Premiere: Angelikanische Vesper im Petersdom

Im Herzen des Petersdoms

Ein neuer Schritt voran in der Ökumene mit der anglikanischen Kirche: An diesem Montagnachmittag fand im Petersdom zum ersten Mal in der Geschichte eine anglikanische Vesper statt. „Das ist ein Moment von historischer Tragweite“, eröffnete Vatikan-Erzbischof Arthur Roche seine Predigt, in der er hauptsächlich über das Beispiel des heiligen Papstes Gregor des Großen sprach. Roche, der aus Großbritannien stammende Sekretär der vatikanischen Gottesdienstkongregation, äußerte die Hoffnung, dass Hindernisse auf dem Weg der Ökumene dank dem Wirken des Heiligen Geistes durch Mut und Gebet überwunden werden können.  Hauptzelebrant der Vesper war der Leiter des Anglican Centre in Rom, der neuseeländische Erzbischof David Moxon. Die musikalische Begleitung der anglikanischen Liturgie besorgte der Chor des renommierten Merton College aus Oxford.

Für Moxon zeigt die Möglichkeit, die anglikanische Vesper am Cathedra-Petri-Altar im Petersdom zu feiern, die „immer engeren Bande der Zuneigung und des Vertrauens zwischen der anglikanischen Gemeinschaft und der katholischen Kirche.“ Ende Februar hatte Papst Franziskus als erstes katholisches Kirchenoberhaupt eine anglikanische Kirche in Rom besucht. Bei der Vesper im Petersdom – am vierten Jahrestag seiner Wahl zum Papst – war er nicht dabei.

Bereits im Oktober vergangenen Jahres hatte Papst Franziskus gemeinsam mit dem Primas der Anglikaner, Erzbischof Justin Welby, in der katholischen Kirche Santi Andrea e Gregorio auf dem römischen Celio-Hügel eine Vesper gefeiert und eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet. Bei seinem darauf folgenden Besuch in der anglikanischen All-Saints-Church in der römischen Altstadt Ende Februar sagte der Papst, Anglikaner und Katholiken seien sich in der Vergangenheit mit „Misstrauen und Feindseligkeit“ begegnet, heute aber erkennen sie sich als das an, was sie seien: „Brüder und Schwestern in Christus“, sagte Franziskus. Bei der Begegnung mit der anglikanischen Gemeinde deutete er überdies die Möglichkeit für eine gemeinsame Reise mit Welby in den Südsudan an.

 

(rv/evangelisch.de 13.03.3017 gs)

3 Kommentare zu “Premiere: Angelikanische Vesper im Petersdom

  1. Auf den Spuren des Frevlers Montini. Kein wunder bei all dem Schwachsinn, den sich der Frevler Bergoglio seit seiner Wahl leistet.

  2. Die Bemühungen zu einer Verständigung unter den Christen ist ein notwendiges Anliegen der Kirche. Es besteht auch eine Gefahr, doch die Gemeinsamkeiten sind zu betonen. Das ist in einer säkularen, heutzutage zu Agnostik neigenden oder fanatisierten Weltengemeinschaft von grosser Bedeutung.

    Die Anstrengungen sind gross und wichtig, doch es ist kein Erfolg im menschlichen Sinne zu erwarten. Das ist auch Papst Franziskus und den früheren Päpsten immer klar gewesen. Nicht ein Triumpf der Kirche steht am Ende, sondern Christus selber und er ist unser Ziel und unsere Hoffnung.

  3. @Stefan1: Papst Pius XI war allerdings anderer Meinung als Sie. Ob Sie es wollen oder nicht, eine ökumenische Gesinnung hat eine Schwächung des Glaubens zur Folge. Kann es in der Tat mein Anliegen der Kirche sein, dass ein halber Kontinent zur Konkurrenz überläuft wie dies mit Südamerika geschieht?

    stefan

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