„Back to the Roots“: Irakische Christen kehren nach Ninive zurück

Karakosch / © Jaco Klamer Für KiN – KIRCHE IN NOT

KiN unterstützt den Wiederaufbau christlicher Dörfer in der Ninive-Ebene

Etwa 500 christliche Familien – knapp 2.500 Menschen – feierten die langersehnte Rückkehr in ihre früheren Städte und Dörfer in der Nineve-Ebene und setzten ein Zeichen für den Neubeginn.

In Karakosch (Baghdeda), der größten christlichen Stadt in Ninive, hielten Priester und Gläubige bei einer Prozession Olivenzweige in den Händen und sangen in der Sprache Jesu aramäische Gesänge. Im Schutz von Sicherheitskräften in gepanzerten Fahrzeugen wurde die Prozession von Priestern angeführt, die Kreuze hochhielten. In der syrisch-katholischen Kirche der Unbefleckten Empfängnis fand ein Gottesdienst statt. Diese Kirche im Stadtzentrum war von Kämpfern des IS entweiht und angezündet worden. Während der Zeremonie rief der Projektbeauftragte für den Nahen Osten von „Kirche in Not“ (ACN), Pater Andrzej Halemba, die Menschen dazu auf, denen zu vergeben, die sie aus ihren Häusern vertrieben und ihre Städte und Dörfer angegriffen haben.

Pater Halemba sagte den Heimkehrern: „Natürlich weinen wir angesichts der Gewalt, die ausgeübt wurde, doch wir sollten die Wut aus unseren Herzen entfernen. Es sollte kein Hass in unseren Herzen sein. Wir sollten uns mit unserem Nachbarn versöhnen.“ Mindestens 2.000 Familien – 10.000 Personen – kehrten Berichten zufolge nach Karakosch zurück. Weitere  500 Familien – 2.500 Personen – werden in den nächsten Monaten erwartet.

„Kirche in Not“ (ACN) beteiligt sich am Wiederaufbau zahlreicher Wohnungen in einigen mehrheitlich christlichen Städten und Dörfern in Ninive, die vor und nach der Besetzung der Region durch den IS, von August 2014 bis Oktober 2016, zerstört wurden. Das Hilfswerk engagiert sich auch beim Wiederaufbau von Kirchen in beiden Städten sowie in Telskuf, wo die Renovierung der Kirche St. Georg bereits fortgeschritten ist.

Der Kardinalstaatssekretär im Vatikan, Pietro Parolin, nahm an einer vom Päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) in Rom veranstalteten Konferenz teil, um die Rückkehr der irakischen Christen in ihre Heimat in der Ninive-Ebene zu unterstützen. Der Kardinalstaatssekretär dankte für „die Unterstützung zahlreicher christlicher Familien durch das Päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) in den drei Jahren nach der Invasion durch den selbsternannten Islamischen Staat, damit sie in die Lage versetzt werden, dieser Situation in Würde zu begegnen. Es ist viel getan worden, aber es ist noch viel zu tun.”

Der chaldäisch-katholische Patriarch von Bagdad,  Louis Raphael I. Sako, nannte fünf Bereiche, in denen Handlungsbedarf besteht: die Bildung unterstützen, politische Unterstützung anbieten, die befreiten Gegenden sichern und stabilisieren, und zuletzt den Fundamentalismus und den Terrorismus besiegen.

Herbert Rechberger, der Nationaldirektor von „Kirche in Not“ – Österreich, bittet alle Wohltäter und  Freunde des Werkes, und alle Menschen guten Willens, den Christen im Irak jetzt zu helfen,  die Dörfer wieder aufzubauen und die Rechte der Christen abzusichern: “Wir sind uns dessen bewusst, dass sich der Irak weiterhin in einer schwierigen Lage befindet. Wir wissen aber auch: Wenn wir den Christen jetzt nicht helfen,wird ein Ursprungsland des Christentums einmal christenfrei sein und dann brauchen wir morgen nicht mehr darüber zu sprechen.“

Die Webseite www.irak-wiederaufbau.at  informiert über diese große und wichtige Initiative  mit neuesten Nachrichten, Fotos und Videos.

Um das Überleben der christlichen Minderheit in einer der Ursprungsregionen des Christentums zu erhalten, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online unter www.kircheinnot.at oder auf das Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Wiederaufbau Irak

(Quelle: KiN Österreich)

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Quelle

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