Papst empfängt junge ökumenische Luther-Pilger

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Papst Franziskusmit den zwei verbundenen Pilgerschals, die den gemeinsamen Weg der Ökumene symbolisieren, und den 95 Thesen.

„Wir danken Gott dafür, dass wir – Lutheraner und Katholiken – heute gemeinsam auf dem Weg vom Konflikt zur Gemeinschaft unterwegs sind“: Papst Franziskus würdigte an diesem Donnerstag erneut die Ökumene mit den Reformierten, wobei das „auf dem Weg sein“ in diesem Fall ganz wörtlich gemeint war. Etwa 1.000 Jugendliche aus den Luther-Ländern Deutschlands waren in der Audienzhalle versammelt, es war der Zielpunkt ihrer Reise ‚Mit Luther zum Papst’. Mitgebracht hatten sie 95 Thesen zur Ökumene, die sie während der Reise erarbeitet hatten. Sie basieren auf die Charta Oecumenica, den „Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit in den Kirchen Deutschlands“. Die neu verfassten Thesen überreichten sie dem Papst in Buchform. Zu Beginn richtete Franziskus einige Grußworte an die Pilger, die ihn lauthals begrüßten.

„Wir haben gemeinsam bereits einen wichtigen Teil des Weges zurück gelegt“, kommentierte der Papst. Schmerz über die immer noch bestehende Trennung sei genauso dabei wie auch Freude über die wieder gefundene Geschwisterlichkeit. „Eure so zahlreiche und enthusiastische Präsenz ist ein Zeichen genau dieser Geschwisterlichkeit, und sie erfüllt uns mit Hoffnung, dass das gegenseitige Verständnis wächst.“

Der zweite Teil der Begegnung lief im Frage-Antwort-Modus ab, Papst Franziskus sprach frei. Zum Stichwort „Reform und Reformation“ bekannte Franziskus, das Voranschreiten und Reifen sei der Kirche zu jeder Zeit eingeschrieben. Außerdem sprach er über die Frage des Umgangs mit Flüchtlingen, die gerade in den neuen Bundesländern, aus denen die meisten Pilger der ökumenischen Wallfahrt kommen, eine brennende Frage ist. An diesem Donnerstag hatte der Papst auch seine Botschaft zum nächsten Weltflüchtlingstag veröffentlicht.

Papst Franziskus und eine kleine Scherzfrage auf Deutsch

Franziskus rief die jungen Katholiken und Lutheraner dazu auf, gemeinsam zu beten und gemeinsam Bedürftigen zu helfen. „Dort werden wir auch zu einer größeren Einheit finden“, so der Papst. Und mit einer überraschenden Frage-Antwort-Sequenz verabschiedete er sich von den deutschen Jugendlichen. „Ich möchte auch eine Frage stellen: Wer ist besser? Die Evangelischen oder die Katholischen?“ und auf Deutsch sagte Franziskus: „Besser sind alle zusammen. Vielen Dank!“

In seiner Rede sprach der Papst seine Reise nach Lund an, bei der er Ende diesen Monats gemeinsam mit dem Lutherischen Weltbund der Reformation gedenken werde, dazu gehöre dann selbstverständlich auch der Dank für 50 Jahre offiziellen Dialog. „Zu diesen Gedenken gehört als wesentlicher Teil auch der Blick in die Zukunft, auf ein gemeinsames christliches Zeugnis für die Welt von heute, die so viel Durst hat nach Gott und nach seiner Barmherzigkeit.“

Genau das fordere die Welt von den Christen: sichtbares Zeichen dieser Barmherzigkeit zu sein. „Indem wir den Bedürftigsten dienen, erfahren wir, dass wir bereits vereint sind. Die Barmherzigkeit Gottes eint uns,“ so der Papst. „Ich ermutige euch, Zeugen dieser Barmherzigkeit zu sein”, rief er die Jugendlichen auf. Im Anschluss an seine Rede wurde Papst Franziskus mit dem obligatorischen Pilgerschal bedacht. Bei dieser Wallfahrt gab es einen blauen und einen gelben, als Symbol für die beiden Konfessionen. Für Franziskus knotete man beide zusammen und legte sie ihm um den Hals: Die zusammengeknoteten Schals sollen den gemeinsamen Weg der Ökumene verdeutlichen. Zum Abschluss der Audienz stimmte Franziskus das Vater Unser auf Deutsch an und betete mit den evangelischen und katholischen Pilgern das Gebet, das alle christlichen Konfessionen vereint. Die Pilger waren im Anschluss alle noch sichtlich berührt und begeistert, nicht nur von dieser einmaligen ökumenischen Wallfahrt, sondern auch von der exklusiven Papst-Audienz.

Hintergrund

Bei der Reise „Mit Luther zum Papst“ handelt es sich um ein Kooperationsprojekt der Kinder- und Jugendpfarrämter der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland und der evangelischen Landeskirche Anhalts sowie der Arbeitsstelle für Jugendpastoral im Bistum Magdeburg. Sie findet im Rahmen der Feierlichkeiten zum Reformationsjubiläum statt, dass in Deutschland von beiden Kirchen als „Christusfest“ gefeiert wird.

(rv 13.10.2016 ord)

13 Kommentare zu “Papst empfängt junge ökumenische Luther-Pilger

  1. @POSchenker: Dieser Frevler sollte endlich einmal gründlich Mortalium animos studieren anstatt ständig seinen ökumenischen Schwachsinn von sich zu geben. Er würde dadurch eines besseren belehrt, denn mit stichhaltigen Argumenten weist Papst Pius XI nach, dass Ökumene wie sie den frevelhaften Nachfolgern Pius XII vorschwebt, eine Chimäre ist.

  2. Was sagt der „Heilige Vater“:

    „In comments to Roman clergy yesterday Pope Francis referred to cases that “happen often” where bishops have accepted “traditionalist” seminarians who were rejected by other dioceses. Because “they presented themselves very well, very devout,” said the pope, the bishops failed to find out information about them, and they were later found to have “psychological and moral problems.“ Ordaining such seminarians, said the pontiff, is like placing a “mortgage on the Church.”
    […]
    „The pope’s negative reference to “traditionalists” is not new. He used the term in his closing address to the Synod Fathers gathered in the Vatican for last October’s explosive Extraordinary Synod on the Family. In comments widely interpreted as referring to Cardinal Raymond Burke and other cardinals at the Synod who fought to maintain the teaching of the Church on homosexuality and Holy Communion, Pope Francis spoke of the temptation of “traditionalists” with their “hostile inflexibility,” and their failure to allow themselves to be “surprised by God.” …

    https://www.lifesitenews.com/news/was-pope-francis-warning-against-bishops-ordaining-traditionalist-seminaria

    Man muß halt mal ein bißchen „flexibler“ sein, wie die „katholischen“ Dialektiker hier… dann klappt’s auch mit den „göttlichen Überraschungen“…
    Fehlt nur mal wieder der Appel an die veräppelten Gläubigen: ‚Reihen schließen, für den heiligen Vater beten’…

  3. Und die „christlichen Brüder und Schwestern“ plaudern auch mal wieder etwas aus dem Nähkästchen:

    „“Conservative Catholics” are the latest Americans to be smeared by members of Democrat presidential candidate Hillary Clinton’s campaign, leaked emails revealed on Tuesday show.

    Catholic beliefs are bashed as “backwards” and conservative Catholics are termed responsible for “an amazing bastardization of the faith” in one of the more than 1,000 hacked emails from Clinton campaign chairman John Podesta released Tuesday afternoon by WikiLeaks.

    “I imagine they think it is the most socially acceptable politically conservative religion,” writes Clinton campaign Director of Communications Jennifer Palmieri. “Their rich friends wouldn’t understand if they became evangelicals.”
    […]
    “They can throw around ‘Thomistic’ thought and ‘subsidiarity’ and sound sophisticated because no one knows what the hell they’re talking about,” Halpin wrote Palmieri and Podesta.

    Halpin goes on to describe how “many of the most powerful elements of the conservative movement are all Catholic,” and refers to Catholic beliefs as “severely backwards” and asserts that conservative Catholics are utterly ignorant of Christian democracy.

    “It’s an amazing bastardization of the faith,” Halpin says in the email. “They must be attracted to the systematic thought and severely backwards gender relations and must be totally unaware of Christian democracy.”“

    https://www.lifesitenews.com/news/the-next-deplorables-clinton-campaign-rips-backwards-catholic-beliefs-in-le

    Der Freimaurer-Popanz nennt sich also „christliche Demokratie“… Scheint mal wieder die Bestätigung zu sein, wie sehr die westliche Gesellschaft doch die christliche bzw. gottgewollte Zivilisation ist…

  4. „Papst empfängt junge ökumenische Luther-Pilger!“

    Und so wird es das ganze Jahr – bzw. noch länger – weitergehen, denn es fängt ja jetzt schon an. Es reizt Sie ungemein, Herr POS, solche Frevelartikel bekanntzugeben, nicht wahr? Stört Sie das nicht, wenn Ihr „Papst“ sich nicht genug tun kann, den exkommunizierten Ketzer Luther zu bejubeln und Ehre zu erweisen – statt der Gottesmutter von FATIMA. Kein Marianisches Jahr wird es geben, dafür viel Tamtam um den Erzketzer Luther. Jorge wird das Fatimajahr nur scheinheilig nebenbei erwähnen, denn Fatima geht Rom nichts an. Es gehört ohnehin der Vergangenheit an, sagte Ratzinger.

    Zwei Dinge werden 2017 erkennen lassen, dass die Zeit reif ist für das grosse Strafgericht:
    1. Wenn die Piusbruderschaft den ehebrecherischen Schritt vollzieht
    2. Wenn das FATIMAJAHR als Lutherjahr zu Ende geht.

    Am 13. Oktober 1917 ereignete sich das Sonnenwunder in Fatima und gleichzeitig das Wunder, daß eine 70 000köpfige völlig durchnässte Pilgerschar binnen kurzer Zeit sich ausnahmslos trocken fühlte.

    Fatima wurde also am 13. Oktober 1917, dem letzten Tag der Erscheinungen in Fatima, durch zwei Wunder vom Himmel ausdrücklich bestätigt als Beweis der Echtheit. Eine Geringschätzung oder gar Mißachtung der für das ganze Menschengeschlecht so bedeutsamen und von der Kirche anerkannten Botschaft ist frevelhaft und wird sich furchtbar rächen, rächen vor allem für die Verantwortlichen, die sich dennoch weigerten, Russland dem Unbefleckten Herzen Mariens so zu weihen, wie es Maria verlangte, die sich weigerten, das Halten der fünf Herz-Mariä-Samstage, jeweils am ersten Samstag des Monats, eindrücklich und ausdrücklich bekanntzumachen, die sich hartnäckig weigerten, das wahre Dritte Geheimnis, niedergeschrieben von der wahren Lucia dos Santos von Fatima, zu veröffentlichen, diese Besetzer des Vatikans, die sich weigern, die Verehrung des Unbefleckten Herzens Mariens weltweit einzuführen als letzten Rettungsanker, um die Seelen vor dem ewigen Verderben zu bewahren.

  5. Man kann ohne weiteres davon ausgehen, dass das Dritte Geheimnis von FATIMA ausdrücklich von diesem Räuberkonzil spricht. Denn hier geht es um das Heil unzähliger Seelen. Und wenn das oberste Gesetz das Heil der Seelen ist, wird dann die Muttergottes von einem angeschossenen „Papst“ sprechen? Nein, sie sprach von diesem ruchlosen Konzil, das den Glauben Unzähliger in Gefahr bringen wird.

    Das modernistische Konzil war ein Konzil ohne Dogma! Der moderne Mensch ist ein Mensch ohne Dogma!

    Der heilige Papst Pius X. schreibt: „Ich glaube, es wird gut sein, dass wir präzisieren, welches die wesentlichen Eigenschaften dieser Modernisten sind… Was ist dieser moderne Mensch? ..Für diesen modernen Menschen ist vor allem charakteristisch, dass er ein Mensch ohne Dogma ist. Ein Mensch ohne Dogma und ohne Wahrheit!…“

    Der moderne Mensch ist also ein Mensch ohne Dogma und ohne Wahrheit! Er steht nicht in der Wahrheit! Das modernistische Konzil war ein Konzil ohne Dogma! Und deswegen können wir aus dem zum Dritten Geheimnis hinführenden bereits bekannten Satz „In Portugal wird das Dogma des Glaubens immer erhalten bleiben, etc. „ schließen, dass sich die Fortsetzung des Satzes auf den Verlust des Glaubens bezieht. Maria spricht also vom „Dogma des Glaubens“, weil das Konzil das Dogma des Glaubens in Gefahr bringen wird.

    Wir sehen fortgesetzt, daß die Dogmen in Auflösung begriffen sind. So wollte auch diese von Ganoven besetzte Versammlung ausdrücklich kein dogmatisches Konzil sein. Und diese Herren nahmen in ihrer Verblendung nicht wahr, daß jedes Konzil ein dogmatisches Konzil ist. Jedes Konzil ist ein dogmatisches Konzil, denn es muss die Wahrheit des Glaubens verteidigen und den Irrtum verurteilen. Der moderne Mensch will kein Dogma, und deswegen hat Pius X. den Modernismus als Häresie verurteilt und alle, die ihm anhangen, exkommuniziert. Wir haben es also mit einer exkommunizierten Sektengemeinschaft zu tun: die Konzilssekte.

  6. Pierre zu 14. Oktober 2016 um 07:47

    Wenn Sie solchen Nonsens ernstnehmen, ist es nicht verwunderlich, warum Sie so verwirrt sind.

  7. @Ci-devant 14. Oktober 2016 um 15:06

    „ernstnehmen“

    Ich meine, es ist mir im Internet nur aufgefallen und wollte dies einfach weiterleiten, nur zum Nachdenken geben. Wer was daraus macht ist eine andere Sache. Ich behalte diese Sachen zwar im Hinterkopf, stütze mich aber nicht drauf, wenn Sie das meinen.

  8. http://www.katholisches.info/2016/10/14/luthermanie-martin-luther-zu-besuch-bei-papst-franziskus-im-vatikan/
    Luthermanie: Martin Luther zu Besuch bei Papst Franziskus im Vatikan

    Oktober 2016 4
    Martin Luther im Vatikan angekommen. Besuch Luthers in Form einer Statue bei Papst Franziskus
    (Rom) Auf der geographischen Achse Berlin–München–Rom herrscht seit einigen Monaten die Luthermanie. Gestern wurde Papst Franziskus im Vatikan sogar von Martin Luther besucht, zumindest von einer Statue des „Reformators“. Eine solche Darstellungsform wird im Vatikan ansonsten nur Heiligen zuteil. Eine entfernte Vorahnung des Kommenden?
    Gestern empfing Papst Franziskus die Teilnehmer einer in Zusammenarbeit mit einigen deutschen Bischöfen durchgeführte ökumenischen Wallfahrt „Mit Luther zum Papst“. Franziskus sagte zu ihnen:
    „Das, was uns eint, ist schon viel mehr als das, was uns trennt!“

    In der Tat! Die Konzilssekte hat sich derart verprotestantisiert, daß vom Katholischsein soviel wie nichts mehr übrigbleibt. Eine Sekte im wahrsten Sinn des Wortes!

  9. Wir begrüßen @Stephan sehr herzlich und heissen ihn willkommen. Eine Verstärkung der glaubenstreuen Katholiken hier zeigt sich gerade jetzt als dringend notwendig.

  10. @Alexius 13. Oktober 2016 um 22:13

    Zitat
    Zwei Dinge werden 2017 erkennen lassen, dass die Zeit reif ist für das grosse Strafgericht:
    1. Wenn die Piusbruderschaft den ehebrecherischen Schritt vollzieht
    2. Wenn das FATIMAJAHR als Lutherjahr zu Ende geht.

    Und Sie entscheiden, ob diese Phantastereien erfüllt sind, wobei davon auszugehen ist, dass sie sowieso erfüllt sind, weil Sie es gesagt haben bzw. im 2018 erinnern Sie sich nicht mehr daran und erzählen eine neue Phantasterei für 2018 mit vergleichbaren Inhalt?

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