Papst verurteilt Machtstreben und Militarisierung

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Nichtresidierende Botschafter mit dem Papst im Apostolischen Palast

Franziskus hat erneut hegemoniales Machtstreben und Militarisierung verurteilt. Beim Antrittsbesuch von sechs nicht in Rom residierenden Botschaftern an diesem Donnerstagmorgen im Vatikan mahnte der Papst dazu, der Sorge für das Gemeinwohl gegenüber politischen Machtinteressen stets den Vorzug zu geben. Die Diplomaten kamen aus Burundi, Fidschi, Mauritius, Moldawien, Schweden und Tunesien.

Trotz der Kriege und Völkermorde des 20. Jahrhunderts gebe es in dieser Zeitspanne auch Beispiele von Völkern und ganzen Nationen, die „dank des Engagements gewaltfreier Führer (…) Freiheit und Gerechtigkeit erlangt“ hätten, und zwar „auf friedliche Weise“, schärfte Franziskus seinen Zuhörern ein, ohne einzelne Länder zu nennen: „Das ist der Weg, den es in der Gegenwart und Zukunft zu verfolgen gilt. Das ist der Weg des Friedens“, so der Papst, der in seiner Ansprache Gedanken seiner Botschaft zum kommenden Weltfriedenstag aufgriff. Allzu oft werde der Weg des Friedens nur scheinbar eingeschlagen, kritisierte das Kirchenoberhaupt. Tatsächlich würden dann aber „Machtstrategien verfolgt, die durch skandalöse Ausgaben für Waffen unterstützt werden, während viele Personen ohne das Lebensnotwendige blieben.“

Gewaltfreie Politik bedeute hingegen, „unter allen Umständen Gewalt als Methode der Konfliktlösung abzulehnen und Konflikte hingegen immer mittels Dialog und Verhandeln anzugehen“, so der Papst weiter. Hierbei könnten die Länder Burundi, Fidschi, Mauritius, Moldawien, Schweden und Tunesien auf die Unterstützung des Heiligen Stuhles zählen, versicherte Franziskus: „Es ist mein Wunsch und der des Heiligen Stuhles, zusammen mit den Regierungen eurer Länder diesen Prozess der Friedensförderung voranzubringen, wie auch die anderen Werte, die zu einer ganzheitlichen Entwicklung des Menschen und der Gesellschaft gehören.“

Unter den Botschaftern, die dem Papst an diesem Donnerstag ihre Beglaubigungsschreiben überreichten, sind zwei Frauen: Die Schwedin Cecilia Björner, die auch Deutsch spricht, sowie Else Nizigama Ntamagiro aus Burundi, die bereits Botschafterin ihres Landes in Deutschland ist. Weiter stellten sich dem Papst Jitoko Tikolevu aus der Republik Fidschi, Girish Nunkoo aus Mauritius, Vitalie Rusu aus Moldawien und Mourad Bourehla aus Tunesien offiziell vor.

(rv 15.12.2016 pr)

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