ÜBER DIE LEHRE UND DEN KULT DER HEILIGEN EUCHARISTIE

ENZYKLIKA
SEINER HEILIGKEIT
PAUL PP. VI.

MYSTERIUM FIDEI

ÜBER DIE LEHRE UND DEN
KULT DER HEILIGEN EUCHARISTIE

An die Ehrwürdigen Brüder, die Patriarchen, die Erzbischöfe,
Bischöfe und die übrigen Ortsordinarien, die mit dem Apostolischen Stuhl
in Frieden und Gemeinschaft leben,
an den Klerus und die Christgläubigen des ganzen katholischen Erdkreises.

EHRWÜRDIGE BRÜDER, LIEBE SÖHNE UND TÖCHTER!
GRUSS UND APOSTOLISCHEN SEGEN!

1. Das Geheimnis des Glaubens, nämlich das unermeßliche Geschenk der Eucharistie, das die katholische Kirche von ihrem Bräutigam Christus als Unterpfand seiner grenzenlosen Liebe empfangen hat, hat sie gleichsam als ihren kostbarsten Schatz stets treu bewahrt und ihm im 2. Vatikanischen Konzil eine neue und sehr feierliche Bezeugung des Glaubens und der Verehrung erwiesen.

2. Bei der Erneuerung der Liturgie hielten die Konzilsväter in ihrer pastoralen Sorge für das Wohl der Gesamtkirche nichts für wichtiger, als die Gläubigen zu ermahnen, daß sie mit unversehrtem Glauben und größter Frömmigkeit tätig an der Feier dieses hochheiligen Geheimnisses teilnehmen und dieses gemeinsam mit dem Priester Gott als Opfer für das eigene und das Heil der ganzen Welt darbringen und sich von ihm wie von einer geistigen Speise nähren.

3. Wenn die heilige Liturgie im Leben der Kirche den ersten Platz einnimmt, so ist das eucharistische Mysterium gleichsam das Herz und der Mittelpunkt der Liturgie, weil es der Lebensquell ist, durch den gereinigt und gestärkt wir nicht mehr für uns, sondern für Gott leben und untereinander geeint sind durch die engsten Bande der Liebe.

4. Damit aber die unauflösliche Verbindung zwischen Glaube und Frömmigkeit offenbar werde, wollten die Konzilsväter in Bestätigung der Lehre, die die Kirche immer festgehalten und gelehrt und die das Konzil von Trient feierlich definiert hat, folgende Lehrzusammenfassung dem Abschnitt über das heilige Geheimnis der Eucharistie voranstellen: ,,Unser Erlöser hat beim letzten Abendmahl in der Nacht, da er überliefert wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, um dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauern zu lassen und so der Kirche, seiner geliebten Braut, eine Gedächtnisfeier seines Todes und seiner Auferstehung anzuvertrauen: das Sakrament huldvollen Erbarmens, das Zeichen der Einheit, das Band der Liebe, das Ostermahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird“[1].

5. Mit diesen Worten werden zugleich das Opfer, das zum Wesen der täglichen Meßfeier gehört, und das Sakrament hervorgehoben, an dem die Gläubigen durch die heilige Kommunion teilnehmen, indem sie das Fleisch Christi essen und sein Blut trinken und die Gnade empfangen, die der Anfang des ewigen Lebens und das ,,Heilmittel der Unsterblichkeit“ ist nach den Worten des Herrn: ,,Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben, und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag“[2].

6. Wir hoffen fest, daß aus der erneuerten Liturgie reiche Früchte eucharistischer Frömmigkeit hervorgehen werden, damit die heiligen Kirche unter diesem heilbringenden Zeichen der Frömmigkeit täglich fortschreite auf dem Weg zur vollkommenen Einheit[3] und alle, die sich Christen nennen, zur Einheit im Glauben und in der Liebe einlade und sie durch das Wirken der göttlichen Gnade allmählich dahinführe.

7. Diese ersten Früchte scheinen Uns greifbar zu werden in der Freude und in der Bereitwilligkeit, mit der die Gläubigen der katholischen Kirche die Konstitution über die heilige Liturgie und die liturgische Erneuerung aufgenommen haben; auch sind die Früchte zu erkennen in den vielen und guten Veröffentlichungen, die sich eine tiefere Erforschung und ein besseres Verständnis der Lehre über die heilige Eucharistie, besonders was ihre Beziehung zum Geheimnis der Kirche betrifft, zum Ziel gesetzt haben.

8. All dies ist für Uns ein Grund nicht geringer Tröstung und Freude, die Wir sehr gerne mit Euch, ehrwürdige Brüder, teilen möchten, damit auch Ihr mit Uns Gott, dem Geber alles Guten, dankt, der durch seinen Geist die Kirche lenkt und an Tugend zunehmen läßt.

9. Jedoch gibt es, ehrwürdige Brüder, gerade in dieser Angelegenheit Gründe für ernste pastorale Sorge und Beunruhigung, über die Wir angesichts der Verantwortung Unseres apostolischen Amtes nicht schweigen können.

10. Denn Wir haben erfahren, daß es unter denen, die über dieses heilige Geheimnis sprechen und schreiben, einige gibt, die über die privat gefeierten Messen, das Dogma der Wesensverwandlung und den eucharistischen Kult Ansichten verbreiten, die die Gläubigen beunruhigen und in ihnen nicht geringe Verwirrung bezüglich der Glaubenswahrheiten verursachen, als ob es jedem gestattet wäre, eine von der Kirche einmal definierte Lehre in Vergessenheit geraten zu lassen oder sie in einer Weise zu erklären, daß die wahre Bedeutung der Worte oder die geltenden Begriffe abgeschwächt werden.

11. Es ist beispielsweise nicht erlaubt, die sogenannte Messe ,,in Gemeinschaft“ so herauszustellen, daß den privat zelebrierten Messen Abbruch getan wird. Auch darf man die Sichtweise des sakramentalen Zeichens nicht so deuten, als ob die Symbolbedeutung, die nach allgemeiner Meinung der heiligen Eucharistie ohne Zweifel zukommt, die Sichtweise der Gegenwart Christi in diesem Sakrament ganz und erschöpfend zum Ausdruck bringe. Gleichfalls ist es nicht gestattet, das Geheimnis der Wesensverwandlung zu behandeln, ohne die wunderbare Wandlung der ganzen Substanz des Brotes in den Leib und der ganzen Substanz des Weines in das Blut Christi – von der das Konzil von Trient spricht – zu erwähnen, so als ob sie nur in einer sogenannten „Transsignifikation“ und ,,Transfinalisation“ bestünde. Schließlich geht es nicht an, eine Ansicht zu vertreten und zu praktizieren, derzufolge Christus, der Herr, in den konsekrierten Hostien, die nach der Feier des Meßopfers übrigbleiben, nicht mehr gegenwartig wäre.

12. Jeder sieht, wie in solchen oder ähnlichen in Umlauf gebrachten Ansichten der Glaube an die heilige Eucharistie und ihr Kult schwer verletzt werden.

13. Damit die vom Konzil geweckte Hoffnung auf ein neues Licht eucharistischer Frömmigkeit, die die ganze Kirche beseelt, durch die verbreiteten falschen Meinungen nicht zuschanden werden, haben Wir Uns entschlossen, zu Euch, ehrwürdige Brüder, über diese wichtige Sache zu sprechen und Euch kraft apostolischer Autorität mitzuteilen, was Wir davon halten.

14. Gewiß sprechen Wir denen, die solche sonderbaren Ansichten verbreiten, nicht das ehrliche Verlangen ab, ein so großes Geheimnis zu ergründen, seine unerschöpflichen Reichtümer darzulegen und den Menschen unserer Zeit das Verständnis dafür zu erschließen. Ja, Wir erkennen dieses Verlangen an und heißen es gut. Wir können aber die Ansichten nicht gutheißen, die sie vertreten, und Wir halten es für Unsere Pflicht, Euch vor der schweren Gefährdung des rechten Glaubens durch diese Ansichten zu warnen.

Die Eucharistie ist ein Glaubensgeheimnis

15. Vor allem wollen Wir Euch in Erinnerung rufen, was Euch zwar bekannt, aber was doch sehr notwendig ist, um jedes Gift des Rationalismus zu beseitigen, was bekannte Märtyrer mit ihrem Blut besiegelt und berühmte Kirchenväter und Kirchenlehrer ständig bekannt und gelehrt haben: Daß nämlich die Eucharistie ein ganz großes Geheimnis ist, ja, wie die heilige Liturgie sagt, Geheimnis des Glaubens im eigentlichen Sinn. ,,In ihm allein sind“, wie sehr weise Unser Vorgänger Leo XIII. sagte, ,,in einzigartiger Fülle und Vielfalt der Wunder alle übernatürlichen Wirklichkeiten enthalten“[4].

16. Es ist deshalb notwendig, daß wir uns besonders diesem Geheimnis demütig nahen, indem wir nicht menschlichen Vernunftgründen folgen, die verstummen müssen, sondern mit fester Überzeugung die göttliche Offenbarung annehmen.

17. Der heilige Johannes Chrysostomus, der – wie Ihr wißt – sich mit so großer Beredsamkeit und mit so tiefem religiösen Verständnis über das eucharistische Geheimnis äußerte, sagte einmal bei einer Unterweisung seiner Gläubigen hierüber sehr zutreffend: ,,Wir wollen Gott überall gehorchen und ihm nicht widersprechen, auch wenn das, was er sagt, unserem Denken und unserer Einsicht als widersprüchlich erscheint. Sein Wort habe den Vorrang vor unserem Denken und unserer Einsicht. So wollen wir uns auch gegenüber den [eucharistischen] Geheimnissen verhalten, indem wir nicht nur berücksichtigen, was die Sinne feststellen, sondern uns an seine Worte halten, denn sein Wort kann nicht täuschen“[5].

18. Dasselbe haben oft die Lehrer der Scholastik gesagt. Daß in diesem Sakrament der wahre Leib und das wahre Blut Christi ist, ,,kann man nicht mit den Sinnen feststellen“, sagt der heilige Thomas, ,,sondern nur durch den Glauben, der sich auf die Autorität Gottes stützt. Im Kommentar zu Lukas 22, 19 ,Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird‘, sagt Cyrill deswegen: Zweifele nicht, ob das wahr ist, sondern nimm vielmehr gläubig die Worte des Erlösers an, der nicht lügt, weil er die Wahrheit ist“[6].

19. Die Worte des Doktor Angelicus aufgreifend, singt das christliche Volk sehr oft: ,,Augen, Mund und Hände täuschen sich in dir, doch des Wortes Botschaft offenbart dich mir. Was Gott Sohn gesprochen, nehm ich glaubend an; er ist selbst die Wahrheit, die nicht trügen kann“.

20. Ebenso sagt der heilige Bonaventura: ,,Daß Christus im Sakrament wie in einem Zeichen ist, bereitet keine Schwierigkeit; daß er aber wahrhaft im Sakrament ist, wie er im Himmel ist, das bereitet die größte Schwierigkeit. Das also zu glauben, ist höchst verdienstlich“[7].

21. Dasselbe deutet das Evangelium an, wenn es berichtet, daß viele von den Jüngern Christi, nachdem sie die Rede vom Essen seines Fleisches und Trinken seines Blutes gehört hatten, sich abwandten und den Herrn verließen mit den Worten: ,,Was er sagt ist unerträglich, wer kann das anhören?“ Als Jesus fragte, ob auch die Zwölf fortgehen wollten, bekannte Petrus dagegen bereitwillig und entschlossen seinen und der Apostel Glauben mit der wunderbaren Antwort: ,,Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“[8].

22. Es ist also folgerichtig, daß wir bei der Ergründung dieses Geheimnisses wie einem Stern dem Lehramt der Kirche folgen, der der göttliche Erlöser das geschriebene und überlieferte Wort Gottes anvertraut hat, damit sie es bewahre und auslege. Dabei sind wir überzeugt, daß, ,,wenn es auch durch den Verstand nicht erfaßt und durch das Wort nicht erklärt wird, so doch wahr ist, was von alters her im wahren katholischen Glauben in der ganzen Kirche verkündet und geglaubt wird“[9].

23. Aber nicht genug damit. Bei Wahrung der Unversehrtheit des Glaubens ist es auch notwendig, eine geeignete Ausdrucksweise beizubehalten, damit durch den Gebrauch der Lehre nicht entsprechender Worte uns, was ferne sei, nicht falsche Ansichten in den Sinn kommen über die grundlegenden Glaubenswahrheiten. Hierzu mahnt nachdrücklich der heilige Augustinus, wenn er die unterschiedliche Sprechweise behandelt, der sich die Philosophen bedienen und der sich die Christen bedienen sollen: ,,Die Philosophen verwenden die Worte nach ihrem Gutdünken ohne Rücksicht darauf, bei sehr schwer verständlichen Dingen religiöses Empfinden zu verletzen.Wir hingegen müssen eine festgelegte Ausdrucksweise befolgen, damit nicht ein beliebiger Wortgebrauch hinsichtlich des Gemeinten eine falsche Ansicht hervorruft“[10].

24. Der Sprachgebrauch, den die Kirche in jahrhundertelanger Mühe nicht ohne den Beistand des Heiligen Geistes entwickelt und durch die Autorität der Konzilien bestätigt hat, der häufig Ausweis und Banner der Rechtgläubigkeit geworden ist, muß ehrfürchtig bewahrt werden. Niemand wage es, ihn nach seinem Gutdünken oder unter dem Vorwand einer neuen Erkenntnis zu ändern. Wer könnte je dulden, daß die dogmatischen Formeln, die von den ökumenischen Konzilien für die Geheimnisse der Heiligsten Dreifaltigkeit und der Menschwerdung gebraucht wurden, für die Menschen unserer Zeit als nicht mehr geeignet erklärt werden und daß sie durch andere ersetzt werden? In gleicher Weise kann man nicht dulden, daß jeder auf eigene Faust die Formel antasten wollte, mit denen das Konzil von Trient das eucharistische Geheimnis zu glauben vorgelegt hat. Denn in diesen – wie in den anderen Formeln, deren sich die Kirche bedient, um die Dogmen des Glaubens vorzulegen – werden Vorstellungen ausgedrückt, die nicht an eine bestimmte Kulturform, nicht an eine bestimmte Phase wissenschaftlichen Fortschritts noch an diese oder jene theologische Schule gebunden sind. Vielmehr geben sie wieder, was der menschliche Geist über die Wirklichkeit in der universalen und notwendigen Erfahrung ausmacht und mit geeigneten und bestimmten Worten bezeichnet, die der Umgangssprache oder der gehobenen Sprache entnommen sind. Deswegen sind diese Formeln den Menschen aller Zeiten und aller Orte angepaßt.

25. Sie können allerdings mit großem Nutzen klarer und tiefer erklärt werden, nie aber in einem anderen Sinn, als in dem sie gebraucht wurden, so daß mit dem Fortschritt des Glaubensverständnisses die Glaubenswahrheit unberührt bleibt. Wie das 1. Vatikanische Konzil lehrt, ist in den heiligen Dogmen „immer jener Sinn beizubehalten, den die heilige Mutter Kirche einmal erklärt hat. Und es ist nicht erlaubt, von dieser Bedeutung unter dem Vorwand und im Namen eines tieferen Verständnisses abzugehen“[11].

Das eucharistische Mysterium wird im Messopfer bewirkt

26. Zur gemeinsamen Erbauung und Freude aller möchten Wir mit Euch, ehrwürdige Brüder, von neuem die Lehre über das eucharistische Mysterium bewußt machen, an der die katholische Kirche als überliefert festhält und die sie einmütig lehrt.

27. Es ist von Nutzen, sich vor allem an das zu erinnern, was gleichsam die Zusammenfassung und der Gipfel der Lehre ist: Durch das eucharistische Mysterium wird auf wunderbare Weise das Kreuzesopfer gegenwärtig, das einmal auf Kalvaria vollbracht wurde; es wird immer ins Gedächtnis zurückgerufen, und seine heilbringende Kraft kommt in der Vergebung der Sünden, die täglich von uns begangen werden, zur Wirkung[12].

28. Christus der Herr hat durch die Einsetzung des eucharistischen Mysteriums mit seinem Blut den Neuen Bund begründet, dessen Mittler er ist, wie einst Moses den Alten Bund mit dem Blut von Kälbern geschlossen hat[13]. Wie die Evangelisten berichten, nahm er beim letzten Abendmahl ,,Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und reichte es ihnen mit den Worten: ,Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sagte: ,Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird‘“[14]. Indem er aber den Aposteln den Auftrag gab, es zu seinem Andenken zu tun, wollte er, daß es immerdar erneuert werde. Das hat die Urkirche treu ausgeführt, indem sie in der Lehre der Apostel verharrte und zur Feier des eucharistischen Opfers zusammenkam. ,,Sie hielten“, wie der heilige Lukas sorgfältig berichtet, ,,an der Lehre der Apostel fest, am Brechen des Brotes und an den Gebeten“[15]. Und so groß war der Eifer, den die Gläubigen daraus empfingen, daß man von ihnen sagen konnte: ,,Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele“[16].

29. Der Apostel Paulus, der uns auf das Treueste überliefert hat, was er vom Herrn empfangen hatte[17], spricht deutlich vom eucharistischen Opfer, wenn er den Christen darlegt, daß sie an den heidnischen Opfern nicht teilnehmen dürfen, weil sie des Tisches des Herrn teilhaftig geworden sind: ,,Ist der Kelch des Segens, über den wir den Segen sprechen, nicht Teilhabe am Blut Christi? Ist das Brot, das wir brechen, nicht Teilhabe am Leib Christi? … Ihr könnt nicht den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der Dämonen. Ihr könnt nicht Gäste sein am Tisch des Herrn und am Tisch der Dämonen“[18]. Dieses neue Opfer des Neuen Bundes, auf das Maleachi im voraus hingewiesen hatte[19], hat die Kirche, vom Herrn und den Aposteln belehrt, immer dargebracht, ,,nicht nur für die Sünden der lebenden Gläubigen, für ihre Strafen, Genugtuungen und andere Nöte, sondern auch für die in Christus Verstorbenen, die noch nicht vollkommen gereinigt sind“[20].

30. An ein Zeugnis erinnern Wir noch, um von den übrigen zu schweigen, nämlich an das des heiligen Cyrill von Jerusalem, der bei der Unterweisung der Neugetauften im christlichen Glauben die beachtenswerten Worte sprach: ,,Nachdem das geistliche Opfer, der unblutige Kult vollendet ist, flehen wir über diesem Versöhnungsopfer Gott an für den allgemeinen Frieden der Kirchen, für die rechte Ordnung der Welt, für die Kaiser, das Heer und die Bundesgenossen, für die Kranken und Betrübten, und insgemein für alle Hilfsbedürftigen bitten wir und bringen wir dieses Opfer dar … Dann bitten wir auch für die entschlafenen heiligen Väter und Bischöfe und für alle insgemein, die unter uns entschlafen sind, weil wir glauben, daß das Gebet jenen Seelen, für die es dargebracht wird, am meisten hilft, wenn das heilige und ehrfurchtgebietende Opfer auf dem Altar liegt“. Nachdem er diesen Gegenstand mit dem Beispiel des Kranzes erläutert hat, der für den Kaiser geflochten wird, damit er den Verbannten Verzeihung gewähre, schließt der Kirchenlehrer seine Predigt mit den Worten: ,,Auf die gleiche Weise verhalten auch wir uns; wenn wir für die Verstorbenen, obgleich sie Sünder sind, Gott Gebete darbringen, so flechten wir zwar keinen Kranz, sondern wir bringen den für unsere Sünden geopferten Christus dar, um Gott, der die Menschen liebt, ihnen und uns gnädig zu stimmen“[21].

31. Der heilige Augustinus bezeugt, daß dieser Brauch, ,,das Opfer unseres Lösepreises“ auch für die Verstorbenen darzubringen, in der Römischen Kirche lebendig ist.[22] Gleichzeitig bemerkt er, daß der Brauch als von den Vätern überliefert von der ganzen Kirche gehalten wird.[23]

32. Aber es ist noch etwas anderes, was Wir hinzufügen möchten, weil es sehr dazu dient, das Geheimnis der Eucharistie zu illustrieren. Die ganze Kirche, die mit Christus zusammen das Amt des Priesters und Opfers ausübt, bringt das Meßopfer dar und wird in ihm auch selbst ganz dargebracht. Diese in der Tat wunderbare Lehre wurde schon von den Vätern vorgetragen.[24]Unser Vorgänger Pius XII. hat sie vor einigen Jahren dargelegt[25], und neuerdings hat das 2. Vatikanische Konzil sie in der Konstitution über die Kirche im Abschnitt über das Volk Gottes ausgedrückt.[26] Wir wünschen sehr, daß sie bei aller notwendigen Wahrung des nicht nur gradmäßigen, sondern wesensmäßigen Unterschieds zwischen dem gemeinsamen und dem hierarchischen Priestertum[27] immer wieder erklärt und den Gläubigen tief eingeprägt werde; sie ist nämlich sehr geeignet, die eucharistische Frömmigkeit zu fördern, die Würde aller Gläubigen zu betonen und sie anzueifern, den Gipfel der Heiligkeit zu erreichen oder, was dasselbe ist, mit einer hochherzigen Selbsthingabe sich ganz der göttlichen Majestät zu eigen zu geben.

33. Außerdem muß an die Folgerung, die sich daraus für den ,,öffentlichen und sozialen Charakter jeder Messe“ ergibt[28], erinnert werden. Jede Messe nämlich, auch wenn sie privat vom Priester zelebriert wird, ist dennoch nicht privat, sondern ein Handeln Christi und der Kirche; die Kirche lernt ja im Opfer, das sie darbringt, sich selbst als ein universales Opfer darzubringen, und sie wendet die einzige und unendlich erlösende Kraft des Kreuzesopfers der ganzen Welt zum Heile zu. Denn jede Messe, die zelebriert wird, wird nicht nur für das Heil einiger, sondern auch für das Heil der ganzen Welt dargebracht. Daraus folgt: Wenn der Feier der Messe die häufige und tätige Teilnahme der Gläubigen gewissermaßen wesensgemäß höchst angemessen ist, ist doch eine Messe nicht zu tadeln, sondern vielmehr gutzuheißen, die nach den Vorschriften der Kirche und den rechtmäßigen Traditionen aus gerechtem Grund vom Priester privat gehalten wird, auch wenn nur ein Ministrant dient und antwortet; aus ihr kommt nämlich kein geringes, sondern ein sehr großes Maß besonderer Gnaden zum Heil sowohl des Priesters selbst als auch des gläubigen Volkes, der gesamten Kirche und der ganzen Welt. Dieses Maß an Gnaden wird durch den Kommunionempfang allein nicht erlangt.

34. Darum empfehlen Wir also väterlich und ernstlich den Priestern, die Unsere besondere Freude und Unsere Krone im Herrn sind, daß sie eingedenk sind der Vollmacht, die sie durch den weihenden Bischof empfangen haben, nämlich das Opfer Christi darzubringen und Messen zu zelebrieren sowohl für die Lebenden als auch für die Verstorbenen im Namen des Herrn[29],daß sie täglich würdig und andächtig die Messe feiern, damit sie selbst und die übrigen Christgläubigen die Zuwendung der Früchte genießen, die aus dem Kreuzesopfer überreich hervorgehen. So werden sie auch am meisten zum Heil des Menschengeschlechtes beitragen.

Im Messopfer wird Christus sakramental gegenwärtig

35. Die kurzen Ausführungen zum Meßopfer veranlassen Uns, auch einiges über das Sakrament der Eucharistie anzuführen, denn beides, Opfer und Sakrament, gehören zum selben Mysterium; das eine kann nicht vom anderen getrennt werden. Der Herr wird ja dann im Meßopfer – in welchem das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und dessen heilbringende ,Kraft zugewendet wird – unblutig geopfert, wenn er kraft der Wandlungsworte beginnt, sakramental gegenwärtig zu sein, gleichsam als geistige Speise der Gläubigen, unter den Gestalten von Brot und Wein.

36. Wir wissen alle wohl, daß es nicht nur eine einzige Weise gibt, in der Christus seiner Kirche gegenwärtig ist. Es ist nützlich, die beglückende Tatsache, die die Konstitution über die heilige Liturgie kurz dargelegt hat[30], etwas weiter auszuführen. Gegenwärtig ist Christus seiner Kirche, wenn sie betet, da er selbst es ist, der ,,für uns betet und in uns betet, zu dem wir beten; er betet für uns als unser Priester, er betet in uns als unser Haupt, und wir beten zu ihm als unserem Gott“[31]. Er selbst hat ja versprochen: ,,Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“[32]. Gegenwärtig ist er in seiner Kirche, wenn sie Werke der Barmherzigkeit ausübt, nicht nur weil wir, wenn wir einem seiner geringsten Brüder Gutes tun, dieses Christus selbst tun[33], sondern auch weil Christus es ist, der durch die Kirche diese Werke tut, indem er beständig dem Menschen mit seiner göttlichen Liebe zu Hilfe kommt. Gegenwärtig ist er seiner Kirche, die auf der Pilgerfahrt ist und zum Hafen des ewigen Lebens zu gelangen strebt, da er selbst durch den Glauben in unseren Herzen wohnt[34] und in ihr die Liebe ausgießt durch den Heiligen Geist, den er uns gibt.[35]

37. Auf eine andere Weise zwar, aber ganz wirklich ist er seiner Kirche gegenwärtig, wenn sie predigt, da das Evangelium, das verkündet wird, das Wort Gottes ist, und nur im Namen und in der Autorität Christi, des fleischgewordenen Wortes Gottes, unter seinem Beistand, verkündet wird, damit ,,eine Herde sicher geborgen unter einem Hirten sei“[36].

38. Gegenwärtig ist er seiner Kirche, wenn sie das Volk Gottes regiert und leitet, da die heilige Vollmacht von Christus ist, und den Hirten, die sie ausüben, Christus beisteht, ,,der Hirt der Hirten“[37], gemäß seinem Versprechen an die Apostel.

39. Darüber hinaus – und zwar auf eine höherwertige Weise – ist Christus seiner Kirche gegenwärtig, wenn sie das Meßopfer in seinem Namen darbringt; und er ist bei ihr, wenn sie die Sakramente spendet. Bezüglich der Gegenwart Christi bei der Darbringung des Meßopfers möchte man an das erinnern, was der heilige Chrysostomus voll Bewunderung trefflich gesagt hat: ,,Ich möchte etwas ganz Erstaunliches anführen, aber erschreckt nicht und beunruhigt euch nicht. Was ist das? Die Opfergabe ist dieselbe, wer auch immer opfert, sei es Paulus, sei es Petrus; es ist dieselbe, die Christus den Jüngern gab und die nun die Priester darbringen; diese Opfergabe ist um nichts geringer, da nicht Menschen sie heiligen, sondern er selbst es ist, der sie geheiligt hat. Wie nämlich die Worte, die Gott gesprochen hat, dieselben sind wie die, die nun der Priester sagt, so ist auch die Opferung dieselbe“[38]. Daß aber die Sakramente Taten Christi sind, der sie durch Menschen spendet, weiß jeder. Und deshalb sind die Sakramente aus sich selbst heilig und gießen durch die Kraft Christi dem Herzen Gnade ein, während sie zeichenhaft vollzogen werden. Diese verschiedenen Weisen der Gegenwart erfüllen den Geist mit Staunen und führen zur Betrachtung des Geheimnisses der Kirche. Aber ein anderer, ganz besonderer Grund ist es, warum Christus seiner Kirche gegenwärtig ist im Sakrament der Eucharistie und weswegen dieses Sakrament im Vergleich zu den anderen Sakramenten ,,inniger an Andacht, schöner in seinem Sinngehalt, heiliger in seinem Wesen ist“[39]: es enthält nämlich Christus selbst und ist ,,gewissermaßen die Vollendung des geistlichen Lebens und das Ziel aller Sakramente“[40].

40. Diese Gegenwart wird ,,wirklich“ genannt, nicht im ausschließenden Sinn, als ob die anderen nicht ,,wirklich“ wären, sondern in einem hervorhebenden Sinn, weil sie wesentlich ist, wodurch der ganze und unversehrte Christus, Gott und Mensch, gegenwärtig wird.[41]Falsch würde also jemand diese Weise der Gegenwart durch eine angebliche, sogenannte ,,pneumatische“ allgegenwärtige Natur des glorreichen Leibes Christi erklären oder wenn er sie auf ein symbolisches Verständnis einengt, als ob dieses erhabenste Sakrament nichts anderes sei als ein wirksames Zeichen ,,für die geistige Gegenwart Christi und seiner innigsten Verbindung mit den gläubigen Gliedern im mystischen Leib“[42].

41. Freilich haben über den symbolischen Sinn der Eucharistie – besonders hinsichtlich der Einheit der Kirche – die Väter und die Lehrer der Scholastik viel gehandelt; das Konzil von Trient hat bei der Zusammenfassung ihrer Lehre erklärt, daß unser Erlöser in seiner Kirche die Eucharistie hinterlassen hat ,,gleichsam als Symbol … ihrer Einheit und Liebe, durch die er alle Christen unter sich verbunden und geeint wissen wollte“, und zwar ,,als Symbol jenes einen Leibes, dessen Haupt er selbst ist“[43].

42. Schon zu Beginn der frühen christlichen Literatur schrieb der unbekannte Autor der ,,Didache oder Zwölf-Apostel-Lehre“ hierzu: ,,Was die Eucharistie angeht, so sagt so Dank: … Wie dieses gebrochene Brot über die Berge zerstreut war und gesammelt zu einem geworden ist, so soll deine Kirche von den Enden der Erde in dein Reich zusammengeführt werden“[44].

43. Ebenso sagt der heilige Cyprian bei seinem Drängen auf die Einheit der Kirche gegen das Schisma: ,,Endlich erklären auch die Herrenopfer selbst die Einmütigkeit der Christen, die mit fester und unzertrennlicher Liebe verbunden sind; denn wenn der Herr seinen Leib ein Brot nennt, das durch die Vereinigung vieler Körner geworden ist, bezeichnet er unser Volk, das er aufrechterhält, als ein geeintes, und wenn er sein Blut Wein nennt, der aus vielen Trauben und Beeren ausgepreßt in eins gebracht ist, bezeichnet er ebenso unsere Herde, die durch die Mischung einer vereinigten Vielheit verbunden ist“[45].

44. Übrigens ging allen bereits der Apostel vorauf, wenn er an die Korinther schrieb: ,,Ein Brot ist es. Darum sind wir viele ein Leib; denn wir alle haben teil an dem einen Brot“[46].

45. Aber wenn uns auch der symbolische Sinn der Eucharistie zum Verständnis der diesem Sakrament eigenen Wirkung, die die Einheit des mystischen Leibes ist, in geeigneter Weise hinführt, so erklärt er doch nicht das Wesen des Sakramentes, wodurch es sich von anderen unterscheidet, noch drückt er es aus. Denn die Unterweisung, die die katholische Kirche zu allen Zeiten den Katechumenen gegeben hat, das Empfinden des christlichen Volkes, die vom Trienter Konzil definierte Lehre und die Worte Christi selbst, mit denen er die heilige Eucharistie eingesetzt hat, verpflichten uns zu dem Bekenntnis, daß die ,,Eucharistie das Fleisch unseres Heilandes Jesus Christus ist, das für unsere Sünden gelitten hat und das der Vater in seiner Güte auferweckt hat“[47]. Diesen Worten des heiligen Ignatius von Antiochien kann man hinzufügen, was Theodor von Mopsuestia – in diesem Punkt ein treuer Zeuge des Glaubens der Kirche – dem Volke sagte: ,,Denn der Herr sagte nicht: das ist ein Symbol meines Leibes, und das ist ein Symbol meines Blutes, sondern: ,Das ist mein Leib und mein Blut.‘ Er lehrt uns, nicht auf die Natur des vorliegenden sinnenfälligen Gegenstandes zu achten, denn diese ist durch die Danksagung und die Worte, die über sie gesprochen wurden, in das Fleisch und Blut verwandelt worden“[48].

46. Gestützt auf diesen Glauben der Kirche, erklärte die Synode von Trient ,,offen und eindeutig, daß in dem erhabenen Sakrament der Eucharistie nach der Konsekration von Brot und Wein unser Herr Jesus Christus als wahrer Gott und Mensch wahrhaft, wesentlich und wirklich unter der Gestalt jener sichtbaren Dinge gegenwärtig ist“. Deswegen ist unser Erlöser nach seiner Menschheit gegenwärtig nicht nur zur Rechten des Vaters, nach der natürlichen Existenzweise, sondern zugleich auch im Sakrament der Eucharistie, ,,in einer Daseinsweise, die wir zwar kaum in Worten auszudrücken vermögen, dennoch mit der vom Glauben erleuchteten Vernunft als für Gott möglich erkennen können und standhaft glauben müssen“[49].

Christus der Herr ist im Sakrament der Eucharistie gegenwärtig durch die Wesensverwandlung

47. Damit aber niemand diese Weise der Gegenwart, die über die Naturgesetze hinausgeht und das größte aller Wunder in seiner Art bewirkt[50], falsch verstehe, sollten wir mit aufnahmebereitem Geist der Stimme der lehrenden und betenden Kirche folgen. Nun versichert uns diese Stimme – Echo der Stimme Christi -, daß Christus in diesem Sakrament nicht anders gegenwärtig wird als durch die Wandlung der ganzen Substanz des Brotes in seinen Leib und der ganzen Substanz des Weines in sein Blut, eine ganz wunderbare und einzigartige Wandlung, die die katholische Kirche passend und im eigentlichen Sinn Wesensverwandlung nennt.[51] Nach der Wesensverwandlung erhalten die Gestalten des Brotes und Weines ohne Zweifel eine neue Bedeutung und einen neuen Zweck, da sie von da an nicht mehr gewöhnliches Brot und gewöhnlicher Trank sind, sondern Zeichen einer heiligen Sache und Zeichen geistiger Speise; aber sie erhalten deshalb eine neue Bedeutung und einen neuen Zweck, weil sie eine neue ,,Wirklichkeit“ enthalten, die wir mit Recht ontologisch nennen. Denn unter den vorhin genannten Gestalten ist nicht mehr das, was vorher war, sondern etwas ganz Anderes; und zwar nicht nur in der Glaubensmeinung der Kirche, sondern in der Sache selbst, da nach der Wandlung der Substanz oder des Wesens des Brotes und Weines in den Leib und das Blut Christi von Brot und Wein nichts bleiben als die Gestalten, unter denen der ganze und unversehrte Christus in seiner physischen Wirklichkeit auch körperlich gegenwärtig ist, wenn auch nicht auf die Weise, in der Körper sich an ihrem Ort befinden.

48. Darum hielten es die Väter für wichtig, die Gläubigen zu ermahnen, daß sie bei der Betrachtung dieses erhabensten Sakramentes nicht den Sinnen trauen, die die Eigenschaften von Brot und Wein wiedergeben, sondern den Worten Christi, die eine solche Kraft haben, daß sie das Brot und den Wein in seinen Leib und sein Blut wandeln, umformen und ,,zu neuen Elementen machen“; da ja, wie dieselben Väter oft sagen, die Kraft, die das vollbringt, dieselbe Kraft des allmächtigen Gottes ist, die am Anfang der Zeit das All aus dem Nichts geschaffen hat.

49. ,,Durch dies belehrt und durchdrungen von dem sichersten Glauben“, sagt der heilige Cyrill von Jerusalem am Schluß seiner Predigt über die Glaubensgeheimnisse, ,,daß das, was Brot scheint, kein Brot ist, trotz des Geschmackseindrucks, sondern der Leib Christi, und das, was Wein scheint, kein Wein ist, auch wenn es dem Geschmack so vorkommt, sondern das Blut Christi … mach dein Herz stark, indem du jenes Brot als geistliches nimmst, und mach dein inneres Antlitz froh“[52].

50. Der heilige Chrysostomus betont: ,,Nicht der Mensch bewirkt, daß die Gaben Leib und Blut Christi werden, sondern Christus selbst, der für uns gekreuzigt worden ist. Der Priester, der jene Worte spricht, stellt Christus dar, aber die Kraft und die Gnade ist Gottes. ,Das ist mein Leib‚, sagt er; dieses Wort wandelt die Gaben“[53]

51. Dem Bischof Johannes von Konstantinopel stimmt der Bischof Cyrill von Alexandrien zu, der in seinem Kommentar zum Matthäusevangelium schreibt: ,,Er sagte aber hinweisend ,das ist mein Leib‘ und ,das ist mein Blut‘, damit man nicht glaubt, das, was sichtbar ist, sei nur ein Bild, sondern daß auf geheimnisvolle Weise vom allmächtigen Gott wahrhaft die Opfergaben umgewandelt werden in den Leib und das Blut Christi, durch die wir – ihrer teilhaft geworden – die lebendige und heiligende Kraft Christi empfangen“[54].

52. Ambrosius, der Bischof von Mailand, spricht klar die eucharistische Wandlung aus: ,,Stimmen wir zu , sagte er, ,,daß es nicht das ist, was die Natur geformt hat, sondern was die Segnung geheiligt hat, und daß die Segnung eine größere Kraft hat als die Natur, weil durch sie auch die Natur selbst geändert wird“. Im Bestreben, die Wahrheit des Geheimnisses zu bekräftigen, führt er viele Beispiele von in der Heiligen Schrift berichteten Wundern an, unter ihnen auch die Geburt Jesu Christi aus der Jungfrau Maria; nachdem er dann auf das Werk der Schöpfung hingewiesen hat, schließt er mit den Worten: ,,Das Wort Christi also, das das aus Nichts machen kann, was vorher nicht war, kann es nicht das, was ist, in etwas verändern, was es vorher nicht war? Denn es ist nicht geringer, den Dingen eine neue Natur zu geben als ihre Natur zu ändern“[55].

53. Aber es ist nicht notwendig, viele Zeugnisse zusammenzutragen. Es hilft mehr, an die Festigkeit des Glaubens zu erinnern, mit der die Kirche einstimmig Berengar widerstand, der den Schwierigkeiten der menschlichen Vernunft nachgab und zuerst die eucharistische Wandlung zu leugnen gewagt hat; die Kirche hat ihm mehrmals Verurteilung angedroht, wenn er nicht widerrufe. Unser Vorgänger, der heilige Gregor VII., befahl ihm folgenden Eid zu schwören: ,,Ich glaube von Herzen und bekenne mit dem Mund, daß das Brot und der Wein, die auf den Altar gelegt werden, durch das Geheimnis des heiligen Gebetes und die Worte unseres Erlösers wesentlich gewandelt werden in das wahre und eigene und lebenspendende Fleisch und Blut Jesu Christi, unseres Herrn, und daß es nach der Wandlung der wahre Leib Christi ist, der aus der Jungfrau geboren wurde, der für das Heil der Welt geopfert am Kreuze hing und der zur Rechten des Vaters sitzt, sowie das wahre Blut Christi, das aus seiner Seite vergossen wurde, nicht nur durch das Zeichen und die Kraft des Sakramentes, sondern in der eigenen Natur und in seiner wirklichen Substanz“[56].

54. Mit diesen Worten stimmt als wunderbares Beispiel der Unveränderlichkeit des katholischen Glaubens überein, was die Ökumenischen Konzilien vom Lateran, von Konstanz, von Florenz und schließlich von Trient über das Geheimnis der eucharistischen Wandlung beständig durch die Darlegung der Lehre der Kirche und die Verurteilung der Irrtümer gelehrt haben.

55. Nach dem Trienter Konzil rief Unser Vorgänger Pius VI. angesichts der Irrtümer der Synode von Pistoia nachdrücklich dazu auf, daß die Pfarrer in ihrer Unterweisung nicht unterlassen sollen, die Wesensverwandlung zu erwähnen, die zu den Artikeln des Glaubens gehört.[57] Ebenso hat Unser Vorgänger Pius XII. an die Grenzen erinnert, die jene nicht überschreiten dürfen, die über das Geheimnis der Wesensverwandlung scharfsinnig disputieren.[58] Wir selbst haben beim Eucharistischen Kongreß Italiens in Pisa vor kurzem gemäß Unserem apostolischen Amt den Glauben der Kirche offen und feierlich bezeugt.[59]

56. Im übrigen hat die katholische Kirche den Glauben an die Gegenwart des Leibes und Blutes Christi in der Eucharistie nicht nur in der Lehre, sondern auch im Leben festgehalten, da sie dieses so große Sakrament zu allen Zeiten mit dem latreutischen Kult, der nur Gott gebührt, verehrt hat. Davon sagt der heilige Augustinus: ,,In seinem Fleisch ist der Herr auf Erden gewandelt, und dieses Fleisch hat er uns zur Speise, zum Heil gegeben; niemand aber ißt dieses Fleisch, bevor er es nicht angebetet hat … und wir sündigen keineswegs, wenn wir es anbeten, sondern wir sündigen, wenn wir es nicht anbeten“[60].

Der Kult der Anbetung, der dem Sakrament der Eucharistie gebührt

57. Die katholische Kirche hat diesen Kult der Anbetung, der dem Sakrament der Eucharistie gebührt, nicht nur innerhalb der Meßfeier, sondern auch außerhalb erwiesen und erweist ihn auch heute noch, indem sie die konsekrierten Hostien mit größter Sorgfalt aufbewahrt, sie den Gläubigen zur feierlichen Verehrung darbietet und sie in Prozessionen unter freudiger Anteilnahme des Volkes umherträgt.

58. Für diese Art der Verehrung haben wir zahlreiche altkirchliche Zeugnisse. So schärften die Seelsorger den Gläubigen immer wieder ein, die heilige Eucharistie, die sie bei sich zu Hause hatten, mit großer Ehrfurcht aufzubewahren. Der heilige Hippolyt z.B. mahnt nachdrücklich: ,,Der Leib Christi soll von den Gläubigen genossen, aber nicht verunehrt werden“[61].

59. Die Gläubigen hielten sich auch wirklich für schuldig – und mit vollem Recht, wie Origenes schreibt -, wenn nach dem Erhalt des Herrenleibes trotz aller Vorsicht und Ehrfurcht etwas davon durch Nachlässigkeit verlorenging.[62]

60. Novatian, dem man in diesem Punkt glauben kann, bezeugt, daß die Seelsorger jeden vorkommenden Mangel an gebührender Ehrfurcht streng tadelten; er hielt jeden der Verdammung würdig, ,,der nach Beendigung des Gottesdienstes die Eucharistie wie üblich mit sich führt … und den heiligen Leib des Herrn bei sich tragend“ nicht in sein Haus, sondern ins Theater geht.[63]

61. Der heilige Cyrill von Alexandrien weist die Auffassung, die heilige Eucharistie werde für die Heiligung wertlos, wenn das, was von ihr übrigbleibe, für den nächsten Tag aufbewahrt werde, als unsinnig zurück. ,,Denn“, so sagt er, ,,weder Christus noch sein heiliger Leib werden geändert; vielmehr bleiben die Kraft, die Macht und die bleibende lebenspendende Gnade der Segnung fortbestehen“[64].

62. Man darf weiter nicht außer acht lassen, daß die Gläubigen früher in Zeiten der Verfolgung oder wenn sie aus Liebe zum monastischen Leben in der Einsamkeit lebten, sich auch täglich mit der heiligen Eucharistie stärkten und – wenn kein Priester oder Diakon zugegen war – sich selbst die heilige Kommunion reichten.[65]

63. Dies führen Wir aber nicht an, um etwas an dem später durch Kirchengesetze vorgeschriebenen und auch heute geltenden Brauch zu ändern, wie die Eucharistie aufbewahrt und die heilige Kommunion empfangen wird; vielmehr sagen Wir es, um des Glaubens der Kirche froh zu werden, der stets ein und derselbe bleibt.

64. Diesem gleichen Glauben verdankt auch das Fronleichnamsfest seinen Ursprung, das zum ersten Mal in der Diözese Lüttich, besonders durch das Bemühen der seligen Dienerin Gottes Juliana vom Kornelienberg, gefeiert wurde. Unser Vorgänger Urban IV. führte es für die ganze Kirche ein. Unter dem Einfluß der göttlichen Gnade entstanden im Laufe der Zeit immer mehr Einrichtungen eucharistischer Frömmigkeit. In ihnen bemüht sich die katholische Kirche gleichsam wetteifernd, Christus Ehre zu erweisen, ihm für ein so großes Geschenk zu danken und seine Barmherzigkeit zu erflehen.

Mahnung zur Förderung eucharistischen Kultes

65. Wir bitten Euch daher, ehrwürdige Brüder, diesen Glauben, der ja nichts anderes will als treu an den Worten Christi und der Apostel festzuhalten, von allen falschen und schädlichen Auffassungen freizuhalten, ihn unter dem Eurer wachen Sorge anvertrauten Volk rein und unversehrt zu bewahren und den eucharistischen Kult, in den schließlich alle übrigen Formen der Frömmigkeit hineinführen und einmünden müssen, in Wort und Tat unermüdlich zu fördern.

66. Dringt darauf, daß die Gläubigen es mehr und mehr einsehen und erfahren: ,,Wer leben will, findet hier, wo und wovon er leben kann. Er trete hinzu, er glaube, lasse sich eingliedern, damit er belebt werde. Er verzichte nicht auf die Verbindung mit den Gliedern; er sei kein abgestorbenes Glied, das abgeschnitten zu werden verdient, kein entstelltes, dessen man sich schämen muß; er sei vielmehr ein schönes, taugliches und gesundes Glied; er bleibe verbunden mit dem Leib, er lebe für Gott und von Gott; er mühe sich jetzt auf Erden, um dann im Himmel zu herrschen“[66].

67. Die Gläubigen mögen so oft wie möglich, am besten täglich, tätig am Meßopfer teilnehmen, mit reinem und frommem Herzen sich durch die heilige Kommunion stärken und Christus, dem Herrn, auch gebührend für ein so großes Geschenk danken. Sie mögen an folgende Worte denken: ,,Der Wunsch Jesu Christi und der Kirche, daß alle Gläubigen täglich zum heiligen Mahl hinzutreten, hat vor allem den Sinn, daß sie – durch das Sakrament mit Gott verbunden – daraus Kraft schöpfen, die Leidenschaften zu beherrschen, die täglichen läßlichen Sünden zu tilgen und sich vor dem Fall in schwere Sünden, dem die menschliche Schwachheit immer ausgesetzt ist, zu bewahren“[67]. Außerdem sollen sie es nicht unterlassen, das allerheiligste Sakrament, – das an einem bevorzugten Ort und mit größter Ehrfurcht den liturgischen Gesetzen entsprechend in den Kirchen aufzubewahren ist – tagsüber zu besuchen; eine solche Besuchung ist ein Beweis der Dankbarkeit und ein Zeichen der Liebe und der schuldigen Verehrung gegenüber Christus, dem Herrn, der hierin gegenwärtig ist.

68. Es liegt auf der Hand, daß die heilige Eucharistie dem christlichen Volk eine unschätzbare Würde verleiht. Denn nicht nur dann, wenn das Opfer dargebracht und das Sakrament vollzogen wird, sondern auch nach der Darbringung des Opfers und nach dem Vollzug des Sakramentes, bei der Aufbewahrung der heiligen Eucharistie in den Kirchen oder in den Oratorien, ist Christus der wahre Emanuel, d.h. der ,,Gott mit uns“. Tag und Nacht weilt er in unserer Mitte und wohnt in uns voll der Gnade und Wahrheit.[68] Er formt unser sittliches Verhalten, er nährt die Tugenden, tröstet die Trauernden, stärkt die Schwachen und lädt alle, die zu ihm kommen, zu seiner Nachfolge ein, damit sie an seinem Beispiel lernen, sanftmütig und demütig von Herzen zu sein und nicht sich, sondern Gott zu suchen. Jeder, der eine besondere Andacht zur heiligen Eucharistie hat und sich bemüht, die unendliche Liebe Christi zu uns vorbehaltlos und großmütig zu erwidern, erfährt daher und erfaßt zutiefst mit großer innerer Freude und Frucht, welchen hohen Wert ein Leben hat, das mit Christus in Gott verborgen ist[69] und was es bedeutet, mit Christus Zwiesprache zu pflegen: hier auf Erden das Beglückendste und auf dem Weg zur Heiligkeit das Wirksamste.

69. Ihr wißt auch, ehrwürdige Brüder, daß die heilige Eucharistie in Kirchen und Oratorien aufbewahrt wird als geistlicher Mittelpunkt einer Ordensgemeinschaft oder Pfarrgemeinde, ja der gesamten Kirche und der ganzen Menschheit, da sie unter dem Schleier der Gestalten Christus, das unsichtbare Haupt der Kirche, den Erlöser der Welt, den Mittelpunkt aller Herzen enthält, ,,durch den alles ist und durch den wir sind“[70].

70. Deshalb drängt auch der Kult der heiligen Eucharistie nachdrücklich zur ,,sozialen“ Liebe[71], aufgrund derer wir das Gemeinwohl dem Privatwohl vorziehen, die Sache der Gemeinschaft, der Pfarrei, der Gesamtkirche zu der unsrigen machen und die Liebe auf die ganze Welt ausdehnen, weil wir wissen, daß es überall Glieder Christi gibt.

71. Da also, ehrwürdige Brüder, das Sakrament der heiligen Eucharistie Zeichen und Ursache der Einheit des mystischen Leibes Christi ist und in denen, die es mit großem Eifer verehren, ein sogenanntes tätiges Kirchenbewußtsein weckt, so unterlaßt es nicht, euren Gläubigen immer wieder nahezulegen, daß sie lernen – wenn sie zum eucharistischen Geheimnis hinzutreten -, die Sache der Kirche zu ihrer eigenen zu machen, unablässig zu Gott zu beten und sich selbst dem Herrn als wohlgefälliges Opfer für den Frieden und die Einheit der Kirche darzubringen, damit alle Söhne der Kirche eins und eines Sinnes seien und unter ihnen keine Spaltungen aufkommen, sondern nach der Vorschrift des Apostels[72] alle vollkommen einmütig und einer Meinung seien. So sollen sich auch alle, die noch nicht in vollkommener Gemeinschaft mit der katholischen Kirche verbunden sind – sofern sie von ihr getrennt doch den christlichen Namen tragen und sich dessen rühmen – mit Hilfe der Gnade Gottes möglichst bald mit uns zusammen jener Einheit des Glaubens und jener Gemeinschaft erfreuen, die nach dem Willen Christi seinen Jüngern eigen sein sollen.

72. Dieses Verlangen, für die Einheit der Kirche zu beten und sich für sie zu weihen, sollen vor allem die Ordensleute – Männer und Frauen – als ihre Aufgabe ansehen, die in besonderer Weise zur Anbetung des allerheiligsten Sakramentes beauftragt sind und durch ihre Gelübde gleichsam seine Krone hier auf Erden werden.

73. Das Streben nach der Einheit aller Christen, das der Kirche von alters her sehr am Herzen gelegen hat und auch liegt, wollen Wir von neuem mit den Worten ausdrücken, mit denen seinerzeit das Konzil von Trient das Dekret über die heilige Eucharistie schloß: ,,Väterlich ermahnt, bittet und beschwört bei der ,barmherzigen Liebe unseres Gottes‘[73] die heilige Synode alle und jeden einzelnen, die sich Christen nennen, endlich in diesem Zeichen der Einheit, in diesem Band der Liebe, in diesem Symbol der Eintracht zusammenzufinden und eins zu werden; sie mögen an die so große Majestät und die so einzigartige Liebe unseres Herrn Jesus Christus denken, der sein Leben als Preis für unser Heil und ,sein Fleisch‘ uns ,zur Speise‘[74] gegeben hat; sie mögen diese heiligen Geheimnisse seines Leibes und Blutes mit solcher festen Unerschütterlichkeit des Glaubens, mit solcher Andacht, Frömmigkeit und Hingebung glauben und verehren, daß sie jenes ,übernatürliche‘[75] Brot häufig empfangen können; es sei ihnen wirklich Leben der Seele und ständige Gesundheit des Geistes, ,durch dessen Kraft gestärkt‘[76] sie vom Weg dieser mühseligen Pilgerschaft zur himmlischen Heimat gelangen können, wo sie das ,Brot der Engel‘[77], das sie jetzt unter heiliger Verhüllung essen, unverschleiert genießen werden“[78].

74. Möge der gütige Erlöser, der im Angesicht des Todes zum Vater betete, daß alle, die an ihn glauben würden, eins sein sollten, wie er selbst und sein Vater eins sind[79], Unser und der ganzen Kirche sehnliches Verlangen baldigst erfüllen, daß wir alle einmütig im gleichen Glauben das eucharistische Geheimnis feiern und – Teilhaber am Leibe Christi geworden -einen Leib bilden[80], durch die gleichen Bande zusammengehalten, durch die er nach seinem Willen gebildet werden soll.

75. Schließlich wenden Wir Uns noch in brüderlicher Liebe an alle, die den ehrwürdigen Kirchen des Ostens angehören, denen so zahlreiche berühmte Väter entstammen und deren Zeugnis vom Glauben an die Eucharistie Wir gerne in dieses Unser Schreiben aufgenommen haben. Es ist für uns eine besondere Freude, wenn Wir sehen, wie Euer Glaube an die Eucharistie auch der Unsrige ist, wenn Wir auf die liturgischen Gebete lauschen, mit denen Ihr das so große Geheimnis feiert, wenn Wir Euren eucharistischen Kult sehen, wenn Wir Eure Theologen lesen, die die Lehre von diesem allerheiligsten Sakrament darlegen und verteidigen.

76. Die allerseligste Jungfrau Maria, von der Christus der Herr jenes Fleisch annahm, das in diesem Sakrament unter den Gestalten von Brot und Wein ,,enthalten ist, dargebracht und genossen wird“[81], und alle Heiligen, vor allem jene, die eine besonders innige Verehrung zur heiligen Eucharistie hatten, mögen den Vater der Barmherzigkeit bitten, daß aus dem uns gemeinsamen Glauben und dem gemeinsamen eucharistischen Kult die vollkommene Einheit der Gemeinschaft aller, die sich Christen nennen, entstehe und erblühe. Es mögen sich unserem Geist die Worte des heiligen Märtyrers Ignatius einprägen, mit denen er die Gemeinde von Philadelphia vor dem Übel der Trennungen und Spaltungen warnte, deren Heilmittel in der Eucharistie besteht: ,,Bemüht euch daher“, sagt er, ,,die eine Danksagung zu feiern. Es gibt nur ein Fleisch unseres Herrn Jesus Christus; es gibt nur einen Kelch in der Einheit seines Blutes, nur einen Altar, einen Bischof …“[82].

77. In der zuversichtlichen Hoffnung auf das Gute, das aus dem Wachstum des eucharistischen Kultes für die ganze Kirche und für die ganze Welt erwachsen wird, spenden Wir Euch, ehrwürdige Brüder, den Priestern, den Ordensleuten, allen Euren Mitarbeitern und allen Eurer Sorge anvertrauten Gläubigen als Zeichen der Gnade des Himmels von ganzem Herzen den Apostolischen Segen.

Gegeben zu Rom, bei Sankt Peter, am Fest des Hl. Pius X. am 15. September 1965, im dritten Jahr Unseres Pontifikates.

PAULUS PP. VI.


[1] Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium, Kap. 2, Art 47: AAS 56 (1964) 113.

[2] Joh 6,54.

[3] Vgl. Joh 17,23.

[4] Enzyklika Mirae caritatisActa Leonis XIII, 22 (1902-1903) 122.

[5] In Matth., homil. 82, 4: PG 58, 743

[6] Summ. Theol. III, q. 75, a. 1 c.

[7] In IV Sent., dist. X, P. I, art. un., qu. 1; Oper. omn., Bd. IV, Ad Claras Aquas 1889, 217.

[8] Joh 6, 61-69.

[9] Augustinus, Contra Iulian. 6, 5, 11: PL 44, 829.

[10] De civit. Dei, 10, 23: PL 41, 300.

[11] Dogmatische Konstitution über den katholischen Glauben De fide catholica, Kap. 4.

[12] Vgl. Konzil von Trient, Lehre über das heiligste Meßopfer, Kap. 1.

[13] Vgl. Ex 24,8.

[14] Lk 22,19 f; vgl. Mt 26,26-28; Mk 14, 22-24.

[15] Apg 2,42.

[16] Apg 4,32.

[17] Vgl. 1 Kor 11,23 ff.

[18] 1 Kor 10,16. 21.

[19] Vgl. Mal 1,11.

[20] Konzil von Trient, Lehre über das heiligste Meßopfer, Kap. 2.

[21] Catecheses 23 (myst. 5), 8-18: PG 33, 1115-1118.

[22] Vgl. Confessiones 9, 12, 32: PL 32, 777; vgl. ebd. 9, 11, 27: PL 32, 775.

[23] Vgl. Serm. 172, 2: PL 38, 936; vgl. De cura gerenda pro mortuis 13: PL 40, 593.

[24] Vgl. Augustinus, De civit. Dei 10, 6: PL 41, 284.

[25] Vgl. Enzyklika „Mediator Dei“: AAS 39 (1947) 552.

[26] Vgl. Dogmatische Konstitution über die Kirche Lumen Gentium, Kap. 2, Art. 11: AAS 57 (1965) 15.

[27] Vgl. ebd., Kap. 2, Art. 10: AAS 57 (1965) 14.

[28] Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium, Kap. 1, Art. 27: AAS 56 (1964) 107.

[29] Vgl. Pontificale Romanum.

[30] Vgl. Kap. 1, Art. 7: AAS 56 (1964) 100 f.

[31] Augustinus, In Ps. 85, 1: PL 37, 1081.

[32] Vgl. Mt 18,20.

[33] Vgl. Mt 25,40.

[34] Vgl. Eph 3,17.

[35]Vgl. Röm 5,5.

[36] Augustinus, Contra Litt. Petiliani 3, 10, 11: PL 43, 353.

[37] Augustinus, In Ps. 86,3: PL 37, 1102.

[38] In Epist. 2 ad Timot., homil. 2, 4: PG 62, 612.

[39] Aegidius Romanus, Theoremata de Corpore Christi, theor. 50. Venedig 1521, 127.

[40] Thomas, Summ. Theol., III, q. 73, Nr. 3 c.

[41] Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die heiligste Eucharistie, Kap. 3.

[42] Pius XII., Enzyklika „Humanis generis“: AAS 42 (1950) 578.

[43] Dekret über die heiligste Eucharistie, Vorwort und Kap. 2.

[44] Didache 9, 1: F. X. Funk, Patres Apostolici, 1, 20.

[45] Epist. ad Magnum 6: PL 3, 1189.

[46] 1 Kor 10,17.

[47] Ignatius, Epist. ad Smyrn. 7, 1: PG 5, 714.

[48] In Matth. Comm., Kap. 26: PG 66, 714.

[49] Dekret über die heiligste Eucharistie, Kap. 1.

[50] Vgl. Enzyklika „Mirae caritatisActa Leonis XIII, 22 (1902-1903) 123.

[51] Vgl. Konzil von Trient, Dekret über die heiligste Eucharistie, Kap. 4 und Kanon 2.

[52] Catecheses 22, 9 (myst. 4): PG 33, 1103.

[53] De prodit. Iudae, homil. 1, 6: PG 49, 380; vgl. In Matth., homil. 82,5: PG 58, 744.

[54] In Matth. 26,27; PG 72, 451.

[55] De myster. 9, 50-52: PL 16, 422-424.

[56] Mansi, SS. Concil. Nova et. ampliss. coll. 20, 524 D.

[57] Konstitution „Auctorem fidei vom 28.8. 1794.

[58] Ansprache vom 22. 9. 1956: AAS 48 (1956) 720.

[59] AAS 57 (1965) 588-592.

[60] In Ps. 98, 9: PL 37, 1264.

[61] Traditio Apostolica: B. Botte (Hrsg.), La tradition Apostolique de St. Hippolyte. Münster 1963, 84.

[62] In Exod. fragm.: PG 12, 391.

[63] De Spectaculis: CSEL 33 , 8.

[64] Epist. ad CalosyriumPG 76, 1075.

[65] Vgl. Basilius, Epist. 93: PG 32, 483-486.

[66] Augustinus, In Ioann., tract. 26, 13: PL 35, 1613.

[67] Dekret der Konzilskongregation vom 20. 12. 1905, approbiert von Pius X.: ASS 38 (1905) 401.

[68] Vgl. Joh 1,14.

[69] Vgl. Kol 3,3.

[70] 1 Kor 8,6.

[71] Vgl. Augustinus, De gen. ad litt. 11, 15, 20: PL 34, 437.

[72] Vgl. 1 Kor 1,10.

[73] Lk 1,78.

[74] Joh 6,48 ff.

[75] Mt 6,11 [Vulgata-Text: supersubstantialem].

[76] 1 Kön 19,8.

[77] Ps 77,25.

[78] Dekret über die heiligste Eucharistie, Kap. 8.

[79] Vgl. Joh 17,20 f.

[80] Vgl. 1 Kor 10,17.

[81] CIC, can. 801.

[82] Epist. ad Philadelph. 4: PG 5, 700.

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Quelle

DE – EN – ES – FR – IT – LA – PT ]

24 Kommentare zu “ÜBER DIE LEHRE UND DEN KULT DER HEILIGEN EUCHARISTIE

  1. „Wenn jemand behauptet, die von der Katholischen Kirche überlieferten und genehmigten in der feierlichen Verwaltung der Sakramente zu beobachtenden Regeln können missachtet oder ohne Sünde von den Verwaltern nach Belieben weggelassen oder von IRGEND EINEM HIRTEN DER KIRCHE IN NEUE RITEN ausgetauscht werden, DER SEI IM BANNE.“ Lehre der Kirche: Konzil von Trient!

    Kardinal Bea und Kardinal Lecaro haben mit ihrer Gutheißung jene liturgischen Experten gefördert, die dann mit Bugnini unter Paul VI. den Novus Ordo geschrieben haben, unter Zuhilfenahme von sechs protestantischen Pastoren. – „DER SEI IM BANNE“!

    Alle, die sich mit Exkommunizierten, Ausgeschlossenen einlassen, sind ebenfalls im Banne!

    Wer auch nur behauptet, der Papst kann einen neuen Ritus schaffen: Anathema se!

    „Quis cumque“ heißt „OHNE JEDE AUSNAHME“, heißt „WER AUCH IMMER“ – EGAL WER ES SEI. Eine Dogmatische Definition bindet. Pius V. hat seine Nachfolger gebunden.
    Ein erneuter Beweis: Wir haben es mit Paul VI. eindeutig mit keinem Nachfolger Petri, sondern mit einem Nichtpapst zu tun! Wer ihn „selig“ nennt, als „Seligen“ anruft, ist selbst ein Unseliger und Unglücklicher!

  2. POS
    Aus https://poschenker.wordpress.com/2014/03/26/die-botschaften-an-die-welt-der-eliane-gaille/ :
    “ … spricht er ihn dennoch ein­deutig schon zu seinen Lebzeiten hei­lig mit den Worten: „… Meinen Stellver­treter auf Erden, Paul VI., den ihr jetzt schon als Heiligen verehren dürft, als hei­ligen Martyrer; denn eines Tages wird er es ja auch werden.“ (Man beachte an dieser Stelle, daß der „Himmel“ hier das Martyrium Pauls VI. prophezeit hat (und zwar nicht ein geistiges, das hatte er ja nach dieser Offenbarungs­quelle die ganze Zeit auszustehen), und daß diese Prophezeiung nicht in Erfüllung gegangen ist!) “

    XXXXX
    Nun, ist diese Botschaft nicht doch echt mit dieser Prophezeiung vom Heiligen P.Paul VI.?

  3. Verweisen Sie hin oder her. Wenn die Kirche spricht, hat sie ein für allemal gesprochen und niemand ist es gestattet, daran zu rütteln.
    Diese Bulle des heiligen Pius V. besitzt Unfehlbarkeitscharakter.

    Über erhabene Dinge zu sprechen ist nicht möglich mit Menschen, denen das Vorhandensein des Übernatürlichen, der unverrückbaren Glaubenswahrheiten fehlt.
    Die Wahrheit ist derart unantastbar, weil sie göttlich ist, göttliche Substanz und übernatürlichen Charakters und deswegen nicht diskutierbar.

    Durch Verlust des Gnadenstandes ist es nicht möglich, Dialog zu führen, zudem verträgt der Glaube keine Dialoge, denn von göttlichen Dingen zu sprechen ist mit Menschen liberalen Sinnes nicht möglich.
    Wer CHRISTUS nicht annimmt in seiner Ganzheit, glaubt schlussendlich nicht an IHN, der doch gesagt hat: ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN.

  4. POS

    Haben Sie schon @Pierre 20. Februar 2018 um 17:54 gelesen?
    Haben Sie eine Antwort darauf?

  5. @Alexius,
    wie wahr !
    Mit Menschen liberaler und weltlicher
    Gesinnung über die Wahrheit zu
    diskutieren ist sinnlos.
    Sie kõnnen die Wahrheit und die
    übernatürlichen Dinge nicht (mehr)
    fassen.
    Der HERR sagte uns doch auch:
    …werft eure Perlen nicht vor die Schweine…

  6. @ Pierre,
    was bedeutet bitte das Wort “ heuer“ ?
    ( 19/2, 18:33, „Heilig“sprechung von Paul VI.)

  7. @Pierre

    Nein, diese Botschaften sind insgesamt nicht echt, auch wenn Einzelheiten daraus den Anschein von Echtheit haben (könnten)!

    Ich wiederhole:
    Wahrhaftig, ich bringe dieses Kunst­stück nicht fertig. Wie sollte man ei­nen solchen Unsinn auch verstehen können! Papst Paul VI. ein Gefange­ner, wie ein Vogel in einem Käfig, wie Petrus an Ketten und mit Handschel­len! Weil man sich das eben zurecht nicht vorstellen kann, da ja Paul VI. während all dieser Zeit nachweisbar als freiester Mann redete und handelte (man konsultiere nur einmal z.B. den Osservatore Romano oder Bücher wie „Papst Paul VI., Wort und Weisung im Jahr 1974“), ist dann später (durch andere „Sprachrohre“ (derselben Quelle) dieser Legende von der Gefan­genschaft des Papstes noch die zweite Komponente hinzugefügt worden, jene des Vorhandenseins eines Dop­pelgängers.

    Notabene: ich besitze das Buch „Papst Paul VI., Wort und Weisung im Jahr 1974“. Es umfasst 536 Seiten! Und ich habe es griffbereit!

  8. Man merkt sofort, dass es sich um eine falsche Botschaft handelte. Wenige Worte zeigen das auf.

  9. @Pierre,
    Danke, habe verstanden.
    Heuer ist also österreichisch und bedeutet noch in diesem Jahr.
    Als in Deutschland lebender Niederländer kannte ich diesen
    Begriff nicht.

  10. Brandaktuell: http://www.vaticannews.va/de/kirche/news/2018-02/bischoefe-kommunion-protestantische-ehepartner-interkommunion.html
    D: Bischöfe ermöglichen Kommunion für protestantische Ehepartner
    Die katholischen Bischöfe Deutschlands wollen konfessionsverschiedenen Ehepartnern die gemeinsame Teilnahme an der Eucharistie ermöglichen. Dies sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, am Donnerstag zum Abschluss der Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe in Ingolstadt.

    XXXXX
    Es wird ja immer interessanter …. !

  11. Aus http://kath.net/news/62863
    Lesermeinungen

    Ein @aragorn1 schreibt:
    Beichte
    Ich dachte bisher immer dass die Berichte Grundvoraussetzung für den Empfang der Hl. Kommunion ist.
    Das gilt offenbar nicht mehr weil Bibel und Tradition im aktuellen Pontifikat offenbar nichts mehr gelten:

    1Kor 11,27 Wer also unwürdig von dem Brot isst oder von dem Kelch des Herrn trinkt, der wird schuldig sein am Leib und Blut des Herrn.

  12. Weiter aus den Lesermeinungen, s. o.LINK:

    @Julimond schreibt:
    Die neue Praxis
    der Einzelfallentscheidung wird bald ausufern. Jeder kann sich seine Einzelfallentscheidung zusammen zimmern wie er will. Man muss nur beim Pfarrer lang genug „lästig“ sein, schon ist es geregelt.

    @Diadochus schreibt:
    Mt.7,6
    „Gebt das Heilige nicht den Hunden und werft eure Perlen nicht vor die Schweine. Sonst zertreten sie sie mit ihren Füßen und machen dann kehrt und zerreißen euch.“ Haltet das Heilige heilig. Die heilige Eucharistie ist das Kostbarste, was die kath. Kirche besitzt. Ohne die vorige hl. Beichte und ohne ein reines Herz ist ein Empfang nicht möglich – Dokument der DBK hin oder her. Alles andere ist und bleibt ein Sakrileg.

    @Hans Josef schreibt:
    Bistum Augsburg im Anschluss n die Punkte die ALLe erfüllt sein müssen.
    „Nur wenn alle diese Punkte erfüllt sind, kann ein evangelischer Christ die katholische Kommunion erlaubterweise empfangen. Dann allerdings ist er dem Geiste nach bereits katholisch und muss sich fragen, ob er danach noch das evangelische Abendmahl empfangen kann, da er ja bekundet zu glauben, dass zur Gültigkeit der Eucharistie ein geweihter Priester erforderlich ist. Sobald ein Lutheraner die katholischen Glaubenslehren über die Sakramente bekennt, steht er im Widerspruch zur lutherischen Lehre, nach der es kein Weihepriestertum gibt. Wenn ein Lutheraner also die Voraussetzungen für den Empfang der katholischen Eucharistie erfüllen würde, wäre er eo ipso kein bekennender Lutheraner mehr.“

    @Hans Josef schreibt:
    Bistum Augsburg
    „Richtig disponiert, d.h. mit der rechten inneren Haltung ausgestattet, ist ein nichtkatholischer Christ aber nur, wenn er die katholischen Glaubenslehren über diese Sakramente annimmt, also z.B. dass ausschließlich ein gültig geweihter Priester Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi verwandeln kann. Darauf hat der Papst eigens in seiner Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia“ aufmerksam gemacht: „Die Ablehnung einer oder mehrerer Glaubenswahrheiten über diese Sakramente, etwa die Leugnung der Wahrheit bezüglich der Notwendigkeit des Weihepriestertums zur gültigen Spendung dieser Sakramente, hat zur Folge, dass der Bittsteller nicht für ihren rechtmäßigen Empfang disponiert ist.“ (Nr. 46).

    @Zeitzeuge schreibt:
    Seit Leo X. kenne ich nur einen Papst, unter dem eine
    solche „Erklärung“ realisierbar werden konnte:
    Papst Franziskus!
    Für morgen hat der Hl. Vater einen Fast- und Gebetstag für DR Kongo u. Südsudan proklamiert, das werden wir natürl. beachten, erw. um die Intention
    für die Bekehrung der Bischöfe, welche die überlieferte Lehre systematisch an versch. Punkten „verwässern“!
    Was mögen wohl d. Konvertiten denken?
    Nur der vollst. kath. Glauben und der Gnadenstand berechtigen zum Empfang der
    hl. Kommunion!
    Ach, ja eine „Rückkehrökumene“ ist ja nicht erwünnscht, vor 1965 haben wir korrekt um die Wiedervereinigung im Glauben gebetet, das ist der einzige Weg!
    Die Berufung auf § 844,4 CIC erinnert mich an § 242 BGB (unzulässige Rechtsausübung)!
    Die DBK im Erwachsenenkatechismus 1985, S. 361 hierzu:
    „Diese schmerzliche Situation läßt sich nicht durch spektakuläre Aktionen oder durch ein rein pragmatisches Verhalten lösen. Vorschnelle Lösungen könnten den Anspruch nehmen, die volle Kirchengemeinschaft zu suchen.“
    Custos quid de nocte?

    @Hans Josef schreibt:
    Jemand der den katholischen Glauben bekennt
    in Bezug auf die Eucharistie muß ja auch dann bekennen das das Weihepriestertum in direktem Zusammenhang mit der Eucharistie steht. Ohne Priester keine Eucharistie! Dann sollte sich ein solcher evangelischer Christ ernsthaft fragen ob er dann noch das evangelische Abendmahl empfangen kann, da ein Katholik das aus gutem Grunde nicht darf. Nämlich für die Falschheit Zeugnis ablegen.

    @Federico R. schreibt:
    Wieder ein Etappenziel erreicht
    Wenn das eucharistische Bedürfnis des anderskonfessionellen Ehepartners wirklich so groß sein sollte, warum wechselt dieser dann nicht zur katholischen Kirche, z.B. auch aus Solidarität mit seinem Ehepartner. Und ist der Empfang der hl. Eucharistie überhaupt möglich, wenn man noch nie in seinem Leben das Sakrament der Buße empfangen hat. Ähnlich wie bei der Kommunionzulassung, hört man auch diesmal das berühmte „nur in Ausnahmefällen“. Und wieder mal hat Kardinal Kasper mit einer schrägen Logik ein anvisiertes Etappenziel erreicht. Ich fürchte, wenn das so weitergeht, wird das bald nicht mehr „meine Kirche“ sein, die wahre Kirche Jesu Christi. Man schreitet weiter auf dem Weg hin zu einer dunklen, einer verdunkelnden Kirche. Ich fürchte, schon bald wird die Scheidung der Geister erfolgen. Man sehnt sie förmlich herbei.
    Was sagen eigentlich unsere Geistlichen hier im Forum dazu?

    @Josef Menke schreibt:
    Kein Wunder..
    Kein Wunder, dass die Erinnerung an den Herrn kalt und lieblos, dass die Anbetung schwach ist oder ganz fehlt, wenn der Tisch von vielen umgeben ist, die unwürdig essen und trinken.

    @Chris2 schreibt:
    Mein Glaube ist nicht nur „ewiggestrig“,
    er ist in seinem Wesenskern sogar 2000 Jahre alt. In Teilen, etwa den 10 Geboten, sogar noch viel älter. Und er gründet v.a. auf den Lehren Jesu und seiner Apostel. Es unglaublich, wie jetzt einzelne „Bischofskonferenzen“ nach Belieben an allen Ecken und Enden ‚kleine‘ Ecksteinchen herausziehen – und andere hoffentlich auch weder einsetzen. Ist dieses aufziehende Chaos in der Lehre das, was Franziskus mit „Dezentralisierung“ meinte? Mein Gott, wie oft muss ich an die von Schleich nachvertonte Szenen vom ersten Besuch Franziskus‘ bei Benedikt denken („Das hier muss alles raus“)…

    @Zwiefalten schreibt:
    die Beichte im Protestantismus @Herbstlicht
    gibt es sehr wohl.
    Es gibt sie als Einzel- wie als Allgemeine Beichte weiterführender Hinweis Klaus-Peter Hertzsch: „Wie mein Leben wieder hell werden kann. Eine Einladung zur Beichte in der Evangelisch-Lutherischen Kirche (= Texte aus der VELKD). Hannover 2000.“ oder hierfile:///C:/Users/Mir/AppData/Local/Temp/Von_der_Beichte_leben_Trilogie_2012.pdf

    @Stefan Fleischer schreibt:
    Wir ewig gestrigen hier
    nichts. Für den zeitgemässen Christen spielt es doch absolut keiner Rolle, welcher Konfession er angehört. Jeder wählt sich einfach aus jeder Konfession das aus, was ihm passt und lässt das beiseite, was ihn stört. Dazu mischt er dann noch interessante Ideen aus irgendwelchen Freikirchen und schmeckt das Ganze mit etwas Buddhismus oder einer anderen östlichen Religion ab. Dann noch ein paar fein gehackte Kräuter aus dem Islam, und fertig ist das fünf Stern Religionsmenu. Mahlzeit!

    @trueman schreibt:
    Wenn jemand den Euchristieglauben teilt, warum setzt er nicht den Schritt, der logisch wäre?
    Das würde die Ehe bestärken und die „schwere geistlich Notlage“ beenden. Sind wir wirklich nicht mehr in der Lage, für den Schatz des Glaubens und der Kirche ein klein wenig anspruchsvoll zu sein und nicht derartige völlig beliebige Regeln aufzustellen. Warmduscher, sonst nichts!

    @IMEK schreibt:
    So wird Kommunion für alle in heuchlerischer Weise begonnen
    Wenn der geistliche Hunger nach dem gemeinsamen Empfang der Kommunion so drängend sein kann und der Glaube an die Realpräsenz gegeben steht es jedem frei katholisch zu werden.
    Aber darum geht es nicht.
    Bisher war es aus gutem Grund nicht erlaubt als Katholik Brot und Traubensaft beim evangelischen Abendmahl zu speisen.
    Raten die Bischöfe jetzt auch noch zu diesem glaubensverderbenden Akt?
    Ach ja, ein schwerwiegendes geistliches Bedürfnis…

    @follower schreibt:
    Unfassbar
    wie wweit die DBK von der Wirklichkeit entfernt ist. Protestanten gehen längst regelmäßig zur heiligen Kommunion und wiederverheiratete Geschiedene ebenfalls. Und nicht verheiratete Zusammenlebende auch. Alle gehen zur heiligen Kommunion. Und ab sofort soll jetzt der Priester im Einzelfall entscheiden. Dieses am Einzefall festhalten ist nichts weiter als ein Feigenblatt.

    @Magdalena77 schreibt:
    @OraProNobis
    Vielen Dank für Ihren Kommentar! Aus ihm geht hervor, dass Sie innerlich bereits auf dem Weg der Konversion waren, als Sie als evangelischer Christ zur hl. Kommunion gingen. Das ist tröstlich. Ich halte es jedoch für verkehrt, dass der evangelische Ehepartner eines katholischen Gläubigen mit diesem nur deshalb zur Kommunion geht, damit sie „gemeinsam“ gehen können. Ich finde, hier muss jeder seinen Glauben für sich prüfen und eine klare Entscheidung fällen, welchem Glauben er sich tatsächlich zugehörig fühlt (aus Ihrem Kommentar scheint dies hervorzugehen). Ich möchte nicht beurteilen, ob Ihnen der frühzeitige Empfang der hl. Kommunion bei dieser Entscheidung geholfen hat, Sie sagen, es sei so gewesen. Ich befürchte jedoch, dass durch das Schreiben der Bischofskonferenz sich nun wie in ähnlich gelagerten Fällen (WvG u.Ä.) prinzipiell alle nichtkatholischen (Ehe)partner darin bestärkt fühlen werden, zur hl. Kommunion zu gehen (so sie dies nicht ohnehin schon tun).

    @wedlerg schreibt:
    Unlogisch und Verwirrend
    Für mich ist die Erklärung unlogisch. Denn hier geht es nicht um eine Einzelfallentscheidung, sondern ein klares Kriterium: wer ein kath. Eucharistieverständnis hat, kann kommunizieren. Mir scheint das Kriterium durchaus sinnvoll.
    Nur stellt sich die Frage, warum jemand, der sakramental leben will, (noch) nicht katholisch werden will. Da mag es Gründe geben. Aber auch dann: Hier geht es nicht um Einzelfälle, sondern, darum, ob es jemand mit dem kath. Eucharistieverständnis ernst nimmt oder nicht.
    Für meinen Geschmack betrifft dieses Kriterium überdies sehr wenige Menschen und wenige Ehen. Also: NUR unter der genannten Bedingung ist die Kommunion möglich, ansonsten nicht, keine Einzelfallprüfung und keine „Unterscheidung“ (gemeint ist Fallunterscheidung, nicht die Unterscheidung der Geister).
    Ganz anders ist im übrigen der Fall bei AL: dort soll es ja Einzelfälle geben, die sich von Fall zu Fall am subj. Gewissen orientieren sollen. Warum also die gl. Sprache? Verwirrend!

    @huegel76 schreibt:
    Liebe DBK!
    Weißt Du, was mich in eine „geistliche Notlage“ bringt? Die Tatsache, wie unserem Herrn Schmerzen zugefügt werden durch die Respektlosigkeit Seinem Leib gegenüber!
    Erst letztes Jahr haben wir (und leider meine ich mit „wir“ bis auf wenige Ausnahmen nicht dich, liebe DBK) 100 Jahre Fatima gefeiert. Ist schon in Vergessenheit geraten, was die Gottesmutter dort über die Schmerzen, die dem heiligsten Herzen Jesu zugefügt werden, gesagt hat? Auch mein Herz blutet. Herr, hab erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt!

    @Devi schreibt:
    Bischofskonferenz
    Auch in der Ehe gibt es den Respekt vor dem Glauben des Anderen.Mein Großvater war Ev.Christ,meine Großmutter Kath.Christin ,Niemals habe ich erlebt, dass mein Großvater ein Verlangen nach der Hl.Kommunion hatte.
    Wenn er es gehabt hätte wahrhaftig er wäre Katholisch geworden.Hier wird das Allerheiligste was wir in unserem Glauben erkennen der Beliebigkeit ausgesetzt. Dies hat nichts mit Gastfreundschaft oder schwerer geistlicher Notlage zu tun. Ja, Spatz in der Hand so ist es. Was macht man aus unserer Kirche?

    @ThomasR schreibt:
    Auf den ersten Blick scheinen diese Regelungen (man muss tatsächlich ofizielle Fassung abwarten)
    nur ordentliche Form des römischen Ritus zu betreffen.
    In der außerordentlichen Form (tridentinische Messe)-hier wäre wenigstens Meinung von Ecclesia Dei abzuwarten- und in den kath Ostriten bleibt wie bisher.
    Aus allen Übertragungen der Hlg. Messen (über EWTN) aus Ingolstadt (incl.heute) war festzustellen. daß die eindeutigen Vorschriften von Redemptionis sacramentum von Papst Wojtyla zur Kommunionsausteilung, unabhängig davon ob es sich um Mund-oder um Handkommunion handelt (Nr.93) , die übrigens auch in Ingolstadt gelten, nicht beachtet wurden. (ich erkläre es mir mit der Übertragung der Königsteiner Erklärung auf die Liturgie ????) Die Erneuerungsvorschläge von Papst Benedikt zur Momenten der Stille und zur Zelebration cum crucifisso – an diesen Vorschlag hält sich stets auch Papst Franziskus sind bis Dato inIngolstadt auch außer Acht gelassen.
    Hält sich also überhaupt jemand an die Anweisungen zu Eucharistieempfang inkonfessionsverschiedenen Ehen?Oder ist es Freigabe-Freibrief?

    @Herbstlicht schreibt:
    @aragorn1
    Sie haben einen ganz wichtigen Punkt angeschnitten, die Beichte nämlich.
    Und dieses Sakrament kennt ein Protestant gar nicht.
    Allerdings ist festzustellen, dass nachweislich auch immer weniger Katholiken beichte. Das hindert sie aber nicht, zur Kommunion zu gehen.
    Vieles ist ins Rutschen gekommen.

    @USCA_Ecclesiam schreibt:
    Schlimm…
    …dieses Gerede!
    Ich kann es nicht mehr hören und bin echt traurig über die aktuellen Entwicklungen!

    @Magdalena77 schreibt:
    Die Lawine zieht weiter…
    Es war mehr als klar, dass AL als Türöffner für alle möglichen „Neuerungen“ dienen würde, das ist ja gerade das Fatale an diesem Schreiben! Ich warte schon mit Bangen auf die nächsten „Überraschungen des Heiligen Geistes“. Liebe Leute, es tut mir leid, aber das ist nicht mehr zum Aushalten! Wann kommt endlich die Einzelfallentscheidung für Gläubige, die aufgrund schwerer Gewissensnöte und damit verbundener innerer Leiden sich nicht mehr in der Lage sehen, Teil der „Körperschaft Katholische Kirche in Deutschland“ zu sein, jedoch aus ganzem Herzen Teil der heiligen Römisch-Katholischen Kirche bleiben wollen? Ich frage: WANN?

    @karued92 schreibt:
    Die deutsch katholische Kirche (anglikanisch/atkatholisch) ist gegründet!
    1. Die Wahrheit kann man nicht einer Mehrheitsentscheidung unterwerfen!
    2. Die deutsche-offizielle Kirche ist tot und unfruchtbar! knapp 200 muslimische Konversionen im riesigen Deutschland, über 700 im kleinen Österreich!
    3.Die DBK tritt jetzt in Eucharistiegemeinschaft mit Einzelnen Gliedern der EKD und trennt sich somit offiziell von der römisch-katholischen Weltkirche und der Papst schweigt!
    4. Die Zahl der sehr geringen Konversionen von nicht katholischen Christen zum katholischen Glauben wird noch mehr zurückgehen!

    @OraProNobis schreibt:
    Die geistliche und seelische Notlage nicht unterschätzen
    Nach Jahren des Mitlesens habe ich mich endlich auch angemeldet.
    Ich war vor ca. 8 Jahren sehr froh über 2 Jahre als „Evangelischer“ die Kommunion empfangen zu können.
    Meine Frau und ich lebten zwar schon katholisch und besuchten 4-5 mal in der Woche die hl. Messe, es dauerte jedoch 2 jahre bis ich den Schritt zur Konversion vollzogen habe. Ohne den Zugang zur Kommunion hätte ich den Weg nicht gehen können. Ich danke heute noch dem Pastoralteam und vor allem die vielen, teils sehr „konservativen“ Gemeindemitgliedern, die mich trotzdem auf meinem/unserem Weg unterstützt und begleitet haben.
    Wer nicht selbst in dieser Lage war oder ist kann nicht nachvollziehen welche Kämpfe da geistig und spirituell stattfinden.
    Ich danke vor allem dem Herrn der mir die Kraft gab dies durchzustehen und die Versuche des Widersachers meine Konversion zu verhindern zunichte machte.
    In diesem Sinne und wie es mein Nickname sagt
    Ora Pro Nobis

    @Herbstlicht schreibt:
    ein Schritt nach dem anderen
    Durchdringt die „Sehnsucht nach der Eucharistie“ den einzelnen nicht-katholischen Gläubigen wirklich so umfassend und gewaltig, würde diese empfundene Sehnsucht dann nicht dazu führen, auch den entscheidenden Schritt zu tun und katholisch werden zu wollen?
    Amoris Laetitia zeigt also schon Wirkung, denn auf AL wurde in der obigen Pressemitteilung der DBK Bezug genommen.
    Niemand vergönne ich den Trost und die Stärkung des Kommunionempfangs, aber die Herren Bischöfe wissen genau:
    Was jetzt als „Einzelfallentscheidung“ verharmlost und präsentiert wird, wird über kurz oder lang gängige und nicht hinterfragte Gewohnheit für alle.

  13. „Wiedervereinigung im Glauben“

    Das zeugt auch wieder von einem falschen Kirchenverständnis. Es kann nur ein Zurück zur Wahrheit geben.

  14. “ Es kann nur ein Zurück zur Wahrheit geben. “

    Wieso so schwammig, unpräziese?
    Auch die Zeugen Jehovas lehren die Wahrheit und viele andere Sekten/“Religionen“ auch.
    Also bitte deutlicher.

  15. Weitere Lesermeinungen zu http://kath.net/news/62863 :

    @Stefan Fleischer schreibt:
    Vielleicht sollte man auch daran erinnern:
    Selbst wenn jemand glaubt, irgend etwas dringend zu brauchen, so hat er noch lange kein Recht darauf. Wo kämen wir das hin!

    @DamianBLogos schreibt:
    Außerhalb der Kirche kein Heil
    Meines Wissens gilt: Wer erkannt hat, dass der katholische Glaube der richtige ist, ist verpflichtet, sich der katholischen Kiche eingliedern zu lassen, da er sonst riskiert, des ewigen Heils verlustig zu gehen. Die recht verstandene Seelsorge an solchen Menschen muss doch demnach darin bestehen, ihnen dies zu erklären und zu einer zügigen Aufnahme in die katholische Kirche zu verhelfen.
    Die von der DBK hier vorgestellte Strategie der sakramentalen Bedürfnisbefriedigung wird aber die Motivation eines Eintritts in die Kirche verringern und damit das Seelenheil der betroffenen Personen gefährden.
    Oder habe ich da etwas falsch verstanden.

    @athanasius1957 schreibt:
    Alter Hut seit Ende 1960 Anfang 1970
    Nix Neues im Westen.

    @reconciliatus schreibt:
    C 844 §4 CIC
    Zur Klärung, worauf sich die Regelung der DBK bezieht, hier das Zitat: „§ 4. Wenn Todesgefahr besteht oder wenn nach dem Urteil des Diözesanbischofs bzw.der Bischofskonferenz eine andere schwere Notlage dazu drängt, spenden katholische Spender diese Sakramente erlaubt auch den übrigen nicht in der vollen Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehenden Christen, die einen Spender der eigenen Gemeinschaft nicht aufsuchen können und von sich aus darum bitten, sofern sie bezüglich dieser Sakramente den katholischen Glauben bekunden und in rechter Weise disponiert sind.“
    Besagte Sakramente sind Buße, Eucharistie und Krankensalbung.
    Ich bin kein Kirchenrechtler, aber explizit kann schon bisher jeder Diözesanbischof in seinem Gebiet entsprechende Erlaubnisse erteilen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Hauptsächlich um die rechtliche Auslegung der „andere(n) schwere(n) Notlage“ geht es wohl. Ich weiß nur, Jesus war kein Jurist und von ihm ist der CIC nicht.

    @Rolando schreibt:
    Zwiefalten
    Wer spricht von den Sünden los, bei den protestantischen Beichten, da sie keine Priesterweihe haben, d.h. nicht von Jesus beauftragt sind von den Sünden loszusprechen. Der protestantische Pastor ist Laie.

    @antonius25 schreibt:
    Sind die alle Heilige, die nicht beichten müssen?
    Selbst wenn die alles glauben, müssen sie ja doch beichten, um in den Stand der Gnade zu gelangen, bevor sie zur Kommunion gehen. Und in der Beichte müssen sie ja auch versprechen, sich glaubhaft zu bemühen, ihre Sünde nicht gleich zu wiederholen, also sich nicht mehr von der Kirche abzuspalten. Das geht aber nur, wenn sie vorher Katholiken werden. Alles andere ist Augenwischerei und intellektuell unehrlich. Ganz abgesehen davon, dass da eine mangelhafte Ernsthaftigkeit im Umgang mit dem eigenen Glauben im Spiel zu sein scheint.

    @martin fohl schreibt:
    Im Grunde genommen bleibt alles beim Alten.
    es kommt eben auf den Pfarrer an, der den kath Sensus Fidelium feststellt! Kann er es nicht, ist auch ein Kommunionempfang nicht möglich!
    Dasselbe gilt im Grunde genommen auch für alle anderen Entscheidungen, die im Einzelfall beurteilt werden sollen!
    Natürlich, wird die Verantwortung immer mehr auf den Priester abgeschoben, was so nicht in Ordnung ist! Die Hierarchie soll doch ihre Geistlichen stärken nicht Schwächen, indem sie sie vor oft unzumutbare Fragestellungen stellt und sie hierbei alleine läßt! Die Hauptverantwortung trägt trotz dieser Sachlage immer noch der Bischof, der mögliche sakrilegische Kommunionen riskiert, ohne es verhindern zu können!

    @Smaragdos schreibt:
    Dürfen nun alle im Einzelfall zur Kommunion?
    Frage an die deutschen Bischöfe:
    Wenn schon die Beichte anscheinend nicht nötig ist, damit der nicht-katholische Ehepartner die Eucharistie empfangen kann – natürlich nur im „Einzelfall“-, ist dann die Taufe überhaupt noch nötig?
    Wenn in einer „religions-verbindenden“ Ehe – z.B. ein Katholik, der mit einer Muslimin verheiratet ist – die Frau eine große Sehnsucht nach der Eucharistie hat, und der Pfarrer „im seelsorglichen Gespräch die konkrete Situation anschaut“ (denn vor Papst Franziskus haben die Päpste und Seelsorger natürlich nie die „konkrete“ Situation angeschaut, sie haben das irgendwie auf unerklärliche Weise vergessen), darf er dann der Muslimin – im Einzelfall – auch erlauben, mit ihrem Mann zur Kommunion zu gehen? Hauptsache Einzelfall?

    @Metternicher56 schreibt:
    Kommunion
    Also in meiner Gemeinde ist es selbstverständlich, dass die gemischten Paare gemeinsam zur Kommunion gehen und nicht nur sie, auch anderen evangelischen Christen( z.B.bei Patrozinium werden alle befreundeten Vereine gebeten Fahnenabordnungen zu stellen) und von den Vereinsmitglieder sind viele evangelisch. Der Pfarrer fragt nie, ich habe mal einen Lektor danach gefragt, er hat mir gesagt bei der „Ausbildung“ zum Lektor wurde ihnen gesagr, sie dürfen keinem die Komunion verweigern.

    XXXXX
    Ad @Metternicher56 schreibt:
    „Kommunion“
    Ich finde dass dies sehr wohl ein aussagekräftiges Bild unseres heutigen Glaubensverständnisses und Glaubenspraxis darstellt. Ausnahmen unberücksichtigt.

  16. @Guenter Foit schreibt:
    Eine politische Entscheidung
    scheint sich im DBK anzubahnen, – klammheimlich ausgeheckt und uns jetzt als verdeckter Türöffner präsentiert zur Vereinigung der Konfessionen. (Jürgen Habermas lässt grüßen).
    Nein, wir haben in der Kirche einen kostbaren Schatz. Und die DBK sollte besser beschließen, massiv dafür Werbung zu machen, – insbesondere zum Empfang des Leibes Christi, auf dass wir Stück für Stück selbst zu Seinem Leibe werden können, – zu einem Leben aus der Kirche in Seinem Geist, – praktisch dann zu einem Alltagsleben ‚durch die Brille des Herrn‘.
    Jeder Protestant, der das wahrlich begreift, wird mit feurigem Herzen leichten Fußes konvertieren wollen. Und sein feuriges Herz würde für Viele von uns Erlahmten ansteckend wirken können.
    Nur das kann der richtige Weg zur Einheit sein, – und wir Schafe wollen beten um Einsicht für alle Oberhäupter, die mehr oder weniger zum Modernismus verführt worden sind.

    @st.michael schreibt:
    Dammbruch
    Natuerlich ist das die Einfuehrung der Kommunion fuer alle.
    Danach wird uns dann mit derselben Argumentationskette der Zoelibat freigegeben, das Frauenpriestertum eingefuehrt, die Euthanasie schmackhaft gemacht, Homoehen kirchlich besiegelt oder auch die Abtreibung plausibel gemacht werden.
    Und weil es in Deutschland alles so gut funktionieren wird (kaum Widerspruch), kann das dann auch fuer die Weltkirche beispielhaft sein.
    Ich hoffe und bete allerdings, das uns das juengste Gericht vorher ereilt, damit nicht wir alle noch abfallen, bzw an der Kirche irre werden.
    Ora pro nobis !

    @hape schreibt:
    @Christian24
    Sie beklagen einen gewissen Mangel an Einfühlung in die Last von Eheleuten, die trotz Konfessionsverschiedenheit ihre Ehe sakramental leben wollen.
    Soviel ich weiß, lehnen Protestanten fünf der sieben katholischen Sakramente kategorisch ab. Darunter das Weihesakrament, das aber in dieser Frage wohl entscheidend ist, weil die anderen vier Sakramente damit zusammenhängen.
    Um also im katholischen Sinne sakramental leben zu können, müsste ein Protestant das Weihesakrament akzeptieren. Oder sehe ich das falsch? Wenn er das aber tut, wieso konvertiert er dann nicht? So könnte jeder Protestant sein Dilemma selbst lösen und die Kirche würde sich freuen.
    Insofern erkenne ich in der von Ihnen angesprochenen Kritik weniger einen Mangel an Einfühlung. Vielmehr scheint mir der o.g. Wunsch unlogisch und in sich widersprüchlich zu sein.
    Darf man das nicht sagen? Ist denn ein Katholik, der solches kritisch hinterfragt, deshalb gleich ein pharisäischer „Gesetzeslehrer“?

    @Zeitzeuge schreibt:
    Jeder, der hier diesen diesen Beschluss verteidigt oder
    sogar begrüßt, sollte seinen eigenen katholischen (?) Glauben auf Vollständigkeit überprüfen, denn man kann nur ganz, nie aber halb oder noch weniger
    glauben, ein „Auswahlkatholizismus“ ist häretisch!
    Wenn dann sogar hier der Exklusivismus,
    der ein Wesensmerkmal der einzigen Kirche Jesu Christi darstellt, welche nur die römisch-katholische ist, hinterfragt wird, wissen aufmerksame Katholiken woher der Wind weht!
    Da der unverkürzte kath. Glaube eine Voraussetzung für eine ernsthafte Diskussion unter gläubigen Katholiken ist, lege ich absolut keinen Wert auf
    einen theol. Disput mit fragwürdigen
    Zeitgenossen, das gilt auch für dieses
    Forum hier.
    Kardinal Ratzingers Frühwerk als Autorität für eine falsche Ansicht anzuführen, zeugt vom Mangel an Argumenten, denn gerade
    unser em. Papst Benedikt ist der einzige, bekannte Theologe der auch bereit war, Fehler einzustehen und zu korrigieren! Eine falsche Ansicht wird
    nicht richtig d.d. Autoritätsbewweis, das sollte allgemein bekannt sein!

    XXXXX
    – Bedauerlich –
    Der LINK – Verweis auf die Lesermeinungen würde genügen wenn nicht nach einiger Zeit alle Kommentare zu jedem Thema bei KATH.NET gelöscht würden.

  17. Pierre 23. Februar 2018 um 09:18

    Es ist Ihnen hoffentlich klar, von wem „Kathnet“ finanziert wird. Dementsprechend genügt ein bloßes Zitat aus dem Magisterium, damit ein Kommentar auf „Kathnet“ oder „Katholisches“ gelöscht wird. Haben Sie dort schon mal Zitate von echten Päpsten gelesen? Diese Seiten, aus denen Sie hier ellenlangen Nonsens zitieren, sind dafür da, die Leser in Unkenntnis und Verwirrung zu halten.

    Die Konzilssekte hat kein Interesse daran, daß die Menschen die Wahrheit sehen; denn sie könnten ja aufwachen. Wundert Sie nicht, daß man auf der Vatikanseite so gut wie nur Texte aus dem „Konzil“ und von „Konzilspäpsten“ finden kann? Warum nicht sämtliche Lehrdokumente der Geschichte der Kirche? Das müßte man doch eigentlich erwarten. Wieso will man die Wahrheit nicht ins Netz stellen und den Leuten zugänglich machen?

  18. @Ci-devant 23. Februar 2018 um 13:04

    Eigentlich haben Sie recht. Ich nehme jedenfalls, wenn man noch sagen darf „wertvollere“ Argumente heraus um zum Denken anzuregen. Natürlich ist der Kurs dieser Seite und auch der meisten Leserschaft klar: V2

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