Papst an Terror-Opfer von Nizza: „Ich teile euren Schmerz“

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Papst Franziskus mit Hinterbliebenen des Nizza-Anschlags

Der Papst hat vor der Versuchung gewarnt, „Hass mit Hass und Gewalt mit Gewalt zu beantworten“. Das sagte er an diesem Samstagmittag in der Audienzhalle im Vatikan den Hinterbliebenen und Betroffenen des Terroranschlags von Nizza. Franziskus sagte den betroffenen Familien, er erneuere seine Nähe und sein Gebet für die Opfer.

Rund tausend Gäste aus Frankreich waren angereist. Darunter waren nicht nur Katholiken, wie der Papst selber auch betonte. Er empfinde es als Zeichen der Hoffnung, dass auch andere Glaubensrichtungen nach Rom gekommen seien. Obwohl es so viele Gäste gab, grüßte der Papst jede einzelne Familie oder Betroffene persönlich.

Zur Erinnerung: Am vergangenen 14. Juli war ein junger Mann mit einem Lastwagen auf der Strandpromenade von Nizza in eine Menge gefahren und hatte gleichzeitig auf die Polizisten geschossen. 86 Personen wurden getötet, mehr als 430 verletzt. Die Terrororganisation „Islamischer Staat“ reklamierte die Tat für sich.

Zur Tat sagte der Papst, dass die Gewalt an jenem Abend blind zugeschlagen habe, „ohne Rücksicht auf Herkunft oder Religion“ und fuhr fort: „Ich teile euren Schmerz, ein Schmerz, der noch stärker wird, wenn ich an die Kinder, ja ganze Familien denke, die unversehens auf so dramatische Weise aus dem Leben gerissen wurden.“ Dabei bat er für die Angehörigen und für alle, die an Leib und Seele verletzt wurden, um „Gefühle des Friedens und der Brüderlichkeit“.

Nachdrücklich warnte er vor einer Spaltung zwischen Christen und Muslimen. Notwendig seien „ein aufrichtiger Dialog und brüderliche Beziehungen zwischen allen, besonders jenen, die einen einzigen und barmherzigen Gott bekennen“. Politiker und Religionsführer, aber auch jeder einzelne stünden dafür in der Pflicht. Franziskus wandte sich gegen jede Form von Rache: „Auf die Angriffe des Bösen lässt sich nur mit den Werken Gottes antworten. Diese sind Vergebung, Liebe und Achtung gegenüber dem Nächsten, auch wenn er anders ist“, sagte der Papst.

(rv/kna 24.09.2016 mg)

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