„Eine zärtliche Geste genügt“

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Audienz Hospitalerinnen, 24. September 2016 / © PHOTO.VA – OSSERVATORE ROMANO

Papstaudienz für die Kongregation der
Hospitalerinnen der Barmherzigkeit

Im Heiligen Jahr dürften die Hospitalerinnen der Barmherzigkeit („Congregatio Sororum a Misericordia pro Infirmis“, abgekürzt SOM) sicher nicht fehlen.

„Mit Freude“ empfing Papst Franziskus tatsächlich am Samstag im Vatikan eine Gruppe von mehr als hundert Schwestern der 1831 von Teresa Orsini Doria Pamphili Landi gegründeten Kongregation. Ihre Arbeit – so sagte der Papst – sei ein konkretes Zeichen dafür, wie sich die Barmherzigkeit des Vaters ausdrücke.

Gegenüber der Schwäche der Krankheit könne es keine Unterschiede des sozialen Ranges, Rasse, Sprache sowie Kultur geben, weil alle schwach würden und sich den anderen anvertrauen müssen, so unterstrich Jorge Bergoglio.

Es sei die Pflicht und Verantwortung der Kirche, den Leidenden beizustehen und ihnen Trost, Beistand und Freundschaft zu schenken, so betonte der Papst, während er die Schwestern daran erinnerte, dass es in der Krankenhilfe keine lange Reden brauche. Es genügten schon eine zärtliche Geste, ein Kuss, einfach still daneben stehen oder ein Lächeln, so sagte er.

Die Schwestern sollten nie aufgeben in diesem so wertvollen Dienst, und dies trotz der Schwierigkeiten, den man begegnen könne. „Manchmal in unserer Zeit zielt eine säkuläre Kultur darauf ab, auch jeden religiösen Bezug aus den Krankenhäusern zu entfernen, beginnend mit den Schwestern“, sagte der Papst mit Bedauern.

Er lud die Schwestern ein, nie müde zu werden, Freundinnen, Schwestern und Mütter der Kranken zu sein. „Das Gebet sei immer das Herzblut, das ihre evangelisierende Sendung ünterstütze“, so fuhr er fort.

Die Schwestern sollten auch nie vergessen, dass auf dem Krankenhausbett immer Jesus selbst liege, anwesend in jeder Person die leide. „Er ist es, der jede von euch um Hilfe bittet“, so betonte der Papst.

„Möge die Nähe zu Jesus und zu den schwächsten ihre Stärke sein“, so wünschte der Papst den Schwestern am Ende seiner Ansprache.

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