Bischof: Marienerscheinungen „nicht authentisch“

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Wallfahrtsort Medjugorje

„Es handelt sich nicht um authentische Marienerscheinungen.“ Das schreibt der Bischof von Mostar-Duvono, Ratko Peric, in einem langen offenen Brief auf der Homepage seiner Diözese zum Phänomen der Marienerscheinungen im Wallfahrtsort Medjugorje. In dem auf Italienisch verfassten Schreiben zählt er nochmals die Argumente dafür auf, dass seine Diözese, in deren Zuständigkeitsbereich Medjugorje fällt, seit jeher an der Authentizität der Erscheinungen zweifelt. Auffallend ist der Zeitpunkt der Veröffentlichung des Schreibens, nämlich kurz bevor der päpstliche Sondergesandte, Erzbischof Henryk Hoser, im Wallfahrtsort eintreffen wird. Er soll dort die „pastorale Situation und die Bedürfnisse der Pilger“ zu untersuchen und eventuelle Initiativen für die Zukunft vorzuschlagen.

Bischof Ratko Peric erinnert an die insgesamt fünf Untersuchungskommissionen, die seit 1982 das Phänomen ohne greifbares Ergebnis untersucht haben. Er glaube, so der Bischof in dem Brief, dass auch die Ergebnisse der letzten Untersuchung durch die Glaubenskongregation im Jahr 2014 an Papst Franziskus übergeben worden seien. Insbesondere versucht der Bischof in seinem Brief – mit bereits seit langem veröffentlichten Material – den Nachweis zu erbringen, dass bereits die Erscheinungen der ersten sieben Tage als nicht authentisch einzustufen seien.

(vatican insider/kath.ch 02.03.2017 cs)

Siehe dazu auch:

2 Kommentare zu “Bischof: Marienerscheinungen „nicht authentisch“

  1. Die amtl. röm.-kath. Kirche muss aus Rom den Entscheid über Medjugorie fällen. Noch werden Untersuchungen mit immer wieder neuen Kommissionen und Sondergesandten angestellt.

    Es ist sehr gut möglich, dass ein abschliessendes Urteil erst nach dem Ableben der Seher zu Medjugorie gefällt wird. Das kann noch sehr lange dauern. Bis dahin wird sich wohl die offizielle Kirche (ausser dem Ortsbischof natürlich) sehr zurückhaltend verhalten. Es mag auch ein gewisser Opportunismus bestehen, weil die Pilgerströme nach Medjugorie genauso zahlreich wie auch die Bekehrungen und Priesterberufungen (ich kenne mind. 2) sind.

    Persönlich halte ich Distanz zu diesen angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorie und warte gelassen ab. Das kirchliche Urteil werde ich sowieso respektieren und akzeptieren.

  2. @Stefan1 4. März 2017 um 10:46

    “ Persönlich halte ich Distanz zu diesen angeblichen Marienerscheinungen in Medjugorie und warte gelassen ab. “

    Eher würde ich für Garabandal stimmen als noch einen Gedanken an Medjugorje zu verschwenden. Aber bitte, warten wir ab. fG

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