„Die Liebe bewegt den Glauben“

Angelus, 29. Januar 2017 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Angelus am Sonntag, dem 20. August 2017

„Wir können sagen, es ist die Liebe, die den Glauben bewegt, und der Glaube seinerseits wird zum Preis der Liebe.“ Dies erklärte der Papst am Sonntag, dem 20. August 2017, im Laufe seiner Meditation über die Heilung der Tochter einer kanaanäischen Frau (Matthäus 15, 21-28).

Wie Franziskus bemerkte, scheine Jesus zunächst die verzweifelte Forderung der Frau — sie war „eine Fremde gegenüber den Juden“, „eine Heidin“ — ihre von einem Dämon gequälte Tochter zu heilen zu ignorieren.

Trotz der „scheinbaren Distanzierung“ Jesu, so betonte der Papst, habe die Frau den Mut nicht aufgeben wollen, und bewogen von der „herzzerreißenden Liebe“ für ihre Tochter habe sie hartnäckig Jesus um Hilfe gebeten.

Auch die „anfängliche Ablehnung“ des Herrn, fuhr Franziskus fort, habe die Frau nicht entmutigen können. Sie sei vor ihm niedergefallen und habe erneut nach seiner Hilfe gefragt.

„Angesichts solcher Beharrlichkeit“ seitens dieser „heidnischen Frau“ habe Jesus „mit Bewunderung, fast mit Erstaunen“ reagiert und nachgegeben: „Frau, dein Glaube ist groß. Was du willst, soll geschehen“.

Auf diese Weise, so erklärte Franziskus, sei diese „demütige Frau“ „Beispiel eines unerschütterlichen Glaubens“ und „für uns Ansporn, nicht den Mut zu verlieren, nicht zu verzweifeln, wenn die harten Prüfungen des Lebens auf uns lasten“.

Der Herr wende sich tatsächlich nicht von unseren Nöten ab und wenn er manchmal unempfindlich gegenüber Bitten um Hilfe scheine, sei es, weil er unseren Glauben auf die Probe stellen und stärken wolle, erinnerte Franziskus.

Deswegen sollten wir, genau wie diese Frau, nie aufhören „mit Beharrlichkeit und Mut“ die Hilfe des Herrn anzuflehen, so unterstrich der Papst.

„Diese Episode aus dem Evangelium hilft uns zu verstehen, dass wir alle im Glauben wachsen sollen und unser Vertrauen in Jesus stärken“, erklärte der Papst am Ende seiner Betrachtung, während er die Notwendigkeit unterstrich, „unseren Glauben täglich zu nähren mit dem aufmerksamen Hören auf das Wort Gottes, mit der Feier der Sakramente, mit dem persönlichen Gebet […] und mit konkreten Haltungen der Liebe zum Nächsten“.

Nach dem Angelusgebet hat der Papst erneut und eindringlich die jüngsten Terroranschläge in Burkina Faso, Spanien und Finnland verurteilt. „Beten wir für alle Toten, für die Verletzten und für ihre Familienangehörigen und bitten wir den Herrn, Gott der Barmherzigkeit und des Friedens, die Welt von dieser unmenschlichen Gewalt zu befreien“, so erklärte Franziskus.

Mit ähnlichen Worten äußerte er sich in seinem Tweet von Samstag, dem 19. August 2017. „Ich bete für alle Opfer der Attentate in den letzten Tagen. Die blinde Gewalt des Terrorismus darf auf der Welt keinen Platz mehr finden!“, so die Kurzbotschaft des Papstes auf seinem Account @Pontifex_de.

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