Freude über die Seligsprechung von Erzbischof Oscar Romero

Bischöfe El Salvador / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

„Ad limina“-Besuch der Bischöfe aus El Salvador

In einem Interview mit ZENIT hat Bischof Fabio Colindres Reynaldo Abarca aus El Salvador ein zweistündiges Gespräch mit Papst Franziskus als „spektakulär“ bezeichnet. Colindres Abarca ist Sprecher der Bischöfe in dem mittelamerikanischen Land, die zum „Ad limina“-Besuch beim Oberhaupt der katholischen Kirche nach Rom gereist waren.

„Der Papst empfing uns fast zwei Stunden lang, zu einem Treffen ohne Tagesordnung. Das Klima war von einer großen Brüderlichkeit und Einheit mit dem Papst geprägt“, sagte der salvadorianische Bischof.

„Jeder von uns hat die Realität seiner Diözese zum Ausdruck gebracht, und der Papst hat uns ermutigt, mit Begeisterung, mit Liebe, weiterzumachen, und er bestand sehr auf der Barmherzigkeit in schwierigen Fällen, über die wir sprechen konnten.“

Der Papst habe auch seine Freude über die Seligsprechung von Erzbischof Oscar Arnulfo Romero gezeigt. In Rom würden derzeit Berichte über ein Wunder aus der Ortskirche geprüft. Er erinnerte daran, dass Erzbischof Romero vor hundert Jahren, im Jahr 1917, geboren wurde und als Erzbischof während der Militärdiktatur Menschenrechtsverletzungen anprangerte. Ein Mitglied der Nationalgarde ermordete ihn am 24. März 1980, während er eine heilige Messe zelebrierte.

Zehn Jahre später begann sein Seligsprechungsprozess. Unter dem Vorsitz von Kardinal Angelo Amato wurde er am 23. Mai 2015 selig gesprochen. Er ist der erste Selige aus El Salvador und der erster Märtyrererzbischof aus Amerika.

Die Bischöfe hätten den Papst zu einem Pastoralbesuch eingeladen und um die Heiligsprechung Romeros gebeten. „Der Papst lächelte mit großer Zuneigung und drückte seine Zufriedenheit aus“, berichtete der Bischof. Auf ein Datum habe er sich jedoch nicht festlegen wollen. Glaubhaft versicherte er wohl seinen Wunsch, dass dies verwirklicht werden möge.

Das Hauptproblem des Landes sei Gewalt, die sehr viel Armut erzeuge sowie soziale Instabilität, die Ehe und Familie betreffe. Der Ortskirche liege daher viel daran, zu einem festen Glauben, einer tiefen Lehre und zur Soziallehre der Kirche zu erziehen. Das grundlegende Thema sei das der Versöhnung in der Mitte dieser Gewalt. Für Bischof Colindres ist dies den „Kriegen“ und „sozialen Problemen“, der „Politisierung und Polarisierung aller Themen auf nationaler Ebene“ geschuldet. (mk)

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Quelle

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