglichen HIntergründe und Motive der kirchenfeindlichen Ausschreitungen in Italien, die in der dritten Botschaft von Fatima und anderen Prophezeiungen angekündigt wurden.

  3. @Gunther Michel 17. September 2018 um 11:01

    Auch hier wieder ein DANKE dass Sie das hier sich zu sagen getrauen!
    Meine Hochachtung!!

  4. @Gunther Michel
    @Pierre

    Der Niedergang der angeblich christlichen Nationen ist trotz allem nicht nur (aber auch!) ein Problem der Migration (Flüchtlingsproblematik).

    Vor kurzem sagte der Ordenspriester Prof. Karl Wallner in einem Vortrag, dass es wenig hilfreich ist, wenn ständig von Priestermangel die Rede ist, wenn die Priester in ihren Pfarrgemeinden an den sonntäglichen Gottesdiensten vor fast leeren Kirchenbänken stehen. Die wenigen die anwesend sind, sind meistens alte Leute.

    Unabhängig davon, ob das Volk politisch direkt mit entscheiden kann oder nicht, so haben die angeblich christlichen Nationen fast alle die Abtreibung weitgehend legalisiert und in der Schweiz ist aufgrund des Entscheides der „christlichen“ Volkssouveränität die Sterbehilfe (Exit, Dignitas) erlaubt.

    Die Pornografie grassiert im christlichen Abendland im Internet. Davor muss man sich aufwändig technisch schützen. Drogenhandel, erlaubte Prostitution, eine weitgehend unchristliche, sprich agnostische und amoralische Filmbranche, eigenartige Sexualerziehung, Missbräuche in der Wirtschaft, Kriege, Kriegsmateriallieferung usw. (die Liste ist nicht abschließend) sind vor allem in den Nationen, wo die „Christen“ bisher die Mehrheit hatten, die sogenannten „Früchte“ des hedonistischen und liberalen Gebarens und Denkens, so ganz nach dem Motto: „Gerechtfertigt und erlaubt ist alles, solange man genug Geld damit verdienen kann“.

    Ganz offensichtlich sind die überbordenden Flüchtlingsströme einen Teil der „Geisel“, die Gott zulässt und wie Sie bereis gesagt haben, in vielen Prophezeiungen vorausgesagt. Die rasende technologische Entwicklung bringt die Menschen weg von fairer Arbeit und Verdient. Damit wird aber auch klar, dass wir die Folgen und Probleme nicht so schnell los werden, sondern sie werden weiter wachsen und an Grausamkeit zunehmen und uns aus göttlicher Sicht zu Recht bestrafen.

    Ist es also legitim, es verhindern (gegebenenfalls mit polizeilicher oder militärischer Gewalt) zu wollen? Können wir diese dramatische und böse Entwicklung vermeiden? Nein, wir werden es nicht verhindern können. Dafür wird Gott sorgen, weil er dieses selbstverschuldete Verderben zur unserer Einsicht, Läuterung und Seelenrettung zulassen wird. Er wird uns nicht so schnell zur Hilfe eilen, wie wir erhoffen mögen.

    Wer dagegen mit unerlaubten politischen Mitteln oder sogar militärische Gewalt ankämpft (was ohne zusätzliche Leiden der einfachen Bevölkerung nicht möglich sein wird), will die Fortentwicklung einer satanischen, hedonistischen Welt ohne Besserung, Umkehr und Busse; quasi die Bewahrung des heutigen unsittlichen Status quo. Das ist offensichtlich nicht im Sinne Gottes. Für den Christen ein wahres Dilemma und es bleibt für ihn nur das Gebet und letztendlich die Hoffnung, dass die Warnung (Seelenschau, Eingreifen Gottes, Garabandal) in diesen apokalyptischen Zeiten doch kommen möge.

  5. @ Stefan1
    Sie schreiben von den „angeblich christlichen Nationen“. Sie werden aber doch zugeben, dass die europäischen Nationen einmal christlich waren, ja, sie waren sogar einmal kompakt katholisch, oder? Warum sind sie es nicht mehr? Woher der, wie Sie schreiben, Niedergang? Was meinen Sie?

    Sie zählen als Symptome bzw. Faktoren des Niedergangs auf: Abtreibung, (illegitime) Sterbehilfe, Pornographie, Drogen(handel), Prostitution, (falsche) Sexualerziehung, missbräuchliches Wirtschaften, Kriege, Waffenhandel… und nennen als Ursachen: Hedonismus, Liberalismus, Geldgier.

    Ich bin mit Ihrer Aufzählung, die, wie Sie richtig sagen, unvollständig ist, durchaus einverstanden. Die Schwangerschaftsverhütung hätten Sie auch nennen können; sie ist ein ganz wichtiger Punkt. Ebenso die Zwangs-Homosexualisierung und -Genderisierung.

    Daran möchte ich drei Fragen knüpfen:
    1. Können wir diese Niedergangserscheinungen nicht verallgemeinern? Was ist ihnen gemeinsam?
    2. Was ist den Ursachen gemeinsam? Kann man diese allgemeiner angeben? Was ist ihr Kern?
    3. Wie setzten sich diese Niedergangsfaktoren im 20. Jh. historisch konkret durch? Wer erfand sie? Wer führte sie ein?

    Nun sagen Sie, die überbordenden Flüchtlingsströme (von denen bewiesen ist, dass sie eine von internationalen Mächten geplante Invasion zur Zerstörung der europäischen Völker und zur Vernichtung des Christentums sind) seien Teil einer von Gott zugelassenen Geisel, mit der er uns zu Recht bestrafe.

    Allerdings sehe ich einen Unterschied zwischen göttlicher Zulassung und – positiv gewollter – göttlicher Strafe. Die Aussage, Gott lasse das, was geschieht, zu, ist gewissermaßen trivial. Ja, selbstverständlich, alles, auch das Böseste, das wir uns vorstellen können, sobald es geschieht, ja schon wenn es geplant wird, ist eo ipso Gotte Zulassung. Nichts, was geschieht, ist nicht seine Zulassung. Aber ist es damit eine von Gott positiv gewollte Strafe? Woher wissen Sie das?

    Nun sind Völker eine elementare natürliche und naturrechtliche Tatsache wie die Familien. Ist die Zerstörung der Familie, die wir seit Jahrzehnten erleben, eine von Gott zugelassene Geisel? Offensichtlich, denn sie geschieht ja. Ist sie aber auch eine von Gott gewollte Strafe?

    Will Gott die Zerstörung einer Einrichtung, die er selbst gestiftet hat – der Familie?

    Will Gott die Zerstörung der Völker? Anders gesagt: Will Gott positiv den Genozid?

    Der Apostel Paulus sagte in Athen: „…Er (Gott) hat aus einem jede Nation der Menschen gemacht, dass sie auf dem ganzen Erdboden wohnen, wobei er festgesetzte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnung bestimmt hat…“ (Apg 17,26)

    Sind Sie sicher, dass es Gott ist, der das Ende der europäischen Nationen festgesetzt und bestimmt hat? Will Gott, dass die Europäer die ihnen heimtückisch aufgezwungene Islamisierung hinnehmen?

    Ist es nicht gefährlich, Gottes Willen mit dem Willen von Rothschild, Soros und Konsorten, von UN, EU-Kommission und Merkel-Regierung zu identifizierung?

    Nehmen wir eine Familie an, eine sündige Familie. Der Vater schaut Pornografie, die Mutter hat abgetrieben, die Kinder leben auch nicht fromm und gottgefällig. Es gibt heute wohl viele solche Familien. Diese Familie wird von einer Gruppe fremder Menschen angefallen, die ihnen an Leib und Leben wollen. Hat der Vater nicht das Recht und sogar die Pflicht, seine Familie zu verteidigen, obwohl er sündhaft ist und seine Familie auch? Oder wäre er verpflichtet, untätig zuzusehen, wie die Seinen vergewaltigt und abgeschlachtet werden – als eine von Gott gewollte Strafe?

    Akzeptieren Sie, dass diese Betrachtung sich analog auf das Volk anwenden lässt?

  6. @Gunther Michel 19. September 2018 um 01:03

    Wieder herzlichsten DANK! Sie bringen es auf den Punkt.

    Anscheinend ist Realitätsverweigerung und Bagatellisierung eine Art des Gutmenschentums.
    Die Planer aber sind realistisch genug alles Katholische zu zerstören. Egal auf welche Weise. Selbst wenn hinter einer Fassade des Katholischen nur die Sinngebung verändert wird, s. Alta Vendita.

    Nur, wie Sie ja selbst wissen, werden wir dennoch als Verschwörer abgetan, selbst wenn die Beweislast „(von denen bewiesen ist, dass sie eine von internationalen Mächten geplante Invasion zur Zerstörung der europäischen Völker und zur Vernichtung des Christentums sind)“ erdrückend ist. fG

    PS: Die Ignoranz des Gutmenschentums hat man ja selbst bei 9/11 gesehen. Wenn ein drittes Hochhaus, mehr als offensichtlich, NICHT durch den Einschlag eines Flugzeuges noch am Nachmittag im FREIEN FALL einstürzt.
    Die offizielle Version …. HA, HA, HA!

  7. @ Pierre, so ist es. Allerdings muss man zugeben, dass die Last der Erkenntnis, wie es in der Politik und auch sonst wirklich zugeht, schwer ist und Gefühle der Enttäuschung (Ent-Täuschung), Ohnmacht und Hoffnungslosgkeit hervorrufen k a n n, wogegen sich Menschen unbewusst wehren, eben auch durch Realitätsverweigung. Wir sind der Wahrheit nur in Maßen gewachsen. Dennoch ist es nach den Worten des Herrn die Wahrheit, die uns frei macht.

  8. @Gunther Michel 19. September 2018 um 09:31

    “ , schwer ist und Gefühle der Enttäuschung (Ent-Täuschung), Ohnmacht und Hoffnungslosgkeit hervorrufen k a n n, “

    Natürlich, klar. FG

  9. @Gunther Michel 19. September 2018 um 01:03

    Zitat
    Sie schreiben von den „angeblich christlichen Nationen“. Sie werden aber doch zugeben, dass die europäischen Nationen einmal christlich waren, ja, sie waren sogar einmal kompakt katholisch, oder? Warum sind sie es nicht mehr? Woher der, wie Sie schreiben, Niedergang? Was meinen Sie?

    Die europäischen Nationen waren sicher einmal christlich und das etwas später mit wechselnden Vorzeichen (katholisch, protestantisch, anglikanisch usw.). Kriege, Verfolgung von Minderheiten, Gewalt an der Zivilbevölkerung, Krankheiten (z.B. Pest usw.) waren auch früher eine große Pein für die Menschen in Europa und allgegenwärtig. Die Zeit der Aufklärung (Voltaire, Feuerbach, Hegel, Nietzsche usw.) war in erster Linie eine akademische Auseinandersetzung, die auch die Kirche erfasste. In dieser Zeit gab es aber auch eine beträchtliche Anzahl von großartigen Heiligen oder Heiligmäßige, wie z.B. Pfarrer von Ars oder Niklaus Wolf von Rippertschwand. Die Kirche hatte Einfluss und viel zur christlichen Entwicklung Europas beigetragen (Schulen, Universitäten, Förderung der Wissenschaften).

    Zitat
    Allerdings sehe ich einen Unterschied zwischen göttlicher Zulassung und – positiv gewollter – göttlicher Strafe. Die Aussage, Gott lasse das, was geschieht, zu, ist gewissermaßen trivial. Ja, selbstverständlich, alles, auch das Böseste, das wir uns vorstellen können, sobald es geschieht, ja schon wenn es geplant wird, ist eo ipso Gotte Zulassung. Nichts, was geschieht, ist nicht seine Zulassung. Aber ist es damit eine von Gott positiv gewollte Strafe? Woher wissen Sie das?

    Ja, diesen Unterschied sehe ich auch und es mag trivial sein. Der Mensch straft sich bei einer göttlichen Zulassung zunächst selbst. Der Mensch verursacht seine eigene Bestrafung. Er muss erkennen, dass er aus seinem eigenen boshaften Willen in eine ausweglose Situation kommt, weil er der Kirchenlehre und der Moral der Kirche widerspricht und zuwider handelt. Doch es gibt zweifelsohne auch die göttlichen Strafen (z.B. Sintflut, ägyptischen Plagen usw. im alten Testament). Diese Logik des Selbstverschuldens ergibt sich schon aus den Botschaften von La Salette oder Fatima. In Garabandal wird nach dieser selbstverschuldeten Zeit tatsächlich eine Züchtung Gottes (es ist nicht bekannt, wie diese aussehen wird) angekündigt, nachdem die erfreuliche Wirkung der Warnung (Seelenschau) und des Wunders in Garabandal wieder abflaut. Doch ich bezweifle, dass die heute lebenden Menschen das noch erleben werden.

    Fatima (2. Geheimnis)
    (…) Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen, wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer [Krieg] beginnen. (…) das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. (…)

    Worin diese göttliche Bestrafung konkret besteht, ist im 2. Geheimnis von Fatima nicht direkt gesagt. Ich denke dazu, dass die Gottferne und die Empfindung der Verlassenheit von Gott die grösste Bestrafung nach den Missetaten sein wird und genau das erleben wir heute zunehmend. Das ist die Bestrafung, nachdem der 2. Weltkrieg nicht verhindert (Umkehr, Busse, Gebet und wohl auch die Weihe Russlands an die Gottesmutter) und Gott weiter unanlässlich beleidigt wurde und wird. Diese Gottferne und offensichtliche Verlassenheit in der heutigen Zeit wird zu weiteren dramatischen und nicht mehr lösbaren Konflikten führen. Es ist die angekündigte Steigerung des Grauens. Die Verzweiflung lässt Mensch sich selber töten, wie z.B. dieser Sänger Daniel Kübelböck.

    Will Gott die Zerstörung einer Einrichtung, die er selbst gestiftet hat – der Familie?
    Will Gott die Zerstörung der Völker? Anders gesagt: Will Gott positiv den Genozid?

    Nein, Gott will das ganz bestimmt nicht, denn er hat die Familie gestiftet. Doch wer hält sich heutzutage diesbezüglich noch an die Weisungen des Lehramtes bzw. Katechismus? Sie selber erwähnen zusätzlich noch die Abtreibung, die Homosexualität als Affront gegen die Kirche. Es gibt noch weitere schlimme Entwicklungen in der Wissenschaft, wie z.B. das baldige Klonen von Tieren und vielleicht bald auch von Menschen. Die Ausbeutung von Föten für die Forschung und Kosmetik und noch vieles mehr.

    Gott will nicht die Zerstörung der Völker (obwohl es auch mal die Sintflut gab) und doch wird es gemäß Botschaft von Fatima geschehen und am Ende wird Gott einschreiten, nicht weil die Kirche Russland weiht oder der Mensch sich besonders läutert (für das ist es jetzt zu spät), sondern unverdient, weil er es will und weil er die Gebete der wenig Treuen erhören wird. Erst dann wird die Kirche die Weihe vollständig durchführen als Bestätigung und nicht im Sinne des ursprünglichen Zweckes (Verhinderung der 2. Weltkrieges). Die bisher erfolgten unvollständigen Weihen haben einen Teil der Gnaden für eine beschränkte Zeit abrufen können (Mauerfall, etwas relative Freiheit der orthodoxen Kirche in Russland und der Menschen in Europa usw.) aber mehr auch nicht. Gott ist auch gerecht und Unvollständiges hat dann leider auch Unvollständigkeit zur Folge.

    Fatima (2. Geheimnis)
    (…) Wenn nicht, wird es [Russland] seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören. Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen werden vernichtet werden, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt werden. (…)

    Auch in La Salette wird diese Zeit fast identisch beschrieben. Aus dem Kontext geht hervor, dass der Mensch selber die Ursache für das Übel ist, indem er ungerechte Gesetze einführt und ein gottfernes, hedonistisches und liberales Leben frönt. Unser Gesetz hatte bisher das Fundament (Präambel) auf Gott gesetzt. Ein Jurist erzählte, dass auf verschiedenen Ebenen und verschiedenen Ländern alles getan wird um dieses christliche Fundament der gerechten Gesetze bis zur Unkenntlichkeit zu zerstören und durch andere (agnostische) zu ersetzen.

    La Salette (aus der kirchlich nicht anerkannten großen Botschaft)
    Der Stellvertreter meines Sohnes wird viel zu leiden haben, da die Kirche eine Zeitlang schweren Verfolgungen ausgesetzt sein wird. Das wird die Zeit der Finsternisse sein. Die Kirche wird eine schreckliche Krise durchmachen. Da der hl. Glaube an GOTT in Vergessenheit geraten ist, will jeder einzelne sich selbst leiten und über seinesgleichen stehen. Man wird die bürgerlichen und kirchlichen Gewalten abschaffen. Jede Ordnung und jede Gerechtigkeit wird mit Füssen getreten werden. Man wird nur Mord, Hass, Missgunst, Lüge und Zwietracht sehen, ohne Liebe zum Vaterlande und zur Familie. Der Heilige Vater wird viel leiden. Ich werde bei ihm sein bis zum Ende, um sein Opfer anzunehmen…

    Auch hier wird am Ende der Drangsalen ein göttliches Eingreifen erfolgen. Der Mensch wird also sowohl in Fatima, noch La Salette und schon gar nicht nach Garabandal in der Lage sein, seine selbstverursachte Verwirrung aus eigener Kraft zu beheben. Es bedarf eindeutig des göttlichen Eingreifens.

    Nehmen wir eine Familie an, eine sündige Familie. Der Vater schaut Pornografie, die Mutter hat abgetrieben, die Kinder leben auch nicht fromm und gottgefällig. Es gibt heute wohl viele solche Familien. Diese Familie wird von einer Gruppe fremder Menschen angefallen, die ihnen an Leib und Leben wollen. Hat der Vater nicht das Recht und sogar die Pflicht, seine Familie zu verteidigen, obwohl er sündhaft ist und seine Familie auch? Oder wäre er verpflichtet, untätig zuzusehen, wie die Seinen vergewaltigt und abgeschlachtet werden – als eine von Gott gewollte Strafe?

    Selbstverständlich darf er seine Familie schützen, sofern er in der Lage dazu ist. Auch der Staat wird es tun. Den einen wird es gelingen und den anderen nicht. Die Vergewaltigung ist nicht die Strafe Gottes, sondern die Gottferne, die Hoffnungslosigkeit der spürbaren Verlassenheit (ähnlich des Zustandes im Fegefeuer oder der Hölle). Die Vergewaltigung oder den Angriffskrieg macht der Mensch aufgrund seiner Gier und Besessenheit selber.

    1. Können wir diese Niedergangserscheinungen nicht verallgemeinern? Was ist ihnen gemeinsam?

    Wie meinen Sie das? Das einzige allgemeine Merkmal scheint mir die Gottlosigkeit und dadurch der Unwillen gegenüber dem Lehramt zu sein. Klingt etwas banal?

    2. Was ist den Ursachen gemeinsam? Kann man diese allgemeiner angeben? Was ist ihr Kern?

    Die Ursache liegt in der zur Sünde neigenden Natur des Menschen, der sich stets bemühen muss, das Gute zu tun. Satan darf den Menschen versuchen und der Mensch muss im Gebet, Sakramentenempfang und unter Anleitung der Kirche widerstehen. Klingt etwas banal?

    3. Wie setzten sich diese Niedergangsfaktoren im 20. Jh. historisch konkret durch? Wer erfand sie? Wer führte sie ein?

    Das es nach meiner Meinung um eine Vielfalt von Niedergangsfaktoren gibt, deren Merkmal immer die Gottlosigkeit beinhaltet, sind Ihre Fragen berechtigt, aber fast nicht beantwortbar. Sie haben sicher dazu Ihre konkreten Vorstellungen?

  10. @Stefan1 20. September 2018 um 00:01

    “ … Die bisher erfolgten UNVOLLSTÄNDIGEN (!!!) Weihen haben einen TEIL der Gnaden für eine BESCHRÄNKTE Zeit abrufen können (Mauerfall, etwas relative Freiheit der orthodoxen Kirche in Russland und der Menschen in Europa usw.) aber mehr auch nicht. Gott ist auch gerecht und Unvollständiges hat dann leider auch Unvollständigkeit zur Folge. … “

    “ Erst dann wird die Kirche die Weihe vollständig durchführen … “

    POS, sehen Sie das ebenso mit der UNVOLLSTÄNDIGKEIT der Fatima – Weihe?
    Und ist für Sie der Akt der Weihe an sich abgeschlossen incl. deren Wirkungen?

    Können Sie, POS, dem Gesagten von @Stefan1 beipflichten?

  11. @Pierre

    Ja, dem kann ich durchaus beipflichten. Stefan1 hat das optimal ausgelegt!
    Auch wenn der Akt der Weihe nicht genau so erfolgt (ist), wie ihn die Mutter Gottes festgesetzt hat(te), hat er seine sofortigen und fortdauernden Wirkungen entsprechend dem laufenden Maß der Erfüllung des Gebotenen an die ganze Kirche weltweit.

  12. @Stefan1
    Schon mal vorab danke für Ihre Antwort. Ich freue mich, dass hier eine Erörterung ohne Feindseligkeit möglich ist, und werde Ihnen, Deo volente, noch antworten.

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