Der Sedisvakantismus widerlegbar?

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Kommentator-Beitrag von Salvatore

Diese Artikelreihe richtet sich in erster Linie an Katholiken, welche der irrigen Hypothese der Sedisvakanz einige Sympathien entgegenbringen, jedoch noch nicht restlos davon überzeugt sind. Zu den vielen schon publizierten Artikeln sollen meine Beiträge weitere Argumente einbringen, um dieser fehlerhaften Auffassung auf Augenhöhe Paroli bieten zu können. Selbstverständlich beanspruche ich keine Irrtumslosigkeit. Den Sedisvakantisten kann ich jedoch versichern, dass ich Ihnen meinen Respekt und vor allem mein Gebet zukommen lasse.

 

Der Papst wird von niemandem gerichtet

Bei diversen Debatten und Diskussionen über den Papst, wird seitens aller Disputanten immer wieder vorgebracht, dass das alte Kirchenrecht im CIC 1556 festhält: Prima Sedes a nemine iudicatur [1], weil der Papst keinen höheren irdischen Richter hat.[2] Einige mögen denken, dieses Axiom zum Ersten Mal durch das I. Vatikanische Konzil vernommen zu haben, doch es kann bis ins 4. Jahrhundert zurückverfolgt werden.[3] Papst Nikolaus I. schreibt im Brief Propsueramus quidem an Kaiser Michael vom 28. September 865 folgendes:

„[…] Weder vom Kaiser, noch vom ganzen Klerus, noch von Königen, noch vom Volk wird der Richter gerichet werden… Der erste Sitz wird von niemandem gerichtet […]“[4]

Die Päpste, der Hl. Leo IX in der Epistel In Terra Pax Hominibus (1083 n. Chr.) und Gregor VII in Dictatus Papae (1075 n. Chr.), wiederholen die Lehre von Papst Nikolaus I. Weitere Theologen wie der Johannes von St. Thomas, Kardinal Thomas Cajetan und Francisco Suarez verteidigen dieselbe Lehre in ihren theologischen Schriften.[5]

Da der Papst nicht gerichtet werden kann, besitzt niemand die Autorität, den Papst als höchste Instanz zu richten, gemäss dem Prinzip ‚der Obere wird nicht vom Untergegeben gerichtet’. Trotzdem befinden sich in unserer verwirrten Zeit nun viele Katholiken, insbesondere die Sedisvakantisten, die ohne Skrupel ein privates Urteil über den Papst aussprechen können. Sie wenden das Kirchenrecht auf den Papst an, um ihre Konklusionen der „sede vacante“ zu stützen und behaupten gleichzeitig, dass das Kirchenrecht nicht auf den Papst anwendbar sei.[6]

In der ganzen katholischen Literatur sucht man vergeblich nach Aussagen des ordentlichen oder außerordentlichen „Magisteriums“, welches das private richterliche Entscheiden theologisch befürwortet, unterstützt oder lehrt. Wirft man jedoch einen Blick über den Tellerrand der eigenen Religion hinaus und bedient sich der Argumentation der Protestanten, dann ist privates Urteilen gleichermaßen ohne Einschränkung erlaubt.

 

Den richtigen Sinn von „Auctorem Fidei“ wiedergeben

Die richtige Bewertung der Apostolischen Konstitution „Auctorem Fidei von Papst Pius VI“ ist von großer Bedeutung. Im richtigen Licht gelesen bedeutet nachfolgende Verurteilung,

[…]„desgleichen (ist der Satz) der behauptet, es müsse nach den natürlichen und göttlichen Gesetzen bei der Exkommunikation und bei der Amtsenthebung eine persönliche Prüfung vorausgehen, und deshalb hätten die sogenannten „ipso facto“  – Verurteilungen (=aufgrund des Tatbestandes selbst) keine andere Bedeutung außer der einer ernsthaften Drohung ohne irgendeine tatsächliche Wirkung.“ [7] […]

 eben nicht, dass Exkommunikationen und Amtsenthebungen ohne persönliche Prüfung der kirchlichen Autoritäten durchgeführt werden, sondern die Synodenteilnehmer von Pistoia die die Meinung vertraten, dass „eintretende Urteile keine Gewalt haben“ und daher („ipso facto“) Verurteilungen keine tatsächliche Wirkung hätten. Diese Ansicht wurde berechtigterweise durch Papst Pius VI. mit der Apostolischen Konstitution „Auctorem Fidei“ gebrandmarkt und darum geht es heute noch. Vor der Exkommunikation und Amtsenthebung eines Klerikers geht weiterhin eine persönliche Prüfung voran, bevor der Kleriker des Amtes enthoben wird und die Jurisdiktion verliert.

 

Erklärungen zur Exkommunikation von Klerikern

Im kanonischen Recht gibt es zwei verschiedene Strafarten der Häresie. Die Beuge- und Sühnestrafe. Die kanonische Beugestrafe kann jemand durch eine von zwei Wegen zugezogen werden: Entweder ferendae sententiae (Spruchstrafe durch die kirchlichen Autoriät) oder latae sententiae (Tatstrafe tritt automatisch ein -> ipso facto, durch Kraft des Gesetzes selbst). Die Exkommunikation (latae sententiae) wird automatisch hervorgerufen, wenn jemand bewusst und wissentlich [8] eine Strafhandlung [9] begeht. Solche Exkommunikationen können öffentlich [10] oder verborgen [11] sein und brauchen per se keine Feststellung oder Warnung. Obschon die Beugestrafe der Exkommunikation von sich heraus nicht immer eine Spruchstrafe (ferendae sententiae) benötigt, gibt das Kirchenrecht klare Richtlinien, wann eine Spruchstrafe durch die kirchlichen Autoritäten erfolgen muss, nämlich dann, sobald es das kirchliche Allgemeinwohl erfordert. [12] Die Sünde der Häresie, wie viele Sedisvakantisten meinen, ist nicht der Grund für den Verlust des Amtes und der Jurisdiktion eines Klerikers, sondern die Feststellung der Straftat der Häresie im „forum externum“ durch kirchliche Autoritäten. Eine Häresie im „foro internum“ kann zwar zu einer verdeckten Exkommunikation (latae sententiae) führen, diese ist jedoch nur für Gott sichtbar und allein im Herzen des Menschen vorhanden. Die verdeckte Exkommunikation ist nur eine Beuge- und keine Sühnestrafe (Amtsverlust und Jurisdiktionsverlust) wegen der internen Sünde, weil die Kirche diesen Bereich gar nicht verurteilen kann. Da die verdeckte Exkommunikation wesentlich unsichtbar für andere bleibt, hat der Kleriker ebenso die Beugestrafe der Exkommunikation formaliter nicht erlitten. Die Frage des Amtsverlustes bei einer Exkommunikation beantwortet kanonische Recht so:

„Ein Akt der Jurisdiktion verursacht durch eine exkommunizierte Person, ob im internen oder im externen Forum, ist unerlaubt, und wenn eine verurteilende und deklaratorische Strafe ausgesprochen wurde, ist sie ebenfalls ungültig, ohne Präjudiz Kan. 2261, §3, ansonsten ist sie gültig.“ [13]

Wie wir jetzt festellen können, ist es tatsächlich möglich, dass ein Kleriker, welcher nicht im externen Forum verurteilt ist, das Amt und die Jurisdiktion weiterhin behält. Ebenso ist der Prälat als verborgener Häretiker (latae sententiae) eine Person, welche zwar unerlaubte aber gültige Akte setzt.

 

Fortsetzung folgt!

 

[1] CIC 1556 von 1917 (Uebersetzung: Der erste Sitz wird von niemanden gerichtet)

[2] Grundriss der katholischen Dogmatik, Ludwig Ott S. 405

[3] Als Beispiel, schrieb Cajetan über den Fall von Papst Marcellinus (304 A. D.): Als der Papst die Anklage wegen Götzenanbetung hat hinnehmen müssen und das Konzil welches sich gerade versammelt hatte, sein zerknirschtes Herz sah, sagten sie ihm: „Richte dich selbst. Der erste Sitz kann nicht gerichtet werden“ (Cajetan, De Comparatione Auctoritatis Papae et Concilii)

[4] DH 638

[5] True or False Pope, John Salza und Robert Siscoe S. 279

[6] Ci-Devant am 26. Oktober 2016 um 15:06: https://poschenker.wordpress.com/2016/10/23/kardinal-walter-kasper-amoris-laetitia-bruch-oder-aufbruch-eine-nachlese/#comment-30155

[7] DH 2647

[8] Ein formelle Häresie im „foro internum“ zunächst einmal, sie kann ins „forum interum“ übergehen

[9] darunter fallen unter anderem: die Apostasie, die Häresie und das Schisma

[10] öffentlich, Exkommunikation durch kirchliche Autorität, durch Bekannheit der Fakten für die Allgemeinheit, z.B. ein Priester wird geschlagen und Personen beobachten diese Straftat

[11] formelle Häresie im „forum internum“

[12] Kanon 2223, §4 von CIC 1917

[13] Kanon 2264 von CIC 1917

45 Kommentare zu “Der Sedisvakantismus widerlegbar?

  1. @POSchenker: Zu viel Selbstgefälligkeit und zu wenig Tatsachen. Keine der beiden Seiten kann einen lückenlosen Beweis erbringen. Die Sedevakantisten haben insofern Recht, als seit dem Tode Pius XII ein Frevler nach dem anderen auf dem Stuhle Petri sitzt und die Frage naheliegend ist, ob man es überhaupt mit Päpsten zu tun hat. Auch der Erzbischof schloss die Möglichkeit nicht aus, der in Rom wirkende Mann in weiss, nicht Papst sein könne. Eine Lücke weist ihre Argumentation insofern auf, der einflussreichste Wähler des Frevlers Roncalli, Kardinal Ottaviani war. Was nachher folgte war die logische Entfaltung einer unglücklichen Wahl. Roncalli war der Steigbügelhalter des Frevlers Montini. Das ist keineswegs eine Erfindung der Sedevakantisten, sondern kann im Archivium historiae pontificae nachgelesen werden. Liest man die Dokumente der Alta Vendita, stellt man fest, dass sich nach dem Tode Pius XII, des letzten katholischen Papstes, alles so abgespielt hat, wie es sich die Verfasser der Alta Vendita Dokumente vorgestellt hatten. Montini sorgte dafür, dass kein katholischer Papst mehr auf den Stuhl Petri gelangen würde indem er die Kardinäle, die das achtzigste Lebensjahr erreicht hatten, vom Konklave ausschloss. Ohne diese unverschämte Massnahme wäre der Frevler Woytila niemals Papst geworden.
    !übrigens wird nicht der Papst, sondern der Inhaber des Stuhles Petri gerichtet.
    Im Prozessrecht unterscheidet man folgende drei Phasen: 1. es wird ein Schaden festgestellt und dessen Hintergründe ermittelt, 2. die Vorwerfbarkeit wird festgelegt, 3. das richterliche Urteil wird ausgesprochen.
    Dem Laien ist es untersagt, sich richterliche Befugnisse anzueigenen. Er kann aber durchaus feststellen, dass die Inhaber des Stuhles Petri sich durch eine antikatholische Gesinnung auszeichnen. So wollen mir doch nicht beibringen, dass das Machwerk des Frevlers Montini NOM genannt eine katholische Gesinnung wiederspiegelt.
    Meine bescheidene Erklärung lautet. Der Mensch ist genötigt die Folgen seiner Entscheidung zu tragen HOMO EST ANIMAL RESPONSABILE. Das Charisma der Irrtumslosigkeit greift nicht bei der Wahl auf den Stuhl Petri und daher kann der Wahlausgang unglücklich sein. Weil Gott erwartet, dass sich die Kardinäle bei der Wahl eines Inhabers des Stuhles Petri als verantwortungsfähige Subjekte benehmen und an erster Stelle das Wohl der Kirche im Auge behalten, lässt er sie die Folgen ihrer Entscheidung am eigenen Leibe erleben. Bei der Wahl des Frevlers Roncalli waren politische und nicht grundlegende Überlegungen ausschlaggebend.

  2. @POSchenker: Wie lautet Ihre Antwort auf die nachfolgenden Feststellungen?

    Kardinal ist kein „Status ecclesiae“ sondern eine Funktion innerhalb der katholischen Kirche. Bis zur Entscheidung des Frevlers Woytila den Kardinalshut auch Klerikern einzuräumen, die nicht am Konklave teilnehmen, bedeutete die Ernennung zum Kardinal die Teilnahmeberechtigung an der Wahl eines künftigen Inhabers des Stuhles Petri. In der Wahl seiner Kardinäle ist ein Papst nicht unfehlbar wie die nachfolgenden Beispiele bezeugen: Liénart wurde von Pius XI ernannt ebenso Tissérant. Roncalli, Leger, Frings wurden von Pius XII ernannt. Mit der Wahl von Kardinälen greift der Inhaber des Stuhles Petri in die Wahl seines Nachfolgers ein. Ohne den Frevler Roncalli wären uns die Frevler Montini, Woytila erspart geblieben. Diese Tatsachen können auch jene nicht bestreiten, die den Sedevakantismus entschieden ablehnen.

  3. @POSchenker: Marco Roncalli speche ich keineswegs den guten Glauben ab. Dieser fehlt mir allerdings im Hinblick auf den Frevler Roncalli. Falls Sie der italienischen Sprache kundig sein sollten empfehle ich Ihnen die Werke namhafter katholischer italienischer Denker angefangen von Paolo Pasqualucci: Il Concilio parallelo: L’inizio anomalo del Vaticano II. Ebenso Monsignor Gherardinis: Il Vaticano II: Alle radici di un equivoco. Beide Autoren zeigen an Hand konkreter Tatsachen mit welcher Hinterhältigkeit der Frevler Roncalli – unterstützt von Kardinälen, Liénart, Frings, Bea, Montini, Döpfner, Suenens – eine Strategie entwickelte, um den rechtgläubigen in den Rücken zu fallen und das Konzil den Modernisten in die Hände zu spielen. Übrigens berichtet Indro Montanelli – lange Zeit Italiens bedeutendster Publizist aus dem konservativen Lager – über eine Zusammenkunft mit dem Frevler Roncalli. Als Montanelli den heiligen Pius X erwähnte soll der Frevler Roncalli hämisch ausgerufen haben: diesen Mann wollen Sie mir als Heiligen verkaufen (ma che Santo? auf italienisch). Auf die Antwort Montanellis, schliesslich habe ihn die Kirche heilig gesprochen, soll der Frevler Roncalli geantwortet haben: ja, natürlich war er es aber auf völlig unübliche Weise (un Santo anomalo). Wer sich auf derart anmassende Weise über den grössten Papst des letzten Jahrhunderts auslässt – und das tat der Frevler Roncalli- hat den Sinn für was heilig ist, völlig verloren.

  4. Zu diesem Aufsatz oben:

    Durch Häresie, Schisma und Apostasie trennt man sich vom Leib der Kirche ab. Die automatische Exkommunikation zu leugnen, ist Häresie. Wenn dabei bezug auf Papst Pius VI., Apostolische Konstitution Auctorem fidei (Nr. XLII.) vom 27. August 1794 genommen wird, wo genau das verurteilt ist, ist das formelle Häresie. Die Behauptung: „Vor der Exkommunikation und Amtsenthebung eines Klerikers geht weiterhin eine persönliche Prüfung voran, bevor der Kleriker des Amtes enthoben wird und die Jurisdiktion verliert“, widerspricht direkt dem Kirchenrecht, Can 188. Jedes beliebige Amt wird durch stillschweigenden Amtsverzicht, der aufgrund des Gesetzes selbst eintritt, von selbst und ohne jede Erklärung vakant, nämlich dann, wenn ein Kleriker: 4° öffentlich vom Glauben abfällt.

    Salvatore: „Wie wir jetzt festellen können, ist es tatsächlich möglich, dass ein Kleriker, welcher nicht im externen Forum verurteilt ist, das Amt und die Jurisdiktion weiterhin behält. Ebenso ist der Prälat als verborgener Häretiker (latae sententiae) eine Person, welche zwar unerlaubte aber gültige Akte setzt.“

    Sie wollen offenbar auch leugnen, daß die V2-Apostaten auf dem forum externum, öffentlich sichtbar Häresie, Schisma und Apostasie begehen.

  5. POSchenker 29. Oktober 2016 um 12:24: „Hartnäckig bezeichnen Sie [Ewigestriger] den heiliggesprochenen Papst Johannes XXIII. als FREVLER.“

    Wir müssen das Kind beim Namen nennen, anstatt mit Bezeichnungen wie „Frevler“ auszuweichen. Johannes XXIII. hat Häresie geschrieben.

    Johannes XXIII., PACEM IN TERRIS, 11. April 1963, 8.: „Zu den Menschenrechten gehört auch das Recht, Gott der rechten Norm des Gewissens entsprechend zu verehren und seine Religion privat und öffentlich zu bekennen.
    http://w2.vatican.va/content/john-xxiii/de/encyclicals/documents/hf_j-xxiii_enc_11041963_pacem.html

    Der Mensch hat kein Recht, falsche Götter zu verehren, erst recht nicht öffentlich. Die gegenteilige Vorstellung ist von den Päpsten Pius IX. und Gregor XVI. verurteilt worden.

    Pius IX., Sammlung von Irrtümern, Nr. 78, 8. Dez. 1864: „Es war daher gut getan, in gewissen katholischen Ländern den Einwanderern gesetzlich die freie Ausübung ihres Kultus zu garantieren“ – verurteilt.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Syllabus_errorum_(Wortlaut)

    Pius IX., Enzyklika Quanta cura, über die Abwehr der Zeitirrtümer des 19. Jahrhunderts, 8. Dezember 1864:
    Von dieser absolut falschen Vorstellung über die Regierung des Staates, scheuen sie sich nicht, die irrige Meinung zu begünstigen, welche für die katholische Kirche und das Heil der Seelen im höchsten Grad zum Untergang führt, die bereits Unser unmittelbarer Vorgänger seligen Andenkens, Gregor XVI., als Wahnsinn bezeichnet hat, und zwar, die Gewissens- und Religionsfreiheit sei das eigene Recht eines jeden Menschen. Dieses Recht müsse das Gesetz in jeder wohlgeordneten Gesellschaft proklamieren und sicherstellen. Für die Bürger bestehe ein Recht auf eine allgemeine Freiheit, die weder durch die kirchliche, noch durch die staatliche Autorität eingeschränkt werden darf, und die ihnen erlaubt, ihre Ansichten und Empfindungen durch das gesprochene Wort, durch Druckschriften, oder auf andere Weise offen bekanntzugeben und zu erklären. Während sie dies leichtfertig behaupten, bedenken und erwägen sie nicht, dass sie die Freiheit des Verderbens verkünden. Es wäre ihnen freigestellt, alles mit den Mitteln menschlicher Überzeugung zu erörtern, da es an solchen Menschen niemals fehlen würde, die es wagen, der Wahrheit zu widerstehen und auf die Geschwätzigkeit der menschlichen Weisheit zu vertrauen. Der christliche Glaube und die christliche Weisheit vermögen es, aus der Lehre unseres Herrn Jesus Christus selbst zu erkennen, wie sehr diese höchst lügenhafte Eitelkeit gemieden werden muß.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Quanta_cura_(Wortlaut)

    Papst Leo XIII., Enzyklika Immortale Dei, über die christliche Staatsordnung, 1. November 1885: „Wie es darum für einen jeden Sünde wäre, seine Pflichten Gott gegenüber zu vernachlässigen, und es unsere unerlässliche Aufgabe ist, unser Gemüt ganz von der Religion durchdringen lassen und auch durch unsern Wandel Zeugnis von ihr zu geben nicht von jedweder beliebigen Religion, sondern von jener, die uns Gott geboten hat und deren Wahrheit gewisse, über jeden Zweifel erhabene Kennzeichen dartun-, ebenso wäre es auch von Seiten der Staaten ein Frevel, wollten sie sich derart benehmen, als ob es gar keinen Gott gäbe, oder die Religionsangelegenheiten als einen ihnen ganz fremden Gegenstand von sich weisen, oder von den verschiedenen Religionen eine oder die andere nach Belieben aufnehmen; auch für sie gibt es keine andere Art und Weise der Gottesverehrung, als jene welche Gottes Wille selbst vorgeschrieben hat.
    http://www.kathpedia.com/index.php?title=Immortale_dei_(Wortlaut)

  6. Salvatore: „Sie [sog. Sedisvakantisten] wenden das Kirchenrecht auf den Papst an, um ihre Konklusionen der „sede vacante“ zu stützen und behaupten gleichzeitig, dass das Kirchenrecht nicht auf den Papst anwendbar sei.“

    Ich will noch etwas ergänzen. Ich dachte erst, daß das obige reine Polemik ist und bin deshalb nicht darauf eingegangen. Demjenigen, der ernsthaft diesen Einwand bringt, sei gesagt, daß es dem sedisvakantistischen Standpunkt inneliegt, daß die Novus-ordo-„Päpste“ KEINE Päpste sind. Wir verurteilen nicht oder wenden eben gerade nicht das Kirchenrecht auf einen Papst an. Das ist der einzige logische und deswegen richtige Standpunkt. Die sogenannten Päpste des V2 waren bereits vor ihrer Wahl Häretiker, Schismatiker und Apostaten, weswegen sie keine Katholiken waren, weswegen ihre Wahl zum Papst ungültig war. Man muß das im Zusammenhang mit der allgemeinen Apostasie begreifen, die lange vor 1958 eingesetzt hatte. Ein Teil der Verwirrung rührt von der Annahme her, daß vor 1958 alles in Ordnung war. Tatsächlich war zu Zeiten Papst Pius XII. bereits nahezu der gesamte Klerus in Häresie. Das Heilsdogma ist seitdem allgemein für den Klerus nur noch eine bedeutungslose Hülle.

  7. „Keine der beiden Seiten kann einen lückenlosen Beweis erbringen.“
    Die Beweislast, daß die von der Kirche eingesetzten zweitkonziliaristischen Päpste keine Päpste seien, liegt ausschließlich bei den Sedisvakantisten. Und da trifft nun zu, daß sie keinen lückenlosen Beweis für die Sedisvakanz haben. Die Nichtsedisvakantisten brauchen dagegen keine Beweise zu erbringen, für sie genügt es, die öffentlichen Entscheidungen der Kirche anzuerkennen.

    „übrigens wird nicht der Papst, sondern der Inhaber des Stuhles Petri gerichtet.“
    Der Inhaber des Stuhles Petri ist aber nun einmal der Papst. Und wer richtet hier?

    „Dem Laien ist es untersagt, sich richterliche Befugnisse anzueigenen.“
    So ist es.

    „Er kann aber durchaus feststellen, dass die Inhaber des Stuhles Petri sich durch eine antikatholische Gesinnung auszeichnen.“
    Das ist allerdings falsch. Der Laie kann lediglich der privaten Meinung sein, daß der Inhaber des Stuhles Petri, also der Papst, sich durch eine antikatholische Gesinnung auszeichnet. Die Feststellung trifft ausschließlich die Kirche.

    „Das Charisma der Irrtumslosigkeit greift nicht bei der Wahl auf den Stuhl Petri und daher kann der Wahlausgang unglücklich sein.“
    Das trifft wiederum zu, seit dem 2VK, aber auch schon vor dem 2VK, man denke beispielsweise an Liberius, Felix (II.), Honorius I., Leo X., diverse Renaissance-Päpste usw.

    „In der Wahl seiner Kardinäle ist ein Papst nicht unfehlbar“
    Auch das trifft zu.

    „Ohne den Frevler Roncalli wären uns die Frevler Montini, Woytila erspart geblieben.“
    Man sollte dabei den (bisher) schlimmsten Frevler nicht unterschlagen, nämlich den Bergoglio.

    „Durch Häresie, Schisma und Apostasie trennt man sich vom Leib der Kirche ab.“
    Häresie, Schisma und Apostasie müssen von dazu befugter Institution festgestellt werden, eine Privatmeinung genügt nicht. Wie schon oft genug gezeigt: Man kann durchaus unterschiedlicher Meinung sein, ob eine Aussage häretisch ist oder nicht, daher ist ein befugtes Urteil zur Feststellung einer Häresie (ebenso von Apostasie und Schisma) notwendig.

    „ohne jede Erklärung“
    Wieder einmal so ein sedisvakantistisches Unverständnis. „Ohne jede Erklärung“ bedeutet lediglich, daß keine öffentliche, förmliche Deklaration (lat. Original: „sine ulla declaratione„) erforderlich ist. Selbstverständlich müssen aber sowohl Amtsinhaber als auch Amtszugehörige informiert werden. Bis dahin ist ein von der Kirche Eingesetzter im Amt und gilt für die Amtszugehörigen als Amtsinhaber.

    „Sie wollen offenbar auch leugnen, daß die V2-Apostaten auf dem forum externum, öffentlich sichtbar Häresie, Schisma und Apostasie begehen.“
    Daß die „V2-Apostaten“ auf dem forum externum „öffentlich sichtbar“ Häresie, Schisma und Apostasie begehen, ist sedisvakantistische Privatmeinung, aber eben keine kirchenrechtliche Wirklichkeit. Im übrigen mögen die zweitkonziliaristischen Päpste manche Häresien geäußert und auch einige apostatische Handlungen begangen haben, aber ihnen Apostasie und Schisma zu unterstellen, geht einfach zu weit.

    „daß die Novus-ordo-„Päpste“ KEINE Päpste sind.“
    Mit dieser Behauptung setzen sich die Sedisvakantisten über Entscheidungen der Kirche hinweg und maßen sich an, diese Päpste wegen Äußerungen und Handlungen, die die Sedisvakantisten für häretisch, apostatisch und/oder schismatisch halten, zu verurteilen und ihnen aufgrund dieses angemaßten Urteils das Amt abzusprechen. Zu dieser Anmaßung haben die Sedisvakantisten aber keinerlei Recht, weswegen ihre Privatmeinung auch kirchenrechtlich absolut wirkungslos sind.

  8. @Seefeldt: Einige Ergänzungen.
    Man sollte nicht alle Sedevakantisten in einen Topf werfen. Einige unter ihnen wie beispielsweise Don Ricossa, Bischof Sanborn argumentieren durchaus differenziert. Geht man der Sache auf den Grund liegen die Auffassung von Erzbischof Lefebvre und Bischof Guérard de Lauriers gar nicht so weit auseinander und man muss sich fragen, ob nicht persönliche Fehden zu der für die Tradition unglücklichen Spaltung geführt haben.
    Bischof de Lauriers unterscheidet zwischen Papst materialiter und formaliter indem er die Rechtmässigkeit der Wahl der V2 Päpste anerkennt ihnen jedoch die Autorität in Glaubensfragen abstreitet. Seinerseits anerkennt – zwar nicht immer – die Rechtmässigkeit der Wahl der V2 Päpste, nimmt jedoch das Recht für sich in Anspruch, ihnen nicht zu gehorchen.
    Beiden Seiten geht es letztlich um die Bewahrung einer unverfälschten Glaubenskultur. Ich sage bewusst Glaubenskultur, denn keiner der Nachfolger Pius XII hat nur einen einzigen Satz aus dem Glaubensbekenntnis bestritten. Unbestreitbar ist, dass heute das katholische Lager hinsichtlich des Vorgehens der Amtsinhaber tief gespalten ist. Daher ziehe ich es vor, sie als Frevler zu bezeichnen. Dabei kann ich mich auf Melchior Cano berufen, der zwischen Häresie und Begünstigung der Häresie unterschied.
    Zum Tatbestand Begünstigung der Häresie gehört Verwegenheit. Diesen Tatbestand haben sämtliche Nachfolger Pius XII erfüllt. Falls Sie die italienische Sprache beherrschen empfehle ich Ihnen Paolo Pasqualuccis Studie: Il Concilio parallelo, wo mit juristischer Akribie gezeigt wird, wie der Frevler Roncalli mit der Gründung des Sekretariates für die Einheit der Christen ein Instrument geschaffen hat, um jene zu entmachten, die für eine unverfälschte katholische Glaubenskultur eintraten.
    An ihrer statt galt es den Ökumenismus zu fördern, was eindeutig im Widerspruch zum Lehrschreiben Pius XI Mortalium animos in Sachen Ökumenismus steht. Dies festzustellen bedarf es keiner weiteren Autorität sondern lediglich eines klaren Verstandes sowie der erforderlichen Sachkenntnis. Sie haben jedoch insofern Recht, als die Feststellung eines solchen Widerspruches nicht geltend gemacht werden kann, um dem Inhaber des Stuhles Petri das Papst sein abzusprechen. Diese Unmöglichkeit beruht darauf, dass eine Anspruchskonkurrenz vorliegt. Einerseits eine frevelhaften Vorgehen, das nach einer Sanktion ruft und andererseits die Rechtmässigkeit der Wahl, welche den Gewählten jeglicher menschlichen Gerichtsbarkeit entzieht.

  9. Seefeldt 2. November 2016 um 11:06

    Es ist unredlich, daß Sie ohne Namensnennung meine Zitate mit schwachen Fremdzitaten vermischen.

    Die häretischen, schismatischen und apostatischen Akte der Gegenpäpste seit 1958 sind offenkundig. Die Beweise liegen auf dem Tisch. Sie selbst schreiben: „„Ohne den Frevler Roncalli wären uns die Frevler Montini, Woytila erspart geblieben.“ Man sollte dabei den (bisher) schlimmsten Frevler nicht unterschlagen, nämlich den Bergoglio.“
    Welche angeblich „befugte Institution“ befähigt Sie zu diesem angeblichen „Privaturteil“?

    Seefeldt 2. November 2016 um 11:06: „Die Nichtsedisvakantisten brauchen dagegen keine Beweise zu erbringen, für sie genügt es, die öffentlichen Entscheidungen der Kirche anzuerkennen.“
    Sie erkennen ja eben NICHT die Entscheidungen Ihrer Kirche an. Sie lehnen zum Beispiel die an sich unfehlbaren „Heiligsprechungen“ Ihrer V2-„Päpste“ ab. Das ist schismatisch.

    Seefeldt 2. November 2016 um 11:06: „„Durch Häresie, Schisma und Apostasie trennt man sich vom Leib der Kirche ab.“ Häresie, Schisma und Apostasie müssen von dazu befugter Institution festgestellt werden, eine Privatmeinung genügt nicht.“
    Wenn das so wäre, würde das bedeuten, daß nicht öffentlich verurteilte Häretiker, Schismatiker und Apostaten Glieder des Leibes der Kirche blieben. Das ist eine Leugnung des Heilsdogmas.
    Zum Beispiel EUGEN IV., Konzil von FLORENZ, Bulle Cantate Domino, 1442, ex cathedra
    Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können, sondern daß sie in das ewige Feuer wandern werden, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist [Mt 25,41], wenn sie sich nicht vor dem Lebensende ihr angeschlossen haben, und daß die Einheit mit dem Leib der Kirche eine solch große Bedeutung hat, daß nur denen, die in ihr verharren, die Sakramente der Kirche zum Heil gereichen und Fasten, Almosen und die übrigen Werke der Frömmigkeit und Übungen des christlichen Kriegsdienstes ewige Belohnungen zeitigen. Und niemand kann, wenn er auch noch so viele Almosen gibt und für den Namen Christi sein Blut vergießt, gerettet werden, wenn er nicht im Schoß und in der Einheit der katholischen Kirche bleibt.“ (DH 1351)
    http://archive.today/87ZyZ

    Seefeldt 2. November 2016 um 11:06: „Im übrigen mögen die zweitkonziliaristischen Päpste manche Häresien geäußert und auch einige apostatische Handlungen begangen haben, aber ihnen Apostasie und Schisma zu unterstellen, geht einfach zu weit.“
    Sie geben entsprechende Handlungen zu, wollen aber die Verursacher nicht beim Namen nennen, weil Ihnen die Konsequenzen mißfallen.

    Seefeldt 2. November 2016 um 11:06: „„daß die Novus-ordo-„Päpste“ KEINE Päpste sind.“ Mit dieser Behauptung setzen sich die Sedisvakantisten über Entscheidungen der Kirche hinweg und maßen sich an, diese Päpste wegen Äußerungen und Handlungen, die die Sedisvakantisten für häretisch, apostatisch und/oder schismatisch halten, zu verurteilen und ihnen aufgrund dieses angemaßten Urteils das Amt abzusprechen. Zu dieser Anmaßung haben die Sedisvakantisten aber keinerlei Recht, weswegen ihre Privatmeinung auch kirchenrechtlich absolut wirkungslos sind.“
    Das lehrt Papst Paul IV. in der Bulle Cum ex Apostolatus Officio ausdrücklich: „Wir fügen hinzu, daß ein Bischof, auch wenn er an Stelle eines Erzbischofs oder Patriarchen oder Primas fungiert, oder ein Kardinal der vorgenannten Römischen Kirche, auch – wie vorbemerkt – ein Legat oder auch ein Römischer Pontifex vor seiner Erhebung zum Kardinal oder seiner Wahl zum Römischen Pontifex vom katholischen Glauben abgewichen, in eine Häresie gefallen oder ins Schisma geraten ist oder derlei hervorgerufen und verursacht hat, so ist seine Erhebung oder Wahl, auch wenn sie in Eintracht und mit der einmütigen Zustimmung aller Kardinäle erfolgt ist, null und nichtig und wertlos.“
    Die Erhebung oder Wahl eines Häretikers kann nicht „durch Huldigung oder durch den ihm von allen geleisteten Gehorsam, wie lange er auch gedauert haben mag, als gültig geworden bezeichnet werden, noch Gültigkeit erlangen, noch als gültig in irgendeinem Teilbereich angesehen werden“. https://gloria.tv/?media=531950

  10. @ Ein Ewiggestriger:

    „Glaubenskultur“ möchte ich nicht sagen, es geht tatsächlich um den Glauben selbst. Wenn auch die zweitkonziliaristischen Päpste keinen Satz der Glaubensbekenntnisse (apostolisches, Großes, athanasisches) bestritten, gibt es doch erhebliche Unterschiede in Glaubensfragen zu den vorzweitkonziliaren Päpsten (bsd. die Lehre von der einen wahren Kirche und dem einen wahren Glauben). Gewiß haben die zweitkonziliaristischen Päpste die Katholiken gespalten, aber diese Spaltung alleine rechtfertigt nicht deren Bezeichnung als „Frevler“. Uneinigkeit unter Katholiken gab es außerdem auch schon vor dem 2VK, sogar in der Heiligen Schrift ist von Uneinigkeiten zu lesen.

  11. @ Ci-devant:

    Daß ich keinen Namen nannte, hat nichts mit Unredlichkeit zu tun – ich schrieb lediglich allgemeine Feststellungen nieder. Übrigens ist das mit den „schwachen Fremdzitaten“ wieder einmal unsachlich.

    Sie mögen Handlungen und Äußerungen der zweitkonziliaristischen Päpste noch so sehr für häretisch, apostatisch oder schismatisch halten, Ihre Privatmeinung hat keinerlei Rechtswirkung. Solange die Kirche einen Katholiken nicht als Häretiker, Apostaten oder Schismatiker verurteilt, gilt er eben nicht als solcher. Übrigens ist keiner der zweitkonziliaristischen Päpste Apostat oder Schismatiker, denn keiner dieser Päpste widersprach dem Glauben an den dreieinigen Gott, und keiner dieser Päpste gründete eine neue Glaubensgemeinschaft. Diese Päpste mögen teilweise einen anderen Glauben verkünden als die Kirche das vor dem 2VK tat, aber sie gründeten eben keine neue Gemeinschaft, sondern begehen ihre Untaten leider innerhalb der Kirche (erinnert sei an des heiligen Papstes Pius X. Schreiben „Pascendi“ über die Modernisten innerhalb der Kirche).

    Mit Ihrem Geschreibsel über meine Befugnisse zu meiner Meinung verraten Sie nur Ihr eigenes übles Pharisäertum.

    Zu Ihrem „Sie glaubt fest, bekennt und verkündet, daß niemand, der sich außerhalb der katholischen Kirche befindet, nicht nur keine Heiden, sondern auch keine Juden oder Häretiker und Schismatiker, des ewigen Lebens teilhaft werden können“ ist anzumerken, daß kein Weg an der befugten Feststellung von Häresie, Apostasie und Schisma vorbeiführt, daß Ihre Einbildung völlig belanglos ist.

    Ihr Zitat aus der Bulle „Cum ex apostolatus officio“ beweist einmal mehr, wie schlampig auch Ihre Gurus sind. Denn vollständig heißt es darin:
    „Adiicientes quod si ullo umquam tempore apparuerit aliquem Episcopum, etiam pro Archiepiscopo, seu Patriarcha, vel Primate se gerentem, aut praedictae Romanae Ecclesiae Cardinalem, etiam ut praefertur, Legatum, seu etiam Romanum Pontificem ante eius promotionem, vel in Cardinalem, seu Romanum Pontificem assumptionem a fide Catholica deviasse, aut in aliquam haeresim incidisse …“
    Hier hebe ich das Wort „apparuerit“ hervor, denn die Übersetzung dieses Wortes ist in Ihrem Zitat unterschlagen. Aber Glaubensabfall muß eben erst einmal zum Vorschein kommen, also von befugter Institution festgestellt werden, ehe Nichtigkeit einer Amtsberufung vorliegen kann.

  12. Seefeldt 2. November 2016 um 15:09: „Ihre Privatmeinung hat keinerlei Rechtswirkung.“

    Meine Privatmeinung ist unerheblich, Ihre übrigens auch, das stimmt. Ich zitiere deshalb so viel wie möglich aus dem Lehramt der Kirche, was Sie leider nicht können.

    Seefeldt 2. November 2016 um 15:09: „Übrigens ist keiner der zweitkonziliaristischen Päpste Apostat oder Schismatiker, denn keiner dieser Päpste widersprach dem Glauben an den dreieinigen Gott, und keiner dieser Päpste gründete eine neue Glaubensgemeinschaft.“

    Can. 1325 § 2: „Man muss als Häretiker jenen betrachten, der als Getaufter und den Namen eines Christen bewahrend, eine der Wahrheiten, die man nach göttlichem und katholischen Glauben festzuhalten verpflichtet ist, hartnäckig leugnet oder in Zweifel zieht; als Apostaten jenen, der gänzlich den christlichen Glauben aufgibt; als Schismatiker jenen, der sich weigert, sich dem Papste zu unterwerfen, oder der es ablehnt, in Gemeinschaft mit den Gliedern der Kirche zu leben, die sich dem Papste unterziehen„.

    Wenn jemand als Katholik in eine Moschee geht, um dort mit Imamen zu beten, würde er seine Religion aufgeben. Das dürfte jedem Katholiken klar sein. Das gilt natürlich auch für Ihre V2-„Päpste“, die das und anderes ständig tun. Deshalb kann sogar ein Analphabet ganz leicht sehen, daß sie Apostaten sind. Wenn man lesen kann, kann man sich folgende schriftlichen Zeugnisse der Apostasie betrachten, in denen explizit die Trinität geleugnet werden.

    Vatikanisches Konzil, „Dogmatische Konstitution über die Kirche“ „Lumen gentium“ 16: „Der Heilswille umfaßt aber auch die, welche den Schöpfer anerkennen, unter ihnen besonders die Muslim, die sich zum Glauben Abrahams bekennen und mit uns den einen Gott anbeten, den barmherzigen, der die Menschen am Jüngsten Tag richten wird.

    Joseph Kardinal Ratzinger, 2001 in DAS JÜDISCHE VOLK UND SEINE HEILIGE SCHRIFT IN DER CHRISTLICHEN BIBEL, „Päpstliche Bibelkommission“: „Die jüdische Messiaserwartung ist nicht gegenstandslos.

    Gegenpapst Franz, APOSTOLISCHES SCHREIBEN EVANGELII GAUDIUM, 247.: „Ein ganz besonderer Blick ist auf das jüdische Volk gerichtet, dessen Bund mit Gott niemals aufgehoben wurde […] Als Christen können wir das Judentum nicht als eine fremde Religion ansehen.

    Natürlich ist die V2-Kirche offiziell eine protestantische Sekte.

    „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre des Lutherischen Weltbundes und der Katholischen Kirche“, 31. Oktober 1999: „[Diese Gemeinsame Erklärung] umfaßt aber einen Konsens in Grundwahrheiten der Rechtfertigungslehre und zeigt, daß die weiterhin unterschiedlichen Entfaltungen nicht länger Anlaß für Lehrverurteilungen sind. […] Wir erkennen, daß die lutherische Lehre nicht mehr von den diesbezüglichen Verwerfungen des Trienter Konzil getroffen wird …
    http://www.vatican.va/roman_curia/pontifical_councils/chrstuni/documents/rc_pc_chrstuni_doc_31101999_cath-luth-joint-declaration_ge.html

    Franz, Antiapostolische Reise nach Armenien, Pressekonferenz auf dem Rückflug, Sonntag, 26. Juni 2016: „Ich glaube, dass die Absichten Martin Luthers nicht falsch waren: Er war ein Reformer. Vielleicht waren einige Methoden nicht die richtigen, aber in jener Zeit… wenn wir zum Beispiel die Geschichte von Pastor lesen [vgl. Ludwig von Pastor, Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des Mittelalters], sehen wir, dass die Kirche wirklich kein nachahmenswertes Vorbild war: Es gab Korruption in der Kirche, es gab Weltlichkeit, Anhänglichkeit ans Geld und an die Macht. Dagegen hat er protestiert. Außerdem war er intelligent; er hat einen Schritt vorwärts getan und sich für sein Tun gerechtfertigt. Und heute sind wir – Lutheraner und Katholiken, mit allen Protestanten – einig über die Rechtfertigungslehre: In diesem so wichtigen Punkt hatte er sich nicht geirrt. Er hat eine „Medizin“ für die Kirche geschaffen, dann hat sich diese Medizin verfestigt in einem Stand der Dinge, in einer Disziplin, in einer Art zu glauben, in einer Art zu handeln, in einer Art der Liturgie. Aber es war nicht er allein: Da war Zwingli, da war Calvin.
    http://w2.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2016/june/documents/papa-francesco_20160626_armenia-conferenza-stampa.html

    Wenn ich Zeit und Lust hätte, könnte ich sehr viele weitere Zitate bringen.

    Seefeldt 2. November 2016 um 15:09: „Diese Päpste mögen teilweise einen anderen Glauben verkünden als die Kirche das vor dem 2VK tat, aber sie gründeten eben keine neue Gemeinschaft, sondern begehen ihre Untaten leider innerhalb der Kirche“

    Das sind mehrere Widersprüche und Häresien in einem Satz. Die Lehre der Kirche ist unveränderlich. Die Kirche kann keine Untaten begehen. Die Kirche ist indefektibel. Christus hat ihr verheißen, daß er immer bei ihr bleiben wird bis zum Ende der Welt und daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden. Das bedeutet, daß die Kirche bis zum Ende der Welt bestehen und niemals Häresien lehren wird. Eine Kirche, die eine neue Lehre verkündet, kann daher nicht die wahre Kirche sein. Christus hat seine Kirche auf einen festen Felsen erbaut, das ist das Petrusamt. Deshalb ist entscheidend, was die Päpste immer gelehrt haben und nicht, was irgendwelche dahergelaufenen Besserwisser sagen, was völlig belanglos ist.

    Seefeldt 2. November 2016 um 15:09: „Aber Glaubensabfall muß eben erst einmal zum Vorschein kommen, also von befugter Institution festgestellt werden, ehe Nichtigkeit einer Amtsberufung vorliegen kann.“

    Natürlich muß es erst einmal zum Vorschein kommen, aber es muß von keiner „befugten Institution“, die es sowieso nicht gibt, festgestellt werden (Can 188. Jedes beliebige Amt wird durch stillschweigenden Amtsverzicht, der aufgrund des Gesetzes selbst eintritt, von selbst und ohne jede Erklärung vakant, nämlich dann, wenn ein Kleriker: 4° öffentlich vom Glauben abfällt). Zur Feststellung, daß der auf das Papstamt Ansprucherhebende kein Glied der Kirche ist, bedarf es nur eines äußerlich sichtbaren häretischen, schismatischen oder apostatischen Aktes. Das KANN „eine Erklärung von Seiten einer kirchlichen Behörde“ sein, wenn es eine solche noch gäbe, muß es aber nicht. Es genügt „die öffentliche Manifestation der Sünde des Schismas, der Häresie oder der Apostasie“
    (Siehe „Einige Klarstellungen über die Sünde der Häresie und über jene des Schismas“).
    https://poschenker.wordpress.com/2013/09/18/einige-klarstellungen-uber-die-sunde-der-haresie-und-uber-jene-des-schismas/

  13. @ Ci-devant:

    Was Sie einfach nicht begreifen, ist daß Sie die Zitate aus dem „Lehramt der Kirche“ ständig falsch verstehen. Den Rechtsbegriff „ipso facto“ verstehen Sie nicht, wie Sie ohnehin kein Rechtsverständnis haben, und daß es beispielsweise keine automatische Exkommunikation gibt, sondern daß die Ursache für die Exkommunikation erst einmal von dazu befugter Institution festgestellt werden muß, wurde hier schon oft genug bewiesen.

    „Wenn jemand als Katholik in eine Moschee geht, um dort mit Imamen zu beten, würde er seine Religion aufgeben.“
    Das ist zwar ein schlimmer apostatischer Akt, aber noch keine Apostasie, also noch keine Religionsaufgabe – solange jener Katholik sich weiterhin zum dreifaltigen Gott bekennt. Wieder einmal bringen Sie die Dinge durcheinander.

    „Natürlich ist die V2-Kirche offiziell eine protestantische Sekte.“
    Es gibt keine offizielle protestantische Sekte namens „V2-Kirche“.

    CIC 188 verstehen Sie auch falsch, trotz wiederholter Hinweise auf Ihre Irrtümer. So sind Sie eben nichts anderes als ein heilloser Irrläufer und Schismatiker.

  14. Seefeldt 2. November 2016 um 20:07 „…. und daß es beispielsweise keine automatische Exkommunikation gibt …“

    Wollen Sie ernsthaft durch die Tat ipso facto ( automatisch, selbst) eintretende Strafen, wie Exkommunikation und Suspension, leugnen, obwohl die Kirche diesen Irrtum sogar ausdrücklich verurteilt hat?

    Papst Pius VI., Auctorem fidei, 27. August 1794, Irrtum XLII: „Ebenso die, welche lehrt, es sei gemäß der natürlichen und der göttlichen Rechte notwendig, dass der Exkommunikation und der Suspension eine persönliche Untersuchung vorhergehen müsse, und dass mithin die „unmittelbar als Tatfolge“ ( „ipso facto“) eintretenden Urteile keine andere Gewalt haben, als die einer ernstlichen Verwarnung ohne jede tatsächliche Wirkung, als FALSCH, VERWEGEN, DIE KIRCHENGEWALT BELEIDIGEND, IRRIG.“
    http://kathpedia.com/index.php?title=Auctorem_fidei_(Wortlaut)

  15. @ Ci-devant:

    Zur „automatischen“ Exkommunikation verweise ich nochmals auf die Exkommunikation des australischen Ex-Priesters Greg Reynolds, dessen Exkommunikation vom Papst angeordnet wurde, ebenso auch der Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Exkommunikation. Allein diese Exkommunikation BEWEIST, daß es KEINE AUTOMATISCHE Exkommunikation (und sonstige Kirchenstrafe) gibt, daß Sie neben vielem anderen auch das „Auctorem fidei“ von Papst Pius VI. mißverstehen. Auf befugte Feststellung einer mit Tatstrafe belegten Straftat folgt allerdings unausweichlich die dafür vorgesehene Strafe – das und nichts anderes ist der „Automatismus“, die Auswirkung des „ipso facto“.

  16. @ Ci-devant und Alexius:

    Träfe Ihr Mißverständnis des „ipso facto“ zu, wären Sie aufgrund Ihrer Absagen an Papst und Kirche ipso facto als Schismatiker exkommuniziert …

    Ihr Mißverständnis trifft aber eben nicht zu. In früheren Zeiten wären Sie stattdessen von der Inquisition vorgeladen worden …

  17. @Seefeldt
    Herzlichen Dank für Ihren unermüdlichen Einsatz!! Vom amtl.Rechtsgeschehen ist die Sache eindeutig.

    @ Ci-devant und Alexius:
    Privatmeinungen bleiben Privatmeinungen und bleiben als solche UNVERBINDLICH weil keine Rechtswirkung !!!

    @Ci-devant 2. November 2016 um 16:56

    “ Das sind mehrere Widersprüche und Häresien in einem Satz. Die Lehre der Kirche ist unveränderlich. Die Kirche kann keine Untaten begehen. Die Kirche ist indefektibel. Christus hat ihr verheißen, daß er immer bei ihr bleiben wird bis zum Ende der Welt und daß die Pforten der Hölle sie nicht überwältigen werden. Das bedeutet, daß die Kirche bis zum Ende der Welt bestehen und niemals Häresien lehren wird. Eine Kirche, die eine neue Lehre verkündet, kann daher nicht die wahre Kirche sein. Christus hat seine Kirche auf einen festen Felsen erbaut, das ist das Petrusamt. Deshalb ist entscheidend, was die Päpste immer gelehrt haben und nicht, was irgendwelche dahergelaufenen Besserwisser sagen, was völlig belanglos ist. “

    Anders gefragt: Glauben Sie wirklich dass die Sedisvakantisten selbst keine IRRIGE Kirche aufbauen würden mit der Viielzahl deren Privatmeinungen (z.B. die dztge. Vielzahl ihrer gewählten „Küchenpäpste“ ), so wie auch @Ein Ewiggestriger 2. November 2016 um 13:10 schreibt:
    “ Man sollte nicht alle Sedevakantisten in einen Topf werfen. Einige unter ihnen wie beispielsweise Don Ricossa, Bischof Sanborn argumentieren durchaus differenziert. “ ?

    Täuschen Sie sich nur nicht, @ Ci-devant und @Alexius, trotz Eurer Ansicht in Ehren!!

    Vorschlag: Warum orientieren Sie sich nicht einfach an @Seefeldt? Auch @Seefeldt ist im Wesentlichen auf Ihrer ( bzw. auf unserer ) Linie.
    MfG

  18. Zu Christi Beistandsverheißung:

    Diese Beistandsverheißung bedeutet keineswegs, daß es in der Kirche keine Fehler gibt – Gegenbeweise dafür bieten beispielsweise die Päpste Liberius, Felix (II.), Honorius I., Leo X. und diverse Renaissance-Päpste, ebenso die zweitkonziliaristischen Päpste. Papst Pius XII. wurde zweifellos von der wahren Kirche gewählt, Papst Johannes XXIII. auch (was einige Sedisvakantisten verneinen; wenn aber Papst Pius XII. wahrer Papst war, sind auch die von ihm und seinen Vorgängern eingesetzten Kardinäle wahre Kardinäle und somit auch die Wahl Johannes XXIII. eine Wahl der Kirche). Wer also Papst XXIII. für einen schlechten oder gar keinen Papst hält, wirft damit der Kirche einen Fehler vor, denn Johannes XXIII. wurde von wahren Kardinälen der Kirche gewählt (diese Aussage kann bei Bedarf auf Pius XII. vorverlegt werden).

  19. Übrigens: Auch ich halte die Wahl von Johannes XXIII. für einen Fehler, erst recht die Wahl von Wojtyla und Bergoglio. Und Papst Paul VI. beging mit seinem NOM einen schlimmen Mißgriff, weswegen ich auch seine Wahl für einen Fehler halte.

  20. @Seefeldt 3. November 2016 um 10:03
    @Seefeldt 3. November 2016 um 10:10

    So ist es.
    Und in Folge kann ein anderer (heiliger) Papst ja die dztge. irigen Lehransichten /Liturgiemissstände ebenfalls wieder revidieren, bzw. das V2 für ungültig erklären.

  21. Und damit sagen Sie aus, daß ein Papst irrige Lehransichten/Liturgiemißstände dulden, billigen und fördern kann. Und sind damit der Exkommunikation verfallen – sofort! Denn diese Auffassung widerspricht der katholischen Lehre.

  22. @Alexius 3. November 2016 um 18:19

    Dann wäre das unser werter S.E.Lefebvre auch gewesen, EXKOMMUNIZIERT! Oder etwa nicht?! Bitte erinnern Sie sich doch an seine -UNA CUM- Messen. Danke.

  23. Die „Rechtswirkungen“ des @ Pierre, 3.11.16; 9:25:

    Landesvater, Richter und Friedensstifter Klaus von Flüe, der Recht und Gerechtigkeit liebte, für ihn war Rechtsgültigkeit und Rechtskraft: Der unverfälschte Glaube!

    „Seid beständig im Glauben eurer Väter; denn es wird sich ein großer Aufruhr erheben in der Christenheit. Alsdann hütet euch, dass ihr durch Neuerung und Listigkeit des Teufels nicht betrogen werdet. Haltet zusammen, bleibt in den Fußstapfen eurer frommen Väter, behandelt und befolgt ihre Lehre. Alsdann mögen euch Anschläge und Stürme nicht schaden.“ (Hl. Nikolaus von Flüe)

    Auch ein Pater Pio weist darauf hin, was Gott unter Gesetzmäßigkeit versteht:

    An eines seiner geistlichen Kinder:
    „Halte unerschütterlich an der Tradition fest, an den Lehren der Kirche seit ihren Ursprüngen: das ist die einzige Garantie für eine Zukunft voll Hoffnung. Nicht so ist es aber in unseren Tagen, in denen größte Finsternis herrscht wegen dieser ständigen Suche nach Neuem und Anderem…„Vergesse nicht: Standfestigkeit und Ausdauer im Glauben unserer Väter“ und wiederholte noch einmal mit Nachdruck: „Im Glauben unserer Väter!“
    Das war für Bruder Klaus und Pater Pio die „Rechtswirkung“ Gott gegenüber: Das Feststehen im unveränderlichen Glauben!

  24. @ Alexius:

    Sie behaupten doch selbst, daß Päpste -nämlich die zweitkonziliaristischen Päpste- irrige Lehransichten und Liturgiemißstände dulden, billigen und fördern, und sprechen diesen von der Kirche eingesetzten Päpsten deswegen das Papstsein ab. Ihrer Einbildung nach wären also Sie selbst exkommuniziert. Im übrigen beweist die Kirchengeschichte, daß Päpste auch irrten; mit Ihrer Behauptung, die Kirche lehrte, daß Päpste keine irrigen Lehransichten und Liturgiemißstände dulden, billigen und fördern könnten, unterstellen Sie somit der Kirche, Unsinn zu lehren.

    Außerdem verrät Ihr Schweigen zur Exkommunikation des australischen Expriesters Greg Reynolds (die Ihren Unsinn von der „automatischen“ Exkommunikation widerlegt) und zur gültigen Wahl des ersten zweitkonziliaristischen Papstes viel – u.a., daß Sie sich weigern, Tatsachen und Wahrheit anzuerkennen.

  25. @Alexius: Auch mir geht Seefeldt schulmeisterliche Art zu argumentieren auf den Wecker, aber leider hat er fast in allen Punkten recht. Der Papst besitzt die Unfehlbarkeit als Habitus, doch greift sie nicht in allen seinen Entscheidungen und Seefeldt hat es an Hand von Beispielen dargelegt.
    Selbst Pius XII dessen Rechtgläubigkeit ausser Frage steht hatte mit seinen Entscheidungen nicht immer eine glückliche Hand. Wie konnte er einen rabiaten Ökumeniker wie Kardinal Bea zum Beichtvater wählen. Wie konnte er einem Manne mit fragwürdiger Gesinnung wie dem Frevler MontiniJahre lang wichtige Bereiche des Staatssekretariates anvertrauen. Zwar hat er ihn in der Folge vom Vatikan entfernt, ihm aber gleichzeitig die zweitgrösster Diozöse der Welt anvertraut und ihn damit mit Jurisdiktion ausgestattet. Ausserdem hat er völlig übersehen, dass der Frevler Montini einen Steigbügelhalter in der Person des Frevlers Roncalli hatte.
    Viele Kardinäle die sich beim Räuberkonzil durch ihr frevelhaftes Verhalten auszeichneten, waren von Pius XI (Liénart) und Pius XII(Frings, Léger, Roncalli)
    eingesetzt worden. Die Kardinäle bilden insofern das Rückgrat eines Papstes als sie seien künftigen Nachfolger wählen werden und damit Einfluss auf den Kurs des Nachfolgers nehmen können.
    @Seefeldt: Mit den meisten Ihrer Einführungen bin ich einverstanden. Sie dürfen aber nicht feststellen und urteilen gleichsetzen. Jeder mit den Enzykliken vorkonziliarer Päpste vertraute Gläubigen kann feststellen, dass mit der Wahl des Frevlers Roncalli einen Weichenstellung erfolgte, die sich bis auf das Pontifikat des Frevlers Bergolgio erstreckt. Diese Feststellung berechtigt zu fragen, ob solche Frevler in der Lage sind das Papstamt auf Gott gefällige Weise auszuführen. Mehr steht dem einzelnen nicht zu.
    Wenn ich Roncalli, Montini, Woytila, Bergolgio als Frevler bezeichne, so stelle ich einfach fest, dass sie sowohl gegen die von Leo XIII (apostolicae curae et caritatis) als auch Pius XI (Mortalium animos) bewusst verstossen haben. Diese Tatbestand gestatt es mir nicht gegen diese Frevler Sanktionen anzuwenden.

  26. @ Ein Ewiggestriger:

    Mit Bedauern lese ich, daß Sie meine Argumentationsart als „schulmeisterlich“ empfinden. Können Sie mir mitteilen, was Sie darunter verstehen, damit ich meine Argumentationsart vielleicht verbessern kann?

    Zum Feststellen: Gewiß kann ein glaubenstreuer Katholik feststellen, daß seit dem 2VK einige Weichen der Kirche umgestellt wurden. Aber kein Unbefugter kann bei einem Katholiken Häresie, Apostasie oder Schisma feststellen. Hier ist tatsächlich Feststellung = Urteil.

    Zu Ihrer Frage, ob die zweitkonziliaristischen Päpste in der Lage waren bzw. sind, das Papstamt auf gottgefällige Weise zu führen, gehe ich insofern weiter als Sie, indem ich als meine persönliche Meinung Ihre Frage mit Nein beantworte. Diese Meinung kann aber keine Feststellung sein.

  27. Ein Ewiggestriger 4. November 2016 um 13:54

    Zitat
    Diese Feststellung berechtigt zu fragen, ob [die Päpste, insbesondere nach dem zweiten vatikanischen Konzil] Frevler in der Lage sind das Papstamt auf Gott gefällige Weise auszuführen.

    Ganz bestimmt und ohne geringsten Zweifel. Bei Papst Franziskus werden wir noch sehen.

  28. @Pierre 3. November 2016 um 11:43
    „Und in Folge kann ein anderer (heiliger) Papst ja die dztge. irigen Lehransichten /Liturgiemissstände ebenfalls wieder revidieren, bzw. das V2 für ungültig erklären.“

    Kann er nicht! Er kann nicht einen seiner Vorgänger als fehlbar und irrgläubig erklären. Ein nachfolgender gottgesandter Papst kann und wird nichts korrigieren oder verbessern. Er wird zuerst sämtliche von der Konzilssekte erfolgten Heiligsprechungen, insbesondere jene der Irrlehrer-Konzilshäupter, vor aller Welt für ungültig erklären – und damit weiss auch der Letzte Bescheid, was das heißt.

    Es bedarf keines Wartens für eine Ungültigkeitserklärung des Konzils durch einen (heiligen) Papst bis zum Tag X.
    Wenn das Heil der Seelen oberstes Gesetz ist, dann duldet dies keinen Aufschub und jeder Katholik ist nicht nur berechtigt, sondern verpflichtet, sofort zu handeln, er muss um seines Seelenheiles willen das Unfehlbare Lehrschreiben Cum ex Apostolatus Paul IV vom 15. Februar 1559, anwenden, nämlich
    „daß Urteilssätze, Zensuren und vorgenannten Strafen in Kraft und Wirksamkeit bleiben UND IN ZUKUNFT WIRKSAMKEIT BEHALTEN“ – also für immer gelten –

    „Alle und jeder einzelne der Bischöfe, Erzbischöfe, Patriarchen, Primaten, Kardinäle, Legaten, Grafen Baronen, Markgrafen, Herzoge, Könige und Kaiser, die bis jetzt offenkundig vom Glauben abgewichen, in Häresie gefallen oder ins Schisma geraten sind, oder derlei hervorgerufen oder verschuldet haben, so wie als solche befunden wurden oder sich bekannt haben oder überführt wurden ODER AUCH IN ZUKUNFT ABWEICHEN, in Häresie fallen oder ins Schisma geraten oder derlei veranlaßt oder verschuldet haben, wenn sie als solche befunden werden, oder sich bekennen oder überführt werden, daß sie darin unentschuldbarer sind als die übrigen, so gehen sie, über die vorgenannten Urteilssätze, Zensuren und Strafen hinaus, EO IPSO – OHNE IRGEND EINE RECHTLICHE ODER FAKTISCHE AMTSHANDLUNG – IHRER ÄMTER UND BISCHOFSSITZE, AUCH IHRER ERZBISCHÖFE-, SOWIE PATRIARCHAL- UND PRIMATIALKIRCHEN SOWIE IHRER KARDINALSWÜRDE UND JEDWEDES LEGATENAMTES VERLUSTIG.“

    Soweit aus dem Unfehlbaren Apostolischen Schreiben das sagt, daß es keines weiteren amtlichen Urteils bedarf, sondern die automatische Exkommunikation sofort eintritt, also der Ausschluß aus der katholischen Gemeinschaft.
    Sie gehen „eo ipso“ ohne irgend eine rechtliche oder faktische Amtshandlung ihrer Ämter verlustig. Amen

    @Pierre 3. November 2016 um 19:40
    „Dann wäre das unser werter S.E.Lefebvre auch gewesen, EXKOMMUNIZIERT! Oder etwa nicht?! Bitte erinnern Sie sich doch an seine -UNA CUM- Messen. Danke.“

    Es geht nicht um Lefebvre – weil Sie nur zugern auf andere verweisen. Sie selbst müssen vor Gott sich verantworten. Auch wenn er es gewesen wäre, er hat bereits sein göttliches Gericht hinter sich.

    Was die Una-cum-Messen betrifft, sagt uns die heilige Kirche, daß sie in der Liturgie bei der Erwähnung „omnibus orthodoxis atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus“ nicht für jene betet, die dem katholischen Glauben nicht angehören, also nicht rechtgläubig sind. Der Priester kann hier weder für Ungläubige noch Sektierer beten und ebenso wenig für die Häretiker, weil sie aufgrund der Häresie exkommuniziert und deswegen aus der heiligen katholischen Kirche ausgeschlossen sind. Im Te ígitur betet der Priester ebenso für „alle Rechtgläubigen“ und für jene „die den katholischen und apostolischen Glauben fördern“. Der Priester kann nicht IN DER MESSE „una cum“ Exkommunizierter oder Häretiker beten.

  29. @ Stefan1:

    Für einen glaubenstreuen Katholiken ist sonnenklar, daß die zweitkonziliaristischen Päpste ihr so hohes Amt eben NICHT auf gottgefällige Weise führ(t)en. Mit ihrem Glaubensrelativismus und apostatischen Handlungen wie dem Korankuß zogen sie sich vielmehr sicher den Zorn Gottes zu.

    *

    @ Alexius:

    Ihre Wahrheitsverweigerung ist schon grotesk. Es wurde hier doch nun wirklich oft genug bewiesen, daß es auch schon vor dem 2VK Irrtümer in der Kirche gab. Bereits die Heilige Schrift bezeugt Uneinigkeit, also auch Irrtümer unter Christen.
    Ebenso grotesk wie Ihre Wahrheitsverweigerung ist auch Ihre Anmaßung. So maßen Sie sich Urteile an, die Ihnen überhaupt nicht zustehen. Dabei sagen Sie sich von Papst und Kirche los und begehen somit Schisma (wobei es freilich der Kirche zusteht, Sie rechtswirksam als Schismatiker zu verurteilen).

  30. @Seefeldt 5. November 2016 um 07:50

    Zitat
    Für einen glaubenstreuen Katholiken ist sonnenklar, daß die zweitkonziliaristischen Päpste ihr so hohes Amt eben NICHT auf gottgefällige Weise führ(t)en.

    Ja, die Sedisvakantisten und die Piusbrüder wollen bestimmten, was glaubenstreu ist. Diese Gruppen glauben sich ermächtigt zu wissen, was glaubenstreu und was Kirche ist. Diese Gruppen richten wie Gott in Gerettete (eigentlich nur sie selber) und Verdammte (eigentlich alle anderen).

    Es gab zu keiner Zeit in der Kirche nur gute Päpste. Das ist ein fataler Irrtum per se. Die historischen theologischen und auch menschlichen Schwächen der Päpste füllen ganze Bibliotheken. Wenn sich die Archive im Vatikan noch weiter öffnen, kommt noch so manches Interessantes dazu.

    Was diese extremen Gruppierungen wollen, ist auf dieser Erde zu keiner Zeit erreichbar, insbesondere für den sündigen Menschen nicht. Deshalb ist ausserhalb der amtl. röm.-kath. Kirche nur Irrtum und tausendfache Zersplitterung sichtbar. So geht es eben auch nicht. Doch machen Sie hier fröhlich weiter. Es ist interessant zu lesen und zu lernen, wie ihr euch selbst zerlegt und mit der Verfluchung von Heiligen selber schadet.

  31. @Alexius 4. November 2016 um 23:21

    “ Was die Una-cum-Messen betrifft, sagt uns die heilige Kirche, daß sie in der Liturgie bei der Erwähnung „omnibus orthodoxis atque catholicae et apostolicae fidei cultoribus“ nicht für jene betet, die dem katholischen Glauben nicht angehören, also nicht rechtgläubig sind. Der Priester kann hier weder für Ungläubige noch Sektierer beten und ebenso wenig für die Häretiker, weil sie aufgrund der Häresie exkommuniziert und deswegen aus der heiligen katholischen Kirche ausgeschlossen sind. Im Te ígitur betet der Priester ebenso für „alle Rechtgläubigen“ und für jene „die den katholischen und apostolischen Glauben fördern“. Der Priester kann nicht IN DER MESSE „una cum“ Exkommunizierter oder Häretiker beten. “

    Wollen wir doch besser auf dem Boden der WIRKLICHKEIT bleiben:

    Kein Papst ist als Exkommunizierter zu sehen wenn er nicht als das IN DER TAT WIRKLICH OFFIZIELL GERICHTET ist. Diese Frage kann (Gewissenspflicht) sich aber der amtl. offiziell gewählte Papst selber stellen ob er sich nun als ipso facto exkommuniziert zu betrachten hat oder nicht. Mehr nicht. Und auch hier hat er die Pflicht sich dafür Gewissheit zu verschaffen, spätestens in einer gültigen Beicht. Oder läuft gerade ein offizielles Anklage-/Amtsenthebungsverfahren gegen einen Scheinpapst/bzw. haeretischen Papst (den es auch nicht geben kann)? Nein.
    UNA CUM besagt eindeutig und zweifelsfrei dass ALLE OFFIZIELLEN PÄPSTE als WAHRE Päpste gesehen werden MÜSSEN und nichtsdestotrotz bzgl. eines möglichen/tatsächlichen unrühmlichen Verhaltens mancher dieser Päpste auch für diese gebetet wird ( z.B. für die Gnade der helfenden Gnaden zur Umkehr jener ).

  32. “ Es geht nicht um Lefebvre – weil Sie nur zugern auf andere verweisen. Sie selbst müssen vor Gott sich verantworten. Auch wenn er es gewesen wäre, er hat bereits sein göttliches Gericht hinter sich. “

    Hier geht es sehr wohl darum die WAHRHEIT zu finden und die Meschen nicht im IRRTUM, im Dunklen verweilen zu lassen! Wenn Lefebvre WIRKLICH falsch lag dann würde auch ich davor warnen. Aber obwohl S.E.Lefebvre formal exkommuniziert war ist dieser vatikanische Entscheid sehr wohl ANFECHTBAR weil UNGERECHT und damit NULL und NICHTIG!!!!
    Nur diese Frage allein bleibt offen: WO und bei WELCHEM (Kirchen?)Gericht kann GERECHT und GÜLTIG diese Sache entscheiden werden?
    Die Antwort: Entweder noch zu Lebzeiten unter einem heiligen Papst oder gar erst beim Gerichte Gottes.

  33. @Pierre 6. November 2016 um 23:16

    Die Exkommunikation von Levebvre ist alles andere als Null und nichtig. Übrigens war diese ipso facto rückwirkend datiert, wie ich hier einmal umfangreich nachgewiesen habe. Die Aufhebung der Exkommunikation durch Papst Benedikt war ein sehr notwendiger Akt für den heutigen Status der Piusbruderschaft. Alles andere taugt nicht.

  34. “ Sie gehen „eo ipso“ ohne irgend eine rechtliche oder faktische Amtshandlung ihrer Ämter verlustig. “

    Die WIRKLICHKEIT spricht aber gerade eben ein anderes Bild. Fakt ist dass eine Person, als amtl.gewählter Papst NOCH IMMER IM AMT IST UND WEITERHIN DIE AMTSFUNKTIONEN AUSÜBT! Basta.
    Ihre ( die der Sedisvakantisten ) Privatansicht hat KEINEN NENNENSWERTEN EINFLUSS auf das WEITERE geschichtliche Geschehen der OFFIZIELL AMTLICHEN Kirche die auch die streitende Kirche Gottes ist.
    Ergo: Nehmen Sie doch bitte endlich Abschied von diesem Wahngebäude der Unwirklichkeit.

  35. @Stefan1 6. November 2016 um 23:35

    Und selbst wenn, dann war es doch ein Eingeständnis dass LEFBVRE KEINE IRRLEHREN verbreitet(e) und BESTANDTEIL IMMER DIESER EINEN KIRCHE WAR.

  36. @Pierre 6. November 2016 um 23:42

    Zitat
    Und selbst wenn, dann war es doch ein Eingeständnis dass LEFBVRE KEINE IRRLEHREN verbreitet(e) und BESTANDTEIL IMMER DIESER EINEN KIRCHE WAR.

    Lefebvre bekam die Tatstrafe der Exkommunikation 1988 (schismatischer Akt) nicht wegen Verbreitung von Irrlehren, sondern wegen unerlaubter Bischofsweihen und am 21. Januar 2009 wurde diese Exkommunikation von Papst Benedikt XVI. aufgehoben. Das muss man unterscheiden.

  37. @Stefan1 8. November 2016 um 21:42

    Sicherlich, wie Sie schreiben. Der Grund war kein falscher Glaube sondern aber ein Ungehorsam im Notstand.
    Halten wir somit fest: Lefebvrve hatte logischerweise weder einen falschen Glauben unterstützt noch verbreitet.
    Und ihm, Lefebvre, „nur“ auf Grund einer formal nicht passenden Bischofsweihe, die dem Vatikan, bzw. dem Papst und seinen Beratern nicht in dereren LInie passte, eine -ipso facto – Exkommunikation zu verhängen ist nicht nur nicht unfair sondern verwegen, wenn sowieso nicht eine ungerechte Vorgangsweise gewesen. Ein späteres Schiedsgericht wird der FSSPX wieder zu ihrer Gerechtigkeit verhelfen!
    Der Glaube der FSSPX ist zweifelsohne EINDEUTIG KATHOLISCH und bedarf KEINER BEANSTANDUNG. Punkt. Das ist die Hauptsache. Jeder Katholik darf sich dort die Sakramente vorbehaltlos holen.

  38. @Stefan 1: Hut ab. Als Sühne für die skandalöse Teilnahme des Frevlers Bergolgio an der ökumenischen Orgie in Lund hat die FSSPX eine Prozession in Lund veranstaltet. Angeführt wurde sie von Pater Lindström, dem ersten schwedischen Mitglied der Bruderschaft. Es brauchtr einiges an Mut, um sich derart zu exponieren und daher verdient das Vorgehen allergrössten Respekt

  39. Aus https://poschenker.wordpress.com/2016/11/26/franziskus-kondoliert-zum-tod-fidel-castros/#comment-30462
    @Salvatore 29. November 2016 um 16:19 schrieb:

    “ Die Bulle „Cum ex Apostulatus Officio“ ist ein rein disziilinäres Dokument, welches spätestens mit der Einsetzung des CIC von 1917 abrogiert wurde. Diese Bulle wird durch tausendfache Zitation nicht mehr Kirchenrechtlich Inkraftreten. Zudem wird in den vorkonziliaren Ausgaben des Denzingers die Bulle nirgends aufgeführt. Selbst Heinrich Denzinger hat persönlich bemerkt, dass diese Bulle kein dogmatisches Dokument ist, sondern rein Disziplinär!

    Die Sedisvakantisten versäumen den Kanon 2314 vollständig zu zitieren. Der Amtsverlust bei einem Kleriker entsteht, gemäss 2314, °2 , wenn er gewarnt wird oder wenn er öffentlich vom Glauben abfällt (öffentlich und sichtbar sich einer Sekte oder den Schismatikern anschliesst –> siehe 188, §4.) Der Kanon 188, §4 kann nur im Zusammenhang mit Kanon 2314, °3 gelesen werden. Da steht unweigerlich, dass ein Kleriker das Amt erst verliert, wenn er offiziell von den kirchlichen Autoritäten gewarnt wurde. Diese stillschweigende Niederlegung des Amtes (ispo facto Verlust, welcher keine deklaratorische Sentenz benötigt) erfolgt erst nach zweifacher Warnung. Eine Warnung aussprechen oder das ausdrückliche Feststellen des Amtsverlustes durch die kirchlichen Autoritäten sind zwei verschiedene Handlungen.

    Kan. 188, §4 wird ausdrücklich im Kan. 2314, °3 im lateinischen original erwähnt:

    „3°. Si sectae acatholicae nomen dederint vel publice adhaeserint, ipso facto infames sunt et, firmo praescripto can. 188, n. 4, clerici, monitione incassum
    praernissa, degradentur.“ )

    In einem Punkt hatte ci-devant recht. Ich hatte die Zensur der Exkommunikation bisher nicht richtig verstanden!

    Wer im „forum externum“ die Sünde der Häresie öffentlich, bewusst und willentlich begeht [1] , der erleidet „ipso facto“ die Zensur der Exkommunikation und schliesst sich daher aus der Gemeinschaft der Kirche aus. Die Exkommunikation schliesst zwar von der rechtlichen Gemeinschaft der Kirche aus, der Kleriker kann jedoch alle seine Ämter unerlaubt aber gültig weiter ausführen (Kan. 2264). Die erlittene Zensur der Exkommunikation verursacht nicht den Amtsverlust per se, sondern der Kleriker darf keine Jurisdiktionsakte setzen. Das hat damit zu tun, dass die Zensur der Exkommunikation nur eine Besserungsstrafe ist. Die Vindiktivstrafen (Sühne und Vergeltungsstrafen) kommen erst durch Urteil der Kirche zustande und deshalb verlieren die Kleriker das Amt oder werden degradiert. Darf er in dieser Zeit neue Ämter besetzen? Nein darf er nicht. Kann er zum Papst gewählt werden? Ja, kann er!

    Das ein Kardinal ohne Wissen des Papstes exkommuniziert und nicht von den vindiktiven Strafen betroffen ist, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Nur dem Papst steht es zu die Kardinäle wegen Vergehen der Häresie, Apostasie und Schisma zu bestrafen. (Kan. 1558). D.h. dem Papst muss es zu Ohren gekommen sein, dass einer seiner Kardinäle ein Apostat, Häretiker oder Schismatiker wurde. Und wenn nicht, dann kommt eben die von
    Papst Pius XII eingesetzte Anordnung Vacantis Apostolicae Sedis, No 34. 1945, A.A.S., vol XXXVIII (1946), n. 3, pp 65 – 99, welche gesetzlich verankert: „Kein Kardinal kann in irgendeiner Weise von der aktiven und passiven Wahl zum Oberhaupt der Kirche ausgeschlossen werden, sei es wegen einem Vorwand oder durch irgendwelche Gründe der Exkommunikation, Suspendierung, Interdiktes oder überhaupt wegen eines kirchlichen Hindernisses….“
    Wenn auch ein Kardinal der Exkommunikation verfallen ist, hebt diese Anordnung die Exkommunikation für die Papstwahl wieder auf.
    Schon Pius X hat eine ähnliche Anordnung verfasst und hinterlassen, welche alle seine Nachfolger bestätigt haben und
    somit kann kein Papst seit dem Vatikanum II nicht gewählter Papst sein,
    weil der jeweilige Vorgängerpapst den Kardinal zumindest hätte mit einer vindiktiven Strafe ahnden müssen, somit wird die erlittene Exkommunikation des Kardinals sichtbar geworden und wäre dann nicht mehr zur Wahl zugelassen.

    [1]Die formelle Häresie, welche sich durch ein hartnäckiges, willentliches und bewusstes Leugnen oder Zweifeln eines Dogmas der katholischen Kirche oder durch das öffentliche Bekenntnis und die Ablehnung des kirchlichen Lehramtes als nächste und unmittelbare katholische Glaubensregel sich manifestiert. Die Hartnäckigkeit benötigt die volle Kenntnis des katholischen Dogmas und volle Zustimmung im Willen für das Festhalten des häretischen Lehrsatzes. Wenn jemand einen hinreichenden Hinweis im „forum externum“ bietet, wie z. B. der Öffentlichkeit eine bewusste und willentliche Zurückweisung des Glaubensartikels zugeben oder durch einen sichtbaren Akt die Kirche verlassen und somit öffentlich die Glaubensregel der Kirche abweisen – somit wäre der formale Aspekt der Häresie öffentlich. „

  40. Sind Sedisvakantisten nicht auch Staasverweigerer?

    Analog dazu könnte das auch den Sedis blühen wer die OFFIZIELLE Röm.Kath.Kirche nicht anerkennt:

    aus http://news.orf.at/#/stories/2368782/ :
    „Reichsbürger“: Brandstetter legt Strafrechtsentwurf vor

    Staatsfeindliche Bewegungen wie OPPT, „Freemen“ und „Reichsbürger“ sollen künftig effizienter strafrechtlich verfolgt werden. Justizminister Wolfgang Brandstetter hat einen Entwurf für einen neuen Tatbestand vorgelegt: „Wir können als funktionierender Rechtsstaat nicht tatenlos zusehen, wie die Autorität unserer Strukturen und Organe untergraben und ins Lächerliche gezogen werden“, so Brandstetter heute Nachmittag.

    Das Innenministerium beziffert die Zahl der „souveränen Bürger“ in Österreich auf rund 750. Sie lehnen jegliche staatliche Autorität ab – Gesetze, Gerichte sowie generell staatliche Institutionen – und versuchen, auch mittels finanzjuristischer Tricks gegen Organe von Behörden vorgehen. Angesichts des vermehrten Auftretens solcher Gruppierungen hatte Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) im Oktober das Justizministerium um einen eigenen Straftatbestand gebeten.
    Gesetz soll früher greifen

    Diesen legte Brandstetter nun vor: In Anlehnung an Paragraf 246 Strafgesetzbuch („Staatsfeindliche Verbindungen“) soll ein weiterer Tatbestand hinzukommen. Dieser soll früher greifen als der weitergehende und mit einem höheren Strafrahmen ausgestattete Paragraf 246, erläuterte der Minister der APA.

    So soll künftig jemand strafbar sein, der eine staatsfeindliche Bewegung gründet oder sich daran beteiligt, die den Zweck hat, die Vollziehung von Gesetzen zu verhindern. Um einer Bewegung anzugehören, ist es ausreichend, dass eine gewisse Anzahl von Personen (zumindest zehn) der gleichen Gesinnung oder dem gleichen Ziel folgen.

    Eine gemeinsame Organisationsstruktur oder gemeinsame Kundgebungen sind nicht notwendig, um einer Bewegung anzugehören. Somit ist sichergestellt, dass der Staat auch auf einzelne Personen strafrechtlich reagieren kann, die sich nicht formal zu einer Gruppe zusammenschließen. Der Gesetzestext wird gerade mit dem Innenministerium abgestimmt

  41. @ Pierre, 29. November 2016 um 22:25 Uhr
    „Sind Sedisvakantisten nicht auch Staatsverweigerer?“

    Das hätten Sie wohl gerne!?

    Wer die Wahrheit verweigert, wie Sie das tun, dem blüht die EWIGE VERDAMMNIS!

  42. @Fingolfin 30. November 2016 um 01:10

    Wie Sie hier ( o. LINK ) sehen ist dieser Schritt zur Illegalität nicht mehr weit entfernt wenn die Gesetze dementsprechend danach ausgerichtet werden. Der Verfassungsschutz beugt vor.
    Die Gewaltenvollmacht/Autorität ist noch immer der OFFIZIELLEN Hl.Röm.Kath.Kirche übertragen. Eine andere Sichtweise ist nicht nur nicht gestattet sondern bewegt sich soweit im strafrechtlichen Raum, s. https://www.psiram.com/ge/index.php/Rolf_Hermann_Lingen .
    Tut mir leid, wenn Sie das nicht so sehen mögen.

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