Hungerkrise in der Sahelzone: „Missio“ schlägt Alarm

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Alleine in Kenia seien 2,5 Millionen Menschen vom Hunger und Wasser- und Nahrungsmittelknappheit betroffen, warnt Missio.

„Missio“-Direktor Wallner fordert Europa zum Handeln auf.

Die Österreich-Sektion der Päpstlichen Missionswerke, „Missio Austria“, warnt vor einer dramatischen Verschärfung der Hungerkrise in der Sahelzone. Millionen Menschen seien derzeit von Dürre und Hungertod bedroht, heißt es in einer Aussendung vom Freitag, 24. Februar 2017. „Wenn jetzt nicht geholfen wird, werden wir Zeugen einer humanitären Katastrophe“, warnte Missio-Direktor Pater Karl Wallner. Die aktuelle Dramatik sei in Europa viel zu wenig bewusst, forderte er zum raschen Handeln auf.

Alleine in Kenia seien 2,5 Millionen Menschen vom Hunger und Wasser- und Nahrungsmittelknappheit betroffen. Der Regenmangel habe den Turkana-See, das große Wasserreservoir Kenias, beinahe austrocknen lassen, das restliche Wasser sei verseucht. Flüchtlinge aus dem Südsudan, wo Bürgerkrieg herrscht, verschärfen die Situation laut Missio noch. Seit Sommer hätten die Kämpfe dort zugenommen, der Konflikt zwischen Nuer und Dinka habe sich auf alle Stämme ausgebreitet. Die meisten Männer stünden unter Waffen oder seien gefallen, kaum jemand bleibe übrig, um die Felder zu bestellen.

Über zwei Millionen Menschen sind derzeit im Südsudan selbst auf der Flucht. Weitere 1,3 Millionen bereits nach Uganda aufgebrochen, hieß es. Über 700.000 Betroffene sind in dem ohnehin armen Land im Norden in Flüchtlingslagern untergebracht, berichtete Missio. 19 Camps gibt es in Nord-Uganda, die meisten Flüchtlinge sind unbegleitete Minderjährige, die ihre Angehörigen im Camp suchen. Dort herrsche zumeist „völliges Chaos“, da die Organisatoren des Camps mit dem Ansturm überfordert seien. In Bidi Bidi, dem weltweit größten Flüchtlingscamp, das erst vor einem halben Jahr eröffnet wurde, leben 250.000 Menschen bei 40 Grad Hitze ohne Wasser.

 

Spendenkonto: PSK, IBAN: AT96 6000 0000 0701 5500, Kennwort: Südsudan

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Quelle

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