Frankreich: Gericht untersagt Video mit Down-Kindern

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Präsident Hollande

Die Entscheidung eines französischen Gerichts, ein Video mit fröhlichen Kindern, die das Down-Syndrom haben, nicht im französischen Fernsehen zeigen zu dürfen, hat international für Kritik gesorgt. „Es ist absurd. Ich habe noch nie von einer derart ungeheuerlichen Gerichtsentscheidung gehört“, kommentierte die Präsidentin der Global Down Syndrome Foundation, Michelle Sie Whitten. Die Entscheidung sei „schockierend“ und „beleidigend“ und eine Beschränkung der Meinungsfreiheit. Das Video mit dem Titel „Dear future Mom“ war bereits 2014 anlässlich des Welttages für Down-Syndrom erschienen und hatte Millionen von Zuschauern online erreicht. In dem Video bestärken fröhliche Kinder mit Down-Syndrom eine Mutter, die für ihr Kind die gleiche Diagnose erhalten hatte, indem sie ihr demonstrieren, dass auch sie ein glückliches Leben führen.

Das Sendeverbot bezieht sich darauf, das Video als Werbespot oder Kundmachung zu zeigen, um das „Gewissen von Müttern, die für ihr Leben andere Entscheidungen getroffen haben, nicht zu beunruhigen,“ so das Gericht in seiner Begründung.

(cna 25.11.2016 cs)

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