Pfarrer Robert Mäder: Das Sakrament der Starken

Wir sind keine Götter. Wir sind keine Ewigen, Allwissenden, Allmächtigen. Wir erklären uns abhängig von dem allein und absolut Unabhängigen, in dem wir leben, uns bewegen und sind. Wir sind abhängig von Gottes Willen, Gottes Gesetz, Gottes Wort, Gottes Liebe und Gottes Zorn. Hier Unabhängig­keit träumen ist Wahnsinn. Und wenn die modernen Verfas­sungen von Glaubensfreiheit, Gewissensfreiheit, Pressefreiheit reden und darunter die Unabhängigkeit von Gottes absolutem Willen und Gottes absoluter Wahrheit verstehen, dann ist das noch mehr als Wahnsinn. Es ist Anarchismus, der seine Bom­ben unter alle Fundamente der Ordnung legt.

Aber die Abhängigkeit vom Allerhöchsten ist wohl verein­bar mit heiliger, stolzer Unabhängigkeit gegenüber allem, was nicht Gottes ist. Wir beugen unsere Knie vor Gott, beugen vor ihm unsere Intelligenz und unsern Willen, beugen sie vor jeder Autorität, die Gottes Namen auf der Stirne trägt. In jedem andern Falle nennen wir uns die Unabhängigen. Glauben an unser eigene Persönlichkeit. Marschieren auf unser eigenes Ziel. Gehen auf eigenen Sohlen. Die Welt ist voll von Sklaven und Gott sei’s geklagt, sie ist voll von katholischen Sklaven. Wir schreiben die Abschaffung aller geistigen Versklavung als Erstpostulat aufs Jugendbanner. Die Feinde höhnen uns Knechte. Sie sollen es erfahren, unsere Hasser!

Das Sakrament der Starken und Unabhängigen ist neben der Firmung die Eucharistie. Die katholische Jugendbewegung ist entweder eucharistisch oder sie ist es nicht. Sie lebt vom Brot des Lebens oder sie ist tot. Wir nennen uns Christen. Was ist ein Christ? Einer, der aus Christus lebt. Eine Grundlehre unserer Religion, eine oft vergessene, ohne die man aber von unserm Glauben nicht viel versteht, ist die Lehre von Sünden­fall und Erbsünde. Unsere Natur ist seit Adam vergiftet bis ins Mark und Blut. Das revolutionäre Blut, das einst den Arm nach der verbotenen Frucht ausstreckte, fließt noch immer durch unsere Adern und bereitet uns tausend Kämpfe. Der alte Adam ist nicht überwunden, solange ein Tropfen seines Blutes in uns ist.

Es handelt sich darum, Adamsblut zu ersetzen durch Chri­stusblut. Es handelt sich darum, während der Zeit unseres Lebens und besonders in den Entscheidungsjahren der Jugend eine eigentliche Bluterneuerungskur durchzuführen. Das ist der Zweck der Kommunion. Das Blut, in dem die Gesundheit und die Kraft liegt, wird gepflanzt durch das Essen. Wahrlich, wahrlich sage ich euch, wenn ihr das Fleisch des Menschen­sohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, werdet ihr das Leben nicht in euch haben. Christus will nicht nur ge­glaubt und nachgeahmt, er will in uns aufgenommen, gegessen, getrunken — gleichsam unser Blut werden. Die Kommunion ist nicht nur eine religiöse Zeremonie, eine schöne Andachts­übung. Sie ist mehr, sie ist Leben, Kraft, Gesundheit.

Es gibt nichts Notwendigeres, wenn man einmal auf der Welt ist, als das Brot. Es gibt nichts Notwendigeres, wenn man einmal durch das Wasser und den Hl. Geist wiedergeboren, als dass man Brot vom Himmel isst. Brot gibt Blut. Blut ist Leben. Das gilt für Leib und Seele. Es war lange Zeit, besonders bei den Männern, Brauch, religiöse Hungerkuren zu machen. Vier­teljahre, halbe Jahre, ganze Jahre ohne Kommunion. Was war die Folge davon? Die gleiche Erscheinung, wie wenn ein Volk nicht mehr genügend Brot und Fleisch hat: Religiöse Unterer­nährung, religiöse Auszehrung, religiöse Schwächezustände, religiöses Absterben. Wenn das Brot fehlt, werden die Männer zu Schatten. Der Hungertod schaut aus den Augen der Jugend. Sie fallen dahin wie die Fliegen.

Wir treffen in der Kirchengeschichte einen gefährlichen Irr­lehrer, ich möchte sagen, einen teuflischen Irrlehrer. — Er machte den Menschen zu Gott, indem er behauptete, der Mensch könne aus eigener Kraft, ohne die göttliche Gnade, stark sein und selig werden. Die Kirche hat den Ketzer vor die Türe gestellt. Wer die Notwendigkeit der Gnade leugnet, leugnet die Notwendigkeit des Christentums. Das Christentum ist die Religion der Gnade. Pelagius ist schon mehr als 1000 Jahre im Grabe vermodert. Aber unsere Zeit ist ganz von dieser alten Irrlehre durchsetzt. Die Modernen sind Pelagianer, Gegner der christlichen Gnadenlehre. Der Pelagianismus ist vor allem eine Gefahr für die heutige katholische Jugendbewegung. Die Ju­gend denkt, redet und handelt gerne, als ob sie sich und die Welt mit sich aus eigener Kraft, gleichsam an den eigenen Haaren, aus dem Sumpf herausziehen könnte. Sie vergisst das von allen Jahrhunderten bestätigte Christuswort: Ohne mich könnt ihr nichts tun!

Das Ziel der Eucharistie: starkes Christentum! Was ist Chri­stentum? Nie mehr als heute wird mit diesem heiligen Namen Missbrauch getrieben. Heuchler und Betrüger — und die Welt ist voll davon — tragen diese Maske. Was ist echtes, starkes Christentum? Glaube an jedes Christuswort und Christi Nach­folge. Wer das nicht will und doch Christi Namen trägt, der spielt den Komödianten. Er treibt Phrasenchristentum. Chri­stentum, das nicht lebendig ist, ist Versteinerung, Verkrüppe­lung, Verknöcherung, gut fürs Museum.

Was wollen wir also? Was müssen wir wollen? Die Ausfüh­rung des Vaterunser-Programms! Dass der Name Gottes gehei­liget werde auf dem ganzen Erdkreis. Dass das Reich Gottes, das Reich der katholischen Kirche, ein Weltreich werde, in dem alle Rassen, alle Stämme, alle Sprachen, alle Stände hei­misch wohnen. Dass der Wille des Allerhöchsten Gesetz werde. Dass alle Menschen alle Tage Brot bekommen, Weizenbrot und Wahrheitsbrot. Dass Friede werde unter den Menschen. Dass die Macht des Bösen immer mehr gebrochen werde. Was wollen wir also? Alles! Starkes, ganzes, herrschendes Christen­tum innen und aussen! Vor allem aber innen!

Wir haben politisiert. Die Politik hat fast überall Bankrott gemacht. Wir haben in keinem Lande der Erde mehr gesunde, starke Politik. Wir haben auf die Presse unsere Hoffnung ge­setzt. Unsere Hoffnung ist im allgemeinen zu Schanden gewor­den. Wir haben Vereine gegründet ohne Zahl und haben uns darin heiser gesprochen. Und jetzt werden überall Stimmen laut: Wir haben uns verrechnet! Die Einnahmen, die geistigen Gewinne, sind kleiner als die Ausgaben. Wir kommen nicht vorwärts! Wir haben uns viel mit kleiner Detailarbeit und Außenarbeit abgeplagt. Wir haben uns trotz unserm besten Willen getäuscht.

Nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben werden Häuser und Generationen neu geschaffen. Wir müssen mehr am Fundament als auf dem Dach und an der Fassade arbeiten.. Was in der Kirchengeschichte immer wahr gewesen ist, ist auch heute wieder wahr: Durch Selbstreform zur Weltreform! Der katholische Heilige rettet die Menschheit, der In­nenmensch das Ganze. Der Fluch unseres Zeitalters ist das aus dem Ganzen herausgerissene, das äußerliche Spezialisten­tum.

Der Moderne arbeitet am Teil und nicht am Ganzen. Keine ganzen Zahlen, nur halbe, nur Brüche. Keine Persönlichkeiten, nur Fragmente. Keine Menschen, nur Stücke. Keine Vollgusscharaktere, nur Bestandteile. Die katholische Kirche will das Lebendige und darum das Ganze. Sobald man der katholischen Kirche den Rücken kehrt, verliert man den Blick für das Ganze. Man wird Außenreformer und Spezialist. Spezialistentum ist halb Wahrheit, halb Irrtum. Der moderne Spezialistengeist macht aus dem Besten Gift, um die menschliche Gesell­schaft zu vernichten. Er kann nie vernünftig bleiben. Er miss­braucht und übertreibt alles. Er haut vielleicht da und dort praktische Bausteine, aber er kann sie nicht zusammenfügen. Plan und Seele fehlen, Sinn für alles, Sinn fürs Ganze.

Die Kommunion und das mit der Kommunion verbundene innere Gebetsleben ist das beste Mittel gegen die Veräußerlichung der katholischen Aktion und gegen seelenloses Spe­zialistentum. Zuerst Innenchristentum. Der notwendige Außenkatholizismus kommt dann schon.

Die Kommunion ist sodann auch Gegenmittel gegen leeren Massenkatholizismus. Dem Massenkatholizismus liegt die fal­sche Meinung zugrunde, dass die grosse Zahl für die Sache Gottes entscheidend sei. Massenkundgebungen des katholi­schen Geistes fördern die Begeisterung und sind Arznei gegen Menschenfurcht. Aber mit den großen Volksversammlungen und religiösen Demonstrationen ist es nicht gemacht. Man kann bei diesen Manifestationen mitwirken und dennoch ein schlechter Christ sein und verdammt werden. Gott lässt sich durch große Zahlen nicht imponieren. Für Gott existieren nur Seelen, nicht Zahlen. Nur was jeder Einzelne ist, entscheidet. Nur auf die Persönlichkeit und ihren inneren Wert kommt es an. Eine einzige Persönlichkeit kann für den Fortschritt der katholischen Sache unter Umständen mehr bedeuten als eine Organisation von 10 000 Mitgliedern.

Der große Feind der hl. Sakramente ist die Gedankenlosig­keit, die Schablone. Soll aus der „Eucharistie ein neues katholi­sches Heldentum geboren werden, bereit für alle kommenden Dinge, treu bis zum Martyrium, so muss die Jugend mit großem Ernst, im Bewusstsein, dass Lebensschicksale davon ab­hängen, zur Kommunionbank schreiten. Der Geist entscheidet. Wird die katholische Jugend das Kommunizieren verstehen, so wird sie auch das Siegen verstehen.

Wir werden an die Arbeit gehen. Aber wir werden niemals vergessen, dass man, bevor man an die Arbeit geht, essen, also auch kommunizieren muss. Sonst bleiben wir katholische Schwätzer. Und wenn wir das Gesetz von der Notwendigkeit des Essens auf übernatürlichem Gebiete begreifen, dann ver­stehen wir auch das andere: Das Essen muss Gewohnheits­sache werden. Das Essen wirkt erst nachhaltig, wenn es wie­derholt wird. Mit nur einem Stück Brot wird man kein Mann, und mit nur einer Hostie wird man kein Held. Wir wiederholen: Die katholische Jugendbewegung wird entweder eucharistisch sein oder sie wird nicht sein. Sie lebt vom Brot des Lebens oder sie ist tot. Das Sakrament der Starken ist ihre Stärke.

_______

Quelle: Robert Mäder – Ein Appell an die Jugend – Ein Appell an die Männer
(Die Artikel stammen aus den Jahen 1919 und 1921)

9 Kommentare zu “Pfarrer Robert Mäder: Das Sakrament der Starken

  1. Ich halte das für einen verkehrten Ansatz. Zuerst die RECHTE ( mit ECHTER Reue !!!) Beicht. DAVOR drücken sich die MEISTEN!!!!!!!!!!!!!!!!!

    “ Das Sakrament der Starken und Unabhängigen ist neben der Firmung die Eucharistie. “

    Nun, ich hätte gedacht einzig und allein die Hl.Beicht.

    Wenn der Pfad der kath. Morallehre einmal verlassen wurde ( durch den heutigen Modernismus, Liberalismus ) dann ist es schwer noch ein richtiges Sündenverständnis und Sündenbewusstsein an den Tag zu legen. UND ohne diese Conditio sine qua non ist es unmöglich Gott zu gefallen. Man belügt und betrügt sich selbst – und bestraft sich selbst.
    – Wer also unwürdig das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und am Blut des Herrn. (1. Korinther 11.21-22) 28 Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem Brot und trinke aus dem Kelch; (Matthäus 26.22) 29 denn wer unwürdig ißt und trinkt, der ißt und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. –

    “ … Es prüfe aber ein Mensch sich selbst, … “
    Was für den einen als Todsünde gilt gilt für den anderen noch als Liebe etc.( s. z.B. Amoris Laetitia ) Und so macht doch ein jeder was er will wenn keine KLAREN Katholischen Moralvorstellungen ins Auge gefasst werden. Durch die heute allseits aufgeweichte Moral erlaubt sich heute fast ausnahmslos jeder die Kommunion ohne Beicht zu empfangen. Ohne schlechtem Gewissen. Und das auch massenweise. DAS ist leider die Realität. Nach dem Motto ( des sog. Gutmenschentum ): “ Ich hab nichts verbrochen, ich hab nicht gestohlen, niemanden umgebracht und sonst war ich auch immer versucht ein rechtschaffener Mensch zu sein, hab mal auch was gespendet, im privaten Sexleben hat Gott sowieso nicht zu befunden und auch sonst gehört mein Bauch mir. “ Wer wollte leugnen dass dieses gängige Verständnis nicht unserer aufgeklärten katholischen Gesellschaft entspricht? “ Verantwortete Elternschaft… ha ha , das mache ich mir selbst mit Gott aus “ etc., “ hier braucht die Kirche mir nicht dreinreden, “ etc. … ja ja . Wie man sieht, die meisten uminterpretieren die Moral zu ihrem Vorteil, so wie sie es gerade verstehen wollen oder auch nicht.

    Sehen wir uns doch heute das „Eucharistie“-Verständnis mal an:
    A) Wer von den sog. Katholiken findet dazu das entspr. Synonym – Hl.Messopfer –
    Warum sagt man heute Eucharistie und WO sollte der Unterschied liegen wenn doch kein UNterschied sein soll, bzw. geben kann?
    B) Das Euchariestieverständnis entspricht doch schon lange nicht mehr dem Verständnis des Hl.Messopfers. Die Praxis beweist dies doch. Protestantische und katholische Sichtweisen haben sich dabei schon längst VERMISCHT.
    C) Zum Verständnis des Hl.Messopfers sind primär und v.a. das Sündenbewusstsein und die Sündenvergebung quasi eine Conditio sine qua non.
    Heute wird vermehrt die Kommunion als spiritueller Ansatz, als eine Art Arznei gesucht. Viel mehr ist nicht drin. Bestenfalls eine Belustigung beim Brotverzehr, bzw. um sich als GERECHTER noch besser darstellen zu können, oder WARUM sollte man in der Bank sitzen bleiben wenn die anderen auch gehen?

    Die Beichtstühle jedenfalls stehen grösstenteils leer, nur noch für ein paar alte Weiberlein, bigotte Gläubige oder scheinbar den einen oder anderen ernstzunehmenden Frömmler.

    Und dafür muss man schon „dankbar“ sein.

    Die anderen stürmen geradezu die Hl.Eucharistie. Oh, wie war das noch, die Eucharistie, der Sakrament der Starken und Unabhängigen – diese gibt es sogar MASSENWEISE, die TAPFER WEITER SÜNDIGEN SOLLEN, WOLLEN und DÜRFEN ( im Lutherverständnis )!

  2. @Pierre,
    da haben Sie wirklich recht.
    Nun ist es mit an Sicherheit grenzender
    Wahrscheinlich so, dass in den meisten
    Eucharistiefeiern des Novos Ordo keine
    Wandlung und damit keine Realpräsenz
    des HERRN mehr stattfindet.
    Man muss kein Mystiker sein um das zu
    erkennen.
    Allein der lasche Umgang der meisten modernen „Priester“ mit der Hostie lässt
    schon erkennen, dass sie keinen Glauben
    an die Realpräsenz mehr haben.
    Wenige Glaubenstreue finden sich noch
    unter Ordenspriestern.
    Bleibt noch eine Person in der Bank und
    geht nicht zur „Kommunion“ hat von den
    anwesenden „Gläubigen“ niemand Verständnis
    dafür.
    Es ist schon mehr als traurig wenn man mit
    ansehen muss wie sich die letzten Christen
    in immer mehr Gruppen und Grüppchen spalten.
    Pius-, Petrusbrüder, die ganzen Widerständler
    und deren Splittergruppen, immer mehr Ecclesia Dei- Privatclubs, dann die ganzen
    zerstrittenen Sedisvakantengruppen, Charismatiker und unzählige andere Clubs.
    Fast schon wie bei den Protestanten.
    Die Hirten sind geschlagen, die Herde zerstreut.
    Mein Trost ist der betrachtende Rosenkranzpsalter und die Hoffnung dass
    unser geliebter HERR bald eingreift.

  3. @jan 6. Februar 2018 um 15:03

    “ Fast schon wie bei den Protestanten. “

    Ja, ja, ein echtes Armutszeugnis gibt diese OFFIZIELLE Hl.Röm.Kath. Kirche da ab.
    Diese ist zu einem irdisch ausgerichteten Sozial- Politverein mutiert mit dem Götzen MENSCHENRECHTE.

  4. Das Meßopfer ist bereits weitgehend abgestellt. Wir befinden uns mitten in der Endzeit.

    Matthäus
    24:15 Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung (davon gesagt ist durch den Propheten Daniel), daß er steht an der heiligen Stätte (wer das liest, der merke darauf!)

    Daniel
    8:11 Ja es wuchs bis an den Fürsten des Heeres und nahm von ihm weg das tägliche Opfer und verwüstete die Wohnung seines Heiligtums.
    8:12 Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tägliche Opfer um der Sünde willen, daß es die Wahrheit zu Boden schlüge und, was es tat, ihm gelingen mußte.

    11:31 Und es werden seine Heere daselbst stehen; die werden das Heiligtum in der Feste entweihen und das tägliche Opfer abtun und einen Greuel der Verwüstung aufrichten.
    11:32 Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen, so den Bund übertreten. Aber die vom Volk, so ihren Gott kennen, werden sich ermannen und es ausrichten.
    11:33 Und die Verständigen im Volk werden viele andere lehren; darüber werden sie fallen durch Schwert, Feuer, Gefängnis und Raub eine Zeitlang.

    12:11 Und von der Zeit an, wenn das tägliche Opfer abgetan und ein Greuel; der Verwüstung aufgerichtet wird, sind tausend zweihundertundneunzig Tage.
    12:12 Wohl dem, der da wartet und erreicht tausend dreihundert und fünfunddreißig Tage!

  5. Pierre, Sie halten also die Kirche Jesu Christi doch für ein Chamäleon.

    Zu glauben, dass die Kirche mutieren könnte ist aber Häresie.

    Solche Anschauungen kommen nur von einem falschen Kirchenverständnis.

  6. Auf dem Prüfstand: Das heutige Verständnis des Hl.Messopfers:

    Z.B. aus https://www.katholisch.at/eucharistie :

    Die Eucharistie – abgeleitet vom griechischen εὐχαριστέω eucharistéo „Danksagung“ – ist das Kernstück des christlichen Glaubens und vergegenwärtigt die Lebenshingabe Jesu am Kreuz und seine Auferstehung. Ihr Ursprung liegt im Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern:

    “ Während des Mahls nahm er das Brot und sprach den Lobpreis; dann brach er das Brot, reichte es ihnen und sagte: Nehmt, das ist mein Leib. Dann nahm er den Kelch, sprach das Dankgebet, reichte ihn den Jüngern und sie tranken alle daraus. Und er sagte zu ihnen: Das ist mein Blut, das Blut des Bundes, das für viele vergossen wird. “ (Mk 14,17-25)

    Versammeln sich katholische Christen und Christinnen zur Heiligen Messe, ist Jesus als Gastgeber in ihrer Mitte zugegen, deshalb ist die Eucharistiefeier gleichsam „Herrenmahl“: die Gläubigen sind Gäste am Tisch Jesu. Neben der gottesdienstlichen Feier als Ganzer bezeichnet „Eucharistie(feier)“ auch speziell den zweiten Hauptteil der Messe. Als „Eucharistie“ werden auch die geweihten Gaben – Brot und Wein – Leib und Blut Christi – bezeichnet, die wir bei der Kommunion empfangen.

    Aufbau der Messe
    Die Messe hat vier Hauptteile:

    Eröffnung
    Wortgottesdienst
    Eucharistiefeier
    Entlassung (Sendung)
    

    In der Feier der „Erstkommunion“ empfangen Gläubige erstmals Leib und Blut Jesu Christi in den Gestalten von Brot und Wein. Sie dienen als Zeichen der Liebe und Zuwendung Gottes zum Menschen. Kommunion kommt vom lateinischen communio (Gemeinschaft) und meint Gemeinschaft in Christus und durch Christus mit Gott und den Mitmenschen.

    Die Heilige Messe ist Gemeinschaftsfeier, deshalb sind alle Gläubigen berufen, an der ihr teilzunehmen und bestimmte Teile zu gestalten oder einzelne Aufgaben und Ämter auszuführen (LektorIn, KantorIn, usw.), jedoch ist die Eucharistie immer Geschenk des Herrn und bedarf eines geweihten Amtsträgers, der ihre Leitung übernimmt und Repräsentant Jesu Christi ist. Das gemeinsame Feiern der Eucharistie, das Beten und Singen, der Friedensgruß und das Mahlhalten bauen die versammelte Gemeinde auf als einen Leib. In diesen Leib sind wir seit der Taufe eingegliedert.

    XXXXX

    Ohne Kommentar !!!!!!!!!!!!!!!

    Das Wesen des Kath. Messopfers wurde nicht einmal ansatzweise verstanden. Eine genaueste Analyse erspare ich mir.
    Und DAS soll KATHOLISCH sein, oder als Katholisch verkauft werden?!
    Das ist protestantisches Herrenmahlverständnis. Mehr nicht. Und das vertreten von der OFFIZIELLEN RKK!!!!!!!!!!!!!!!!!! Welch eine Schande, welch ein haeretisch- blasphemischer Skandal!!!!!!!

    Z.B.: Warum wurde das Wort – Hl.Messopfer- mit dem anderen Wort Hl.Eucharistie ausgetauscht? Mit welcher Begründung und welcher Notwendigkeit? Die Begrifflichkeit jeder dieser Wörter ist eine ANDERE.

    Daß das Wesen der Hl.Messe ein SAKRAMENTALES Opfergeschehen ( die gestrige Opfer-Sühnetheologie ist heute obsolet!) des Sohnes an den Vater ist und damit PRIMÄR einen SÜHNECHARAKTER darstellt kommt beim heutigen Eucharistieverständnis in keinster Weise heraus. Fehlende Intention!!!

    Ja, allen Ernstes wird behauptet, die Heilige Messe ist eine Gemeinschaftsfeier!!!!!!!!! Und die Laien haben mitzuarbeiten. Der Priester ist mehr oder weniger ein notwendiges „Übel“. Es reicht auch ein Wortgottesdiesnst ohne Priester nur mit anschliessender Kommunionausgabe durch Laien. Den Priester braucht man vielleicht noch, damit es etwas feierlicher ausschaut und etwas „Würdigeres“ an sich hat! Ja, ja Oh, wie ARM im Geiste Ihr (Konzilsgläubige … nicht alle) doch seid!!!

    Vielmehr gibt es Schlagwörter wie Herrenmahl, Tisch – Gemeinschaft, Versammlung ( ohne die die Eucharistie anscheinend nicht funktionieren kann ?!), Brotbrechen, Mahlhalten, Erinnerung; Friedensgruss etc. und was es sonst noch an Selbstdarstellungen gibt. Profanierungen (Entweihungen, Entwürdigungen) an allen Ecken und Enden.

    Oder
    “ Versammeln sich katholische Christen und Christinnen zur Heiligen Messe, ist Jesus als Gastgeber in ihrer Mitte zugegen, deshalb ist die Eucharistiefeier gleichsam „Herrenmahl“: die Gläubigen sind Gäste am Tisch Jesu. “

    Sehr Katholisch!!!!!!!!!!!!!!!!

    Ohne Versammlung funktioniert die Eucharistiefeier anscheinend nicht. OK.
    Beim echten Hl.Messopfer braucht man keine Versammlung, selbst wenn der Priester ganz allein die Hl.Messe feiert. Aber bitte. Jedem das seine.

    Na, dann alle zu Tisch bitte, es wird fröhlich gegessen (später vielleicht getrunken) und gefeiert weil Christus jetzt in unserer Mitte ist. OK, let`s have a Party with Jesus, my best friend.

  7. Aus http://www.priesterseminar-herz-jesu.de/tl_files/herzjesu/pdf/allgemein/Gruende_fuer_die_ueberlieferte_hl._Messe.pdf :
    Vor allem kommt auch die ursprüngliche Definition der Messe im neuen Missale, die keine der wesentlichen Realitäten des Messopfers, wie die Realpräsenz, die wahre
    Erneuerung des Kreuzesopfers durch den geweihten Priester, der in persona Christi
    handelt, erwähnt, durch diese Eliminierung der impliziten Leugnung gleich, insbesondere, da sie die Messe als „Mahl“ bezeichnet, als „ein Gedächtnis, das unter dem Vorsitz eines Priesters begangen wird“ und das wesentliche der Messe als die Versammlung des Volkes Gottes bestimmt., was höchstens Ziel aber nicht Formalursache der Messe ist (sonst wäre eine Messe ohne Volk keine Messe).
    Wenn auch die Definition nachgebessert wurde (wodurch sie aber nur zweideutig wurde: sie ist offen für das Verständnis der Messe als reine commemoratio und
    stellt insbesondere die sakramentale Gegenwart Christi unter den konsekrierten Gestalten auf die gleiche Stufe wie die Gegenwart durch die Gnade), entsprechen doch die Änderungen im Ritus, die geblieben sind, ganz klar der ersten und bringen diese protestantischen Auffassung der liturgischen Neuerer zum Ausdruck: Den
    Mahlcharakter der Messe … !

    XXXXX
    Hiermit wurd die WAHRE unverfälschte Intention an den Tag gelegt. Bedauerlich, aber nur die wenigsten wissen davon!!!! Leute, bitte hinterfragt und informiert Euch!
    So wurde der NOM an Euch als „katholisch“ verkauft. Wacht doch auf! Seid nicht blind!

  8. Ein nüchternes Beispiel eines verworrenen ( besser apostatischen) katholischen Selbstverständnisses:
    https://www.katholisch.at/aktuelles/2018/01/10/krautwaschl-zukunft-der-kirche-haengt-massgeblich-von-laien-ab
    Krautwaschl: Zukunft der Kirche hängt maßgeblich von Laien ab

    Grazer Diözesanbischof in Zeitschrift „miteinander“: Thema Berufungspastoral seitens der Bischofskonferenz ernster nehmen

    Angesichts der gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche braucht es auch eine neue Fokussierung auf den Sinn von Kirche und die Rolle von Priestern und Laien in der Kirche: Das hat der Grazer Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl in einem Interview in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „miteinander“ des Canisiuswerkes unterstrichen. „Wir müssen uns erneut der ganz basalen Frage stellen, wozu Kirche eigentlich da ist“, so Krautwaschl. Es sei an der Zeit, aus „unserer Komfortzone“ auszubrechen „und neu unsere Ziele in der Welt zu bestimmen“. Der Blick müsse dabei wegführen von einer priesterzentrierten Perspektive: „Ohne ein gehöriges Maß an Zutun von engagierten Laien wird’s nicht gehen.“

    Wiewohl er die Sorge vieler Christen angesichts des anhaltenden Priestermangels spüre, so brauche es doch insgesamt Menschen, „die vorangehen in Kirche und Gesellschaft“ und „ein großes Gespür für die Zeichen der Zeit mitbringen“, betonte der Bischof weiter. Dennoch sieht Krautwaschl, der in der Bischofskonferenz für die Berufungspastoral zuständig ist, in diesem Bereich der Förderung geistlicher Berufe und Berufungen noch großes Potenzial: „Das Thema ist auf der Agenda, aber es müsste wohl in seiner ganzen Komplexität noch höher gewichtet werden.“

    Tatsächlich sei der Begriff der Berufungspastoral ja bereits eine „Krisenanzeige“: „Denn sobald es eine selbstverständliche gläubige Praxis gibt, gibt es auch wieder Berufungen“. Es brauche also eine „Sanierung der täglichen Glaubenspraxis“, mahnte der Bischof. „Manchmal habe ich den Eindruck, wir haben vor lauter Theologie und vor lauter Strukturfragen diese Praxis aus den Augen verloren.“ Kirche müsse wieder neu „von unten“ gedacht werden.

    Lernen könne man diesbezüglich etwa vom Blick auf die Situation etwa in Afrika oder in Asien: Die dortige „pastorale Not“ mache „erfinderisch und lässt zu, ganz anders über die Rolle des Priesters und der Laien nachzudenken“. Dort könne man neu lernen, dass Kirche „kein Selbstzweck“ ist, sondern sie aus einem „seelsorglichen Kerngeschäft“ heraus lebe.

    Krautwaschl äußerte sich gegenüber dem „miteinander“ aus Anlass des 100-Jahr-Jubiläums, welches das Canisiuswerk heuer feiert (Das Interview mit Bischof Krautwaschl ist im Volltext unter http://www.miteinander.at/2018/wirhabenzudanken/raus-aus-der-kirchlichen-komfortzone abrufbar). Die Gründung des Zentrums für geistliche Berufe in Österreich erfolgte am 31. Jänner 1918 durch Kardinal Gustav Piffl. Initiator und erster Präsident des damaligen Vereins zur „geistigen und materiellen Förderung der Heranbildung katholischer Welt- und Ordenspriester“ sowie zur „Unterstützung katholischer Studenten, welche sich auf Laienberufe vorbereiten“ war Josef Moser. Das Jubiläum wird mit zahlreichen Veranstaltungen und Gottesdiensten gefeiert. (Infos: http://www.canisius.at)

    XXXXX
    “ „Wir müssen uns erneut der ganz basalen Frage stellen, wozu Kirche eigentlich da ist“, so Krautwaschl. “

    So, so, hat man das bis jetzt noch nicht verstanden? Wie konnte so einer überhaupt Bischof werden?!

    “ „Es sei an der Zeit, aus „unserer Komfortzone“ auszubrechen “ “

    Sind nicht zu feige zu behaupten dass sie wie die Maden im Speck sitzen?

    “ und neu unsere Ziele in der Welt zu bestimmen“. “

    Einen neuen anderen Speck suchen, vielleicht? Und natürlich nur WELTLICH gesinnt bleiben … das Wort – Neu- ist sowieso immer gut.

    “ Der Blick müsse dabei wegführen von einer priesterzentrierten Perspektive … “

    Aha, jetzt verstehen wir, ist doch noch zu „katholisch“.

    “ „Ohne ein gehöriges Maß an Zutun von engagierten Laien wird’s nicht gehen.“ “

    Nun ja, wie ich eben zuvor schrieb: Z.B. Ein Wortgottesdienst reicht, Kommunionausgabe hinterher durch Laien. – “ angesichts des anhaltenden Priestermangels “ Und der ist bekanntlich hausgemacht.

    Weiter:
    “ Die dortige „pastorale Not“ mache „erfinderisch und lässt zu, ganz anders über die Rolle des Priesters und der Laien nachzudenken“. Dort könne man neu lernen, dass Kirche „kein Selbstzweck“ ist, sondern sie aus einem „seelsorglichen Kerngeschäft“ heraus lebe. “

    WIE kann es so etwas, bzw. so jemanden geben der vorgibt ein katholischer Geistlicher zu sein?! Die Verantwortung noch den Laien zuschieben zu wollen anstatt sich selbst am Schopfe zu packen. Das täte Ihnen so passen, Hr. Bischof. Und „ERFINDERISCH“ dürfen Sie weiter sein wie Sie das alles vor Gott verantworten wollten.

  9. http://www.vaticannews.va/de/papst/news/2018-02/papst-franziskus-deutschland-zulehner-studie-wortwahl.html

    „Häufigste Papstworte sind Gott, Leben, Mensch und Liebe“
    „Gott“, „Leben“, „Menschen“ und „Liebe“ sind nach einer Studie die vier von Papst Franziskus am häufigsten benutzten Begriffe.

    Auch die Wörter „Barmherzigkeit“, „Gesellschaft“, „arm“ und „Kinder“ kommen sehr oft in offiziellen Schreiben, Predigten und Interviews des Papstes vor, wie aus einer jetzt in Ostfildern veröffentlichten Studie hervorgeht.

    Der Wiener Theologe Paul Michael Zulehner wertete dazu die Äußerungen des Papstes per computergestützter Volltextsuche aus. In einem zweiten Schritt nutzt Zulehner diese Ergebnisse für eine Analyse des Denkens von Franziskus. Sein Buch trägt den Titel „Ich träume von einer Kirche als Mutter und Hirtin“.

    “ Vom Moralisieren zum Heilen ”
    

    Franziskus lege „über lange Zeit verschüttete Grundannahmen“ der Lehre von Jesus Christus frei, die in das Leben und Wirken der Kirche einsickern sollten, so Zulehner. Dies sei irritierend für die, „denen die Tiefenschicht der Kirche fremd geworden ist“. Dazu gehörten Verantwortliche auf kirchlichen Positionen und auf Lehrstühlen. Zulehner nennt sie „Ideologen, denen das Kirchenrecht wichtiger ist als das Evangelium“. Franziskus warne solche fundamentalistischen Alles- oder Besserwisser vor theologischer Arroganz und falscher Sicherheit.

    XXXXX

    Wir danken Ihnen für dieses großartige Selbstbekenntnis, Hr.Prof.Dr.
    Zulehner. Wir verstehen. Danke.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.