JOHANNES XXIII. (1958-1963): DAS LEBEN DES KONZILSPAPSTES

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Weltweite Anerkennung errang der „gütige Papst“ („il Papa buono“) auch als Vorkämpfer für friedliche Konfliktlösungen, insbesondere während der bedrohlichen Kuba-Krise zwischen den USA und der Sowjetunion.

 

In seinem kurzen Pontifikat setzte Johannes XXIII. Dinge in Bewegung, die kaum jemand erwartet hatte.

(1958-1963) hat die Kirchengeschichte vor allem durch die Ankündigung und Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils geprägt. Der Papst eröffnete es im Oktober 1962 nach dreijähriger Vorbereitung, konnte es aber nicht mehr zu Ende führen. Mit seiner Forderung nach einem „Aggiornamento“ („Verheutigung“) in der Kirche gab er das Leitmotiv für eine neue Ära vor. Durch seine Menschenfreundlichkeit und Bescheidenheit wurde er zu einer weit über Kirchengrenzen hinaus anerkannten und beliebten Persönlichkeit.

Angelo Roncalli stammt aus armen Verhältnissen

Toleranz und Gesprächsbereitschaft des Papstes waren Ergebnis einer harten Lebensschule. Aus seiner Herkunft aus einem armen Bauernhaus in Sotto il Monte in der Gegend von Bergamo machte er nie ein Hehl. Hier wurde Johannes XXIII. wurde am 25. November 1881 als Angelo Giuseppe Roncalli geboren.

Nach der Priesterweihe 1904 förderte sein damaliger Bischof die soziale Ader Angelo Roncallis; für seinen Einsatz für Arbeiter und Gewerkschaften und wegen seiner aufgeschlossenen Haltung wurde er bald in Rom angeschwärzt, in seinen Akten fand sich der Vermerk „des Modernismus verdächtig“.

Als Diplomat in Istanbul

Nach kurzer Tätigkeit in Rom wurde Roncalli auf die unbedeutendsten und entlegendsten Posten der damaligen päpstlichen Diplomatie abgeschoben, nach Bulgarien und Istanbul. Er selbst fühlte sich „kaltgestellt“, lernte aber zugleich den Katholizismus in einer Situation der Minderheit, in einem laizistischen Staat sowie den Überlebenskampf der von den Nazis geflohenen Juden kennen.

Roncalli wurde in dieser „Verbannung“ 63 Jahre alt, bis er 1944 von Pius XII. überraschend zum Nuntius in Paris bestellt wurde – zu dieser Zeit die wichtigste Drehscheibe der vatikanischen Diplomatie. Die Regierung in Paris mockierte sich – wie neue Archivforschungen ergaben – über seinen unkonventionellen Amtsstil und seine vielen Reisen durch das Land, die Christdemokraten warfen ihm seine guten Kontakte zu Sozialisten und „Radikalen“ vor.

Er machte Türen und Fenster der Kirche auf

Mit 71 Jahren wurde Roncalli 1953 Patriarch von Venedig und Kardinal. Auch hier mischte er sich unters Volk und zeigte keinerlei Angst vor Kontakten mit Menschen unterschiedlichster Weltanschauung. Nach dem Tod von Pius XII. wurde Roncalli am 28. Oktober 1958 zum Papst gewählt. Als die 51 Kardinäle den Patriarchen von Venedig zum neuen Papst kürten, kam bald das Wort vom „Übergangspapst“ auf. Man hatte erwartet, dass der damals fast 77-Jährige seinen Lebensabend kaum mit großen Konflikten belasten würde.

Die Amtszeit Johannes XXIII. war tatsächlich kurz: vier Jahre und sieben Monate. Doch der Roncalli-Papst setzte in dieser kurzen Zeit Dinge in Bewegung, die kaum jemand erwartet hatte.

Der neue Papst wusste mit dem ausgefeilten protokollarischen Stil seines langjährigen asketischen Vorgängers Pius XII. nichts anzufangen. Dem Diplomaten und Kirchenrechtler Pacelli war mit Roncalli ein Seelsorger gefolgt. Er suchte die Nähe der Gläubigen und des Volkes, in der Seelsorge sah er seine Hauptaufgabe.

Johannes XXIII. erklärte offen die Zeit der „vatikanischen Gefangenschaft“ der Päpste für beendet und besuchte deshalb auch demonstrativ die römischen Kirchen und Pfarren, ja sogar das Gefängnis „Regina Coeli“.

Weltweites Aufsehen erregte er, als er als erster Papst seit 1870 wieder Rom verließ und Wallfahrten nach Assisi und Loreto unternahm. Damit leitete er die „Reisepastoral“ seiner Nachfolger Paul VI. und Johannes Paul II.

„Der Menschheitsfamilie ein Konzil schenken“

Mit einer Einladung an alle Bischöfe der Weltkirche erfolgte zu Weihnachten 1961 die Einberufung des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Wir hielten die Zeit für reif“, schrieb der Papst in seiner Konstitution „Humanae salutis“ vom 25. Dezember 1961, „der katholischen Kirche und der Menschheitsfamilie die Möglichkeit eines neuen Ökumenischen Konzils zu schenken“.

Johannes XXIII. wollte kein Verurteilungs- oder Lehrkonzil mit neuen Dogmen, sondern ein von der Seelsorge geprägtes, dialogisches, nicht-autoritäres: eine Denkfabrik für die Fragen, die die Christen im 20. Jahrhunderts bewegten.

Am 11. Oktober 1962 eröffnete der Papst die bisher letzte beschlussfassende Versammlung der rund 2.800 katholischen Bischöfe, die nach seinem Tod 1963 durch seinen Nachfolger Papst Paul VI. fortgesetzt und am 8. Dezember 1965 abgeschlossen wurde. Bei der Eröffnung erklärte Johannes XXIII., er wolle den „Unglückpropheten“ der Zeit „entschieden widersprechen“ und sich furchtlos an die Aufgaben begeben, die das Jahrhundert an die Kirche stelle.

Noch bevor das Konzil begann, zeigten sich die Konfliktlinien zwischen „Bewahrern“ und „Reformern“, die sich später bei den entscheidenden Sitzungen des Konzils vertiefen sollten. Wohl niemand – auch nicht Johannes XXIII. selbst – konnte ahnen, wie viel Aktenstudium, wie viel theologisches und kirchenpolitisches Ringen und wie viel Gebet und „Wehen des Heiligen Geistes“ d8afür noch notwendig sein würden.

Anfang der Ökumene

Auch Vertreter der anderen christlichen Kirchen waren als Beobachter eingeladen. Damit wurde ein ökumenischer Dialog eröffnet, den die katholische Kirche bis dahin auf höchster offizieller Ebene verweigert hatte. Als erster Papst seit Jahrhunderten empfing er orthodoxe, protestantische und anglikanische Kirchenführer.

Die Sozialenzykliken

Zum Pontifikat Johannes‘ XXIII. gehören aber auch sieben Enzykliken, darunter „Mater et Magistra“ (1961) über die katholische Soziallehre sowie „Pacem in Terris“ (1963). In letzterer, die er „an alle Menschen guten Willens“ richtete, rief er zur internationalen Zusammenarbeit für Frieden und Gerechtigkeit auf.

„Meine Koffer sind gepackt“

Mit zunehmender Amtsdauer wurde immer deutlicher, dass Johannes XXIII. an ein schweres Krebsleiden hatte. Bei seinem letzten öffentlichen Auftritt rund zehn Tage vor seinem Tod sagte er zu den Hunderttausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom: „Sorgt euch doch nicht so sehr um mich. Ich bin bereit, die große Reise anzutreten. Meine Koffer sind gepackt. Ich kann jederzeit abfahren.“ Johannes XXIII. starb am Pfingstmontag, 3. Juni 1963, um 19.49 Uhr im Apostolischen Palast im Vatikan. Am 3. September 2000 wurde Johannes XXIII. von Johannes Paul II. seliggesprochen.

Erstellt von: KAP (23.4.2014)

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26 thoughts on “JOHANNES XXIII. (1958-1963): DAS LEBEN DES KONZILSPAPSTES

  1. Von ökumenischen Wahnvorstellungen besessen berief dieser Frevler wider besseres Wissen ein neues Konzil ein. Es sollte der Kirche ein neues Pfingsten bescheren doch anstatt dessen setzt ein Glaubensabfall ein. Davon wird sich die Kirche ohne die Hilfe Gottes kaum erholen. Dafür hat ihn ein anderer Frevler namens Bergoglio heilig gesprochen. Wie der Frevler Bergolgio mit dem Glaubensschatz umgeht ist einfach haarsträubend und letzten Endes ist dieser Frevler nichts anderes als eine Neuauflage Luthers.

  2. @Ein Ewiggestriger

    Eigentlich haben Sie sich ein treffendes Pseudonym zugelegt: Sie sind ganz und gar „ein EWIGGESTRIGER“, jedenfalls was das HEILSWERK CHRISTI – SEINE KIRCHE betrifft. Sie sind – aus vermeintlicher Glaubenstreue – bei Pius XII. oder Pius XI. trotzig stehengeblieben. Sie wollten und wollen das nicht annehmen, nicht anerkennen, was DER HEILIGE GEIST seither DURCH DIE PÄPSTE für die KIRCHE (CHRISTI) zum HEIL DER SEELEN NEUES, DEN AKTUELLEN ERFORDERNISSEN ANGEPASSTES gewirkt hat.

  3. @POSchenker: Als man an James Joyce die Frage richtete, weshalb er nicht zur anglikanischen Sekte übertrete, gab er zur Antwort: „Meinen Glauben habe ich zwar verloren jedoch nicht meinen Verstand“ . Ähnlich lautet meine Antwort auf Ihren Vorwurf das angebliche Wirken des heiligen Geistes in der Konzilssekte nicht anerkennen zu wollen. Sie können bestimmt italienisch. Daher empfehle ich Ihnen Paolo Pasqualuccis Studie: Il concilio paralello. Pasqualucci ist Jurist und Theologe. In seiner Studie zeigt er an Hand von Fakten – wohl gesagt Fakten und nicht Vermutungen – mit welcher Hinterhältigkeit der Frevler Roncalli mit der Komplizenschaft Kardinal Beas die Entmachtung der Katholiken am Konzil vorbereitet hat. Dazu bediente er sich des Circus oecumenicus, Sekretariat für die Einheit der Christen genannt. Dieses unterstand niemand anderem als ihm und konnte war daher keiner Prüfung durch das heilige Offizium unterworfen. In einem gewissen Sinne war es das Sammelbecken sämtlicher Gegner katholischer Rechtgläubigkeit. Das man den Katholiken versucht einen derartigen Frevler als Heiligen aufzubürden zeigt einmal mehr die Unverschämtheit der Vertreter der Konzilssekte – Wölfe im Schafpelz im wahrsten Sinne des Wortes.

  4. @POS: „Eigentlich haben Sie sich ein treffendes Pseudonym zugelegt: Sie sind ganz und gar „ein EWIGGESTRIGER“, jedenfalls was das HEILSWERK CHRISTI – SEINE KIRCHE betrifft. Sie sind – aus vermeintlicher Glaubenstreue – bei Pius XII. oder Pius XI. trotzig stehengeblieben. Sie wollten und wollen das nicht annehmen, nicht anerkennen, was DER HEILIGE GEIST seither DURCH DIE PÄPSTE für die KIRCHE (CHRISTI) zum HEIL DER SEELEN NEUES, DEN AKTUELLEN ERFORDERNISSEN ANGEPASSTES gewirkt hat.“

    Ja was denn nun hat Ihr „Heiliger Geist“ durch Ihre „Päpste“ für die Kirche und das Heil der Seelen gewirkt?

    Hat er womöglich das alles gewirkt:

    P. Schmidberger: „Werfen wir im Gegensatz dazu einen Blick auf die ‘Amtskirche’. … führen Sie sich die Zahlen aus den jüngsten Umfrageerhebungen vor Augen: 54 % der Priester in Deutschland erklären, dass sie nur einmal im Jahr oder noch seltener zur hl. Beichte gehen. Wie mag es in solchen Priesterherzen aussehen! Bei den Diakonen sind es 70 %, bei den Pastoralassistenten erreicht die Zahl eine schwindelerregende Höhe. 58 % der Priester erklären, dass sie jeden Tag oder öfters am Tag beten. Das heißt nun nichts anderes, als dass 42 % nicht jeden Tag, vielleicht nur selten oder überhaupt nicht beten. Ohne sich der üblen Nachrede oder der frevlerischen Unterstellung schuldig zu machen, kann und muss man sagen, dass ein großer Teil des deutschen Klerus in der Todsünde lebt. Dann sind aber Zelebration und Sakramentenspendung dieser Priester jeweils ein Sakrileg. Sie spenden nicht Segen, sondern fordern eher den Zorn Gottes heraus. Wundern wir uns da, wenn es in der hl. Kirche nicht aufwärts, sondern täglich abwärts geht?“

    „Von wem exkommuniziert? Die uns exkommunizieren wollen, sind längst selbst exkommuniziert“ (Lefebvre)

    FSSPX-Priester:
    „Wer gehört denn, wenn wir diesen Maßstab nun einmal auf die konkrete Situation anwenden, nicht mehr zur Kirche – durch Häresien und Irrlehren? Das sind zunächst einmal – und hier bringe ich einige statistische Angaben, damit Sie überhaupt die Situation vor Augen haben: Eine Umfrage im Bistum Trier aus dem Jahr 1977 unter den dortigen Priestern im Religionsunterricht und Religionslehrern, hat ergeben, daß 86 % der Befragten – und das ist repräsentativ für den gesamten, nicht nur deutschen Sprachraum, sondern mindestens für die westliche Welt – nicht zustimmen dem Satz: „Ein Katholik muß alles hinnehmen, was die Kirche zu glauben vorlegt.“ Liebe Freunde, das sind keine Katholiken mehr! Das war bereits 1977! Das ist nicht besser geworden. Denn bei denen unter fünfzig Jahren bei dieser Umfrage war der Prozentsatz gegen 100! Bereits damals! Das sind die, die heute ausschließlich noch im Religionsunterricht sind! Wer ist da noch katholisch? Wer gehört da noch zur Kirche?
    Dann eine Umfrage aus Österreich: Im „kernkatholischen“ Tirol lehnen 94 % der Bevölkerung unter 45 Jahren das katholische Dogma des Verbotes der künstlichen Empfängnisverhütungsmittel ab. Diese 94 % sind nicht katholisch! Sie haben sich von der Kirche getrennt!

    Ferner, daß in Deutschland bereits vor fünf Jahren 93 % aller Katholiken überhaupt nie mehr zur Beichte gegangen sind, grundsätzlich dieses Sakrament aufgegeben haben: Es sind nicht mehr Katholiken. Sie haben sich von der Kirche getrennt!

    Daß der spätere Kardinal Gagnon am 27.8.1983 in Amerika in einem Interview mit der Wochenzeitung „The Wanderer“ auf die Frage „Kann man sagen, daß der Papst und daß Rom in den USA ein materielles Schisma duldet bei den Bischöfen?“ geantwortet hat: „Jawohl, und nicht nur in den USA, auch in den Ländern Europas.“

    Dieser Kardinal Gagnon sagt also: Sie sind schismatisch, diese Bischöfe gehören nicht mehr zur Kirche. In ihrer überwältigenden Mehrheit!
    Zum Beispiel wegen der Königsteiner Erklärung in Deutschland vom 30. August 1968, wo gesagt wird: Das ist den Eheleuten überlassen, das ist freigestellt. Das ist Häresie und Schisma! Denn die Kirche hat immer gelehrt, daß Verhütungsmittel nicht erlaubt sind.

    Oder noch schlimmer: Ich verweise auf den „Schlußbericht der Gemeinsamen Ökumenischen Kommission zur Überprüfung der Verwerfungen des 16. Jahrhunderts vom 26.10.1985, wo wörtlich gesagt wird: „Sowohl in der katholischen Transsubstantiationslehre wie auch in den Lehren der reformatorischen Kirchen wird das….Grundanliegen verfolgt, das Geheimnis der wirklichen Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie auszusagen. – Jede dieser Konzeptionen hat Stärken und Schwächen, keine dabei kann von sich aus ausschließlich Geltung dergestalt beanspruchen, daß die je andere Lehrgestalt automatisch als häretisch verurteilt werden müßte.“

    Nun hat aber das Konzil von Trient in elf Sätzen, in elf Dogmen die falschen Auffassungen und Positionen der Protestanten zur Realpräsenz verurteilt als Häresie, elfmal Häresie!
    Wenn nun die deutschen Bischöfe sagen: „Das ist keine Häresie, sind sie selber elfmal in Häresie gefallen. Elfmal lt. Can. 2314 des Kirchenrechts, also automatisch exkommuniziert wegen Häresie.

    Oder das „Gemeinsame Wort der deutschen Bischofskonferenz und der EKD zur konfessionsverschiedenen Ehe“ vom 1.1.1985. Dort ist für Mischehen freigestellt, ob katholische oder evangelische Taufe der Kinder, ob katholische oder evangelische Erziehung und Gottesdienstbesuch! Das traditionelle Kirchenrecht aber verurteilt dieses Verhalten zweimal mit automatischer Exkommunikation!….“

  5. @Alexius 17. November 2016 um 22:41

    Wie bereits gesagt, studieren Sie mal über die Möglichkeit Ihrer eigenen Exkommunikation ipso facto nach. Vielleicht reduzieren Sie dann die Filibuster-Reden hier.

  6. @Stefan1: Tatsachen zählen. Alexius hat keine Filibuster Reden gehalten, sondern Tatsachen aufgezählt. Kein denkender Mensch kann heute bestreiten, dass die Nachfolge Pius XII kein Segen für die Kirche war und ebenso unbestreitbar ist, dass der Frevler Roncalli diese verhängnisvolle Entwicklung eingeleitet hat. Um nur ein Beispiel zu nennen. Südamerika, einst ein katholischer Subkontinent gerät immer mehr in die Hände der von Amerika aus unterstützten Evangelikalen. Pate gestanden ist dabei der von den Frevlern Roncalli, Montini und Woytila geförderte ökumenische Wahn.
    Was tut mit dem Wort Barmherzigkeit wild um sich schlagende Frevler Bergolgio. Er demütigt wo er kann alle jene Würdenträger, die sich um die Förderung katholisches Gedankengutes innerhalb der Konzilssekte bemühen. Ein treffendes Beispiel dafür ist sein perfides Vorgehen gegen die Franziskaner der Immaculata.

  7. @Ein Ewiggestriger 18. November 2016 um 00:12

    Beim Filibustern geht es nicht darum, Unwahrheiten zu sagen, sondern eine Dauerrede zu halten.

    Auch Sie zählen immer wieder die gleichen Geschichten auf, die hier schon sattsam besprochen wurden. Es ist wertlos, weil tendenziös, oft falsch zitiert, teilweise unwahr und auch widerlegt. Vieles ist Unfug und Unsinn mit dem es sich eigentlich nie lohnt zu befassen. Trotzdem wurde auch Ihre Themen hier sattsam und ausführlich diskutiert, was in Ordnung geht. Doch ohne neue Aspekte (nicht Phantastereien und neuer Unfug und Unsinn!) ist eine ständige Wiederholung verlorene Zeit, auch für die kostbare Seele. Dann wird es zur Sünde.

  8. @Stefan1: Wie alt sind Sie eigentlich? Ich vermute zwischen 40 und 60. Auf alle Fälle scheinen Sie nicht die vom Frevler Montini – dessen Steigbügelhalter übrigens der Frevler Roncalli war – angerichtete Verwüstung der heiligen Stätte erlebt zu haben. Im Zeitraum von 11 Jahren d.h. vom Tode Pius XII bis zur Verordnung des NOM wurde die katholische Kultur und damit gemeint ist der Glaubensschatz der Kirche von den beiden Frevlern Roncalli und Montini mit der Komplizenschaft modernistischer Kardinäle namens König, Suenens, Frings, Döpfner, Liénart, Léger nahezu vollständig zerstört. Doch mit der göttlichen Vorsehung lässt sich nicht spassen, denn unbemerkt sammelte ein im Ruhestand stehender Erzbischof ein Schaar von Gläubigen um sich und in wenigen Jahren brachte er dem Frevler Montini das fürchten bei. Mit Hilfe seiner unerschrockenen Haltung verhinderte die göttliche Vorsehung, dass das Herzstück katholischen Selbstverständnis – die Messe als Sühneopfer unseres Erlösers nämlich – der Vergessenheit anheimfiel.
    Deswegen gilt es sich immer wieder von neuem die Freveltaten jener Personen zu vergegenwärtigen, welche seit dem Tode Pius XII die Stuhl Petri besetzt halten.
    Als rechtgläubige Katholiken sind wir dafür vor Gott verantwortlich und zwar insbesondere dann, wenn der Frevler Bergolgio unentwegt seine Wahnvorstellungen hinsichtlich des Konzils und Ökumenismus als Eingaben des heiligen Geistes an den Mann zu bringen versucht.
    Seit Wochen arbeite ich an Mortalium animos. Entgegen der Behauptung POSchenkers bleibt dieses Dokument nach wie vor für jeden rechtgläubigen Katholiken verbindlich, denn es beruht auf dogmatischen Grundlagen.

  9. @Ein Ewiggestriger 18. November 2016 um 14:40

    Es nützt Ihnen wenig, wenn Sie noch so lange an einem Dokument wie Mortalium animos arbeiten, wenn für Sie im vornherein das (sedisvakantistische) Resultat feststeht und Sie nur nach angeblichen Aussagen suchen, die Ihre sedisvakantistischen Sektierer-Thesen stützen mögen.

    Es ist keinesfalls so, dass der Mensch unverantwortlich wäre, nur weil er den Inhalt dieser und anderer Dokumente nicht kennt und versteht. Ansonsten wären bis vor Kurzem alle Menschen verloren gewesen, denn es ist noch nicht so lange her, dass diese Dokumente im Internet zugänglich sind und zudem noch in vielen Sprachen. Nur weil alles im Internet steht, entsteht vor Gott nicht eine neue Verantwortlichkeit. Das von Ihnen erwähnte Dokument ist nicht dogmatisch oder erfüllt nicht den Anspruch der Unfehlbarkeit, weil ihm die dazu notwendigen Attribute fehlen. Enzykliken sind an „alle Menschen, die guten Willens sind“ gerichtet und nehmen Bezug auf die Zeit in der sie stehen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika

    Ich bin überzeugt, dass entsprechende Dokumente von Papst Franziskus zu späteren Zeiten und durch kommende Päpste genauso Widersprüche auslösen könnten, wie es die heutigen angeblich tun (wenn sie es denn tun). Sie müssen die heutigen zeitnahen Texte lesen, die zur heutigen Zeit passen und dazu lernen und nicht in das Jahr 1928 zurück träumen und phantasieren. Zeitlos sind nur die Dogmen, die Bibeltexte und ein paar wenige Dokumente, die den Anspruch der Attribute der Unfehlbarkeit genügen (wenn sogar wenige davon noch umstritten sind).

    Also, seinen Glauben irgendwo im Jahr 1928 eingefrieren zu wollen, wie es die Sedisvakantisten-Sektierer (und noch viele andere Sekten zu unterschiedlichsten Zeiten es getan haben) ist untauglich und ungültig. Die wahre, eine und von Gott gestiftete Kirche ist und bleibt die offizielle, amtl. röm.-kath. Kirche (inkl. Verfolgung, Wirren und Irrtümer, die es immer gab und es bis an das Ende der Menschheit auch geben wird). Wer das nicht einsehen kann, der hat verloren.

  10. @Stefan: Mit Ihrer Redensweise haben Sie sich einmal mehr als einen Halbgebildeten entlarvt. Um Ihr Gedächtnis aufzufrischen sei folgendes festgehalten: Ich halte den Sedevakantnismsus für eine vertretbare Hypothese auf keinen Fall für einen Glaubensgewissheit. Die Begründung: Das Konklave ist eine Einrichtung der katholischen Kirche. Sie gewährleistet ihren Fortbestand als monarchisch strukturierte Gemeinschaft. luch die von mir als Frevler bezeichnete Besetzer des Stuhles Petri wurden rechtmässig gewählt. Die Wahl eines Papstes ist jedoch nicht unfehlbar und kann dementsprechend auch einen unglücklichen Ausgang haben wie es in der Kirchengeschichte oftmals geschehen ist (Beispiel: die den franzöischen König vereinahmten „Päpste“ mit Sitz in Avignon).
    Anstatt dumme Sprüche über Mortalium animos von sich zu geben, täten Sie besser daran das Dokument gründlich zu studieren. Auch ohne Internet war dies möglich besitzt doch jede Universitätbibliothek eine Ausgabe von A.A.S.
    Papst Pius XI wusste weshalb er den Ökumenismus aus dem katholischen Selbstverständnis verbannen wollte, hatte er doch eine Zeit lang die Gespräche von Mecheln zwischen Katholiken (Kardinal Mercier) und Anglikanern (Lord Halifax) geduldet. Schliesslich musste er einsehen, dass solche Gespräche der Kirche einen grossen Schaden zufügen würden und daher beschloss er sie zu unterbinden.
    Kein glaubenstreuer Katholike wird heute bestreiten, dass die von der Frevlern Roncalli, Montini, Woytila und Bergoglio angeordnete ökumenische Ausrichtung kein Segen für die Kirche gewesen ist und es höchste Zeit ist, dieses Jammerspiel zu beenden

  11. @Ein Ewiggestriger 19. November 2016 um 13:37

    Statt Ihre Frechheiten, Unfug und Unsinn hier weiter zum Besten zu geben, sollten Sie sich auf das Angebot dieses Internetanbieters einlassen und die jeweils Veröffentlichten Dokumente lesen und studieren. Es würde bei Weitem ausreichen.

    Der Sedisvakantismus ist aus vielen bekannten Gründen keine Option und ist eine Sekte.

    Lesen Sie aufmerksam diese Information zu Ihrer Bildung durch und Behaupten Sie hier keinen Unsinn und Unfug:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika

  12. @Stefan: Sie sind nicht nur ein Halbgebildeter, sondern masslos unehrlich, denn wer glaubt anderen Lektionen erteilen zu müssen, sollte sich wenigstens als dazu kompetent ausweisen. Sie nennen mich einen Sedevakantisten ohne überhaupt auf mein Gegenargument einzugehen. Vermutlich haben Sie es überhaupt nicht gelesen. Wenn das keine Halbbildung ist. Ausserdem bin ich in der Lage eine Enzyklika ohne Rückgriff auf Wikipedia zu lesen.

  13. @Ein Ewiggestriger 19. November 2016 um 19:01

    Sie erzählen wiederum fast ausschliesslich Unsinn und Unfug. Das fängt mit der herablassenden Bemerkung über Halbbildung an und meinen damit, dass Sie ein Gebildeter sind, was masslose Selbstüberschätzung und Hochmut vor den Augen des Herrn sein kann, selbst wenn Sie akademisch und theologische Bildung im Bereich eines Doktorates haben. Alles andere wäre sowieso nur laienhafte Halbbildung.

    Sie haben keine nennenswerten Argumente und verdrehen die Tatsache. Ich habe Ihnen den Link zugestellt, damit Sie erkennen mögen, welchen Zweck solche Enzykliken haben. Hier einer der wichtigsten Sätze daraus:

    Zitat
    Enzykliken können grundsätzlichen Themen der Glaubensverkündigung gewidmet sein oder auch spezielle pastorale Fragen aufgreifen. Ihnen kommt typischerweise eine disziplinäre Lehrautorität zu, ohne dass sie die päpstliche Unfehlbarkeit in Anspruch nehmen. Daraus ergibt sich, dass sie Lehrmeinungen der Päpste wiedergeben, die im geschichtlichen Kontext der jeweiligen religiösen und gesellschaftlichen Situation zu verstehen sind.

    Wenn Sie als solche Enzykliken aus dem Jahre 1928 als „Entgegen der Behauptung POSchenkers bleibt dieses Dokument nach wie vor für jeden rechtgläubigen Katholiken verbindlich, denn es beruht auf dogmatischen Grundlagen. behaupten, dann erzählen Sie Unfug und Unsinn im doppelten Sinn. Einerseits gehören gerade diese Klasse von Dokumenten eng zum jeweiligen geschichtlichen Kontext (also nicht zwingend zu heute und auch nicht immer übertragbar auf unsere Zeit) und gesellschaftlichen Situationen von damals und anderseits erheben Sie nicht den Anspruch der Dogmatik (Dogma), sondern eher der pastoralen Situation damaligen Zeit, in der sie entstanden sind. Sie können Sie auf ein Dogma abstützen, doch ist sie trotzdem eine zeitgeschichtliche Anwendung (Pastoral) und muss zu anderen Zeiten neu erklärt und interpretiert werden. Diese Disziplin gehört zum Amt des Papstes, sonst bräuchten wir keinen Papst in unserer Zeit, wenn er das nicht dürfte. Frühere Enzykliken müssen nicht immer die Zeit überdauern. Die grundliegenden Themen werden immer wieder in der Zeit neu interpretiert und hier liegt der Schlüssel zum Erfolg dieser Dokumentenklasse. Deshalb können und werden künftige Enzykliken auch in gewissen Aspekten den historischen sogar widersprechen, wie es zu allen Zeiten der Fall war. Ich gehe sogar soweit, dass sich im historischen Rückblick Fehleinschätzungen unausweichlich zeigen werden.

    In diesem Sinne kann das Lesen einer früheren Enzyklika Mortalium animos als historische Tatsache und als Fundament für neue Enzykliken (belehrende oder ermahnende Rundschreiben, also keine Apostolische Konstitution und damit keine Rechtsakte) dienen, doch werden Mängel aufweisen, wie es die Neueren auch tun.

    Nehmen wir mal ein einfaches Beispiel, z.B. das „Tra le sollecitudini“ in Form in Form eines „Motu proprios“ (das sogar bisherigem Kirchenrecht oder früheren päpstlichen Entscheidungen widersprechen kann) von Papst Pius X.

    Zitat
    Es folgte mit dem Abschnitt „Sänger“ ein, für die Kirchenmusik, elementarer Einschnitt, der Papst schlussfolgerte, „dass die Frauen, die doch zu einem solchen Amt nicht „fähig“ sind, zu keiner Partie des Chores und überhaupt zu keiner Mitwirkung beim Kirchenchor zugelassen werden dürfen“ und weiterhin legt er fest: Will man Sopran und Altstimmen verwenden, so haben Knaben diese Aufgabe zu erfüllen.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Tra_le_sollecitudini

    Dieser polemische Artikel beschreibt vortrefflich die Problematik der Eunuchen bzw. Kastraten-Sänger. Immerhin verbot Papst Pius X. indirekt die Kastraten-Sänger.
    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13502318.html
    Vor und nach 1588 waren Kastraten als päpstliche Sänger im Sixtinischen Chor beschäftigt, und noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Knaben im vor pubertärem Alter zur Förderung einer Sängerkarriere auch in Kirchenchören kastriert.

    Doch auch die Sache mit den Frauen, die angeblich für die Kirchenmusik „unfähig“ sind, ist überholt und widerlegt.

  14. @ Stefan1:

    Leider muß ich hier Ihnen Unsachlichkeit gegenüber dem „Ewiggestrigen“ vorhalten (z.B. Ihre ungerechte Beschimpfung als Sedisvakantist), aber auch Unrichtigkeit in der Sache selbst.

    So wären Sie gut beraten gewesen, sich „Tra le sollecitudini“ im Wortlaut anzusehen. Der ist beispielsweise hier zu finden:
    http://www.sinfonia-sacra.de/media/files/tra_le_sollecitudini.pdf

    Darin können Sie zum Thema Frauen in der Kirchenmusik unter 13) Folgendes lesen:
    „Aus demselben Grundsatz ergibt sich, daß die Sänger in der Kirche ein echtes liturgisches Amt ausüben und daß daher Frauen, die doch zu einem solchen Amt nicht fähig sind, zur Mitwirkung in der [Choral-] Schola oder im [mehrstimmigen] Chor nicht zugelassen werden dürfen.“
    Der heilige Papst Pius X. sprach also nicht den Frauen die Fähigkeit zur Kirchenmusik selbst ab, sondern die Fähigkeit, ein echtes liturgisches Amt auszuüben – was übrigens ja gerade Bergoglio wieder bestätigte.
    Zur Ergänzung noch folgende Bestimmung unter 14):
    „Auch wird es geziemend sein, daß die Sänger, wenn sie in der Kirche singen, das geistliche Gewand und den Chorrock tragen.“

    Nun hat sich diesbezüglich inzwischen einiges geändert, Sie bezeichnen diese Bestimmungen des heiligen Papstes Pius X. als „überholt und widerlegt“. Wenn Sie aber hier eine Widerlegung von Pius X. sehen, sollten Sie auch mit der Möglichkeit rechnen, daß die zweitkonziliaristischen Päpste früher oder später widerlegt werden. Und da vieles, was die zweitkonziliaristischen Päpste sagten und taten, der katholischen Lehre und Tradition widerspricht und dem Glauben schadet, werden diese Päpste auch früher oder später offiziell widerlegt werden.

  15. @Seefeldt 21. November 2016 um 10:14

    Ich habe ein Zitat aus einem Artikel wortwörtlich verlinkt, doch auch damit muss nichts anders gemeint sein, als Sie vortrefflich beschreiben. Auf jeden Fall singen heute auch Frauen im Kirchenchor. Das Knaben (früher sogar Kastraten) dann „liturgischer“ sein können als Frauen, ist heute sicher kein Thema mehr und zwar zu Recht. Sie haben aber Recht, dass ich nicht „unfähig“ schreiben sollte.

    Selbstverständlich können und werden heutige Enzykliken und Lehrschreiben, die nicht die Attribute der Unfehlbarkeit tragen, und die im heutigen Kontext stehen, von späteren Päpsten durch neue Dokumente widerlegt werden. Das ist keine Frage und war immer so.

  16. @ Stefan1:

    Von fehlender Fähigkeit ist in „Tra le sollecitudini“ durchaus die Rede, von daher konnten Sie mit Recht von fehlender Fähigkeit schreiben und das Wort „unfähig“ benutzen. Doch diese fehlende Fähigkeit der Frauen bezogen Sie auf die Kirchenmusik, nicht auf die Ausübung eines „echten liturgischen Amtes“. Darin liegt Ihr Fehler, und dieser Fehler beruht auf Ihren Verzicht, den Originaltext zu lesen. Der von Ihnen herangezogene Text legt in seiner Ungenauigkeit besagten Fehler nahe. Einmal mehr zeigt sich: Möglichst das Original lesen!

  17. Stefan1 22. November 2016 um 00:09: „Das[!] Knaben (früher sogar Kastraten) dann „liturgischer“ sein können als Frauen, ist heute sicher kein Thema mehr und zwar zu Recht.“

    Ob Kastraten in Chören zugelassen werden oder nicht, ist eine Verwaltungsregelung. Solche menschlichen Regelungen ändern sich, es geht aber darum, daß Franz und die anderen Novus-Ordo-„Päpste“ Häretiker sind.

    Nach Can. 1325 § 2 ist Häretiker, wer „als Getaufter und den Namen eines Christen bewahrend, eine der Wahrheiten, die man nach göttlichem und katholischen Glauben festzuhalten verpflichtet ist, hartnäckig leugnet oder in Zweifel zieht“.

    Es geht also um den Glauben. Der Glaube ist göttliches Recht und ist immer gültig und unabänderlich, so wie es die Offenbarung und die Tradition ist, auf welchen der Glaube gründet.

    Stefan1 22. November 2016 um 00:09: „Selbstverständlich können und werden heutige Enzykliken und Lehrschreiben, die nicht die Attribute der Unfehlbarkeit tragen, und die im heutigen Kontext stehen, von späteren Päpsten durch neue Dokumente widerlegt werden. Das ist keine Frage und war immer so.“

    Das ist Häresie. Nicht nur feierliche Lehrentscheide sind unfehlbar, sondern auch das gewöhnliche Lehramt der Päpste, z.B Enzykliken! Das, was die Päpste in ihrem gewöhnlichen allgemeinen Lehramt als von Gott geoffenbart zu glauben vorstellen, ist unfehlbar. Ganz ohne Zweifel ist also eine Lehre, die von Päpsten schon immer so gehalten und gelehrt worden ist, unfehlbar. Selbst wenn keine Proklamation ex Cathedra (feierlicher Lehrentscheid) stattgefunden hat, handelt es sich dann um für alle Zeit verbindliche Glaubenswahrheit.

    Papst Pius IX., Vaticanum, 3. Sitzung, Kapitel 3, Dogmatische Konstitution Dei filius (Nr. 19), 24. April 1870, ex cathedra: „Mit diesem göttlichen und katholischen Glauben muss man nun an all dem festhalten, was das geschriebene oder überlieferte Wort Gottes enthält und die Kirche als von Gott geoffenbart zu glauben vorstellt, – sei es in feierlichem Lehrentscheid, sei es in Ausübung ihres gewöhnlichen allgemeinen Lehramtes.“
    http://kathpedia.com/index.php?title=Dei_filius_%28Wortlaut%29

  18. @Seefeldt 22. November 2016 um 11:18

    Ich stimme Ihnen zu. Das „unfähig“ bezog sich die Ausübung eines „echten liturgischen Amtes“. Doch es schmäler in keiner Weise die Absicht meiner Richtigstellung. Ich danke Ihnen jedoch für Ihre aufmerksame Korrektur.

  19. Johannes XXIII. selbst
    bestand darauf, daß die wichtigsten Verfechter des Progressismus und Liberalismus miteinbezogen wurden in die Theologische Kommission, die die Vorbereitungsdokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils erstellen sollte. Dazu gehörte Yves Congar, der für die Förderung der ökumenischen Bewegung eintrat. Entgegen der Lehre der Kirche förderte er auch das „kollegiale“ Papsttum und die Laienbewegung in der Kirche.

    Obwohl seine Schriften lange Zeit (vor dem Konzil) verboten waren, wurde er von Johannes XXIII. rehabilitiert und dennoch in die Vorbereitungskommission des Zweiten Vatikanischen Konzils bestellt. Congar war Mitglied mehrerer Gremien, die für die Ausarbeitung der konziliaren Texte verantwortlich waren.

    Ferner gehörte de Lubac zu diesem modernistischen Kreis. Congar schrieb: „de Lubac hat mir erzählt, daß es Johannes XXIII. selbst war, der darauf bestand, daß wir beide Mitglieder dieser Kommission werden.“

    Lubac beeinflusste vor allem die Theologen Karl Rahner, Hans Urs von Balthasar, Joseph Ratzinger, Karl Lehmann und Walter Kasper.

    Philippe Levillain schrieb: „..Congar, de Lubac, Hans Küng und andere aus der Gruppe von Theologen wurden auf Geheiß von Johannes XXIII. nach Rom gerufen. Die Liste dieser Theologen enthalten u.a.: „Karl Rahner, Yves Congar, Henri de Lubac, Marie-Dominique Chenu, Edward Schillebeeckx, Hans Küng und Joseph Ratzinger.“

    Es war Roncalli selbst, der den Progressismus und den Neomodernismus in die Kirche einziehen lassen wollte (und nicht wie Ratzinger behauptet, schuldig sei der „Geist des Konzils“, das also, was aus dem Konzil gemacht wurde. Das ist eben falsch!). Yves Congar gibt Zeugnis dafür: „Pius X. war der Papst, der die modernistische Bewegung verwarf. Später änderte sich die Situation grundlegend. Es war Johannes XXIII. (1958-1963), der das aggiornamento ankündigte“

    Grundlegende Änderung der Lehre also! Das ist das Zweite Vatikanische Konzil! Er, Johannes XXIII. war es also, der das Fenster der Kirche der Welt öffnete, also das Weltliche in die Kirche hereinlassen wollte. So stellt ein Beobachter fest: „Wenn ein Besucher empfangen wurde der ihn fragte , was er vom Konzil erhoffe, zeigte Johannes XXIII. zum Fenster und sagte:“ Ein Strom von frischer Luft in der Kirche. “
    Nun, von diesem Giftstrom haben wir längst genug!

    Der größte Niedergang war sein Entschluss, keine Verurteilungen auszusprechen. Er war es, der begann, Toleranz und falsche Menschenliebe kundzutun. Es ist also nichts Neues, was Jorge kundtut. Unter Roncalli begann bereits die Welle der Friedsamkeit und Duldsamkeit, das nicht zum Wesen der Kirche gehört. Die schlimmsten Sünden wurden vom Mantel der falschen Barmherzigkeit umhüllt, einschließlich Homosexualität und alle moralischen Übel der Welt. Diese und alle doktrinären Änderungen gehörten also zu den „heroischen Tugenden“ dieses falschen „Heiligen“ der Konzilssekte.

    Johannes XXIII. wollte bewußt Vatikanum II zum Gegenpol der Katholischen Lehre machen. Im Gegensatz zu den Verurteilungen und Anathemas durch Pius IX. bestand Roncalli darauf , dass „die Kirche zeigen will, ‚mater et magistra [Mutter und Lehrerin] zu sein. “
    So wurde Vatikan II in seiner Substanz [Dogma, Moral, Liturgie, Exegese] und seine Form [Militanz, Thomismus, Anathemas, Verurteilungen] ausdrücklich gegen Vatikan I einberufen. Es war also Roncalli selbst, der von der Lehre der Kirche abweichen wollte und gegen das Konzil von Trient auftrat. Ein wahrer Papst?

    Es ist auch bekannt, daß Johannes XXIII. es selbst war, der mit Agostino Bea und dem Staatssekretär Kardinal Amleto Cicognani den Pakt von Metz. ausrichtete.

    Dieser Pakt erklärt, daß das Zweite Vatikanische Konzil den Kommunismus nicht verurteilen würde und ihn sogar einbeziehen möchte.

    Ein wahrer „Heiliger“ der unwahren Konzilssekte!

  20. @Ci-devant 22. November 2016 um 17:43

    Sie schreiben neben Richtigem, wiederum viel Unfug und Unsinn. Keinesfalls ist es Häresie, sondern belegt (ich habe Ihnen die Links zu den Erläuterungen im Einzelnen gegeben). Ihre Erläuterungen zu der Unfehlbarkeit ist eine sedisvakantistische, sektenhafte und isolierte Auffassung. So eine ich-möchte-gerne-es-so-haben-wie-es-mir-am-besten-passt-Methode. Das zählt nicht.

    Ihr Hinweis zeigt die unabänderliche Dogmatik und ist auf dieses bezogen. Das ist unveränderlich. Enzykliken sind oft eher pastoraler Art und befassen sich auch mit Zeiterscheinungen (wie z.B. Umwelt, Arbeit, „mit brennender Sorge“ usw.). Sie sind selbstverständlich an den zeitlichen Kontext gebunden und können in Zukunft auch überholt sein. Sie erheben keinesfalls den Anspruch einer unabänderlichen Dogmatik. Sie müssen lernen genau zu unterscheiden und nicht nach belieben zu verwenden.

    Nochmals zum Mitschreiben:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Enzyklika
    Zitat
    Enzykliken können grundsätzlichen Themen der Glaubensverkündigung gewidmet sein oder auch spezielle pastorale Fragen aufgreifen. Ihnen kommt typischerweise eine disziplinäre Lehrautorität zu, ohne dass sie die päpstliche Unfehlbarkeit in Anspruch nehmen. Daraus ergibt sich, dass sie Lehrmeinungen der Päpste wiedergeben, die im geschichtlichen Kontext der jeweiligen religiösen und gesellschaftlichen Situation zu verstehen sind.

    Beachten Sie hier und lesen Sie aufmerksam:
    http://kathpedia.com/index.php?title=Unfehlbarkeit
    u.a.
    Zitat
    Nicht alle Worte, die ein Papst äußert, sind unfehlbar. Unfehlbar sind die Entscheidungen eines Papstes nur dann, wenn er „ex cathedra“ (Dogma) – als oberster Hirt und Lehrer aller Christgläubigen – spricht.

  21. @Alexius 22. November 2016 um 22:47

    Eben, wie schon gesagt, wiederum eine eine so ich-möchte-gerne-es-so-haben-wie-es-mir-am-besten-passt-Methode. Das zählt nicht. Typisch für die Sedisvakantisten-Sekte.

  22. @Stefan1,
    bitte bedenken Sie dass sich jeder Mensch einmal vor Gott für
    jedes gesagte und geschriebene Wort verantwortenjan muss !

    Wie oft haben Sie die letzten wahren Christen in letzter Zeit als
    „Sedisvakantisten-Sekte“ beschimpft ?

  23. @ Ci-devant:

    Zum wiederholten Male: Ob jemand ein Häretiker ist oder nicht, entscheiden nicht Sie, sondern entscheidet die Kirche. Die Privatmeinung von Ihnen ist belanglos, und wie auch schon oft genug gezeigt, kann man durchaus geteilter Meinung sein, ob eine Äußerung zur Religion häretisch ist oder nicht. Eben deswegen ist zur Feststellung einer Häresie ein Urteil von befugter Stelle notwendig.

    In Sachen Kirchengesang hat sich einiges in der Kirche geändert: Frauen dürfen nunmehr in Kirchenchören mitsingen, und das als „Häresie“ zu bezeichnen, ist abenteuerlich. Es gibt eben immer wieder Änderungen in der Kirche. So gab es auch vor dem heiligen Papst Pius V. diverse Ausführungen der Liturgie, Pius V. setzte die Liturgie ja nicht aus Jux und Dollerei fest. Oder anders ausgedrückt: Hätte es keine anderen Ausführungen der Liturgie gegeben, hätte Pius V. die Liturgie nicht festsetzen müssen.

  24. @ Alexius am 22. November 2016 um 22:47 :

    Ist ja alles richtig, was Sie schreiben – mit Ausnahme des letzten Satzes.
    Leider sind die Zweitkonziliaristen keine eigene Sekte, sondern treiben ihr Unwesen innerhalb der Kirche (vgl. dazu auch das Schreiben „Pascendi“ des heiligen Papstes Pius X.). Würden sie als eigene Sekte ihr Unwesen treiben, wäre das kein Schade. Der schlimme von ihnen angerichtete Schaden entsteht ja gerade dadurch, daß er innerhalb der Kirche angerichtet wird.

  25. @ jan:

    Es sind Sektierer wie Sie, die sich einbilden, die „letzten wahren Christen“ zu sein. So ähnlich bilden sich ja auch beispielsweise die Mormonen ein, die (einzigen) „Heiligen der Letzten Tage“ zu sein. Überlassen Sie das Urteil, ob ein getaufter Katholik ein wahrer Christ ist, getrost Gott, und maßen Sie sich bitte kein Urteil an, das Ihnen nicht zusteht.

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