VON DER ZAHL DER AUSERWÄHLTEN – 03

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VON DER ZAHL DER AUSERWÄHLTEN – 01

VON DER ZAHL DER AUSERWÄHLTEN – 02


 

von Jose Ricart Torrens, Barcelona

Aus dem Französischen übersetzt von Prinzessin Maria-Christina von Habsburg

 

HEILIGER LUKAS

„Denn die Axt ist schon an die Wurzel der Bäume gesetzt. Ein jeder Baum also, der keine gute Frucht bringt, wird ausge­hauen und ins Feuer geworfen.“ (III, 9).

„Er hat seine Wurfschaufel in seiner Hand, und wird seine Tenne reinigen; den Weizen wird er in seine Scheune sammeln, die Spreu aber mit unauslöschlichem Feuer verbrennen.“ (III, 17).

„Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euern Trost!

Wehe euch, die ihr gesättigt seid; denn ihr werdet hungern! Wehe euch, die ihr jetzt lacht; denn ihr werdet trauern und weinen!

Wehe euch, wenn euch die Menschen loben! denn so haben ihre Väter den falschen Propheten getan.“ (VI, 24-26).

„Wer aber hört, und nicht tut, der ist gleich einem Men­schen, der sein Haus ohne Grund auf die Erde hinbaute; wider dieses Haus stiess der Strom, und es fiel sogleich; und der Fall desselben Hauses war gross. (VI, 49).

„Zu allen aber sagte er: Wer mir nachfolgen will, der ver­leugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach.

Denn wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; aber wer sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten.

Denn was nützte es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, sich selbst aber verlöre, und an sich Schaden litte?

Denn wer sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird auch der Menschensohn sich schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und (in der Herrlichkeit) des Vaters und der heiligen Engel.“ (IX, 23-26).

„Und du Kapharnaum! die du bis zu dem Himmel erhoben bist, wirst bis in die Hölle versenkt werden.

Wer euch hört, der hört mich, und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.“ (X, 15-16).

„Als aber das Volk sich versammelte, fing er an zu sagen: Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht; es verlangt ein Zeichen, aber es wird ihm kein Zeichen gegeben werden, als das Zeichen Jonas, des Propheten.

Denn gleichwie Jonas ein Zeichen war den Niniviten, so wird es auch der Menschensohn diesem Geschlechte sein.

Die Königin von Mittag wird im Gerichte mit den Männern dieses Geschlechtes auftreten und sie verdammen; denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomons zu hören; und siehe, hier ist mehr als Salomon!

Die Männer von Ninive werden im Gerichte mit diesem Geschlechte auftreten, und es verdammen; denn sie haben auf die Predigt des Jonas Busse getan und siehe, hier ist mehr als Jonas!“ (XI, 29-32).

„Euch aber, meinen Freunden, sage ich: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, und danach nichts mehr tun können!

Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollet: Fürchtet den, welcher, nachdem er getötet hat, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, diesen fürchtet!“ (XII, 4-5).

„Ich sage euch aber: Ein jeder, der mich vor den Men­schen bekennen wird, den wird auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.

Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.

Und jedem, der ein Wort wider den Menschensohn redet, kann vergeben werden; dem aber, der wider den Heiligen Geist lästert, wird nicht vergeben werden.“ (XII, 8-10).

„Der ihn aber nicht gekannt, und getan hat, was Schläge verdient, wird weniger bekommen. Denn von einem jeden, dem viel gegeben worden ist, wird viel gefordert werden; und wem viel anvertraut worden ist, von dem wird viel zurückverlangt werden.“ (XII, 48).

„Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Busse tut, so werdet ihr alle auf gleiche Weise zu Grunde gehen.

Er sagte aber auch dieses Gleichnis: Einer hatte einen Feigenbaum, der in seinem Weinberge gepflanzt war. Und er kam und suchte Früchte auf demselben, fand aber keine.

Da sprach er zu dem Weingärtner: Siehe, schon drei Jahre komme ich, und suche Frucht an diesem Feigenbaume, und finde keine; hau ihn also weg! Was soll er noch das Land einnehmen?

Er aber antwortete, und sprach zu ihm: Herr! lass ihn auch noch dieses Jahr, bis ich um ihn her ausgegraben, und Dünger daran gelegt habe, vielleicht bringt er Frucht; wenn nicht, so magst du ihn für die Zukunft weghauen.“ (XIII, 5-9).

„Und er ging durch die Städte und Flecken, und lehrte, und nahm seinen Weg nach Jerusalem.

Einer aber sprach zu ihm: Herr! sind es wenige, die selig werden? Da sprach er zu ihnen:

Bemühet euch, einzugehen durch die enge Pforte; denn ich sage euch: Viele werden suchen einzugehen, und es nicht vermögen.

Wenn der Hausvater hineingegangen ist, und die Türe ver­schlossen hat, dann werdet ihr draussen stehen, und euch anschicken, an die Türe zu klopfen, und zu sagen: Herr, tu uns auf! Und er wird antworten und zu euch sprechen: Ich kenne euch nicht, woher ihr seid.

Dann werdet ihr anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und getrunken, und du hast auf unseren Strassen gelehrt.

Und er wird zu euch sagen: Ich kenne euch nicht, woher ihr seid; weichet von mir alle, ihr Übeltäter!

Da wird Heulen und Zähneknirschen sein, wenn ihr Abra­ham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche Gottes seht, euch aber hinausgestossen.

Und sie werden kommen von Aufgang und Niedergang, von Mitternacht und Mittag, und zu Tische sitzen im Reiche Got­tes.

Und siehe, die (jetzt) die Letzten sind, werden die Ersten sein, und welche die Ersten sind, werden die Letzten sein.“ (XIII, 22-30).

„Es war ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und feine Leinwand, und hielt alle Tage herrliche Mahlzeit.

Es war auch ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor dessen Türe voll Geschwüre, und er hätte sich gerne mit den Brosamen gesättigt, die von des Reichen Tische fielen, aber niemand gab sie ihm; ja auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre.

Es geschah aber, dass der Arme starb, und von den Engeln in den Schoss Abrahams getragen wurde. Und es starb auch der Reiche, und wurde in die Hölle begraben.

Als er nun in der Qual war, und seine Augen erhob, sah er Abraham von ferne, und Lazarus in seinem Schosse; und er rief, und sprach: Vater Abraham! erbarme dich meiner, und sende den Lazarus, dass er seine Fingerspitze ins Wasser tauche, und meine Zunge abkühle, denn ich leide große Pein in diesen Flammen.

Abraham aber sprach zu ihm: Gedenke, Sohn! daß du Gutes empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus hingegen Übles; nun aber wird dieser getröstet, und du wirst gepeinigt.

Und über dies alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft gesetzt, dass die, welche von hier zu euch hinübergehen wollen, nicht können, und die, welche von dort herübergehen wollen, auch nicht können.“ (XVI, 19-26).

„Und gleichwie es zuging in den Tagen des Noe, so wird es auch zur Zeit des Menschensohnes sein.

Sie aßen und tranken, sie nahmen und gaben Weiber zur Ehe bis auf den Tag, da Noe in die Arche ging; und es kam die Sintflut und vertilgte sie alle.

Desgleichen wie es in den Tagen des Lot geschah: Sie aßen und tranken, sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten; an dem Tage aber, da Lot aus Sodoma ging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel, und vertilgte sie alle.

Auf gleiche Weise wird es gehen am Tage, da der Menschen­sohn offenbar werden wird.“ (XVII, 26-30).

„Wahrlich, sag‘ ich euch, wer das Reich Gottes nicht an­nimmt, wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen! (XVIII, 17).

„Da nun Jesus sah, dass er traurig geworden, sprach er: Wie schwer werden die, welche Geld haben, in das Reich Gottes ein­gehen!

Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher in das Reich Gottes eingehe. (XVIII, 24-25).

„Aber jene meine Feinde, die nicht wollten, dass ich über sie herrschen sollte, bringet herbei, und ermordet sie vor mir.“ (XIX, 27).

„Hütet euch aber, dass eure Herzen nicht etwa belastet werden mit Völlerei, Trunkenheit und den Sorgen dieses Le­bens, und jener Tag euch nicht plötzlich überrasche; denn wie eine Schlinge wird er kommen über alle, die auf dem ganzen Erdboden wohnen.

Darum wachet und betet allezeit, damit ihr würdig geachtet werdet, allem dem zu entgehen, was da kommen wird, und zu bestehen vor dem Menschensohne.“ (XXI, 34-36).

 

HEILIGER JOHANNES

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen einge­borenen Sohn dahingab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.

Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig wer­de.

Wer an ihn glaubt, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einge­borenen Sohnes Gottes nicht glaubt.

Das aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekom­men ist und die Menschen die Finsternis mehr liebten als das Licht; denn ihre Werke waren böse.

Denn jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht an das Licht, damit seine Werke nicht gestraft werden; wer aber die Wahrheit tut, kommt an das Licht, damit seine Werke offenbar werden, weil sie in Gott getan sind. (III, 16-20).

„Wer an den Sohn glaubt, der hat das ewige Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt über ihm.“ (III, 36).

„Denn gleichwie der Vater das Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohne gegeben, das Leben in sich selbst zu haben; und er hat ihm Macht gegeben, auch Gericht zu halten, weil er der Menschensohn ist.

Verwundert euch nicht darüber, denn es kommt die Stunde, in der alle, welche in den Gräbern sind, die Stimme des Sohnes Gottes hören werden.

Und es werden hervorgehen, die Gutes getan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber Böses getan haben, zur Auf­erstehung des Gerichtes.“ (V, 26-29).

„Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, sage ich euch: Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht essen und sein Blut nicht trinken werdet, so werdet ihr das Leben nicht in euch haben.“ (VI, 54).

„Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten, ich bin von oben. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.

Darum hab‘ ich euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, daß ich es bin, so werdet ihr in eurer Sünde sterben.“ (VIII, 23-24).

„Jesus aber sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich gewiss lieben; denn ich bin von Gott ausge­gangen und gekommen; denn ich bin nicht von mir selbst ge­kommen, sondern Er hat mich gesandt.

Warum erkennt ihr meine Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnt.

Ihr habt den Teufel zum Vater, und wollt nach den Gelüsten eures Vaters tun. Dieser war ein Menschenmörder von Anbe­ginn, und ist in der Wahrheit nicht bestanden; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lüge redet, so redet er aus seinem Eigentume; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge.

Wenn ich aber die Wahrheit rede, so glaubt ihr mir nicht.

Wer aus euch kann mich einer Sünde beschuldigen? Wenn ich euch die Wahrheit sage, warum glaubt ihr mir nicht?

Wer aus Gott ist, der hört auf Gottes Wort; darum hört ihr nicht darauf, weil ihr nicht aus Gott seid.“ (VIII, 42-47).

„Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte in diese Welt gekommen, daß die Blinden sehend, und die Sehenden blind werden.

Dieses hörten einige Pharisäer, die bei ihm waren, und spra­chen zu ihm: Sind etwa auch wir blind?

Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr blind wäret, so hättet ihr keine Sünde; nun aber sprechet ihr: Wir sehen! Darum bleibt eure Sünde.“ (IX, 39-41).

„Wenn aber jemand meine Worte hört, und nicht hält, den richte ich nicht; denn ich bin nicht gekommen, die Welt zu richten, sondern die Welt selig zu machen.

Wer mich verachtet und meine Worte nicht annimmt, der hat einen, welcher ihn richtet. Das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am jüngsten Tage.“ (XII, 47-48).

„Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt, und ich in ihm, der bringt viele Frucht, denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Wenn jemand nicht in mir bleibt, der wird wie eine Rebe hinausgeworfen, und verdorrt; man sammelt sie ein, wirft sie ins Feuer, und sie brennt.“ (XV, 5-6).

„Wenn ich nicht gekommen wäre, und zu ihnen nicht geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie keine Entschuldigung für ihre Sünde.

Wer mich hasst, der hasst auch meinen Vater.

Wenn ich nicht die Werke unter ihnen getan hätte, die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde; nun aber haben sie auch gesehen, und hassen doch mich und meinen Vater.

Aber es musste das Wort erfüllt werden, das in ihrem Ge­setze geschrieben steht; Sie hassen mich ohne Ursache. (XV, 22-25).

„Da er dies gesagt hatte, hauchte er sie an, und sprach zu ihnen: Empfanget den Heiligen Geist!

Welchen ihr die Sünden nachlassen werdet, denen sind sie nachgelassen; und welchen ihr sie behalten werdet, denen sind sie behalten.“ (XX, 22-23).

 

So spricht Jesus Christus. Die Definitionen der Kirche fußen vernunftgemäß auf der Offenbarung. Es ist weise und not­wendig, von der Hölle zu sprechen. Wir sollen nicht vergessen, daß das christliche Leben die göttliche Liebe veranschaulicht, d.h. das göttliche Leben, dem Menschen beigebracht, ist. Ein Kirchenvater hat gesagt: „Das Wort ist Fleisch geworden, damit du wie Gott werdest.“ Das heißt, daß Gott Mensch geworden ist, damit der Mensch Gott ähnlich werde.

Es verdient die Hölle, sich dieser sehr hohen Würde und Gotteskindschaft nicht bewusst zu sein. Die Liebe verlangt Freiheit. Die Freiheit verlangt die Hölle.

Dies gilt für die Menschen der Vergangenheit, der Zukunft sowie für diejenigen der Gegenwart. Die Worte Christi sind von Ewigkeitswert, also von sehr aktuellem Wert.

Das ist zweifellos das einzige transzendente Zeitgeschehen!

_______

(Fortsetzung folgt)

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