Neue Statuten für die Päpstliche Akademie für das Leben

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Audienz Päpstliche Akademie Für Das Leben, 3. März 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Papst Franziskus ermuntert zur Zusammenarbeit mit Nicht-Katholiken

Im Rahmen der Reform der Organe der Römischen Kurie ist am Samstag die neue Satzung der Päpstlichen Akademie für das Leben veröffentlicht worden. Papst Franziskus unterzeichnete diese am 18. Oktober, worin zur Zusammenarbeit mit Nicht-Katholiken ermuntert wird. Ein neuer Abschnitt für junge Nachwuchsforscher von höchstens 35 Jahren wurde auch eingefügt.

Die Akademie mit Sitz im Vatikan wurde von Papst Johannes Paul II. im Jahr 1994 errichtet und dient der Verteidigung und Förderung des Wertes des menschlichen Lebens und der Menschenwürde.

Die Statuten treten am 1. Januar 2017 in Kraft und geben Aufschluss über die Sendung der Akademie interdisziplinär Fragen zu untersuchen, die im Zusammenhang mit dem menschlichen Leben stehen; eine Kultur des Lebens aufzubauen; sowie klar und zeitnah über die wichtigsten Ergebnisse der Forschungsaktivitäten zu informieren. Mitglieder werden nun nicht mehr auf Lebenszeit, sondern nur für fünf Jahre berufen.

Im Interview mit Radio Vatikan erklärte Bischof Vincenzo Paglia, Präsident der Akademie, dass der Papst sich von der Akademie wünscht, diese möge nicht auf ihren Bereich beschränkt bleiben, sondern vielmehr in das Herz der menschlichen Gesellschaft vordringen. Sie sollte den Horizont der Forschung ausbauen, hinsichtlich des Schutzes und der Verteidigung der Würde der menschlichen Person in den verschiedenen Lebensaltern und unter unterschiedlichen Lebensbedingungen, um die Lebensqualität zu fördern. Sie würden demnach nicht beim traditionellen Thema der Bioethik Halt machen, sondern sich mit ‪„sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen“ beschäftigen.

Ein Anliegen des Instituts sei es, sagte Paglia, auch nicht-katholische Experten einzubeziehen, etwa Orthodoxe, Anglikaner, Protestanten, aber auch Juden oder Hindus, Buddhisten und Muslime. Die Voraussetzung sei, dass diese Mitarbeiter die Unverletzlichkeit des menschlichen Lebens anzuerkennen, von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod.

Die Aufgabe des Instituts ist in erster Linie eine ‪„wissenschaftliche“, besagen die neuen Statuten. Die Akademie müsse enge Kontakte zu wissenschaftlichen Instituten, Gesellschaften und Forschungszentren unterhalten, die sich mit lebensbezogenen Themen befassen.

Zusätzlich zu ihrer jährlichen Sitzung muss sie Kongresse und Kurse zu bioethischen Themen organisieren und in wichtigen Initiativen in der Welt im Zusammenhang mit diesen Themen teilnehmen. Sie muss die wichtigsten Strömungen des Denkens studieren, die auf die derzeitige Lebenskultur Einfluss haben.

Die Mitglieder werden ungeachtet ihres Standes, religiösen Bekenntnisses oder ihrer Nationalität berufen; dies sind Experten in Disziplinen mit Bezug zum menschlichen Leben wie Medizin, Biologie, Theologie, Philosophie, Anthropologie, Recht, Soziologie und weitere. Im Falle einer öffentlichen und vorsätzlichen Handlung oder Aussage, die eindeutig im Widerspruch zu deren Grundsätzen steht, können sie wieder abberufen werden. (mk)

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Quelle

Hervorhebungen von mir (POS)

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