Die Marianische Priesterbewegung (MPB) – Vortrag von P. Laurent Larroque am ersten Exerzitientag in Collevalenza, 27. Juni 2016

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Liebe Exzellenzen, liebe Mitbrüder,

vor Kurzem habe ich ein Wort Mariens im Blauen Buch gelesen, das mich ge­troffen hat, denn sie spricht nicht vom Triumph ihres Unbefleckten Herzens, sondern sagt: „Das aber wird der Triumph meiner kleinen Söhne in meinem Unbefleckten Herzen sein“ (29. Juli 1975). Das will heißen, dass es nicht nur ihr Triumph ist, sondern auch der unsere — ihr Triumph in uns! Wenn wir immer mehr ihre kleinen Kinder werden, wird sie ihren Triumph in uns verwirklichen. Darum spricht sie nicht nur von einem zukünftigen Triumph, sondern dass er sich bereits täglich im Herzen ihrer kleinen Kinder ereignet: „Jeden Tag errich­te ich nur im Herzen der Kleinen den größten Triumph meines Unbefleckten Herzens.“ (2. Februar 1990)

Ihr Triumph vollzieht sich also tatsächlich durch uns (wenn wir klein sind). Ihr Triumph wird unserer und unserer wird ihrer sein.
Das hat mich sehr beeindruckt, als ich es zuletzt las, obwohl ich es sicher schon früher gelesen hatte, aber das ist ja das Erstaunliche an diesem Buch, dass dich ein Wort Mariens im richtigen Moment trifft. Du hast es vielleicht schon öfter gelesen, ohne dass es dir aufgefallen wäre.
Ich möchte also diesen Gedanken in meiner Betrachtung vertiefen.

Die Frau mit der Sonne bekleidet

(Offenbarung des Johannes, Kapitel 12)

Wir befinden uns tatsächlich in der in Kapitel 12 der Geheimen Offenbarung beschriebenen Zeitperiode. Dies sagt auch der hl. Johannes Paul II. in seiner Predigt zur Seligsprechung von Jacinta und Francisco, am 13. Mai 2000 in Fatima. Er hatte als erste Lesung für die hl. Messe Offb. 12 gewählt, — wie es auch Don Stefano Gobbi immer für die Zönakel tat —, und setzte die „Frau mit der Sonne bekleidet“ mit Unserer Lieben Frau von Fatima gleich.

„Nach dem göttlichen Plan ist ,eine Frau, mit der Sonne bekleidet‘ (Offb 12,1), vom Himmel auf diese Erde herab gekommen, um die vom Vater bevorzugten Unmündigen aufzusuchen. Sie spricht mit der Stimme und dem Herzen einer Mutter zu ihnen …“

Dieser Satz von Johannes Paul II. hat Don Stefano sehr gefallen, weshalb er ihn immer wieder zitiert hat. Er sah darin die Erklärung für den Ursprung der MPB, ihren Geist und den Grund, ihr anzugehören.

* Der göttliche Ursprung. So wie Fatima nicht von Jacinta, Francisco und Lucia erfunden wurde, sondern eine Initiative des Himmels ist, so war auch die MPB keine Erfindung von Don Stefano, sondern ist göttlichen Ursprungs; Maria ist „vom Himmel herabgekommen“ zu Don Stefano. Es ist „ihre“ Bewe­gung und keine, die von Menschen ausgeht. (Vgl. Mt 21,25 in Bezug auf die Taufe des Johannes: stammte sie „vom Himmel oder von den Menschen?“ Und die Pharisäer antworteten: „Wir wissen es nicht“, weil sie sich nicht bekehren wollten.)

* Der Geist des Kleinseins. Wenn wir nicht klein sind, sucht Maria uns nicht auf. Darum gehören auch viele nicht mehr der Bewegung an: Sie ist nur für die Kleinen, die sich Maria anvertrauen. Sie spricht zu ihnen mit dem Herzen und der Stimme einer Mutter und nur jene, die Herz und Ohr eines Kindes haben, können auf das Blaue Buch hören und sich nach den Plänen der Madonna führen lassen.

* Diese Gleichsetzung Unserer Lieben Frau von Fatima mit der sonnenbe­kleideten Frau der Apokalypse sagt uns, dass wir in dieser Zeit angekommen sind, die in Kapitel 12 ff. der Offenbarung beschrieben ist. All dies wird nach und nach im Blauen Buch erklärt.

Die Gottesmutter hat die MPB ins Leben gerufen, um sich eine Heerschar zu bilden, die sich zum Kampf gegen Satan, sein Gefolge und alle apokalypti­schen Tiere, die in Kapitel 12-13 der Geheimen Offenbarung beschrieben sind, versammelt, um schließlich, wie dort und in Kapitel 19-20 nachzulesen, den Sieg davon zu tragen.

Diese Schlacht muss Maria „durch uns“ gewinnen. Das wiederholt sie im Blauen Buch bereits in den allerersten Botschaften: … „Es wird eine neue Kirche für eine neue Welt sein, in der mein Sohn Jesus schließlich herrschen wird. Satan fürchtet nur diesen meinen Sieg, den ich durch euch, meine vielgeliebten Söhne, die ich in meiner Bewegung sammle, erringen werde.“ (1. August 1973)

Das große Zeichen

* Im Kontext des Buches der Geheimen Offenbarung

Die Erscheinung der mit der Sonne umkleideten Frau muss, gemäß dem Buch der Offenbarung, „das Geheimnis Gottes vollenden; so hatte er es seinen Knech­ten, den Propheten, verkündet“ (Offb. 10,7). Dies wird die Auswirkung „der siebten (und letzten) Posaune“ sein. „Der siebte Engel blies seine Posaune … Der Tempel Gottes im Himmel wurde geöffnet und in seinem Tempel wurde die Lade seines Bundes sichtbar … Dann erschien ein großes Zeichen am Him­mel: eine Frau, mit der Sonne umkleidet …“ (Offb. 11,15. 19; 12,1).

Die Lade des Bundes oder die Frau mit der Sonne umkleidet, ist Maria, „die Vollendung des Geheimnisses Gottes“.

* In unserer Zeit

Wir leben in dieser Zeit und die Gegenwart Mariens als „Großes Zeichen“ im Himmel und auf der Erde seit ungefähr zwei Jahrhunderten und ganz besonders in unserer Zeit mit „ihrer“ Bewegung, ist ein Hinweis auf die Auswirkung der „letzten Posaune“, die „das Geheimnis Gottes vollendet“ und den Plan Gottes für die letzten Zeiten verwirklicht. Dies ist eine „gute Nachricht“ für die Diener Gottes, auch wenn Johannes die drei letzten Posaunen mit „Wehe“-Rufen be­gleitet. Ja, „Wehe“ für die Welt, weil es Gericht bedeutet und den baldigen Sturz Babylons , der großen, verdorbenen Stadt (Offb. 18,20-21). Aber auch „gute Nachricht“, wenn unser Herr „an jenem Tag kommt, um inmitten seiner Heili­gen gefeiert und im Kreis aller derer bewundert zu werden, die den Glauben an­genommen haben“ (2 Tess 1,10) und „die sehnsüchtig auf sein Erscheinen war­ten“ (2. Tim 4,8) und sprechen: „Amen. Komm, Herr Jesus!“ (Offb 22,20).

Das Ende der Zeiten ist Unglück und gute Nachricht zugleich: „Denn wir sind Christi Wohlgeruch für Gott unter denen, die gerettet werden, wie unter denen, die verloren gehen. Den einen sind wir Todesgeruch, der Tod bringt; den ande­ren Lebensduft, der Leben verheißt“ 2 Kor 2,15-16.

Papst Paul VI. hat zum 50. Jahrestag der Erscheinung von Fatima von Unserer Lieben Frau als dem „großen Zeichen“ der Apokalypse gesprochen. Dies ist auch der Titel seines Apostolischen Mahnschreibens: Signum Magnum. Ein großes Zeichen erschien am Himmel: Maria, Unsere Liebe Frau von Fatima, die Frau der Offenbarung, die den Kampf mit Satan und seiner mächtigen Ge­folgschaft aufnimmt.

In diesem Text erinnert Papst Paul VI. an die „Weihe der Kirche und des Men­schengeschlechts an Maria“, die von Pius XII. am 31. Oktober 1942 vollzogen wurde. „Diese Weihe haben Wir selbst, am 21. November 1964 erneuert. Nun aber bitten Wir, und rufen dazu alle Söhne und Töchter der Kirche auf, sich persönlich und von neuem aufrichtig dem Unbefleckten Herzen der Mutter der Kirche anzuvertrauen. Und dieses Zeichen vollständiger kindlicher Liebe, die Nachahmung des Beispiels der Mutter, soll in ein tatkräftiges Leben übertragen werden! Mehr und mehr soll der Einzelne sein Leben nach dem Willen Gottes, nach dem Vorbild des Lebens der himmlischen Königin ausrichten und ihr so nach echter Kinderart dienen.“

Wir wünschen, dass die Kirche, zusammen mit dem Hl. Vater, das 100-jährige Fatima-Jubiläum im kommenden Jahr gebührend feiern kann, als ein „Fatima-Jahr“, um den „angekündigten Triumph des Unbefleckten Herzen Mariens zu beschleunigen“, wie Benedikt XVI. am 12. Mai 2010 in Fatima gesagt hat. Dieser Weiheakt an das Unbefleckte Herz Mariens wurde von allen Päpsten unserer Zeit vollzogen und gewünscht:

Johannes Paul II. hat ihn am 25. März 1984 vollzogen. (Text und Bild befinden sich am Ende unseres Blauen Buches, mit dem schönen Kommentar von Maria zu diesem Datum und der Bedeutung dieser Weihe.)

Benedikt XVI. hat ihn mit den Priestern aus aller Welt am 13. Mai in Fatima und am 10. Juni 2010 auf dem Petersplatz gebetet, am Herz-Jesu-Fest und zum Abschluss des Priesterjahres. Dies war von so großer Bedeutung, dass Don Stefano sagte: mit dieser Weihe des Papstes hat die MPB ihr Ziel erreicht, darin bestand ihre Aufgabe. Jetzt geht es darum, dass die Weihe gelebt wird.

Unser Wunsch ist, dass Papst Franziskus eine feierliche Weihe zum 100-jähri­gen Jubiläum in Fatima vollzieht.

Im Kontext der Offenbarung können wir sagen, dass dieser Weiheakt unver­zichtbar ist, um der siegreichen Schar Mariens, die dem kampfbereiten Heer des Bösen gegenübersteht, anzugehören.

Die Schlacht zu unseren Häuptern

Das Erste, was es hervorzuheben gilt: Dies ist der Kampf Gottes und nicht der eure.

„So spricht der Herr zu euch: Fürchtet euch nicht und erschreckt nicht vor die­sem großen Heerhaufen; denn nicht eure, sondern Gottes Sache ist der Krieg. Zieht morgen gegen sie hinab! (…) Doch werdet ihr nicht kämpfen müssen. Tretet an, bleibt aber stehen und seht zu, wie der Herr euch Rettung verschafft. Juda und Jerusalem, fürchtet euch nicht und habt keine Angst! Morgen sollt ihr vor ihren Augen ausrücken und der Herr wird mit euch sein.“ (2 Chron 20,15) „Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen. Der Drache und seine Engel kämpften, aber sie konnten sich nicht halten und sie verloren ihren Platz im Himmel“ (Offb 12,7-8).

Maria sagt oft im Blauen Buch: „Es ist ein Plan der Feindschaft!“ (8. Dezem­ber 1982), ein Kampf, der vor allem auf geistiger Ebene stattfindet: Gott gegen den Teufel; Maria gegen Satan; Engel und Erzengel gegen die aufbegehrenden Engel; die Seelen der Heiligen gegen die Verdammten, die in dieser Zeit auch auf der Erde wirken; und schließlich wir, die Kinder Mariens, die noch auf Er­den sind, gegen die Anhänger Satans. Vgl. 13. Oktober 1985: „Die zwei Heer­scharen.“

„Das ist die Zeit des großen Kampfes zwischen mir und der mächtigen Schar, die unter dem Diktat des roten Drachen und des schwarzen Tieres stehen. Der marxistische Atheismus und das Tier, das einem Panther gleicht [wir nennen es nicht ausdrücklich, wie Maria es Don Stefano empfohlen hatte] führen dieses versammelte Heer an, um die ganze Menschheit zur Verneinung Gottes und zur Rebellion gegen Gott zu verführen.

An der Spitze dieser Heerschar steht Luzifer selbst, der heute seine Heraus­forderung, sich gegen Gott zu stellen und sich selbst als Gott anbeten zu lassen, wiederholt.

Mit ihm kämpfen alle Dämonen, die sich in dieser Zeit aus der Hölle auf die Er ­de ergossen haben, um eine möglichst große Anzahl von Seelen zu verderben. Mit ihnen sind alle Geister der Verdammten und jener vereinigt, die sich in ihrem Leben Gott widersetzen, ihn beleidigen und verfluchen und die Straße des Egoismus und des Hasses, des Bösen und der Unreinheit beschreiten.

Ihr einziges Lebensziel ist das Haschen nach Genüssen, sie befriedigen alle ihre Leidenschaften, sie kämpfen für den Triumph des Hasses, des Bösen und der Gottlosigkeit. Die Schar, die ich selber anführe, wird von allen Engeln und Heiligen des Paradieses gebildet, und sie wird vom heiligen Erzengel Michael, dem Fürst der ganzen himmlischen Heerschar, geleitet.

Das ist eine große Schlacht, die vor allem im Bereich der Geister gekämpft wird.

Auf dieser Erde wird meine Schar von all jenen gebildet, die leben, um entspre­chend der Gnade, die sie in der heiligen Taufe empfangen haben, Gott zu lieben und zu verherrlichen, und die auf dem sicheren Weg der vollkommenen Beob­achtung der Gebote des Herrn gehen.

Sie sind demütig, fügsam, klein und wohltätig; sie meiden die Fallstricke des Dämons und die leichtfertigen Verführungen des Genusses, sie durchlaufen den Weg der Liebe, der Reinheit und der Heiligkeit.“ (13. Oktober 1985)

Wir sind aufgefordert, Stellung zu beziehen: „Wer Unrecht tut, tue weiter Un­recht, der Unreine bleibe unrein, der Gerechte handle weiter gerecht und der Heilige strebe weiter nach Heiligkeit.“ (Vgl. Offb 22,11) „Draußen bleiben die «Hunde» und die Zauberer, die Unzüchtigen und die Mörder, die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und tut.“ (Offb. 22,15)

Es ist eine Schlacht unendlich weit über unseren Häuptern; unendlich weit jen­seits dessen, was wir tun oder ertragen könnten. (Dieses Thema führe ich in meiner nächsten Betrachtung aus.)

Achtung: Die bösen Kräfte haben jetzt große Macht — aber nur durch die Zu­lassung Gottes, damit das ganz klar ist, denn „das Böse ist mächtig, aber das Gute ist allmächtig“ — dennoch ist es eine große Macht.

„Satan ist auf dem Gipfel seiner großen Macht und fühlt sich nunmehr als si­cherer Sieger.“ (8. September 1997)

„ … Satan übt heute eine große Macht aus, die ihm zugestanden worden ist…“ (15. August 1985)

Maria sagt: „ Wie zahlreich und hinterhältig sind die Fallen, die euch die bösen Geister stellen…“ (2. Oktober 1993); „Darum lade ich euch ein, den Schutz des Erzengels Michael herabzurufen, indem ihr täglich den kurzen und doch so wirksamen Exorzismus, den Papst Leo XIII . verfasst hat, betet .“ (29. Septem­ber 1983) (Don Stefano wies darauf hin, dass für Laien damit das Michaelsge­bet gemeint ist.)

Durch euch: Unser Platz im Kampf

Wenngleich diese Schlacht auf einer höheren Ebene stattfindet, so sind wir doch mit einbezogen und müssen unseren Teil beitragen, der „einmalig und unersetzbar“ ist (29. Juli 1979).

Gott will nicht, dass Maria ohne uns siegt, „damit seine Barmherzigkeit noch stärker aufstrahlen kann“:

„Dies ist die Stunde meines Kampfes. Mit euch habe ich nun begonnen, meinen Widersacher gerade dort anzugreifen, wo er momentan den Sieg errungen zu haben scheint. ( …) Gott hat die Vorbereitung dieser Erneuerung meinem müt­terlichen Wirken anvertraut, damit seine Barmherzigkeit noch stärker auf­strahlen kann“. (25. November 1978)

Darum sagt Maria: Ich muss mich auf die Antwort jedes Einzelnen verlassen können, das heißt, wir müssen Verantwortung übernehmen für unser Leben als Mensch, als Christ durch die Taufe, als Priester durch die Priesterweihe. Ver­antwortungsvolle Erwachsene, Christen, die „keine Kompromisse mit der Welt“ machen und verantwortungsvolle Priester, die die Verpflichtungen erfül­len, die sie „mit ihrer Taufe und Priesterweihe übernommen haben“, wie wir in unserem Weiheakt beten. Ich nehme das Geschenk des Priestertums an und verpflichte mich, das Evangelium aus Liebe und zum Heil der mir anvertrauten Seelen zu verkünden.

Diese Verantwortung möchte ich in die Hände und das Unbefleckte Herz Mariens legen, damit Sie darüber wacht, dass ich meine Verpflichtungen erfülle in meiner Schwachheit und unter den großen Schwierigkeiten einer heidnischen Welt, einer Kirche, die sich vom Weltgeist verdunkeln lässt, in einem apokalypti­schen Kampf, der so gewaltig ist, dass es mir ohne ihre Hilfe nicht gelingen würde.

Dies ist das Thema der Botschaft vom 29. Juli 1979: „Eure Antwort“ und vom 22. August 1979: „Treu, bereit und gehorsam“.

Zur Schar Mariens zu gehören ist unsere Rettung, beinhaltet aber auch eine große Verantwortung, nämlich die, Apostel der letzten Zeiten zu sein. Wir sind in diesen Zeiten angekommen. Jene, die das Blaue Buch wirklich lesen, wissen es. Jene, die darin lesen aber dennoch nicht erkennen, wo wir stehen, sind viel­leicht von falschen „Sehern“ beeinflusst, die nur dem Anschein nach mit dem Blauen Buch übereinstimmen. „Vorsicht, meine Brüder!“ mahnte Don Stefano oft. Vor allem in den tragischen Augenblicken, in denen wir einsatzbereit unse­ren Platz im Kampf einnehmen sollen! …

Sind wir bereit, dem Plan der barmherzigen Liebe zu entsprechen, den der Vater durch diese Zeit der großen Reinigung vorbereitet? Dann …

„ … ich ersehne von euch allen eine immer vollkommenere Antwort auf die Wünsche, die ich euch schon auf viele Arten kundgetan habe. Nur so könnt ihr für meinen großen Liebesplan bereit sein … „

Wollen wir im Kampf, der auch uns betrifft, eingesetzt werden, — oder merken wir vielleicht nicht, dass wir uns bereits mittendrin befinden? Geben wir also diese klare Antwort.

„Nur so könnt ihr wirklich meiner Schar, deren Königin und Führerin ich bin, angehören. Damit sich mein Plan erfüllen kann, muss ich mich auf die Ant­wort jedes Einzelnen von euch verlassen können. Eure Antwort muss großzügig, ausdauernd und rückhaltlos sein. Ihr müsst auf mein großes Ge­schenk, das ich euch gemacht habe, Antwort geben, indem ihr euch fügsam von mir nähren, formen und leiten lasst.

Antwortet auf meine dringende Einladung, Priester des Gebetes zu sein. (…) Antwortet auf meine mütterliche Einladung zu leiden. ( …)

Antwortet auf meine Einladungder Heiligkeit entgegenzugehen. (…)

Es hängt von eurerAntwort ab, ob ich in dem bereits begonnenen großen Kampf gegen Satan und seine starke Armee auf euch zählen kann.

Dann wird mein großer Liebesplan für den Triumph meines Unbefleckten Herzens durch euch in Erfüllung gehen können, und der Triumph meines Unbefleckten Herzens wird der Triumph der barmherzigen Liebe Gottes auf der Welt sein.

Ich habe euch gesagt, dass jeder von euch seinen Platz hat, der von mir vorbe­reitet worden ist: einen einmaligen und unersetzbaren Platz!

Fragt mich nicht, welcher Platz der eure ist, wie ich euch gebrauche, wohin ich euch führe, denn durch meine mütterliche Liebe ist euch allen ein eigener Teil zugewiesen worden, den ihr erfüllen müsst. Und dieser Teil muss in Stille und Demut von jedem einzelnen bis zur Vollkommenheit erfüllt werden.

Darum müsst ihr euch mir mit überaus großem Vertrauen überlassen, ihr müsst an mich glauben, ihr müsst euch von mir mit Fügsamkeit und kindlicher Hingabe führen lassen. Dabei sollt ihr euch weder von den Zweifeln noch vom Unglauben eurer Umgebung aufhalten lassen und auch nicht von euren eigenen, mitunter recht lebhaften Wünschen oder von eurer Neugier, die euch drängt, das kennen zu wollen, was ihr vorläufig noch nicht wissen sollt.

Ich bin eure Königin und himmlische Heerführerin, ich sammle euch in meiner Schar und ich statte euch mit meiner eigenen unüberwindbaren und furchtbaren Kraft gegen meine Feinde aus. Nun müsst ihr meinen Befehlen gehorchen.

Einige sind allerdings noch ungewiß und unsicher, sie halten sich damit auf, Bestätigungen und Ermutigungen zu verlangen. So ist ihre Antwort weder be­reitwillig noch vollständig genug. Für euch ist dies die Stunde der Sicherheit, denn die Zeit ist gekommen, sich in den Kampf zu begeben. Innerhalb kurzer Zeit wird jeder von euch die große Aufgabe, die ihm von der besonderen Liebe meines Unbefleckten Herzens zugewiesen wurde, verstehen. Vorläufig, viel­geliebte Söhne, verlange ich von jedem eine vorbehaltlose Antwort, damit sich mein großer Liebesplan verwirklichen und euer Kampf nach meinen Befehlen vor sich gehen kann.“ (29. Juli 1979)

„Eure Antwort muss großzügig, ausdauernd und rückhaltlos sein.“ „Treu, bereit und gehorsam“. (22. August 1979)

Nur wenn ihr gehorcht, seid ihr meine Soldaten. Andernfalls kann ich mich nicht auf euch verlassen. Ich brauche euch, weil Gott es so bestimmt hat, um seine Barmherzigkeit zu offenbaren: meinen Sieg erringe ich in und durch euch. Wie um zu sagen: wenn ihr desertiert, kann sich mein Rettungsplan nicht verwirklichen oder zumindest nicht in der beabsichtigten Weise. Welch große Verantwortung haben wir!

Mir fällt eine Strophe eines Gedichtes der kleinen Hl. Theresia vom Kinde Jesu ein („Jesus allein“), wo sie sagt, dass sie ein mutiger Krieger sein will und zugleich ein kleines, vertrauensvolles und hingebungsvolles Kind:

„An dir allein halte ich mich fest, Jesus, laufe in deine Arme und verberge mich darin. Ich möchte dich mit kindlicher Zärtlichkeit lieben und für dich als tüch­tiger Krieger kämpfen. Mit kindlicher Zartheit möchte ich dich, Herr, mit Zärt­lichkeiten überschütten und mich auf dem Feld meines Apostolats wie ein Sol­dat in den Kampf stürzen.“

Auch wir sollten diese zweifache Bereitschaft haben: Kind zu sein in den Armen Mariens, unserer süßen Mutter und tapferer Streiter unter ihrer Füh­rung, als mächtige Heerführerin, die sich auf uns verlassen kann.

„Gebet, Heiligkeit und Leiden“ sagt Maria. So kann sie uns für unser Kreuz vorbereiten, um für die Rettung der Seelen geopfert zu werden.

Ein Hinweis auf einen möglichen Schmerz wäre das große Schisma (vgl. 15. März 1993): „In der Kirche wird der große Abfall, der sich in der ganzen Welt ver­breitet, seinen Abschluss finden. Die Spaltung der Kirche wird sich in der all­gemeinen Abwendung vom Evangelium und vom wahren Glauben vollziehen.“ (11. März 1995)

Auch wir werden Stellung beziehen müssen und vielleicht wird die Spaltung auch bei den Mitgliedern der MPB Verheerungen anrichten. Das wird sehr schmerzlich sein, um so mehr, da — wie Maria es ankündigt — in der Finsternis unserer Zeit manche unserer Brüder glauben werden, Gott und Maria einen Dienst zu erweisen, indem sie den Gegner verfolgen … Ich bin kein Prophet, ich weiß nicht, wie es sein wird, doch Maria ist die „himmlische Prophetin“ (2. Fe­bruar 1987) dieser letzten Zeiten und sie sagt uns: „Sogar jene, die euch Hin­dernisse bereiten, die euch schmähen, die euch verachten, die euch auf die Sei­te stellen und die euch verfolgen, werden glauben, dem himmlischen Vater und sogar mir, eurer unbefleckten Mutter, damit einen wohlgefälligen Dienst zu er­weisen.“ (12. November 1988 — vgl. Joh 16,2).

Maria ist in Fatima und mit ihrer Bewegung vom Himmel gekommen, um uns „in dieser Entscheidungsstunde, die schwer auf der Welt lastet“ zu retten, denn es ist die Stunde Satans und der Mächte der Finsternis.

„In dieser dunklen Stunde der Prüfung für die Kirche seid ihr von mir berufen, im Licht zu wandeln.“ (4. Dezember 1976)

Wie beim Exodus dichte Finsternis in ganz Ägypten, aber nicht bei den Israeli­ten herrschte (vgl. Ex 10,22-23), so strahlt heute das Licht aus dem Unbefleck­ten Herzen Mariens für ihre Kinder und die Kämpfer für den wahren Glauben.

Gesegnet die, denen das Licht leuchtet, damit sie nicht straucheln: „Wenn je­mand am Tag umhergeht, stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht; wenn aber jemand in der Nacht umhergeht, stößt er an, weil das Licht nicht in ihm ist.“ (Joh 11,9-10).

(Übersetzung aus dem Italienischen)

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Quelle: MARIANISCHE PRIESTERBEWEGUNG, Schlossstraße 8, D-78250 Tengen-Blumenfeld – RB 3 + 4 / 2016

 

One thought on “Die Marianische Priesterbewegung (MPB) – Vortrag von P. Laurent Larroque am ersten Exerzitientag in Collevalenza, 27. Juni 2016

  1. Diese von Don Gobbi ins Leben gerufene „Marianische Priesterbewegung“ ist weder von Gott noch von der Gottesmutter geführt. Diese „inneren Einsprechungen“ wurden von der wahren Katholischen Kirche nie anerkannt. Die „Marianische Priesterbewegung“ ist weder traditionstreu noch marianisch.

    In den angeblich von Maria an Don Gobbi mitgeteilten Offenbarungen kommt in all den Jahren in dem unendlich vielen Wortschwall nicht ein einziges Mal etwas vor vom unseligen NOM noch vom ruchlosen Zweiten Vatikanischen Konzil. Das sagt alles! Dafür aber spricht Maria oft von ihrem „geliebten Johannes Paul II., von Montini usw.

    Nein, nein. Maria selbst will ihren Priestern viel Liebe zu Häretiker und Ketzer ins Herz legen: „Ich werde ihnen eine große Liebe zum Papst und zu der mit ihm verbundenen Kirche schenken.“

    Oder ein andermal: „Daher führe ich euch jeden Tag zur größten Liebe und Treue zum Papst und zu der mit ihm verbundenen Kirche.“

    „In der Person und im Werk des Heiligen Vaters Johannes Pauls II erstrahlt mein großes Licht, das um so stärker werden wird, je mehr die Finsternis alles bedecken wird.“

    Auch hier gilt die Frage: Welcher „Kirche“ gehörten diese Päpste an?
    Welcher „Kirche“ gehört diese Gemeinschaft an?

    Warum hat diese Bewegung so viele Anhänger?
    Der Moderne Mensch ist ein Mensch des Widerspruchs. Ein Modernist liebt nicht die Wahrheit und so auch nicht den wahren Glauben. Er sucht ständig und findet doch nicht die Wahrheit, weil er sie nicht liebt.

    Angeblich sollen dieser Bewegung 400 Bischöfe angehören. Wo sind diese 400 Bischöfe, die die Wahrheit des Glaubens verteidigen?

    Angeblich soll diese Vereinigung 100 000 Priester haben. Wo sind diese 100 000 Priester die aufstehen, das Konzil verwerfen, die Häretiker anklagen und die häretischen Aussagen des „Papstes“ widerrufen?

    Nein, wir haben es hier nicht mit dieser geringen Zahl von 100 Priester zu tun, die von Gott als Rechtgläubige erfunden werden und die Anna Katharina Emmerick vorhergesagt hat.

    Schon der klare Menschenverstand sagt, daß der Himmel nicht tagaus, tagein ständig wiederholende Botschaften gibt.

    Für das Marianische Jahr 1987 soll sie versprochen haben:
    „Dann verspreche ich euch, daß ich selbst in diesem Marianischen Jahr eingreifen werde, um einen Teil dessen, was ich vorhergesagt habe und was vorläufig noch im Geheimnis und Schweigen bewahrt wird, zu verwirklichen.“

    Kann ein Bischof dieser Bewegung beantworten, um was es sich handelte? Wann hat MARIA im Jahre 1987 eingegriffen? Auch sonst hält sie sich bedeckt. Wenn Maria spricht, spricht sie klar.

    Was wurde denn verwirklicht in diesem Jahr 1987?

    Und kein Priester dieser Bewegung kann darauf antworten, bei welcher Gelegenheit Maria diesen „Sturm zur Reinigung der Kirche“ in Fatima angekündigt habe:
    „Der von mir in Fatima angekündigte Sturm zur Reinigung und Läuterung der Kirche und der ganzen Welt ist nun losgebrochen. Dies ist die Stunde der Barmherzigkeit des Vaters. Er offenbart sich durch die Liebe des göttlichen Herzens des Sohnes in dem Augenblick, in dem das Leiden für alle größer wird.“

    Diese jahrelangen angeblichen Eingebungen wurden von Don Gobbi in einem Tagebuch notiert und das herausgegebene Buch heißt „An die Priester, die vielgeliebten Söhne der Muttergottes“ von Don Stefano Gobbi.

    Noch einmal: Jahrelange endlose Offenbarungen, die sich im Grunde immer wiederholen, kennen wir nicht. Auch in Fatima waren es nur sechs Erscheinungen und die Muttergottes hat immer nur kurz und knapp den Kindern Weisung gegeben.
    Es wird zwar von „Sakrilegien“ gesprochen, aber nicht wodurch diese verursacht und von wem sie kommen.

    „Vielgeliebte Söhne, setzt der Flut der Sakrilegien einen Damm entgegen: Niemals ist man so oft zur heiligen Kommunion gegangen und in so unwürdiger Weise wie gerade in dieser Zeit.“

    „Die Kirche ist durch die Verbreitung der sakrilegischen Kommunionen im Innersten verwundet! “
    Also sie schiebt es der eigenen Kirche Ihres Sohnes in die Schuhe.
    Dafür aber gibt es nichts zu beanstanden an der Neuen „Messe“:
    „Jesus in der Eucharistie wird der Mittelpunkt jeder liturgischen Handlung sein, die wie eine Hymne an die Heiligste Dreieinigkeit erklingen wird – durch die ewig dauernde priesterliche Funktion Christi, die sich im eucharistischen Mysterium verwirklicht.“
    Nun, in dieser „Neuen Messe“ verwirklicht sich eben gar nichts. Davon spricht diese Offenbarung nichts! Bemerkenswert ist, daß diese Gemeinschaft kaum angegriffen wurde und wird. Sie liegt auf Konzilsebene!
    „Jesus in der Eucharistie wird der Mittelpunkt eurer kirchlichen Zusammenkünfte sein, denn die Kirche ist sein Tempel, sein Haus, das besonders deshalb erbaut worden ist…
    Nun treffen sich diese Priester in Zönakeln, beten, sprechen über dies und jenes, klagen aber nicht öffentlich die Ketzereien in Rom an. Sie bezeichnen sich als „marianisch“, unterwerfen sich dem Ketzerpapst und haben es bis heute nicht fertiggebracht, daß „Ihr Papst“ die Rußlandweihe vollzog!

    Der Höhepunkt des Aberwitzes:
    „Gerade als sich Satan einbildete zu siegen – nachdem Gott das Opfer Papst Pauls VI. und Johannes Pauls I. angenommen hatte -, habe ich von Gott für die Kirche den Papst erlangt, der von mir vorbereitet und geformt worden war.“

    Wem bis jetzt nicht die Augen aufgegangen sind, muss spätestens hier schalten!

    “ Ich segne diesen mutigen Akt ,meines‘ Papstes, der die Welt und alle Nationen meinem Unbefleckten Herzen anvertrauen wollte; ich nehme diesen Akt mit Liebe und Dankbarkeit entgegen und verspreche dafür einzugreifen, um die Stunden der Reinigung um vieles abzukürzen und um die Prüfung weniger schwer zu machen.“

    Einerseits wird anerkennend die Weihe durch Jopa hervorgehoben, andererseits enthält diese „Eingebung“ unglaubliches:

    „Ich erbitte sie vor allem von Papst Johannes Paul II., dem ersten vielgeliebten Sohn, der sie aus Anlaß dieses Festes in feierlicher Weise vollzieht, nachdem er an die Bischöfe der Welt geschrieben hat, sie in Einheit mit ihm zu vollziehen. Leider ist nicht von allen Bischöfen die Einladung angenommen worden. Besondere Umstände haben es ihnen noch nicht gestattet, mir Rußland ausdrücklich zu weihen, wie ich es schon mehrmals erbeten habe.“

    Die Muttergottes, der liebe Gott selbst, verlangt also etwas, was gar nicht möglich ist. „Besondere Umstände“ erlauben es nicht!
    Da schau her!

    1984!
    „In diesem Jahre werde ich der Kirche und der Welt meine große Macht offenbaren. Mein Licht wird stärker werden…“ Kann sich jemand daran erinnern?

    „Aber ich bitte auch alle Bischöfe, alle Priester, alle Ordensleute und alle Gläubigen um diese Weihe…“

    Der selbsternannte Prophet kennt also die Fatimabotschaft nicht so genau. Die Weihe selbst kann eben nur der Papst vollziehen in Einheit mit allen Bischöfen. Ein wahrer Papst wird natürlich von sich aus die ganze katholische Welt, die Pfarreien und Diözesen, dazu einladen und auffordern, daran teilzunehmen. Die Weihe selbst ist allein dem Papst und den Bischöfen vorbehalten. Natürlich werden die Gläubigen daran teilnehmen und das Gebet mitsprechen. Vollziehen allein muss es der Papst und die Bischöfe. So hat es Maria in Fatima verlangt.

    Genauso wenig stimmt umgekehrt, daß das Dritte Geheimnis nur für den Papst bestimmt sei und er selbst bestimmen könne, wann er das Geheimnis veröffentlicht. Das sind fortwährende Verdrehungen und Mißdeutungen der Fatimabotschaft!

    „Mit dem Heiligen Vater, diesem meinen vielgeliebten Sohn, der das Licht, das aus meinem Unbefleckten Herzen strömt, der Kirche schenkt, gebe ich euch allen Mut und segne euch.“
    Niemals spricht der Himmel auf diese Weise!

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