Europa und die Päpste: Unsere Sonderserie

Papst Franziskus vor Europafahne

Schuldenkrise, Brexit, Populisten: Europa ist in Turbulenzen. Für einen Neustart kann es nicht schaden, sich auf das zu besinnen, was Europa ausmacht und geprägt hat – ja, wir reden hier von den christlichen Wurzeln Europas. Und da kommen die Päpste ins Spiel.

Am Anfang steht Johannes Paul II. Der Papst aus Polen hat einiges zum Fall der Berliner Mauer beigetragen, und zum Zusammenwachsen Europas. Als erster Papst der Geschichte besuchte Johannes Paul 1988 das Europa-Parlament in Straßburg. Und immer wieder in seinem langen Pontifikat machte er Europa Mut zur Einheit und zum Zusammenhalt.

Nach Johannes Paul: der Papst aus Deutschland. Benedikt XVI. sah das Christentum geradezu in die DNA Europas eingeschrieben. Er machte darauf aufmerksam, dass das europäische Denken vom Zusammenklang von Glaube und Vernunft geprägt ist – etwas Einmaliges weltweit.

2013 wurde zum ersten Mal seit über einem Jahrtausend ein Nicht-Europäer Papst: Franziskus. Doch auch dieser besuchte das Europaparlament, wie einst Johannes Paul. Dort sagte er: „Liebe Europaabgeordnete, die Stunde ist gekommen, gemeinsam das Europa aufzubauen, das sich nicht um die Wirtschaft dreht, sondern um die Heiligkeit der menschlichen Person…“

Und auch Franziskus wurde, im vergangenen Jahr, der Karlspreis für Verdienste um die europäische Einigung zuerkannt – mitten in der bislang größten Krise der Europäischen Union. „Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit?“, fragte er in seiner Rede bei der Entgegennahme des Preises. „Was ist mit dir los, Europa, du Heimat von Dichtern, Philosophen, Künstlern, Musikern, Literaten?“

Europa und die Päpste – unsere Radio-Akademie im Monat August.

(rv 01.08.2017 sk)

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