Ö: „Papst will Konzil umsetzen und muss dabei querdenken“

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Papst Franziskus, querdenken und hochschauen

Papst Franziskus bemüht sich konsequent um die Umsetzung des Zweiten Vatikanischen Konzils und muss in diesem Bemühen mitunter auch ein innerkirchlicher Provokateur und Querdenker sein: Dieses Resümee hat der Jesuit und Chefredakteur der Zeitschrift „Stimmen der Zeit“, P. Andreas Batlogg gezogen. In einem Beitrag für die Wochenzeitung „Die Furche“ zum 80. Geburtstag des Papstes betont Batlogg, dass dieser nicht lehrmäßig auf die Zeit reagieren wolle. Er wolle vielmehr „das Konzil umsetzen – und Türen öffnen“, so der Jesuit: „Hinter verschlossenen oder verschlossen geglaubten Türen warten Möglichkeiten. Das löst Angst aus.“

Ein Papst, der „ausprobiert“…

Papst Franziskus probiere aus – und wenn eine Idee misslinge, folge die nächste. Batlogg: „Manches kommt spontan. Aber von Herzen: Wie das Jahr der Barmherzigkeit, das mit dem Schließen der Heiligen Pforten nicht einfach zu Ende ist.“ Der Papst verstehe Barmherzigkeit als Programm der Kirche, nicht nur seines Pontifikats. Dass Papst Franziskus polarisiert und die Kirche spaltet, seien „absurde Unterstellungen“, betont Batlogg, „geschürt meistens von Frustrierten, die päpstlicher als der Papst sein wollen“, oder vom „Feuilletonkatholizismus“, der meint, „päpstliche Entscheidungen mit Kommentaren beeinflussen zu können“.

…und „verunsichert“

Viele in der Kirche seien freilich durch diesen Papst auch sehr verunsichert. Den einen regiere Franziskus zu wenig, den anderen zu autoritär; den einen lehre er zu wenig, für andere überhaupt nicht. Und manche würden sich – wie der Philosoph Robert Spaemann – zu der Behauptung versteigen, mit „Amoris laetitia“ sei „das Chaos“ gleichsam „mit einem Federstrich zum Prinzip erhoben“ worden. Andere befürchteten einen Imageschaden für das Papstamt, wenn zu sehr auf Kollegialität und Dezentralisierung gesetzt wird. Und der Papst „lächelt … – und geht seinen Weg weiter“.

Franziskus nehme Kommentare, Sticheleien und Angriffe freilich durchaus zur Kenntnis. Batlogg erinnert etwa an ein Interview mit der Zeitung „Avvenire“. Darin habe der Papst zu Vorwürfen, er verunsichere die Kirche, darauf hingewiesen, es müsse „im Fluss des Lebens unterschieden“ werden, „Amoris laetitia“ werde nach wie vor nicht verstanden, es gebe keine weiteren Interpretationen, man könne nicht nur nach dem Schema „Schwarz und Weiß“ denken und handeln. Der Papst sehe in den Vorwürfen auch „die Unfähigkeit, das Zweite Vatikanische Konzil wirklich und wirksam zu rezipieren“, so Batlogg.

Werbung für die „Unterscheidung der Geister“

Papst Franziskus suche auch Verbündete „und er braucht sie“, so der Jesuit weiter. Als Papst wolle er Diener sein. Die Grundgeste seines Pontifikats sei das Sich-Herabbeugen, wie er es bei der Fußwaschung am Gründonnerstag 2013, wenige Tage nach seiner Wahl, an zwölf Strafgefangenen im römischen Jugendgefängnis Casal del Marmo vollzogen hatte. Das Foto dazu habe Symbolcharakter bekommen.

Batlogg abschließend: „Der beste Jesuit ist derzeit sicher der Papst. Er ist ein perfekter Werbeträger ignatianischer Spiritualität.“ Die Kunst der Unterscheidung der Geister sei wichtig für die Kirche, „Papst Franziskus erwähnt das, wo er nur kann“.

(kap 15.12.2016 pr)

4 Kommentare zu “Ö: „Papst will Konzil umsetzen und muss dabei querdenken“

  1. @Mit den frevelhaften Nachfolgern Pius XII auf einer Linie. Ohne die mutige Haltung Erzbischof Lefebvres wäre ich heute längst Agnostiker. Anerkennung verdient Pater Lindström mit seinem Rosenkranzfeldzug anlässlich des skandalösen Auftrittes des Frevlers Bergoglio in Schweden. Überhaupt wird dessen dummes Geschwätz von Tag zu Tag unerträglicher und man kann nur hoffen, dass jene Kardinäle bei denen das Katholische nicht völlig verblasst ist, diesen Frevler endlich einmal zurechtweisen. Es sei hier nochmals in Erinnerung gerufen, dass Papstwahlen, obschon ein Rechtsinstitut der katholischen Kirche und für ihr Weiterbestehen als monarchisch strukturierte Gemeinschaft unentbehrlich sind, nicht zum Bereich unfehlbarer Entscheidung gehören und daher auch unglücklich ausfallen können wie dies bei der Wahl des Frevlers Roncalli ausgefallen ist. Roncalli war der Steigbügelhalter des Frevlers Montini. Ohne die Fehlentscheidung Roncalli zu wählen, wären vermutlich der Kirche die Frevler Montini und Woytila erspart geblieben. Roncalli beging den Ehebruch, Montini sprach die Scheidung aus und Woytila legalisierte das Konkubinat während der Frevler Bergoglio frei nach der Regel Wilhelm Busch verfährt: „Ist der Ruf erstmals ruiniert, lebt man dann erst recht ungeniert.“

  2. Folgende Tatsachen sind bereits Teil der Geschichte:

    die Entscheidung, Kard. Roncalli zum Papst zu wählen, wurde durch die Freimaurerei getroffen;
    die Wahl von Kard. Montini zum Papst geschah Aufgrund der Intervention einiger Mitglieder der jüdischen Hochfreimaurerei der B’nai B’rith;
    die Wahl von Kard. Karol Wojtyla als Nachfolger auf dem päpstlichen Stuhl wurde durch Zbigniew Brzezinski, Oberhaupt der B’nai B’rith von Polen bewerkstelligt, und sein großer Wähler im Konklave war der Freimaurer
    Kard. König.
    dass es die Freimaurerei ist, die den „Papst“ wählt, beweist auch der Brief von
    Kard. Baggio, geschrieben an den Großmeister der italienischen Freimaurerei, unmittelbar nach dem Tod von Paul VI., in welchem er ihm seine Dienste anbot, wobei er ihn jedoch an sein Versprechen erinnerte, ihn zum Papst zu machen.

    http://www.chiesaviva.com/451%20mensile/451%20mensile%20ted.pdf

  3. @Pater Batlogg behauptet der Frevler Bergoglio sei der würdigste Vertreter igantianischer Spiritualität. Da kann man auch anderer Meinung sein, es sei denn man betrachte Leute wie de Lubac, Rahner und Teilhard de Chardin als die Vertreter ignatianischer Spiritualität. Möglicherweise vergisst man dabei, dass es Heiligen wie Ignatius oder Karl Borromäus waren, die es verhindern konnten, dass noch mehr Leute den Wahnvorstellungen eines Martin Luthers anheim fielen.
    Kennt Pater Batlogg überhaupt die römische Schule? Sagen ihm Namen wie Robert Bellarmin, Suarez, Perrone, Mazzella, Palmieri etwas? Auf sie darf der heilige Ignatius stolz sein nicht aber auf Leute wie Rahner. Hätte ein anderer als Frevler Roncalli auf dem Stuhl Petri gesessen, wäre Rahner haushoch aus dem Jesuitenorden herausgeflogen.

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