Tiefe Umkehr und eine Wiederbelebung des Glaubens in Jesus Christus: Papst Franziskus

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Papst Franziskus bei der Feier der heiligen Messe im Petersdom am 2. September 2015. Foto: L’Osservatore Romano

Die Dringlichkeit einer tiefen Umkehr und einer Wiederbelebung des Glaubens in Jesus Christus: Das hat Papst Franziskus gegenüber den Pallottinern betont, deren Lebensregel die Nachahmung des Lebens Jesu ist.

Die Mitglieder haben sich zur 21. Generalversammlung der Kongregation vereint, die auf den heiligen Vinzenz Pallotti zurückgeht, der unter anderem dafür bekannt ist, das Papsttum von Giovanni Mastai Ferretti vorhergesagt zu haben, vor allem aber für sein umfassendes Werk christlicher Erneuerung, das zusammen mit den Laien durchgeführt wird.

Papst Franziskus geht vom Charisma des heiligen Vinzenz aus, von der Tatsache, dass er „die Gabe hatte, zu erkennen, dass Jesus der Apostel des Vaters ist, groß in seiner Liebe und reich an Erbarmen“ und dass das Geheimnis der Vaterschaft Gottes „in unseren Zeiten eine besondere Bedeutung hat“, in denen wir jeden Tag „Szenen von Gewalt, Gesichter ohne Mitleid, verhärtete und bekümmerte Herzen sehen“.

Es ist also wirklich von Nöten, sich an diesen Vater und an seine Barmherzigkeit zu erinnern, so Papst Franziskus: Die 21. Generalversammlung der Pallottiner zentriert sich um diese Worte des Gründers: „Die grundlegende Regel unserer geringen Kongregation ist das Leben unseres Herrn Jesus Christus, um ihn mit Demut und Vertrauen in aller nur möglichen Vollkommenheit nachzuahmen in allen Werken des verborgenen Lebens und des öffentlichen evangelischen Dienstes (Gesammelte Werke III, p. 40).

Jeder Pallottiner ist somit „berufen, die Person Jesu und die treue Nachfolge als Fundament der eigenen Existenz zu legen“. „Wenn wir das Leben Jesu betrachten und unser eigenes Leben als Pilger in dieser Welt, mit den vielen Herausforderungen, dann sehen wir diese Notwendigkeit einer tiefen Umkehr und die Dringlichkeit, den Glauben an ihn neu zu beleben. Nur so können wir unserem Nächsten in Liebe dienen!“

Papst Franziskus bemerkte, dass der heilige Vinzenz Pallotti „gerne wiederholte, dass das Apostolat nicht nur einigen vorbehalten sei, sondern allen gilt, ´was auch immer ihr Stand, ihre Stellung, ihr Beruf, ihr Geschick sei, alle können daran teilhaben´ (Gesammelte Werke IV, S. 346).“ Und er betont, dass die Vereinigung des Katholischen Apostolates (UAC), die das Charisma des heiligen Vinzenz Pallotti weiterführt, viel Raum bietet und neue Horizonte eröffnet, um an der Mission der Kirche teilzunehmen.“

Der Auftrag, den der Papst der Vereinigung des Katholischen Apostolates gibt, ist „mit erneuertem Schwung zu wirken, um den Glauben neu zu wecken und die Liebe neu zu entzünden, vor allem unter den schwächsten, geistlich und materiell armen Schichten der Bevölkerung“. Er bittet sie, als Beispiel die vielen Mitbrüder zu nehmen, die „ihr Leben dem Dienst der anderen gewidmet haben“ und erinnert auch an seine eigenen Erfahrungen mit Pallottinern in Argentinien aus der Zeit, als er Erzbischof von Buenos Aires war.

Die Pallottiner haben einen besonderen Bezug zu Argentinien. Seit 2005 ist das Verfahren zum Martyrium von fünf Mitgliedern der pallottinischen Gemeinschaft (noch in der diözesanen Phase) eröffnet, die am 4. Juli 1976 – mitten in der Militärdiktatur – in Argentinien ermordet worden waren. Es handelt sich um die Priester Alfie Kelly, Pedro Duffau und Alfredo Leade, sowie die Seminaristen  Emilio Barletti und Salvador Barbeito.

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