Heiliges Jahr: Kirchenvertreter ziehen positive Bilanz

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Kardinal Gerhard Ludwig Müller

Kirchenvertreter ziehen eine positive Bilanz des Heiligen Jahres. „Die Symbolik der offenen Heiligen Pforte hier in Rom und in vielen Kirchen in aller Welt hat hoffentlich das Bewusstsein gestärkt, dass wir wie durch eine weit geöffnete Tür zu Gott kommen können“, sagte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller am Freitag dem Internetportal katholisch.de. „Wer Gott unter dem Aspekt der Barmherzigkeit neu kennenlernt, der spürt, dass im christlichen Gottesverständnis die Liebe das Zentrum der Begegnung von Gott und Mensch ist“, sagte der Kurienkardinal. „Ich glaube, viele konnten im Heiligen Jahr eine vertiefte Gotteserfahrung machen.“

Als ein „notwendiges Signal in unserer Zeit“ bezeichnete der St. Pöltner Bischof Klaus Küng das am Sonntag zu Ende gehende „Jubiläum der Barmherzigkeit“. Die Gegenwart sei geprägt von Gottesferne, einer „Sich-selbst-Überlassenheit“, sowie von Unversöhnlichkeit, Terror und Angst. „Wonach sich unser Herz sehnt, ist Friede mit Gott und Friede mit unseren Mitmenschen“, so Küng in einer Aussendung der Diözese St. Pölten. Es sei eine „prophetische Eingebung“ gewesen, die Papst Franziskus zur Ankündigung des Jahres veranlasst habe, um damit in der ganzen Kirche den Zugang zur Barmherzigkeit Gottes zu vertiefen.

Besonders hob Küng die tausenden im Barmherzigkeits-Jahr geöffneten Heiligen Pforten in allen Diözesen der Welt hervor: Sie seien Geschenke gewesen mit dem Sinn, „dass wir vor Gott wirklich heil, also geheilt werden“. In der Diözese St. Pölten gab es im St. Pöltner Dom, in Maria Taferl, am Sonntagberg, in Maria Dreieichen sowie in Maria Laach derartige „heilbringende Pforten“. Weitere Angebote in Küngs Diözese waren „Abende der Barmherzigkeit“ in den Pfarren, eine sechsteilige Katechesenreihe in der St. Pöltner Franziskanerkirche zu den „Werken der Barmherzigkeit“, spezielle Wallfahrten sowie eine landesweite Sommerkampagne mit dem Herz-Symbol auf Plakaten und Citylights. Das „Jahr der Barmherzigkeit“ sah der Bischof zudem als Auftrag, der weitergeführt werden müsse, „denn die Barmherzigkeit des allmächtigen Gottes ist nicht vorüber“. Alle Christen sollten lebendige Zeugen der Liebe Christi gegenüber ihren Mitmenschen und in der Welt sein.

Das Heilige Jahr der Barmherzigkeit endet am Sonntag in Rom; in den Bistümern weltweit allerdings ging es nach dem Willen des Papstes bereits am vergangenen Wochenende zu Ende.

(kna/kap 18.11.2016 pr)

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