Benedikt XVI. stand beim Rücktritt nicht unter äußeren Druck

Pater Federico Lombardi SJ / ZENIT – HSM, CC BY-NC-SA

Ehemaliger Pressesprecher des Heiligen Stuhls
weist die jüngsten Erklärungen von Erzbischof Luigi Negri zurück

Bei seinem Rücktritt sei Papst Benedikt XVI. nicht unter äußeren Druck gestanden und es gebe auch überhaupt kein Geheimnis zu offenbaren. Mit diesen ganz klaren Worten hat der ehemalige Direktor der vatikanischen Pressestelle und aktueller Präsident der vatikanischen Stiftung Joseph Ratzinger – Benedikt XVI, Pater Federico Lombardi SJ, jüngste Behauptungen des Erzbischofs emeritus von Ferrara-Comacchio (Italien), Luigi Negri, eindeutig zurückgewiesen.

Auf der Nachrichtenseite „Il Sismografo“ reagiert der Jesuitenpater auf die Äußerungen Negris in einem Interview mit der Nachrichtenseite „Rimini 2.0“, in dem der emeritierte Erzbischof am 6. März bezüglich des Rücktritts von Benedikt XVI. nicht nur von einer „großen Verantwortung innerhalb und außerhalb des Vatikans“ spricht, sondern auch vom ‪„massiven Druck“ auf den deutschen Papst, insbesondere von der Regierung des damaligen US-Präsidenten Barack Obama. Pater Lombardi zufolge schaffen die Worte Negris nur „unnötige Verwirrung“.

Der ehemalige vatikanische Pressesprecher erinnert auch an die Aussagen Benedikts im jüngsten Interviewbuch des deutschen Journalisten Peter Seewald, in dem er ganz klar bestätigt, er habe die Entscheidung seines Rücktritts in voller Freiheit und Verantwortung getroffen und es kein Geheimnis gebe.

„Mir scheint, es sei nicht notwendig an schrecklichen Druck jenseits des Atlantiks zu denken“, sagte Lombardi. Man könne stattdessen ruhig davon ausgehen, dass es eine sehr weise und vernünftige Entscheidung gewesen sei, „vor Gott und vor den Menschen“.

Der Ratzinger-Papst sei sich einfach darüber bewusst gewesen, dass er lange öffentliche Zeremonien, lange Audienzen, komplexe Versammlungen, Synodenversammlungen sowie Auslandsreisen und Pfarrbesuche nicht mehr bewältigen könne. Erzbischof Negri selbst, der sich als ein Freund Benedikts bezeichnet, beschreibt den Papst emeritus als körperlich zerbrechlich, aber geistig völlig hell, ​be​merkt der Jesuit. (pdm)

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