Italien: Papst bekommt Reliquie der hl. Maria Goretti geschenkt

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Heiligtum Santa Maria Goretti, Nettuno / Wikimedia Commons – Stefano.Nicolucci, CC BY-SA 3.0

Franziskus schickt Dankesbrief an die Passionisten des Heiligtums ‪
„Madonna delle Grazie“ in Nettuno

Papst Franziskus hat einen Dankesbrief an die Passionisten des Heiligtums ‪„Madonna delle Grazie“ in Nettuno geschickt, um sich für die ‪„kostbare Reliquie“ der heiligen Maria Goretti (1890-1902) zu bedanken. Die junge Italierin starb im Alter von nur 12 Jahren, nachdem sie auf ihrem Sterbebett im Krankenhaus von Nettuno ihrem Mörder, Alessandro Serenelli, vergeben hatte.

Der Papst bekam die Reliquie vom Direktor des Heiligtums ‪„Madonna delle Grazie“ und der heiligen Maria Goretti in Nettuno, Pater Antonio Coppola, am 13. Dezember geschenkt, der bei seinem Besuch im Vatikan vom Bischof von Albano, Msgr. Marcello Semeraro, begleitet wurde. Die Nachricht vom Papstschreiben wurde am 4. Januar auf der  Facebook-Seite des Heiligtums veröffentlicht.

In seinem Brief schreibt der Papst, er habe oft über die letzten Worte Maria Gorettis nachgedacht, die lauteten: „Ich vergebe ihm und will, dass er mit mir ins Paradies kommt.“

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit sei zu Ende gegangen, aber die Tür zur Liebe Jesu Christi sei nicht geschlossen und lade uns zum Wesentlichen ein. „Die Barmherzigkeit ist das Wesentliche und führt uns zum Herzen des Evangeliums“, schreibt Franziskus.

Im Laufe des Angelusgebets vom 3. Juli‬ 2016 hatte der Papst die Pilger auf dem Petersplatz an den Gedenktag Maria Gorettis erinnert und die junge Märtyrerin als ein Beispiel der Barmherzigkeit gepriesen. „Dieses tapfere Mädchen verdient den Applaus des ganzen Platzes“, hatte er gesagt.

Ihr Mörder bekehrte sich im Gefängnis und nahm sowohl an der Seligsprechung von Marietta — der Rufname Maria Gorettis — im 1947 wie an ihrer Heiligsprechung im 1950 teil, die Erste die auf dem Petersplatz stattfand. Er saß dabei neben der Mutter seines Opfers, Assunta Goretti, die zu ihm sagte: „Gott hat dir vergeben, meine Marietta hat dir vergeben, auch ich vergebe dir.“

Er trat in den dritten Orden des heiligen Franziskus ein und arbeitete bis zu seinem Tod im 1970 als Gärtner im Kapuzinerkloster von Macerata (Region Marken).

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