Syrien: „Ohne Bildung wächst die nächste IS-Generation heran“

Belgium, 10th to 12th October 2016: Brussels (European Union) Meeting with the Vice-president of the European Parliament Mr. Antonio Tajani and a group of MEPs heading the different political party groups. Present the children’s letters and pictures from Syria to the political leaders in Brussels. Over the last few days, more than one million Syrian children in over 2,000 schools across the country have signed an appeal for peace, written letters to political decision makers and made drawings. On the left: Metropolitan George Abdou Zakhem of Homs, Patriarch H.B. Gregorius III - Gregory III Laham Greek Melkite of Antioch, Syriac Orthodox Archbishop Selwanos Boutros Al-Neme, Fr. Dr. Andrzej Halemba Fr. Andrzej Halemba (Head of ACN’s Middle East department) and Mark von Riedemann und Marcela Szymanski (second row)

Belgium, 10th to 12th October 2016: Brussels (European Union)
Meeting with the Vice-president of the European Parliament Mr. Antonio Tajani and a group of MEPs heading the different political party groups.
Present the children’s letters and pictures from Syria to the political leaders in Brussels.
Over the last few days, more than one million Syrian children in over 2,000 schools across the country have signed an appeal for peace, written letters to political decision makers and made drawings.
On the left: Metropolitan George Abdou Zakhem of Homs, Patriarch H.B. Gregorius III – Gregory III Laham Greek Melkite of Antioch, Syriac Orthodox Archbishop Selwanos Boutros Al-Neme, Fr. Dr. Andrzej Halemba Fr. Andrzej Halemba (Head of ACN’s Middle East department) and Mark von Riedemann und Marcela Szymanski (second row)

Vergangene Woche haben hochrangige Kirchenvertreter aus Syrien Bilder und Botschaften von 1,2 Millionen syrischen Kindern an Spitzenvertreter der Europäischen Union und der Vereinten Nationen übergeben. Darin bittet die junge Generation die Weltgemeinschaft um ein Ende des Sterbens, mehr Sicherheit und bessere Bildungschancen. Die Bilder waren bei einem landesweiten Gebets- und Aktionstag unter dem Motto „Frieden für Kinder“ entstanden, der in mehreren syrischen Städten wie Homs, Aleppo und Damaskus durchgeführt wurde. Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hatte die Veranstaltung zusammen mit orthodoxen Kirchenvertretern initiiert.

Als „Botschafter der Kinder“ waren das Oberhaupt der melkitischen griechisch-katholischen Kirche, Patriarch Gregorius III. Laham, der Metropolit der griechisch-orthodoxen Kirche, George Abou-Zakhem, sowie der syrisch-orthodoxe Bischof Silvanos Petros Al-Nemeh zu Institutionen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen gereist.

In Brüssel traf die Delegation unter anderem mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz zusammen. „Es wird nur dann Frieden in Syrien geben, wenn die Weltgemeinschaft sich endlich wieder an einen Tisch setzt. Nur so können Sicherheit und Stabilität wiederhergestellt werden. Aber Frieden kann nicht von außen befohlen werden, er muss in den Herzen beginnen – und das zu vermitteln, ist und bleibt die Aufgabe der Kirchen“, sagte Patriarch Gregorius beim Gespräch mit Schulz.

Dieser hob hervor, dass die EU mit großer Sorge die Situation in Syrien verfolge. „Es ist für uns wichtig, eine Innenansicht des Kriegsgeschehens und der Situation der Menschen in Syrien zu bekommen. Ihr Besuch hat bei allen Gesprächspartnern einen tiefen Eindruck hinterlassen.“ Schulz dankte den Kirchen für die humanitäre Hilfe und ihren Friedenseinsatz.

Am Sitz der Vereinten Nationen in Genf trafen die Bischöfe mit dem Hochkommissar für Menschenrechte, Prinz Zaid Al-Hussain, und dem Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, zusammen. Dabei lag der Fokus auf einer intensiveren Zusammenarbeit der Kirchen mit den UN-Institutionen vor Ort. „Die Vereinten Nationen brauchen die Kirchen als Friedensbotschafter, denn sie erreichen die Herzen der Menschen“, hob Grandi hervor.

Auf die hohe Bedeutung der Christen für die syrische Gesellschaft ging Metropolit George Abou-Zakhem ein. „Christen wird auch von den muslimischen Nachbarn großes Vertrauen entgegengebracht. Das erleben wir auch jetzt bei unseren Hilfsaktionen. Man kann sagen, dass wir der ,Kitt‘ der syrischen Gesellschaft sind.“ Aufgabe der Kirchen sei es, die Spaltungen der Kriegsparteien zu überwinden und so den Weg für Frieden zu bereiten. So geschehe es zum Beispiel in seiner Bischofsstadt Homs, wo man eng mit den Muslimen zusammenarbeite. Im Frühjahr und Sommer wurden Stadt und Region Homs von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ befreit. Viele Menschen kehrten jetzt in ihre Heimat zurück. Die Kirche unterstütze Christen wie Muslime gleichermaßen. „Wir erleben, wie das soziale Leben wieder zu blühen beginnt. Das muss auch für die anderen Regionen möglich werden“, sagte Abou-Zakhem.

Bischof Silvanos Petros Al-Nemeh fügte hinzu: „Die Präsenz der Christen überall im Land ist die Garantie dafür, dass die Einheit Syriens erhalten bleibt.“ Das wirksamste Mittel, den IS zu bekämpfen, sei Bildung. „Ohne Schulen wächst die nächste Generation des IS heran. Die Kirchen bauen überall im Land die Schulen wieder auf. Sie sind offen für jeden.“ Über 90 Prozent der Schüler in kirchlichen Schulen seien Muslime, „denn die Eltern schätzen die Qualität unserer Ausbildung und wollen, dass ihre Kinder gemeinsam mit Christen aufwachsen“, erklärte Al-Nemeh.

Derzeit können nach Informationen der Oxford Research Group mehr als zwei Millionen syrische Kinder aufgrund des Krieges keine Schule besuchen. „Die Kirchen sind in einigen Regionen die einzigen, die Unterricht organisieren und der notleidenden Bevölkerung effektiv helfen“, erklärte der Nahost-Experte von „Kirche in Not“, Andrzej Halemba. Auch viele Hilfsorganisationen hätten sich aus Sicherheitsbedenken aus den umkämpften Gebieten zurückgezogen. Umso wichtiger sei es deshalb, die kirchlichen Einrichtungen zu unterstützen, so Halemba. „Nur wenn wir vor Ort helfen, können wir verhindern, dass noch mehr Menschen flüchten müssen.“

„Kirche in Not“ hat seit Beginn des Syrienkriegs Hilfen in Höhe von 14,6 Millionen Euro geleistet. Damit werden unter anderem Lebensmittelpakete, Medikamente, Babynahrung und Wohnraum für kinderreiche Familien finanziert. Außerdem unterstützt das Hilfswerk den Wiederaufbau zerstörter Kirchen und Klöster sowie die Arbeit der christlichen Schulen.

Um weiter in der Kriegsregion helfen zu können, bittet das Hilfswerk um Spenden – online unter www.spendenhut.de oder an folgendes Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
LIGA Bank München
IBAN: DE63 7509 0300 0002 1520 02
BIC: GENODEF1M05
Verwendungszweck: Syrien

(Quelle: Pressemitteilung KiN)

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Quelle

5 Kommentare zu “Syrien: „Ohne Bildung wächst die nächste IS-Generation heran“

  1. „Es wird nur dann Frieden in Syrien geben, wenn die Weltgemeinschaft sich endlich wieder an einen Tisch setzt.“

    Es wird nur dann Frieden geben wenn man tut, was MARIA in FATIMA verlangte.

    Die Hauptschuld für die derzeitigen Kriegszustände in der Welt trägt dieses feindlich gesinnte Rom für alles, was FATIMA betrifft.
    Weder die Rußlandweihe an das Unbefleckte Herz Mariens wurde erfüllt, noch das Dritte Geheimnis von Fatima bekanntgemacht, noch die Fünf Herz-Mariä-Samstage durchgesetzt.

    „Seht zu, daß euch niemand verführe!..
    Ihr werdet von Kriegen und Kriegsgerüchten hören, seht zu, laßt euch nicht schrecken; denn es muß so kommen..
    Denn aufstehen wird Volk wider Volk und Reich wider Reich und Hungersnöte werden sein von Ort zu Ort und Seuchen und Erdbeben. All das ist der Anfang der Wehen.
    Alsdann werden sie euch der Drangsal überliefern und euch töten, und ihr werdet verhaßt sein bei allen Völkern ob meines Namens..
    Viele falsche Propheten werden aufstehen und werden viele verführen…

    Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden..

    WENN IHR NUN DEN ‚GREUEL DER VERWÜSTUNG‘, VORHERGESAGT DURCH DEN PROPHETEN DANIEL (9,27; 12.11) STEHEN SEHT ‚AN HEILIGER STÄTTE‘ – WER ES LIEST BEDENKE ES WOHL – DANN FLIEHE, WER IN JUDÄA IST IN DIE BERGE..

    ES WIRD NÄMLICH DANN EINE GROSSE DRANGSAL SEIN WIE DERGLEICHEN NICHT GEWESEN IST SEIT ANBEGINN DER WELT BIS JETZT UND NICHT MEHR SEIN WIRD.
    UND WÜRDEN JENE TAGE NICHT ABGEKÜRZT, WÜRDE KEIN MENSCH GERETTET WERDEN, DOCH UM DER AUSERWÄHLTEN WILLEN WERDEN JENE TAGE ABGEKÜRZT WERDEN.“

    Christus spricht bei dieser Gelegenheit von einer Verfinsterung der Sonne und des Mondes, was etwa 30 glaubwürdige Prophetien bestätigen im Begriff der „Drei Finsteren Tage“!

    „Dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen…“
    Das Zeichen des Kreuzes erscheint nicht am Ende der Welt, sondern während dieser Drangsal, auf der wir zugehen.

    Von der Drangsal aber heißt es, daß sie ferner
    „nicht mehr sein wird“; das bedeutet also ein Weiterexistieren der Welt und nicht das Ende der Welt!
    „würde kein Mensch gerettet werden“ bedeutet ebenso, daß wir nicht das Ende der Welt vor uns haben.
    „Wie in den Tagen des Noe“ – so wird diese Ankunft sein!
    „bis die Sintflut kam und ALLE hinwegraffte…so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein“

    „Dann werden zwei auf dem Felde sein; der eine wird hinweggenommen, der andere zurückgelassen werden. Zwei werden mahlen an der Mühle, der eine wird hinweggenommen, die andere zurückgelassen werden.“

    Es werden also welche „zurückgelassen werden“ und niemand weiss wer. Denn Gott selbst entscheidet, wer zurückgelassen und wer hinweggenommen wird.
    Darum wachet..!
    (Aus dem Matthäusevangelium, 24. Kapitel)

    An dieses 24. Kapitel reiht sich das 25. Kapitel an mit den törichten und klugen Jungfrauen! Seid also wachsam und bereit!

    „….dass die EU mit großer Sorge die Situation in Syrien verfolge“ – das ist Scheinheiligkeit und Absurdität! Die EU soll „mit großer Sorge“ die Situation zur Kenntnis nehmen, die sie selbst geschaffen hat durch die Entchristlichung des Abendlandes, durch ihre Glaubens- und Gottlosigkeit, durch die bewußte Übertretung aller 10 Gebote und sich deshalb auf das Strafgericht Gottes einzustellen hat.

  2. @ Alexius:

    Auch ständige Wiederholung falscher Behauptungen machen diese Behauptungen nicht wahr. Die Weihe Rußlands wurde durch Papst Pius XII. vorgenommen, und dieser Weihe folgten die Bekehrung Rußlands vom Kommunismus und einige Jahrzehnte des Friedens in Europa. Maria verkündete ja keineswegs einen ewigen und weltweiten Frieden.
    Schuld an den derzeitigen Kriegszuständen sind hauptsächlich die USA mit ihrer weltweiten Zündelei.

    „„….dass die EU mit großer Sorge die Situation in Syrien verfolge“ – das ist Scheinheiligkeit und Absurdität! Die EU soll „mit großer Sorge“ die Situation zur Kenntnis nehmen, die sie selbst geschaffen hat durch die Entchristlichung des Abendlandes, durch ihre Glaubens- und Gottlosigkeit, durch die bewußte Übertretung aller 10 Gebote und sich deshalb auf das Strafgericht Gottes einzustellen hat.“
    Hiermit haben Sie allerdings recht.

  3. Diese Frage ist doch für @POS und @Pierre bestimmt:
    „Welcher Kirche gehöre ich eigentlich an?“

    Schreiben Sie das, @Pierre, doch Ihrem Mentor! Und selbst müssen Sie sich doch fragen „welcher Kirche gehöre ich eigentlich an?“
    Von Bergoglio wissen die wahren Katholiken dies längst und künden es seit Jahren!
    Solange aber katholisches.info immer noch von „Papst“ redet, muß es ihn auch als Oberhaupt der Katholischen Kirche anerkennen, sich unterwerfen, so wie dies Fellay, POS, Pierre und Genossen tun müssen!

  4. @ Alexius:

    Nochmals: Auch ständige Wiederholung falscher Behauptungen machen diese Behauptungen nicht wahr. Päpstlichen Irrtümern muß man sich keineswegs unterwerfen. So widersprachen die Heiligen Paulus und Athanasios päpstlichen Irrtümern, so widersprach auch Erzbischof Lefèbvre päpstlichen Irrtümern, und den Widerspruch gegen päpstliche Irrtümer erlaubt ausdrücklich beispielsweise die Papstbulle „Cum ex apostolatus officio“. Sie, Alexius, mißachten Papst, Kirche und Kirchenrecht, Sie setzen Ihre Einbildungen über die Tatsachen und das Kirchenrecht hinweg – schlimmer noch, als das Luther tat.

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