Summorum Pontificum: „Benedikt XVI. wollte nicht spalten“

Papst Benedikt XVI. erlaubte 2007 die lateinische Messfeier erneut

Der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach hat das Motu Proprio „Summorum Pontificum“ von Papst Benedikt XVI gewürdigt. Er äußerte sich bei einem Symposium in Rom, das an das 10-jährige Jubiläums des Dokuments erinnerte. Papst Benedikt hatte 2007 die Feier der Messe in der alten Form wieder erlaubt. Mit seinem Schreiben, so Mosebach gegenüber Radio Vatikan, wollte der damalige Papst „eine Haltung zur Gegenwart der Kirche erreichen, in der das Zweite Vatikanische Konzil und die danach kommende Entwicklung, mit allem was sie bedeutete, nicht als Bruch mit der Tradition verstanden würde, sondern als eine Entwicklung.“

Benedikt habe die Kirche mit diesem Schreiben nicht spalten wollen, so der Schriftsteller, der dem derzeitigen Pontifikat von Papst Franziskus kritisch gegenübersteht. „Im Gegenteil“, so Mosebach, Papst Benedikt fand es „dringend erforderlich, dass ein über anderthalb Jahrtausende gepflegter Ritus nicht verschwindet, sondern fortgeführt wird.“

Das Zweite Vatikanische Konzil hatte mit seiner Liturgiekonstitution Sacrosanctum Concilium die Überarbeitung des römischen Ritus in den liturgischen Büchern angemahnt. Die alte Messe zeichnet sich durch den Gebrauch der lateinischen Sprache und durch einen anderen Ablauf der Feier aus. Mit seiner Entscheidung, sie als „außerordentliche Form des römischen Ritus“ wieder auf breiter Ebene zuzulassen, hatte Papst Benedikt Zuspruch im als konservativ geltenden Milieu der katholischen Kirche erhalten.

„Wir glauben mit den Knien oder wir glauben überhaupt nicht.“ Mit diesen Worten verteidigte Mosebach in seinem Buch „Häresie der Formlosigkeit“ die Feier der Heiligen Messe in römischer Form. Der sich selbst als Reaktionär bezeichnende Schriftsteller provoziert darin mit Aussagen, wonach bei heutiger Interpretation ein Jesus herauskäme, der „sozialdemokratisch“ und „ebenso frauenfreundlich wie Willy Brandt und dabei ebenso wenig auferstanden“ sei.

(rv 22.09.2017 ord)

2 Kommentare zu “Summorum Pontificum: „Benedikt XVI. wollte nicht spalten“

  1. Glettler wird neuer Innsbrucker Diözesanbischof

    Der Bischofsvikar der Diözese Graz-Seckau, Hermann Glettler, wird wohl neuer Innsbrucker Diözesanbischof. Das bestätigte die Diözese Innsbruck unter Vorbehalt am Freitagnachmittag gegenüber tirol.ORF.at.

    Von 1999 bis 2016 war er Pfarrer im Pfarrverband Graz St. Andrä-Karlau. Als Pfarrer im multikulturellen Bezirk Gries engagierte er sich besonders auch für sozial Benachteiligte und Flüchtlinge.
    Auch künstlerisch tätig

    Er gehört der Kommission für den interreligiösen Dialog und der Kunstkommission der Diözese an. Zusätzlich zur Kunstvermittlung ist er auch als eigenständiger Künstler tätig: In Graz lief vor Kurzem eine Ausstellung mit seinen eigenen Werken unter dem Titel „Glettler privat“ – in augenzwinkernder Anlehnung an Josef Haders gleichnamiges Kabarettprogramm.

    In der Ausstellung zeigt er Arbeiten aus der eigenen Kunstproduktion, aber auch Versatzstücke aus seiner ehemaligen Wohnungseinrichtung in der Grazer Pfarre St. Andrä. Seit einigen Jahren ist Glettler Vorsitzender des Arbeitsausschusses des steirischen Priesterrates. Im September 2016 wurde er zum Bischofsvikar für Caritas und Evangelisation in der Diözese Graz-Seckau bestellt. Als Provisor leitet er die Pfarre Graz-Christus der Salvator. aus http://religion.orf.at/stories/2867914/

    Nun, das ist aber die aktuelle (Fehl-)Entwicklung. Und ein Pfarrer, oh nein, Bischof Glettler hatte nie einen Hehl daraus gemacht dass die alte Messe keine Option für Ihn ist. Fragen Sie doch einen Pater Konrad Sterninger der damals nur in der Hl.Geist Kirche die alte Messe feiern durfte und daneben steht Glettlers verkünstelte ( verschandelte, diabolisch entstellte ) St.Andrä Kirche.

    Die alte Messe war NIE abgeschafft worden und konnte auch NIE verboten gewesen sein aus sich heraus. Man überging sie einfach.
    Wenn schon P.Benedikt „nicht spalten wollte“ warum hat er überhaupt zugelassen dass der NOM weitergeführt wird, bzw. der NOM dazu noch einen ORDENTLICHEN Status erhält??? Ist doch grotesk.
    Nur so tun als ob man nicht spalten wolle, aber die alte Form als „ausserordentlich“ ein-, besser abzustufen ist schon infam. Als wolle man sie inoffiziell auslaufen lassen …

    Was der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach dabei so lobenswert findet wird man nicht nachvollziehen können – ausser man hat das Wesentliche nicht erkannt. Tut mir leid das sagen zu müssen.

  2. @POSchenker,
    wie erschreckend – Gott sei es geklagt – haben Sie sich, Herr POSchenker, doch verändert seit wenigen Jahren. Wie sehr wären Sie den Tradis zur Stütze geworden.
    Ihre Talente, Ihre Fähigkeiten, ganz in die Sache Gottes gestellt, wieviel Verdienst hätten Sie sich erworben. Als Übersetzungsgenie hätten sie uns große Dienste erwiesen. Einige solche Übersetzungen liegen ja noch vor. Daraus lässt sich schließen: Es ist ein Wandel vom Licht zur Finsternis, vom Segen zum Verderben. Als wahrer Berichterstatter hätten Sie viel Gutes tun können. Statt dessen haben sie sich der Unwahrheit verpflichtet, sind den Betrügern in Rom auf den Leim gegangen. Man meint manchmal wirklich, ihre Person wurde ausgetauscht. Geben Sie doch einen Beweis, dass Sie noch leben.
    Es kann nicht sein, dass ein Mensch derart eine Geistesänderung erfährt. Wurden Sie bestochen von den Konzilsbande? Sind Sie gar nicht POSchenker und schreibt in Ihrem Namen ein anderer aus der Romsekte?

    „Nur so tun als ob man nicht spalten wolle…“ das ist nun doch wieder einmal richtig ausgedrückt, @Pierre.

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