Südkorea: Katholik zum neuen Präsidenten gewählt

Der neue Präsident Südkoreas ist ein Katholik: Moon Jae

Zum zweiten Mal in seiner Geschichte wird Südkorea von einem Katholiken regiert. Einen Tag nach seiner Wahl mit 41 Prozent der abgegebenen Stimmen hat Moon Jae am Mittwoch seinen Amtseid abgelegt. Nach der Vereidigung in Seoul sagte der neue Präsident, er sei bereit, unter passenden Umständen die verfeindete kommunistische Regierung in Nordkorea zu besuchen.Die Bischöfe in Südkorea erklärten, in dieser Zeit benötige das Land einen Führungspolitiker, der den Weg der Gerechtigkeit und des Friedens gehe. „Ich hoffe, dass der neue Präsident ein gutes Staatsoberhaupt wird, der den Frieden auf der koreanischen Halbinsel schafft und die Entwicklung des koreanischen Volkes [fördert], indem er die Demokratie aufs Tiefste in unserem Land verwurzelt“, schreibt der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Kim Hee-jong.

Der heutige Vorsitzende der liberaldemokratischen Partei ist Sohn nordkoreanischer Flüchtlinge und saß selbst mehrere Monate wegen Protesten gegen die damalige Militärregierung in Haft. Als Menschenrechtsanwalt unterstützte er Arbeiter und studentische Aktivisten.

2012 kandierte Moon schon einmal bei der Präsidentschaftswahl, verlor aber gegen Park Geun-hye. Gegen sie hatte es in den vergangenen Monate aber Massenproteste wegen Korruptionsvorwürfen gegeben. Das Verfassungsgericht hatte Park im März 2017 des Amtes enthoben, gegen sie läuft derzeit ein Gerichtsverfahren.

(ansa/ ap 10.05.2017 fr)

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