Papst gibt Interview zum Thema Reformation

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Papst Franziskus, einladende Geste

„Reform“ und „Schrift“ seien die zwei wichtigsten Elemente, die die Katholiken mit Blick auf die lutheranische Tradition vertiefen können, sagte der Papst in dem Interview des schwedischen Jesuiten Ulf Jonsson. Luthers Umgang mit der Heiligen Schrift findet die ausdrückliche Wertschätzung von Papst Franziskus. Der Reformator habe „einen großen Schritt getan, als er das Wort Gottes in die Hände des Volkes legte“.

Zum Thema der historischen Abspaltung der Reformierten sagte Franziskus, Luther habe eine Geste der Reform in einer für die Kirche schwierigen Zeit gesetzt, er habe „in einer komplexen Situation einen Ausweg“ gesucht. Diese Abhilfe sei dann aber gleichsam erstarrt, erklärte der Papst. Luthers Geste der Reform „ist ein ,Status´ der Trennung geworden und nicht ein ,Prozess´ der Reform der ganzen Kirche, der hingegen grundlegend ist, denn die Kirche reformiert sich immer“. Franziskus verwies an diesem Punkt auf die Versammlung der Kardinäle vor der letzten Papstwahl, in der „die Forderung nach Reform lebendig und präsent in unseren Diskussionen“ gewesen sei.

Um die Ökumene heute voranzutragen, müssen die Christen nach Ansicht von Papst Franziskus „ihren Enthusiasmus verlegen“. Der theologische Dialog sei zwar bedeutsam, wichtiger aber sei es, gemeinsam zu beten und gemeinsam Werke der Barmherzigkeit zu tun. „Etwas gemeinsam zu tun, ist eine hohe und wirksame Form des Dialogs.“ Über diese Ökumene der Tat hinaus gebe es auch eine Ökumene des Blutes. Franziskus verwies hier auf das Beispiel der Lübecker Märtyrer, die selig gesprochen wurden mit einem besonderen Gedenken an den evangelischen Pastor, der mit ihnen am Schafott der Nationalsozialisten starb. Der Pfarrer von Sankt Joseph in Hamburg-Wandsbek, so erzählte der Papst, habe ihm beschrieben, wie sich unter der Guillotine das Blut der Hingerichteten vermischte, sodass es ihm nicht mehr möglich gewesen sei, das Seligsprechungsverfahren weiter zu betreiben, ohne nicht auch den Pastor zu berücksichtigen.

In Lund und in Malmö wolle er sich den evangelischen Christen „nähern“. „Die Nähe tut uns allen gut. Die Distanz hingegen macht uns krank“, so der Papst. Der Besuch nach Schweden betreffe ein Land, das von der Säkularisierung geprägt sei. Wer an Gott nicht mehr glaube, verliere aber die Fähigkeit zum Transzendenten. „Für mich besteht dann die Schwierigkeit darin, dass man sich zurückzieht und dann das eigene Leben in sich als perfekt betrachtet“, so der Papst. Wer im Wohlstand lebe, habe jedoch Schwierigkeiten dieses Problem nachzuvollziehen. Gegen Atheismus und der Verschließung gegenüber dem Transzendenten helfe nur das Gebet und das Zeugnis der Gläubigen.

Zur Lage der Katholiken in Schweden, die eine kleine Minderheit bilden, sagte der Papst, es sei entscheidend, im Dialog mit der Gesellschaft zu bleiben und nicht als „Sekte“ aufzutreten. Gerade die Jesuiten, die in dem skandinavischen Land seit 1879 aktiv sind, könnten und sollten dabei helfen, den Dialog zu stärken.

Ein großes Lob en passant äußerte Papst Franziskus für die lutherische Kirche in Rom, ihren Pfarrer und für die Fragen, die er bei seinem Besuch dort gestellt bekam. Diese Fragen hätten ihn „sehr berührt“, besonders jene des Jungen sowie jene einer evangelischen Frau, die ihn nach der Mahlgemeinschaft gefragt habe. „Schöne und tiefe Fragen“, erinnerte sich Franziskus. „Und auch der Pastor dieser Kirche ist wirklich gut!“

(pm/rv 28.10.2016 mg)

3 thoughts on “Papst gibt Interview zum Thema Reformation

  1. Liebe Leute,
    laßt Euch nicht von dieser verfemten Bande eine Geringschätzung des Ablasses andrehen!

    Laßt Euch schon gar nicht aufschwatzen, der Ablaß sei abgeschafft!

    Das DOGMA vom Ablaß umfaßt zwei Punkte:
    1. Die Kirche hat die Gewalt, Ablässe zu erteilen
    2. Der Gebrauch der Ablässe ist heilsam.

    Einen Vollkommenen Ablaß für Lebende (Portiunkula-Ablaß) kann man nur für sich selbst, nicht für andere gewinnen, jedoch für die Verstorbenen.

    Der Allerseelenablaß ist nur den Armen Seelen zuwendbar.

    Denkt an Eure verstorbenen Verwandten, Bekannten und Freunde, die sehnsüchtig auf Euch warten, daß Ihr ihnen zu Hilfe kommt. Denn selbst können sie sich aus dem Fegfeuer nicht befreien. Das ist ein wahres Werk der Barmherzigkeit, an dem die Bergoglio-Clique mit Abscheu vorübergeht. Sie weiss nichts mehr von der vor Gott schuldigen Genugtuungsleistung. Lassen wir uns diese große Gnade von Allerheiligen Mittag bis einschließlich Allerseelen nicht entgehen!

    Ein Ablaß ist die Nachlassung von Sündenstrafen für schon nachgelassene Sünden. Er ist nicht Nachlassung von Sünden.

    Nur die Katholische Kirche kann kraft ihrer Vollmacht zu behalten oder nachzulassen diesen Nachlaß gewähren und zwar immer aus dem Schatz der Verdienste Christi, über die sie Verfügungsrecht hat. Die Ablaßgewalt beruht auf dem Glauben an die Gemeinschaft der Heiligen und der Jurisdiktionsgewalt der kirchlichen Hierarchie; diese Gewalt ist dieser Konzilssekte aufgrund ihres Abfalls entzogen. Wir halten uns getreu an die Bedingungen der wahren Katholischen Kirche: Empfang des Sakramentes der Buße und des Altarsakramentes. Gebet: 6 Vater unser, 6 Gegrüßt seist Du Maria, 6 Ehre sei dem Vater…
    Für das Gewinnen des Vollkommenen Ablasses ist der Stand der Heiligmachenden Gnade erforderlich, die für die lutherische Konzilssekte nicht mehr existiert! Man unterscheidet vollkommene und unvollkommene Ablässe. Der vollkommene Ablaß ist der Nachlaß sämtlicher Sündenstrafen. Der unvollkommene bewirkt nur einen teilweisen Nachlaß von Sündenstrafen.

    Jeder Katholik muß vom Ablass glauben, daß der Gebrauch uns und den Armen Seelen sehr heilsam ist.

    Schätzen wir also die Ablässe sehr und strengen wir uns an, ihn mehrmals zu gewinnen. Dies können wir durch obige Gebete bei jedem neuerlichen Betreten der Kirche erreichen.

    „Nie ist die fromme Gewohnheit, mehrere Male am selben Tag dieselbe Kirche zu besuchen, um mehrere Male den Ablaß zu gewinnen, mißbilligt worden, wie die heilige Congregation des Concils am 17. Juli 1700 und am 4. Dez. 1723 erklärt hat. Vielmehr hat sie dieses TOTIES QUOTIES am 22. Februar 1847 bestätigt.“

    Auch der Portiunkula-Ablaß ist ein toties quoties-Ablaß, den man mehrere Male an demselben Tag gewinnen kann, sooft man eine Kirche besucht und die Gebete verrichtet.

    Wir werden also großzügig diesen Vollkommenen Ablaß verteilen.
    Allerdings werden wir zu keiner Zeit die Verprotestantisierung der Konzilskirche deutlicher zu spüren bekommen als jetzt zu Beginn des Frevelgedenkens und zum Fatimajubiläum im kommenden Jahr. Maria wird nächstes Jahr nur am Rande eine geringe Rolle spielen – wenn überhaupt!

    Wir lassen uns aber von denen, die fortdauernd von Barmherzigkeit faseln, die Ablässe aber verachten, die doch die göttliche Barmherzigkeit offenbaren und die sie den Gläubigen und den Armen Seelen vorenthalten, nichts andrehen!

  2. Stimmt! Für Katholiken gibt es absolut keinen Grund, der unseligen Reformation auch nur im geringsten positiv zu gedenken!

    500 Jahre vorsätzliche und absichtliche Trennung von der einzigen von JESUS CHRISTUS gegründeten Kirche!

    500 Jahre das Seelenheil aufs Spiel gesetzt!

    500 Jahre unzählige Gnadengaben verscherzt!

    500 Jahre die Freundschaft mit Christus verspielt!

    500 Jahre den Heilsweg verwirkt!

    500 Jahre Beraubung der Sakramente, von denen zwei (Firmung und Letzte Ölung) die größte Hilfe bedeuten und zwei (Altarsakrament und Beichte) für das Seelenheil unerlässlich sind. Selbst dem Taufsakrament haben die „Reformatoren“ viele heilsame Gnaden entzogen, das die Konzilssekte ohne rechtliche Befugnis Hals über Kopf, flugs und beflügelt, übernommen hat. Durch das Fehlen des Exorzismus z.B. bleibt selbst den getauften Kindern eine große Beeinflussung Satans erhalten.

    500 Jahre unermessliche Anhäufung von Schuld durch Verachtung, Herabsetzung und Ablehnung des von Christus eingesetzten Meßopfers als Gegenwärtigsetzung seines für uns erlittenen Kreuzesopfers.

  3. @Alexius 29. Oktober 2016 um 22:47

    Die Trennung durch die Reformation ist eine Tatsache und wird niemals von den Menschen mit noch so guten Argumenten überwunden werden können. Das Gleiche gilt für die Sedisvakantisten-Sekte. Es ist so und bleibt so.

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