Ökumenische Vesper: Gemeinsam missionarisch sein

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Gemeinsamer Segen: Primas Justin Welby und Papst Franziskus

Ökumenisch missionarisch sein: Papst Franziskus und der anglikanische Primas Justin Welby von Canterbury haben in Rom in diesem Sinn eine Vesper gefeiert. Schauplatz war die Kirche St. Gregor auf dem Celio-Hügel, von der im 6. Jahrhundert die Missionierung der Britischen Inseln ausgegangen war. Zu den Klängen des Kathedralchors von Canterbury und des Chores der Sixtinischen Kapelle des Vatikans beschworen Papst und Primas das Gemeinsame der Konfessionen und warben für einen neuen missionarischen Geist.

Mehrere Dutzend katholische und anglikanische Bischöfe aus vielen Teilen der Welt nahmen am interkonfessionellen Abendgebet in der Nähe des Kolosseums teil. Eine gemeinsame Erklärung von Franziskus und Welby erinnerte an das bahnbrechende Treffen ihrer Vorgänger Paul VI. und Erzbischof Michael Ramsey vor genau fünfzig Jahren. „Die Welt muss uns als gemeinsame Zeugen wahrnehmen, als Zusammenarbeitende im gemeinsamen Glauben an Jesus“, so der Text. Und weiter: „Wir sind ungeduldig, voranzukommen, um endlich zur Gänze geeint zu sein in der Verkündigung des Evangeliums.“

Es gehe darum, „die Einheit der christlichen Familie und die Einheit der Menschheitsfamilie gleichzeitig zu fördern“, sagte der Papst während der Vesper. „Diese beiden Gebiete sind nicht nur keine Gegensätze, sondern bereichern sich gegenseitig. Wenn wir als Jünger Christi unseren Dienst gemeinsam tun, dann arbeiten wir gleichzeitig an beidem, der christlichen Einheit und der Einheit der Menschheitsfamilie. Wir anerkennen uns dadurch gegenseitig als Geschwister, die zu unterschiedlichen Traditionen gehören, aber vom selben Evangelium zur selben Mission in der Welt angetrieben werden.“

Einmal mehr warnte Franziskus vor dem Sich-einschließen in einem kirchlichen „Mikroklima“. Und er ging zurück bis zu den Anfängen der ökumenischen Bewegung vor über hundert Jahren: „Es war das Feuer der Mission, das es damals möglich machte, die Hürden zu überwinden, die uns bis dahin einen gemeinsamen Weg unmöglich gemacht hatten. Bitten wir gemeinsam darum: Der Herr schenke uns, dass von hier eine neue Dynamik von Gemeinschaft und Mission ausgehen möge!“

Auch der anglikanische Primas von Canterbury ergriff während der Liturgie das Wort: „Wir sind Schafe, und unser Hirte ist Gott selbst“, sagte er, „darin liegt unsere ganze Hoffnung, unsere Sicherheit, dass die Kirche alle Kämpfe und Schwierigkeiten überstehen wird.“ Der Gute Hirte sei „jemand, der befreit“: „Freuen wir uns darüber! Aber wir wissen auch, dass wir dazu berufen sind, seine Hände und Füße und sein Mund zu sein. Der Mund, der ruft, die Hände, die zusammenführen, die Füße, die jedes Hindernis überwinden, um das verlorene Schaf zu finden und nach Hause zu bringen.“

(rv 05.10.2016 sk)

Der Volltext der gemeinsamen Erklärung ist hier (auf Englisch) abrufbar.

Ein Kommentar zu “Ökumenische Vesper: Gemeinsam missionarisch sein

  1. @PO Schenker: Sie täten gut daran die Werke Don Luigi Villas über den Frevler Montini zu veröffentlichen. Dadurch würde vielen Gutgläubigen endlich klar, dass wir vom Frevler Bergoglio hinters Licht geführt werden. Sein frevelhafter Auftritt mit dem Vertreter der anglikanischen Sekte liegt ganz auf der Linie des Frevlers Montini und in flagranter Verletzung von „apostolicae curis et caritatis“ Leo XIII und „Mortalium animos“ Pius XI. Dabei vergisst dieser Frevler, dass der Gründer der anglikanischen Sekte ein Sittenstrolch und Mörder war ebenso wie einen Thomas Morus. Kein Wunder, dass ein Frevler auf dem Stuhle Petri wie Bergoglio seinen frevelhaften Vorgänger Montini selig sprechen musste.

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