Heiligsprechung in Fatima: Klammern wir uns Maria an

Papst in Fatima

Mit einem langen Applaus haben die Pilger und Gläubige im portugiesischen Marienwallfahrtsort Fatima den Papst am Samstagvormittag willkommen geheißen. Bei dem Gottesdienst unter strahlendem Sonnenschein nahmen tausende Menschen teil. Zuvor hatte Franziskus die alte Rosenkranzbasilika von Fatima besucht und betete vor den Gräbern der drei Seherkinder Francisco Marto, Jacinta Marto und Lucia dos Santos, die sich dort befinden. Der Platz zwischen den beiden Basiliken von Fatima war bereits zwei Stunden vor dem Gottesdienst weithin gefüllt. Viele Pilger hatten mit Schlafsäcken oder einfachen Rettungsdecken auf dem Areal übernachtet, berichtet die Katholische Nachrichten-Agentur. Franziskus war im Exerzitienhaus „Nossa Senhora do Carmo“ unmittelbar neben dem Wallfahrtsgelände untergebracht.

Bis zum letzten Atemzug

Zu Beginn der Feier an diesem Samstag stellte der Bischof von Fatima, António Augusto dos Santos Marto, das Leben der beiden neuen Heiligen vor: Francisco und Jacinta Marto. Die Lesungen und das Tagesevangelium drehten sich allesamt um der Muttergottes. Der Papst rief die Gläubigen auf, „uns wie Kinder“ an sie zu klammern. Denn auf diese Weise könnten die Gläubigen in der Hoffnung leben, die sich auf Jesus stützt und die Menschen immer trägt – „bis zum letzten Atemzug“. Zu Beginn seiner Predigt ging er auf das Erlebnis der Seherkinder von Fatima ein. Unzählige Gnaden seien der Muttergottes von Fatima zu verdanken, so Franziskus. Hundert Jahre seien seit ihrer Erscheinung am Himmel vergangenen und „vom hoffnungsvollen Portugal aus“ haben ihr Lichtmantel „über die vier Himmelsrichtungen der Erde“ sich ausgebreitet. Die beiden neuen Heiligen seien für alle ein Vorbild, da sie die göttliche Gegenwart zu einem festen Bestandteil ihres Lebens machten.

Einhüllendes Licht

Maria ist erschienen, um an das „Licht Gottes zu erinnern, das in uns wohnt und uns umhüllt“: In seiner Predigt bei der Messe in Fatima betonte Papst Franziskus die Metapher des einhüllenden Lichts, die besonders wichtig ist für den Marienwallfahrtsort. „Gemäß dem gläubigen Empfinden vieler, wenn nicht sogar aller Pilger ist Fatima vor allem dieser Lichtmantel. Er bedeckt uns hier wie an jedem anderen Ort der Erde, wenn wir unter dem Schutz der Jungfrau Maria Zuflucht nehmen, um sie zu bitten, wie es das Salve Regina lehrt: ‚Zeige uns Jesus’.“ Die drei Hirtenkinder, denen die Muttergottes vor genau 100 Jahren begegnet war, hatte Ähnlichkeit wie die Maria aus der Offenbarung des Johannes, von der in der Lesung die Rede war, „eine Frau, mit der Sonne bekleidet.“ „Liebe Pilger, wir haben eine Mutter“, so Papst Franziskus.

Die drei Kinder hatten sich ihrem eigenen Zeugnis nach im Licht Gottes befunden, das von der Gottesmutter ausstrahlte. „Sie hüllt sie in den Mantel des Lichtes, das Gott ihr gegeben hatte.“ Zu Beginn der Messfeier hatte Papst Franziskus zwei der Seherkinder, Jacinta und Francisco Marto, heilig gesprochen. Das dritte Kind, Lucia dos Santos, war 2005 gestorben, für sie läuft das Seligsprechungsverfahren.

„Ich konnte nicht umhin, hierher zu kommen“

Der Papst bedankte sich bei allen Anwesenden, weil sie ihn auf dieser für ihn wichtigen Pilgerfahrt begleitet haben. „Ich konnte nicht umhin, hierher zu kommen, um die Jungfrau und Mutter Maria zu verehren und ihr ihre Söhne und Töchter anzuvertrauen. Unter ihrem Schutzmantel gehen sie nicht verloren“, so der Papst wörtlich. Der Fürsprache der Gottesmutter bedarf die ganze Menschheit, insbesondere die Kranken und Behinderten, die Gefangenen und Arbeitslosen, die Armen und Verlassenen, fügte Franziskus an; ihr beständiges Gebet und ihre Verehrung für die Gottesmutter sei Beispiel für viele geworden, und das nicht nur in Portugal sondern auf der ganzen Welt.

Hoffnung für andere sein

Jeder sei selber eine Hoffnung für die anderen. Das fordere von jedem Gläubigen eine „regelrechte Mobilisierung gegen die Gleichgültigkeit“. Diese Gleichgültigkeit lasse das Herz erstarren und verschlimmere die Kurzsichtigkeit gegenüber den Mitmenschen. Doch das Leben könne nur durch ein anderes Leben überleben, aber dazu bedarf es der Großzügigkeit der Menschen. Jesus sei im Schoß der Jungfrau Mensch geworden, diese Menschheit werde nie wieder aufgeben. „Wie einen Anker machen wir unsere Hoffnung in jener Menschheit fest, die im Himmel zur Rechten des Vaters ihren Platz genommen hat“, so der Papst weiter. „Diese Hoffnung möge der Antrieb für unser aller Leben sein!“

Mobilisierung gegen die Gleichgültigkeit

„Darum bitte ich für alle meine Brüder und Schwestern, für die Getauften und die ganze Menschheit, insbesondere für die Kranken und Behinderten, die Gefangenen und Arbeitslosen, die Armen und Verlassenen“, so der Papst, um dann mit einem paradoxen Gebet fortzufahren. „Liebe Brüder und Schwestern, beten wir zu Gott in der Hoffnung, dass uns die Menschen anhören werden; und wenden wir uns an die Menschen in der Gewissheit, dass uns Gott zu Hilfe kommt.“ Wenn Gott wie die Seher-Kinder schrieben die Einsatz und so Erfüllung der je eigenen Pflichten verlange, „so setzt er damit eine regelrechte allgemeine Mobilisierung gegen diese Gleichgültigkeit in Gang, die unser Herz erstarren lässt und unsere Kurzsichtigkeit verschlimmert. Wir wollen keine gescheiterte Hoffnung sein!“ Es gelte, das Antlitz Jesu zu suchen, der in die Welt gekommen sei und sich erniedrigt habe, bis zum Kreuz. So könne man „das junge und schöne Gesicht der Kirche wiederentdecken (…), das strahlt, wenn sie missionarisch, einladend, frei, treu, arm an Mitteln und reich an Liebe ist.“

Jeder sei ein Wächter der Welt unter dem Schutz Mariens, sagte der Papst abschließend. Zur Gabenbereitung brachte die Familie, deren Kind auf die Fürsprache der beiden Seherkinder geheilt wurde, die Gaben zum Altar. Zum Schluss der Feier gab es noch einen Segen für die Kranken.

(rv 13.05.2017 mg/ord)

5 Kommentare zu “Heiligsprechung in Fatima: Klammern wir uns Maria an

  1. Viele schöne Worte. Leider hörten wir nicht einmal ansatzweise etwas über
    die wahre Botschaft von Fatima.
    Nichts von Buße, Bekehrung, Rosenkranzgebet, Herz-Maria- Sühne-Samstage oder über die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz unserer allerseligsten Mutter Maria. Es steht außer Zweifel, dass sich die Bitte Mariens, der Papst solle Russland ihrem Unbefleckten Herzen weihen, direkt an den Heiligen Vater Pius XI. richtete
    welcher in dieser Zeit die Kirche führte. Am 13. Juni 1929 bekam Schwester Lucia
    in Tuy/ Spanien die Botschaft dass der Augenblick gekommen sei in dem Gott den
    Papst auffordert mit allen Bischöfen der Kirche die Weihe Russlands an das Unbefleckte Herz Unserer Lieben Frau zu vollziehen. Er versprach durch dieses
    Mittel werde das Land gerettet, sonst werde es seine Irrtümer über die Welt verbreiten.
    Schwester Lucia verständigte sofort Ihren Beichtvater welcher diese Botschaft
    über den Bischof von Leiria nach Rom weiter leitete.
    Pius XI. ließ mehrere sehr günstige Gelegenheiten, diese Weihe durchzuführen, bis 1931 verstreichen. Darunter auch das 1500jährige Jubiläum des Konzils von
    Ephesus 431.
    Im August 1931 erhielt Lucia in Rianjo/ Portugal die erschreckende Mitteilung
    das Papsttum werde gleich den Bourbonen untergehen da es sich geweigert hatte
    Russland zu weihen.
    ( König Ludwig XIV. hatte sich 1689 geweigert Frankreich dem Heiligsten Herzen
    Jesu zu weihen. Das Geschlecht der Boubonen ging in der französichen Revolution dann auf grausame Weise unter. )
    Auch Pius XII. weigerte sich, diesen Fehler seines Vorgängers zu korrigieren.
    Das lässt sich auch daraus schließen, dass für die Bekanntgabe des 3. Geheimnisses eine Frist bis 1960 gegeben wurde.
    Dann erfüllten sich die Vorhersagen der Himmelskönigin.
    Der Herr sprach zu Schwester Lucia im August 1931: „Lass meine Diener wissen:
    da sie dem Beispiel der französischen Könige folgen und die Ausführung meiner Bitte verschieben, werden sie diesen auch in ihrem Unglück folgen.“
    Durch das Versagen Pius XII. in dieser Angelegenheit nahm das Unglück seinen Lauf.
    Bereits in den 50er Jahren begannen die Vorbereitungen auf die unsäglichste
    Katastrophe der Kirche, das 2. Vatikanum woraus die „Konzilskirche“ mit ihren
    „konziliaren Päpsten“ entstand wie wir sie heute kennen.
    Es erfüllte sich hier deutlich die Botschaft von La Salette:
    „Die Kirche wird verfinstert werden. Rom wird den wahren Glauben verlieren
    und Sitz des Antichristen werden.
    Zu unserem Trost gibt es die Prophezeihung unserer allerseligsten Mutter:
    Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. „

  2. So ist es: „Am Ende wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“

    @jan: „Im August 1931 erhielt Lucia in Rianjo/ Portugal die erschreckende Mitteilung, das Papsttum werde gleich den Bourbonen untergehen da es sich geweigert hatte Russland zu weihen.
    ( König Ludwig XIV. hatte sich 1689 geweigert Frankreich dem Heiligsten Herzen
    Jesu zu weihen. Das Geschlecht der Boubonen ging in der französichen Revolution dann auf grausame Weise unter. )“

    In dieser Erscheinung am 29. August 1931 war keine Rede unseres Herrn, „das Papsttum werde gleich den Bourbonen untergehen“!

    An diesem Tag wurde Schwester Lucia einer Erscheinung unseres Herrn gewürdigt, in der er erwähnte:

    „Teile meinen Dienern (Ministern) mit, daß sie, weil sie dem Beispiel des Königs von Frankreich folgen, indem sie die Ausführung meiner Bitte verzögern, ihm auch in seinem Unglück folgen werden…Sie wollen nicht auf meine Bitte hören…Wie der König von Frankreich werden sie es schwer bereuen und sie werden es tun (die Weihe Rußlands), aber es wird spät sein. Rußland wird seine Irrtümer in der Welt schon verbreitet und Kriege und Verfolgungen gegen die Kirche hervorgerufen haben..“

    Die Folge der Verweigerung des Königs von Frankreich (Ludwig XIV.), sein Land dem Göttlichen Herzen Jesu zu weihen war, die Französische Revolution von 1789 mit all ihren Gräueln auf den Tag genau 100 Jahre später.

    Das also ist die große Mahnung und Lektion (für das derzeitige Rom) was es heißt, Gottes Weisung zu mißachten. Jene furchtbare Strafe Gottes wird sich wiederholen, weil die Weihe Rußlands an das Unbefleckte Herz unterblieben ist.
    Krieg oder Frieden in der Welt hängt also vom Gehorsam ab, ob die Weihe Rußlands vollzogen wurde. Sie wurde bis heute NICHT vollzogen.

    In einem Brief vom 19. März 1939 weist Schwester Lucia darauf hin, daß Gott nicht nur die Weihe Rußlands, sondern auch die kirchliche Anerkennung der Sühneandacht fordert. Sie schreibt: „Von der Übung dieser Andacht, vereint mit der Weihe an das Unbefleckte Herz Mariens, hängt Krieg oder Frieden in der Welt ab.“

  3. Schwester Lucia berichtet in einem Brief an ihren Bischof vom 29. August 1931 über die Worte, die sie in Rijanjo im August 1931 vernommen habe: „Laß meine Diener wissen: da sie dem Beispiel des Königs von Frankreich folgen und die Ausführung meiner Bitte verschieben, werden sie ihm auch im Unglück folgen. Es wird niemals zu spät sein, um zu Jesus und Maria seine Zuflucht zu nehmen.“
    (Fatima – Rom – Moskau, Gerard R. Mura und Martin A. Huber, Sarto Verlag, 1. Auflage, 2010, Seite 71)

    In dieser Botschaft wird Bezug genommen auf die Botschaften an die Hl. Maria Margareta Alacoque, die sie am 17. Juni 1689 von Jesus empfing. Darin wurde sie beauftragt, dem französischen König mitzuteilen, daß er Frankreich dem Allerheiligsten Herzen Jesu weihen und in Paris eine Kirche zu Ehren des Herzens Jesu bauen solle. Ludwig XIV., wie auch seine Nachfolger, gehorchten jedoch nicht oder zu spät. Die Botschaft in seiner Echtheit bestätigend erfolgte genau hundert Jahre später am 17. Juni 1789 die Machtenthebung des Königs, indem die Vertreter des Dritten Standes sich selbst zur Nationalversammlung und damit den Dritten Stand statt des Königs zum Souverain erklärten.

    Es gibt noch mehr mysteriöse Verkettungen.

    Am 13. Oktober 1884, auf den Tag genau 33 vor dem Sonnenwunder in Fatima, hatte Papst Leo XIII. eine Vision. Er hörte ein Gespräch zwischen Gott und dem Teufel:
    „Ich kann Deine Kirche zerstören.“
    „Du kannst? Dann gehe und tue es.“
    „Um das zu tun, brauche ich mehr Zeit und Macht.“
    „Wieviel Zeit? Wieviel Macht?“
    „75-100 Jahre, und mehr Macht über diejenigen, die sich meinem Dienst unterwerfen.“
    „Du bekommst diese Zeit, und diese Macht.“
    http://www.gott-und-gottesmutter.de/die-vision-von-papst-leo-xiii.html

    75 Jahre später am 25. Januar 1959 gab Papst Johannes XXIII. bekannt, ein Konzil zum Zweck der „Erneuerung“ zu eröffnen.

    Ebenso an einem 25. Januar des Jahres 1938, wurde Europa bis hinunter nach Griechenland von einem unbekannten Licht erleuchtet.

    Am 13. Juli 1917 teilte Unsere Liebe Frau den Seherkindern von Fatima folgendes mit: „Wenn ihr die Nacht von einem unbekannten Licht erleuchtet seht, dann wisset, daß das das große, von Gott gegebene Zeichen ist, daß Er im Begriff ist, die Welt für ihre Verbrechen zu bestrafen und zwar durch Krieg, Hunger und Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters.“

    Die den staunenden Europäern als „Nordlichter“ (Aurora borealis) erklärten Lichterscheinungen vom 25. Januar 1938 dauerten etwa von 20:00 bis 22:00 Uhr. Das entspricht 22:00 bis 00:00 Uhr Moskauzeit.
    https://www.gloria.tv/text/8BjMvcEcdfzq6YEN4upgDiNPJ

    In dieser Zeit fand die Vernehmung des Sowjetbotschafters Kristjan Jurjewitsch Rakowskij durch den Beamten der GPU Gabriel G. Kuzmin bis in die frühen Stunden des 26. Januar 1938 in Moskau statt, in welchem er sein Wissen über die geheimen Pläne der Illuminaten preisgab. Zum Beispiel kündigt er den Angriff Hitlers auf die Sowjetunion an: „Es ist doch ganz klar, daß er [Hitler] seinen Angriff gegen die Sowjetunion richten wird, wie seine Reden es ankündigen. Was für Beweise wollen Sie noch dafür?“
    https://archive.org/details/Landowsky-Josef-Rakowskij-Protokoll

    Es gibt dazu auf Youtube einen Vortrag von 1999 von Jim Condit jr. Mit dem Titel „When You See a Night Illuminated by an Unkown Light“.

  4. Die Lichterscheinungen Ende Januar 1938:

    Mein heute 94jähriger Vater, der Gott sei Dank immer noch bei klarem Verstand
    ist, hat mir einige Male von diesen Lichtern erzählt.
    Diese waren so hell, dass man nicht mit ungeschützten Augen hinein blicken konnte.
    Die einfachen Leute hatten damals keine Sonnenbrillen. Sie schwärzten sich
    Glasscherben an einer Kerze mit welchen sie dann die Lichter betrachteten.

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