Der Papst wird nicht müde im Kampf für Frieden

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Papst Franziskus

Papst Franziskus wird nicht müde, an die internationale Gemeinschaft zu appellieren, Frieden im Nahen Osten zu schaffen. Das sagte der Papst an diesem Donnerstagvormittag bei einer Audienz mit Mitglieder katholischer Wohltätigkeitsorganisationen, die im Rahmen der Krise im Irak und in Syrien in den Nachbarländern arbeiten.

Franziskus dankte den Hilfsorganisationen für ihre Unterstützung, um das Leid von den Millionen von Opfern dieser Konflikte zu lindern. Er unterstrich, wie wichtig es sei, die Zusammenarbeit von allen Beteiligten zu erneuern, um weiterhin in diesen Regionen zu arbeiten. „Ein Jahr ist seit unserem letzten Treffen vergangen und wir müssen mit Trauer feststellen, dass trotz der vielen Anstrengungen in vielen Bereichen, die Logik der Waffen und Unterdrückung, die dunklen Interessen und die Gewalt weiterhin diese Länder verwüsten und dass wir bis jetzt nicht in der Lage waren, die zermürbenden Leiden und die Verletzungen gegen die Menschenrechte zu beenden. Die dramatischen Folgen der Krise sind bereits weit über die Grenzen dieser Länder sichtbar: Es kommt zum Ausdruck im ernsthaften Erscheinung der Fluchtbewegung.“

Gewalt erzeuge Gewalt, fuhr Franziskus fort. Man habe inzwischen den Eindruck, dass man sich in einer Spirale der Arroganz und Trägheit befinde, aus der es keinen Ausweg zu geben scheine. „Das Böse, das das Bewusstsein und den Willen angreift, muss in Frage gestellt werden. Weil der Mensch, auch für den Preis Schaden an Menschen, Eigentum und Umwelt anzurichten, weiterhin Lüge, Rache und Gewalt verfolgt? Wir denken an den jüngsten Angriff auf einen humanitären UN-Konvoi. Es ist die Erfahrung des Bösen im Menschen und in der Geschichte, von der sie befreit werden muss.“

Daher wolle Franziskus den Blick gerade im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit auf Christus richten, denn er sei die Antwort auf das Drama des Bösen. „Mit Blick auf die vielen Leidenden in Syrien, im Irak und den nahen sowie fernen Ländern, wo Millionen von Flüchtlingen gezwungen sind Schutz und Zuflucht zu suchen, dort sieht die Kirche das Gesicht ihres Herrn während seiner eigenen Passion,“ unterstrich Franziskus die Bedeutung der Flüchtlinge und ihre Situation vor den Mitarbeitern katholischer Hilfsorganisationen.

Er betonte auch die Bedeutung ihrer Arbeit. Sie repräsentierten die Verpflichtung, eben genau diesen Flüchtlingen zu helfen, ihre Würde zu schützen und somit dem Bösen eine Grenze zu setzen, dass es nicht das letzte Wort hat. Genau deswegen bedankt er sich bei ihrer Arbeit, für ihr Zeichen der Hoffnung. Und auch Franziskus selbst werde seinen Anteil daran haben: „Wegen der notwendigen humanitären Hilfe, was unsere Brüder und Schwestern in Syrien und im Irak am meisten wollen, ist Frieden. Und deswegen werde ich nicht müde die internationale Gemeinschaft immer wieder um neue und größere Bemühungen, um den Frieden im ganzen Nahen Osten zu erreichen und sie bitten, nicht weg zu schauen.“ Denn das Ende des Konfliktes liegt in den Händen eines jeden, betont der Papst. Jeder könne und müsse Friedensstifter sein.

Dieses jährliche Treffen mit den Hilfsorganisationen gebe ihm, Papst Franziskus, die Möglichkeit den internationalen Instanzen – vor allem den Vereinten Nationen – zu danken, aber auch die aufzumuntern, den Sicherungs- und Vermittlungsauftrag weiterhin zu verfolgen mit dem Ziel, den Konflikt zu beenden, in erster Linie zum Wohl der Menschen dort. „Es ist ein Weg, den wir gemeinsam mit Geduld und Ausdauer aber auch mit Eile gehen müssen, und die Kirche wird weiterhin ihren Beitrag dazu leisten,“ versicherte Franziskus.

(rv 29.08.2016 pdy)

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