Mexiko: Kirche an der Grenze

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Februar 2016: Franziskus an der Grenze Mexikos zu den USA

Sieben Monate, nachdem der Papst in Ciudad Juarez eine Messe gefeiert hat, wollen Mexikaner und US-Bürger in El Punto direkt an der Grenze zwischen beiden Ländern eine Kirche bauen. Das entsprechende Projekt sei dem schweizerischen Architektenbüro Herzog und Meuron anvertraut worden, berichtet die Nachrichtenagentur kath.ch. Franziskus hatte in unmittelbarer Nähe der Grenzbefestigungen, über die jedes Jahr Tausende von Mittelamerikanern die USA zu erreichen versuchen, am 17. Februar eine Messe zelebriert. Dabei hatte er vor 250.000 Menschen für alle Migranten gebetet.

„Hier in Ciudad Juaréz wie in anderen Grenzgebieten kommen Tausende von Migranten aus Mittelamerika und anderen Ländern zusammen – nicht zu vergessen die vielen Mexikaner, die ebenfalls versuchen, „auf die andere Seite“ zu kommen“, so der Papst in seiner Predigt in Ciudad Juarez. „Ein Durchgang, ein Weg, der überhäuft ist mit schrecklichen Ungerechtigkeiten: Versklavt, verschleppt, erpresst, sind viele unserer Brüder und Schwestern die Ausbeute des Geschäftes des Menschentransports, des Menschenhandels.“

Man könne „die humanitäre Krise nicht leugnen, die in den letzten Jahren die Migration von Tausenden von Menschen bedeutet hat“. „Diese menschliche Tragödie, die die Zwangsmigration darstellt, ist heutzutage ein globales Phänomen. Diese Krise, die man in Zahlen messen kann, wollen wir anhand von Namen, Geschichten und Familien ermessen. Es sind Brüder und Schwestern, die aufbrechen, vertrieben durch Armut und Gewalt, durch Drogenhandel und organisierte Kriminalität. Vor den vielen Gesetzeslücken streckt sich ein Netz aus, das immer die Ärmsten einfängt und zugrunde richtet.“

Papst Franziskus hatte bei seinem Aufenthalt in der Grenzstadt auch direkt am Zaun zu den USA gebetet. Seine Messe war auch in ein Stadion auf der US-Seite des Grenzflusses übertragen worden. Jetzt also sollen nach dem Willen der Initiatoren aus beiden Staaten am Ort der Papstmesse eine Kirche und ein grenzüberschreitendes Begegnungszentrum direkt am Grenzfluss Rio Grande entstehen. Die Kirche soll Kreuzesform haben und etwa 2.500 Menschen fassen können. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich nächstes Jahr und sollen nach drei Jahren abgeschlossen sein.

(rv/cath.ch 25.09.2016 sk)

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