Papst: ‪„Die alten Leute sind dazu berufen, eine Kultur des Lebens zu verbreiten“

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‪Papst Franziskus, Audienz, 15. Oktober 2016

Die Alten seien wie Bäume,
die auch unter der Last der Jahre Früchte tragen

Die Kirche betrachte die alten Menschen mit Zuneigung, Dankbarkeit und großer Achtung. Sie seien ein wesentlicher Teil der christlichen Gemeinde und der Gesellschaft, weil sie‪ „die Wurzeln und das Gedächtnis eines Volkes darstellen“.

Dies unterstrich Papst Franziskus am Samstag vor einer Gruppe von mehr als tausend Senioren, die anläßlich des Festes der Großeltern in der Audienzhalle ‪„Paul VI.“ im Vatikan empfangen wurden.

In seiner Ansprache bezeichnete der fast 80-jährige Pontifex die alten Menschen als eine ‪„wichtige Präsenz“ in der heutigen Gesellschaft. Ihre Erfahrung – so der Papst – sei ‪„ein kostbarer Schatz, unverzichtbar, um mit Hoffnung und Verantwortlichkeit in die Zukunft zu schauen“.

Ihr Beitrag sei wesentlich für die jungeren Generationen. ‪Die von den alten Menschen über die Jahre angesammelte Reife und Weisheit könnten den Jugendlichen auf ihrer Suche nach dem eigenen Weg helfen, so betonte Jorge Bergoglio. Auch in den schwersten Prüfungen legten sie Zeugnis davon ab, dass man nie das Vertrauen in Gott und in eine bessere Zukunft verlieren solle, so erinnerte der Papst.

Alte Menschen seien wie Bäume, die weiter Früchte tragen, auch unter der Last der Jahre, so der Papst, der den großherzigen Einsatz vieler Senioren u.a. „als Katechisten, Mitgestalter der Liturgie,  Zeugen der Nächstenliebe“ in den Pfarreien würdigte.

Während Papst Franziskus die Großeltern dazu einlud, mit ihren Kleinkindern zu reden, prangerte er erneut die ‪„verderbliche Wegwerfkultur“ von heute und ihre ‪„Ausgrenzung“ alter Menschen an, weil sie als ‪„unproduktiv“ betrachtet würden.

Deswegen sei es ihm eine Freude, so erzählte der Papst, im Lukasevangelium (2,25-38) zu lesen, dass genau zwei ‪„Großeltern“, nämlich Simeon und Hanna, und nicht einen Priester, das Jesuskind 40 Tage nach seiner Geburt im Jerusalemer Tempel empfingen.

Am Ende seiner Ansprache dankte er den alten Menschen ‪„für Ihr Beispiel der Liebe, Hingabe und Weisheit.“ ‪„Mögen ihr Lächeln und die schöne Helligkeit ihrer Augen der Gesellschaft nie fehlen: dass die Gesellschaft sie sehen möge“, so fügte er noch dazu.

Danach lud er seine Zuhörer ein, gemeinsam zur Heiligen Anna, Jesu Großmutter, zu beten.

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