Papst: die Jugend vor der „Sklaverei“ der Drogensucht schützen

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Papst Franziskus & Königin Silvia, 24. November 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Franziskus empfängt die Teilnehmer einer Anti-Drogen-Konferenz in Audienz,
darunter auch die schwedische Königin Silvia

Papst Franziskus hat am Donnerstag die Teilnehmer einer von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften organisierten internationalen Tagung zum Thema Drogen in Audienz empfangen.

In seiner auf Spanisch gehaltenen Ansprache betonte das Kirchenoberhaupt, es sei notwendig Wege zu finden, um die Netzwerke der Korruption und die Formen der Geldwäsche zu kontrollieren, und dies mit dem Ziel, die Jugendlichen vor der „Sklaverei“ der Drogensucht zu schützen. Die Jugend sei die Zukunft, betonte er.

Der Papst ermutigte die Teilnehmer auch dazu, sich für ‪„die vollständige und sichere  Rehabilitation der Opfer von Drogen“ einzusetzen. ‪„Jeder Drogenabhängige trägt eine andere persönliche Geschichte mit sich, die angehört, verstanden, geliebt und wo möglich geheilt und geläutert werden muss“, sagte der Papst, der im Kampf gegen die Drogen die Prävention als eine „Priorität“ bezeichnete.

Hinter den Verteilernetzwerken der Drogen verstecke sich ein aus fünf Buchstaben bestehendes Wort: Mafia, sagte Papst Franziskus, der die Drogenproblematik aus seiner Zeit als Erzbischof von Buenos Aires gut kennt. Diese Netzwerke seien „immens, mächtig“ und fähig, die Menschen zu töten, sowohl psychisch, physisch als sozial.

Die Tagung mit dem Titel „Drogenabhängigkeit: Probleme und Lösungen einer globalen Geißel“ hatte am Mittwoch in der „Villa Pia“ im Vatikan begonnen. Bei der Eröffnung des zweitägigen Workshops plädierte Schwedens Königin Silvia für die Prävention bei Kindern.

In ihrer Ansprache betonte die Gründerin der „World Childhood Foundation“ und Ehrenmitglied der „Mentor Foundation“, es sei notwendig, die globale Zusammenarbeit im Kampf gegen die Drogensucht fortzusetzen.

Wie Radio Vatikan meldete, unterstrich die Königin Schwedens die „Fragilität der Kinder“, welche der tödlichen Beziehung zwischen „Drogenhandel und Ausbeutung von Menschen“, insbesondere im Kriegskontext, zum Opfer fallen.

Der Direktor des UN-Büros für Drogen- und Kriminalitätsbekämpfung (UNODC) mit Sitz in Wien, Juri Fedotow, lieferte in seinem Vortrag einige aktuelle Daten. Im Laufe des Jahres 2013 hat jede 20. Person in der Altersgruppe von 15 bis 64 Jahren mindestens einmal eine illegale Substanz eingenommen, also insgesamt 246 Millionen Menschen. Dies sei eine Steigerung von 3 Millionen zum Vorjahr.

Wie Fedotow erklärte, ist die Heimat des Opiums Afghanistan, wo der Handel mit Mohnprodukten den Terrorismus der Taliban finanziert und Drogensucht, Gewalt sowie Unsicherheit schafft. Der Balkan ist dagegen der Haupttransitkorridor für Heroin. Und die wichtigsten Produzenten des Kokain sind die südamerikanischen Länder Kolumbien, Peru und Bolivien, wo Gewalt und Armut um sich greifen.

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Quelle

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