Was ist das Opus Dei?

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Opus Dei hat weltweit 92.000 Angehörige, die meisten von ihnen Laien – RV

Gegründet 1928 in Madrid, 92.000 Angehörige in allen Erdteilen, davon 98 Prozent Laien – das sind die Eckdaten des Opus Dei. Doch was genau ist das „Werk Gottes“, das der spanische Heilige Josemaría Escrivá de Balaguer vor bald 90 Jahren ins Leben rief und das mit Fernando Ocáriz nun einen neuen Prälaten hat? Eine knappe Einführung mit Susanne Kummer, der Sprecherin des Opus Dei in Österreich.

„Das Opus Dei ist eine Einrichtung der katholischen Kirche. Sie wirkt am Evangelisierungsauftrag der Kirche mit. Das heißt, sie stützt Frauen und Männer dabei, ihr Christsein im Alltag tief zu leben mit einem ausgeprägten Gebetsleben, das sich mit einer intensiven Berufs- und Familienarbeit vereinen lässt.“

Und was ist das Opus Dei nicht?

„Das Opus Dei ist kein Orden, das Opus Dei ist eine Personalprälatur, das ist eine moderne Kirchenrechtsform, die im Konzil grundgelegt wurde. Auftrag ist es, die Laien zu ermutigen, ihre Taufberufung ernst zu nehmen, mitten in der Welt die Welt zu gestalten und ein frohes Zeugnis für Christus in der Welt zu geben.“

Zentral beim Opus Dei und seinen Angehörigen ist die Heiligung der Arbeit. Was heißt das?

„Die Heiligung der Arbeit bedeutet, dass man seine Arbeit und seinen Beruf im Geist der Nachfolge Jesu im Alltag lebt. Der heilige Josemaría hat im Arbeitsleben des Jesus von Nazareth das Paradigma für die Begegnung mit Gott im Alltag gesehen. Und diese 30 Jahre des verborgenen Lebens Jesu sind sozusagen die Botschaft an uns, die wir in dieser Welt leben und arbeiten, dass diese gewöhnliche Lebens- und Arbeitswelt die Welt ist, in der Gott uns sucht.“

Welche Rolle spielt christliche Bildung für die Angehörigen des Opus Dei?

„Das Opus Dei bietet all jenen, die ihm angehören und sich für den katholischen Glauben interessieren, eine tiefe Katechese an. Denn es ist wichtig, dass wir heute als Menschen in der Welt Rede und Antwort stehen können für unsere Hoffnung, und das auch in einer Sprache für Menschen, deren Grundwasserspiegel in religiösen Angelegenheiten nicht hoch ist. Im Opus Dei gibt es ein reiches Angebot für Laien, ihr Glaubenswissen zu vertiefen, um es auch anderen weitergeben zu können.“

Was können Außenstehende als anspruchsvoll bis schwierig am Opus Dei empfinden?

„Es mag sein, dass diese Schule des Gebetslebens im Alltag etwas ist, was recht steil klingt. Das schlägt sich darin nieder, dass die Mitglieder des Opus Dei täglich ihre Gebetszeiten suchen, auch alte Traditionen der Kirche wie den Rosenkranz beten, täglich die Heilige Messe besuchen. Ich kann mir vorstellen, dass das für einen Außenstehenden recht steil wirkt, sage aber aus eigener Erfahrung, dass das ein großer Schatz ist, den man entdecken darf: die Hilfsmittel, die die Kirche einem durch Gebet und Sakramente anbietet, um im Alltagsleben ein frohes Christentum zu leben.“

Das Opus Dei gilt als ausgeprägt katholische Vereinigung – wie ist das Verhältnis zu anderen Christen und Gläubigen anderer Religionen?

„Das Opus Dei ist die erste Institution der katholischen Kirche, der der Heilige Stuhl schon in den 1950er Jahren gewährt hat, auch Nicht-Katholiken und selbst Menschen anderer Religionen offiziell als Mitarbeiter zu ernennen. Wir haben hier eine lang gelebte Realität im Opus Dei, wo Orthodoxe, Anglikaner, Protestanten, Juden, Muslime und Christen gemeinsam an Projekten zum Gemeinwohl und für die Gesellschaft im guten Sinn zusammenarbeiten.“

(rv 23.01.2017 gs)

2 Kommentare zu “Was ist das Opus Dei?

  1. „alte Traditionen“, die nichts mit der Tradition der Offenbarung zu tun hat, täglich die ungültige „Messe“ besuchen…das bietet die Konzilssekte an, nicht die Katholische Kirche!

    „Das Opus Dei ist die erste Institution der katholischen Kirche, der der Heilige Stuhl schon in den 1950er Jahren gewährt hat, auch Nicht-Katholiken und selbst Menschen anderer Religionen offiziell als Mitarbeiter zu ernennen. Wir haben hier eine lang gelebte Realität im Opus Dei, wo Orthodoxe, Anglikaner, Protestanten, Juden, Muslime und Christen gemeinsam an Projekten zum Gemeinwohl und für die Gesellschaft im guten Sinn zusammenarbeiten.“

    Genau diese „Zusammenarbeit“ haben die Päpste verboten.

    Das Opus Dei ist keine Einrichtung der Katholischen Kirche, es ist kein „Werk Gottes“ und Escriva war ganz sicher kein Heiliger! Und wer sollte in den 50er Jahren eine Zusammenarbeit mit Nichtkatholiken geboten haben? Die Realität ist, daß diese Zusammenarbeit von den Päpsten verurteilt wurde. Diese Gemeinschaft lebt nicht die Nachfolge Christi, sondern ihr entgegengesetzt.

    “Der verläßt den Boden der geoffenbarten Religion vollkommen”!

    Pius XI. verwarf autoritativ die so genannten “ökumenischen Versammlungen”:
    “Bei dieser Sachlage ist es klar, dass weder der Apostolische Stuhl in irgendeiner Weise an ihren Konferenzen teilnehmen kann, noch dass es den Katholiken irgendwie erlaubt sein kann, diese Versuche zu unterstützen oder an ihnen mitzuarbeiten. Wenn sie das täten, so würden sie einer falschen Religion, die von der einen Kirche Christi grundverschieden ist, Geltung verschaffen. […]
    Die VERTRETER SOLCHER ANSICHTEN sind nun nicht nur in IRRTUM und SELBSTTÄUSCHUNG befangen, sondern sie LEHNEN AUCH DIE WAHRE RELIGION AB, INDEM SIE IHREN BEGRIFF VERFÄLSCHEN. Auf diese Weise kommen sie Schritt für Schritt zum Naturalismus und Atheismus. Daraus ergibt sich dann ganz klar die Folgerung, dass JEDER, DER SOLCHEN ANSICHTEN UND BEMÜHUNGEN BEIPFLICHTET, DEN BODEN DER VON GOTT GEOFFENBARTEN RELIGION VOLLSTÄNDIG VERLÄSST.”

  2. @Alexius 24. Januar 2017 um 21:52

    Möglicherweise wird die Piusbruderschaft eines Tages auch eine Personalprälatur. Die Kirche hat Josemaría Escrivá de Balaguer als Heiliger erklärt. Dann gilt das auch und er kann verehrt werden.

    Sie können als unerfahrener Laie die Heiligkeit von Josemaría Escriva nicht beurteilen (denn das ist klar stolze Überheblichkeit und Neid). Für solche Anmassungen an einen Heiligen (wie auch die wiederholte Verhöhnung des heiligen Papst Johannes Paul II) und Ihre abwegige Beurteilung von Opus Dei laufen Sie jedoch Gefahr, dass Sie eine Sünde wider des heiligen Geistes schuldig werden.

    – Zurückweisung der erkannten Wahrheit (impugnatio veritatis agnitae)
    – Neid auf die Gnadengabe eines anderen (invidentia fraternae gratiae)

    Diese werden weder auf dieser Welt noch im Himmel verziehen und führen zur ewigen Verdammnis, sofern man sie nicht bereut. Ich ermahne Sie nun aus christlicher Pflicht und in freundschaftlicher Weise, auch mit Besorgnis um Sie, regelmässig, wenn Sie gegen Heilige der röm.-kath. Kirche sprechen.

    Es ist zu hoffen, dass Sie im innersten Ihrer Seele einen Funken Reue und Bekenntnis zu Gunsten dieses grossen Heiligen verspüren. Das wäre ein guter Anfang zur Umkehr. Deshalb sind Sie ja auch hier, bei POS, nicht wahr.

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