Schönstätter wird Vatikan-Sekretär für Laien, Familie, Leben

Pater Alexandre Awi Mello – RV

Papst Franziskus hat den brasilianischen Schönstatt-Priester Alexandre Awi Mello zum Sekretär der Vatikanbehörde für Laien, Familie und Leben gemacht. Das teilte der Vatikan am Mittwoch mit. Der 46-jährige erhält damit den zweitwichtigsten Posten in der neu geschaffenen Großbehörde unter Leitung von Kardinal Kevin J. Farrell. Ernennungen an dem Vatikan-Ministerium standen bereits länger aus, die Behörde ging im vergangenen September an den Start. Untersekretäre hat der Papst noch keine ernannt. Laut Statuten kann der Sekretär der Laien-Behörde Laie sein, dieser Freiraum wurde mit Mellos Ernennung nicht ausgeschöpft.

Mello war bisher Direktor der Schönstatt-Bewegung in seinem Heimatland. Der 1971 in Rio de Janeiro Geborene studierte Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität von Santiago de Chile und erwarb im Jahr 2000 einen akademischen Abschluss an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar. Derzeit beendet er eine Doktorarbeit zu Mariologie an der US-amerikanischen Dayton-Universität.

2001 wurde er als Mitglied der Schönstatt-Bewegung zum Priester geweiht. Von 2002 bis 2009 und ab 2012 übernahm Mello diverse Lehraufträge an katholischen Universitäten in Brasilien. 2007 arbeitete er mit dem Redaktions-Sekretariat der Generalkonferenz des lateinamerikanischen Episkopats in Aparecida zusammen. Eine prägende Erfahrung war für ihn die Zusammenarbeit mit dem damaligen Kardinal Jorge Mario Bergoglio – dem heutigen Papst Franziskus.

Bei der Schönstatt Bewegung war Mello auch für die Jugendarbeit zuständig. Mello ist Direktor der Zeitschrift „Tabor“ und veröffentlichte in Fachzeitschriften mehrere Artikel zu den Themen Seelsorge und Katechese.

Die Schönstatt-Bewegung ist eine weltweit in mehr als 40 Ländern vertretene katholische geistliche Gemeinschaft. Gegründet wurde sie 1914 vom Pallottinerpater Josef Kentenich (1885-1968) in Schönstatt, einem Stadtteil des rheinland-pfälzischen Vallendar. Im Zentrum der Gemeinschaft stehen die Verehrung der Gottesmutter Maria, eine intensive Frömmigkeit im Alltagsleben und eine engagierte Weitergabe des katholischen Glaubens in der Gesellschaft.

(kna 31.05.2017 pr)

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