PAPST BENEDIKT XVI.: DAS JAHR DES GLAUBENS – DER GLAUBE DER KIRCHE

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S.MESSA PER LA NUOVA EVANGELIZZAZIONE PRESIEDUTA DAL SANTO PADRE BENEDETTO XVI 16-10-2011

GENERALAUDIENZ

Petersplatz
Mittwoch, 31. Oktober 2012

Liebe Brüder und Schwestern!

Wir setzen unseren Weg der Betrachtung über den katholischen Glauben fort. In der letzten Woche habe ich gezeigt, daß der Glaube ein Geschenk ist, denn Gott ist es, der die Initiative ergreift und uns entgegenkommt; und so ist der Glaube eine Antwort, durch die wir ihn als das feste Fundament unseres Lebens annehmen. Er ist ein Geschenk, das das Dasein verwandelt, weil es uns in die Sichtweise Jesu eintreten läßt, der in uns wirkt und uns auf die Liebe zu Gott und zu den anderen hin öffnet.

Heute möchte ich einen weiteren Schritt in unserer Reflexion tun, indem ich wieder von einigen Fragen ausgehe: Hat der Glaube nur persönlichen, individuellen Charakter? Geht er nur mich selbst etwas an? Lebe ich meinen Glauben allein? Sicher ist der Glaubensakt ein höchst persönlicher Akt, der tief im Innern geschieht und eine Richtungsänderung, eine persönliche Umkehr ausdrückt: Mein Dasein bekommt eine Wende, eine neue Ausrichtung. In der Taufliturgie, im Augenblick der Versprechen, fordert der Zelebrant dazu auf, den katholischen Glauben zum Ausdruck zu bringen, indem er drei Fragen formuliert: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen? Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn? Glaubt ihr an den Heiligen Geist? Ursprünglich wurden diese Fragen persönlich an denjenigen gerichtet, der die Taufe empfangen sollte, bevor er dreimal ins Wasser getaucht wurde. Und auch heute steht die Antwort im Singular: »Ich glaube.« Mein Glaube ist jedoch nicht das Ergebnis meiner einsamen Reflexion, er geht nicht aus meinem Denken hervor, sondern er ist Frucht einer Beziehung, eines Gesprächs, in dem es ein Hören, ein Empfangen und ein Antworten gibt; er ist das Kommunizieren mit Jesus, das mich aus meinem in mir selbst verschlossenen »Ich« heraustreten läßt, um mich für die Liebe Gottes, des Vaters, zu öffnen. Es ist wie eine Neugeburt, in der ich entdecke, daß ich nicht nur mit Jesus vereint bin, sondern auch mit allen, die denselben Weg gegangen sind und gehen; und diese Neugeburt, die mit der Taufe beginnt, geht das ganze Leben hindurch weiter. Ich kann meinen persönlichen Glauben nicht in einem privaten Gespräch mit Jesus aufbauen, denn der Glaube wird mir von Gott durch eine gläubige Gemeinschaft, die Kirche, geschenkt, und stellt mich so hinein in die Menge der Gläubigen in einer Gemeinschaft, die nicht nur soziologisch, sondern in der ewigen Liebe Gottes verwurzelt ist, die in sich selbst Gemeinschaft des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes ist, die dreifaltige Liebe ist. Unser Glaube ist nur dann wirklich persönlich, wenn er auch gemeinschaftlich ist: Er kann nur dann mein Glaube sein, wenn er im »Wir« der Kirche lebt und sich bewegt, nur wenn er unser Glaube ist, der gemeinsame Glaube der einen Kirche.

Wenn wir sonntags in der heiligen Messe das Glaubensbekenntnis sprechen, dann drücken wir uns in der ersten Person aus, bekennen aber gemeinschaftlich den einen Glauben der Kirche. Dieses einzeln ausgesprochene »Ich glaube« vereint sich mit dem eines enormen Chors an allen Orten und zu allen Zeiten, in dem jeder sozusagen zu einer harmonischen Polyphonie im Glauben beiträgt. Der Katechismus der Katholischen Kirche faßt es deutlich zusammen: »›Glauben‹ ist ein kirchlicher Akt. Der Glaube der Kirche geht unserem Glauben voraus, zeugt, trägt und nährt ihn. Die Kirche ist die Mutter aller Glaubenden. ›Niemand kann Gott zum Vater haben, der die Kirche nicht zur Mutter hat‹ (Cyprian, unit. eccl.)« (Nr. 181). Der Glaube entsteht also in der Kirche, führt zu ihr hin und lebt in ihr. Es ist wichtig, sich daran zu erinnern.

Zu Beginn des christlichen Abenteuers, als der Heilige Geist mit Macht auf die Apostel herabkommt, am Pfingsttag – wie es in derApostelgeschichte berichtet wird (vgl. 2,1–13) – empfängt die entstehende Kirche die Kraft, die Sendung umzusetzen, die ihr vom auferstandenen Herrn anvertraut wurde: das Evangelium, die Frohbotschaft vom Reich Gottes, überall in der Welt zu verbreiten, und so jeden Menschen zur Begegnung mit ihm, zum rettenden Glauben zu führen. Die Apostel überwinden alle Furcht in der Verkündigung dessen, was sie persönlich mit Jesus gehört, gesehen, erfahren haben. Durch die Kraft des Heiligen Geistes beginnen sie, in neuen Sprachen zu sprechen, und verkündigen offen das Geheimnis, dessen Zeugen sie waren. In der Apostelgeschichte wird uns dann die große Rede überliefert, die Petrus am Pfingsttag hält. Von einem Abschnitt aus dem Propheten Joel (3,1–5) ausgehend, den er auf Jesus bezieht, verkündet er das Herzstück des christlichen Glaubens: Er, der allen Gutes getan hatte, den Gott durch große Wunder und Zeichen beglaubigt hatte, wurde ans Kreuz geschlagen und umgebracht, Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt und ihn zum Herrn und Christus gemacht. Durch ihn haben wir das endgültige Heil erlangt, das von den Propheten verkündigt wurde, und wer seinen Namen anruft, wird gerettet werden (vgl. Apg 2,17– 24). Als sie diese Worte des Petrus hören, fühlen viele sich persönlich angesprochen, bereuen ihre Sünden und lassen sich taufen und empfangen die Gabe des Heiligen Geistes (vgl. Apg 2,37–41). So beginnt der Weg der Kirche: Gemeinschaft, die diese Verkündigung an allen Orten und zu allen Zeiten trägt, Gemeinschaft, die das durch das Blut Christi auf den Neuen Bund gegründete Volk Gottes ist, dessen Mitglieder keiner besonderen sozialen oder ethnischen Gruppe angehören, sondern Männer und Frauen aus allen Nationen und Kulturen sind. Es ist ein »katholisches« Volk, das neue Sprachen spricht und weltweit offen ist, alle anzunehmen, über jede Grenze hinaus, das alle Grenzen niederreißt. Der hl. Paulus sagt: »Wo das geschieht, gibt es nicht mehr Griechen oder Juden, Beschnittene oder Unbeschnittene, Fremde, Skythen, Sklaven oder Freie, sondern Christus ist alles und in allen« (Kol 3,11).

Die Kirche ist also von Anfang an der Ort des Glaubens, der Ort der Weitergabe des Glaubens, der Ort, an dem man durch die Taufe hineingenommen wird in das Paschamysterium des Todes und der Auferstehung Christi, das uns aus der Gefangenschaft der Sünde befreit, uns die Freiheit der Kinder Gottes schenkt und uns in die Gemeinschaft mit dem dreifaltigen Gott einführt. Gleichzeitig sind wir in die Gemeinschaft mit den anderen Brüdern und Schwestern im Glauben hineingenommen, mit dem ganzen Leib Christi, aus unserer Isolierung herausgezogen. Das Zweite Vatikanische Konzil ruft dies in Erinnerung: »Gott hat es aber gefallen, die Menschen nicht einzeln, unabhängig von aller wechselseitigen Verbindung, zu heiligen und zu retten, sondern sie zu einem Volke zu machen, das ihn in Wahrheit anerkennen und ihm in Heiligkeit dienen soll« (Dogmatische Konstitution Lumen gentium, 9). Wenn wir noch einmal an die Taufliturgie denken, dann sehen wir, daß der Zelebrant zum Abschluß der Versprechen, in denen wir dem Bösen widersagen und die Glaubenswahrheiten immer wieder durch »Ich glaube« bekennen, sagt: »Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns alle in Christus Jesus bekennen. « Der Glaube ist eine theologische Tugend, die von Gott geschenkt, aber von der Kirche in der Geschichte weitergegeben wird. Der hl. Paulus schreibt an die Korinther, daß er ihnen überliefert hat, was auch er empfangen hat (vgl. 1Kor 15,3).

Es gibt ein ununterbrochenes Band des kirchlichen Lebens, der Verkündigung des Wortes Gottes, der Feier der Sakramente, das bis zu uns reicht und das wir Tradition nennen. Sie ist uns dafür die Garantie, daß das, woran wir glauben, die ursprüngliche Botschaft Christi ist, die von den Aposteln verkündigt wurde. Der Kern der ursprünglichen Verkündigung ist das Ereignis des Todes und der Auferstehung des Herrn, aus dem das ganze Erbe des Glaubens hervorgeht. Das Konzil sagt: »Daher mußte die apostolische Predigt, die in den inspirierten Büchern besonders deutlichen Ausdruck gefunden hat, in ununterbrochener Folge bis zur Vollendung der Zeiten bewahrt werden« (Dogmatische Konstitution Dei Verbum, 8). Wie also die Heilige Schrift das Wort Gottes enthält, so bewahrt die Tradition der Kirche dieses Wort und gibt es treu weiter, damit die Menschen zu jeder Zeit auf seine unendlichen Ressourcen zurückgreifen und an seinem Gnadenreichtum teilhaben können. »So führt die Kirche in Lehre, Leben und Kult durch die Zeiten weiter und übermittelt allen Geschlechtern alles, was sie selber ist, alles, was sie glaubt« (ebd.).

Abschließend möchte ich hervorheben, daß der persönliche Glaube in der kirchlichen Gemeinschaft wächst und reift. Es ist interessant zu sehen, daß das Wort »Heilige« im Neuen Testament die Christen als Ganzes bezeichnet, und gewiß hatten nicht alle die Voraussetzungen, zu Heiligen der Kirche erhoben zu werden. Worauf wollte man mit diesem Begriff also hinweisen? Auf die Tatsache, daß jene, die den Glauben an den auferstandenen Christus hatten und lebten, berufen waren, ein Bezugspunkt für alle anderen zu werden und sie so in Berührung zu bringen mit der Person und der Botschaft Jesu, der das Antlitz des lebendigen Gottes offenbart. Und das gilt auch für uns: Ein Christ, der sich nach und nach vom Glauben der Kirche führen und formen läßt, trotz seiner Schwächen, seiner Grenzen und seiner Schwierigkeiten, wird gleichsam zu einem Fenster, das offen ist für das Licht des lebendigen Gottes, das dieses Licht aufnimmt und es an die Welt weitergibt. In der Enzyklika Redemptoris missio sagte der sel. Johannes Paul II.: »Durch die Mission wird die Kirche tatsächlich erneuert, Glaube und christliche Identität werden bestärkt und erhalten neuen Schwung und neue Motivation. Der Glaube wird stark durch Weitergabe!« (Nr. 2).

Die heute weitverbreitete Tendenz, den Glauben in die Privatsphäre zu verbannen, widerspricht also dem Wesen des Glaubens. Wir brauchen die Kirche zur Bestätigung unseres Glaubens und um die Gaben Gottes zu erfahren: sein Wort, die Sakramente, die Unterstützung der Gnade und das Zeugnis der Liebe. So kann unser »Ich« im »Wir« der Kirche zugleich als Empfänger und als Träger eines Ereignisses verstanden werden, das es übersteigt: die Erfahrung der Gemeinschaft mit Gott, auf der die Gemeinschaft unter den Menschen gründet. In einer Welt, in der der Individualismus die Beziehungen zwischen den Personen zu regeln scheint und sie immer schwächer macht, ruft uns der Glaube auf, Volk Gottes zu sein, Kirche zu sein, Träger der Liebe und der Gemeinschaft Gottes für die gesamte Menschheitsfamilie (vgl. Pastorale Konstitution Gaudium et spes, 1). Danke für die Aufmerksamkeit.

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Quelle

18 Kommentare zu “PAPST BENEDIKT XVI.: DAS JAHR DES GLAUBENS – DER GLAUBE DER KIRCHE

  1. DER GLAUBE DER KIRCHE FUSST AUF DEM UNFEHLBAREN PÄPSTLICHEN LEHRAMT

    Die Unfehlbarkeit ist ausschließlich Vorrecht des PONTIFEX, denn dieser kann niemals im Glauben irren, sich täuschen, in die Irre führen, wenn er in seiner päpstlichen Autorität eine kirchliche Lehre verkündet.

    Bischof Williamson beharrt in seinem Letzten Eleison-Kommentar darauf, seinem wahren Papst den Gehorsam verweigern zu dürfen.

    Päpste muß man auch ungehorsam sein
    Doch niemand darf sagen sie sind keine Päpste

    Irrlehre!

    Williamson nötigt den Gläubigen seine Einfälle ab und fordert – entgegen der Lehre der Kirche – zu glauben, der Papst könne sich im Glauben irren.

    Warum wohl wiederholt Williamson ständig sein „Lieblingsthema“? Warum wohl hat Hans Küng gefordert, der „Papst“ möge doch das Unfehlbarkeitsthema anstoßen? Die Gründe kann sich jeder selbst denken.

    Um seine Einfälle unter Beweis zu stellen, versteift Williamson sich auf den Gegenstand „Quelle“. Die Quelle der Unfehlbarkeit sei die Kirche. Stimmt nicht! Diese Quelle können wir nicht ergründen, denn es der Bereich des Übernatürlichen, es ist der HEILIGE GEIST, der dies bewirkt. Das aber ist ja gar nicht die Frage. Über die Quelle wissen wir aus der Schrift, daß es CHRISTUS selbst ist, der dem Petrus dieses Privileg übergibt.

    Jene die anders denken als Exzellenz, würden sich nicht „hoch genug emporschwingen“. Doch genau hier liegt der Punkt. Dieses Übernatürliche ergründen zu wollen ist gar nicht des Katholiken, auch nicht des Bischofs Sache.
    Die Unfehlbarkeit des Papstes wurde ein für allemal, ohne jemals zurückgenommen werden zu können, vom Päpstlichen Lehramt feierlich als ex-cathedra-Entscheidung verkündet – ohne Abhängigkeit von der Kirche. Darin ist ein für allemal das persönliche Privileg des Papstes enthalten, die Unfehlbarkeit seines Lehramtes. Denn wenn der Papst lehrt, handelt er grundsätzlich als Hirte und Lehrer mit seiner ganzen Autorität.

    Williamson bringt nun die Definition des Dogmas abgekürzt:

    Wir lehren und erklären endgültig als von Gott geoffenbarten Glaubenssatz: Wenn der Papst in höchster Lehrgewalt (ex cathedra) spricht, das heisst: wenn er seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen waltend 1 in höchster apostolischer Amtsgewalt 2 endgültig entscheidet, 3 eine Lehre über Glauben oder Sitten 4 sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheissen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgestattet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich. – Vatikanisches Konzil, Sitzung IV, Const. De Ecclesiâ Christi, Kapitel IV.

    (Im Originaltext „mit der der göttliche Erlöser seine Kirche“ sind die beiden Wörter „seine Kirche“ hervorgehoben und fettgedruckt! Der Satz „Sie entspringt nicht ihm selbst, sondern der Kirche“ ist unterstrichen!!!)

    Daraufhin schreibt Williamson:
    „In diesem Text erkennen wir eindeutig die vier berühmten Bedingungen dafür, dass die Erklärungen eines Papstes unfehlbar sind, sehen aber gleich danach die – hier hervorgehobenen – Worte, die anscheinend allzu oft übersehen werden, jedoch völlig klar machen, welcher Quelle die Unfehlbarkeit des Papstes entspringt: Sie entspringt nicht ihm selbst, sondern der Kirche.“

    Und das ist eben grundfalsch! Hier wird etwas abgeändert, obwohl im Dogma ausdrücklich hingewiesen wird:
    „Deshalb lassen solche Lehrentscheidungen des römischen Papstes keine Abänderung mehr zu, und zwar schon von sich aus, nicht erst infolge der Zustimmung der Kirche. Wer sich aber vermessen sollte, was Gott verhüte, dieser Unserer Glaubensentscheidung zu widersprechen: der sei im Bann.“

    Die Definition der Unfehlbarkeit auf dem Ersten Vatikanischen Konzil:

    „Im treuen Anschluss also an die Überlieferung, wie Wir sie von der ersten Zeit des Christentums an überkommen haben, lehren Wir zur Ehre Gottes unsres Heilandes, zur Verherrlichung der katholischen Religion und zum Heil der christlichen Völker, unter Zustimmung des heiligen Konzils, und erklären es als von Gott geoffenbartes Dogma: Wenn der römische Papst „ex Cathedra“ spricht, – das heißt, wenn er in Ausübung seines Amtes als Hirte und Lehrer aller Christen mit seiner höchsten Apostolischen Autorität erklärt, dass eine Lehre, die den Glauben oder das sittliche Leben betrifft, von der ganzen Kirche gläubig festzuhalten ist, – dann besitzt er kraft des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen wurde, eben jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei Entscheidungen in der Glaubens- und Sittenlehre ausgerüstet wissen wollte. Deshalb lassen solche Lehrentscheidungen des römischen Papstes keine Abänderung mehr zu, und zwar schon von sich aus, nicht erst infolge der Zustimmung der Kirche. Wer sich aber vermessen sollte, was Gott verhüte, dieser Unserer Glaubensentscheidung zu widersprechen: der sei im Bann.“

    Nicht der Kirche ist die Unfehlbarkeit verheißen, sondern dem Petrus als Pontifex der Katholischen Kirche und Stellvertreter Christi. Das Gegenteil lehrt eben die Konzilssekte! Die Quelle der Unfehlbarkeit ist nicht die Kirche, sondern CHRISTUS selbst in der Übertragung des Privilegs des Primats. Denn Petrus wurde nicht in die unfehlbare Kirche hineingestellt, sondern die KIRCHE wurde auf Petrus, dem Felsen, gegründet. Und Petrus erhält persönlich die Schlüsselgewalt, die Binde- und Lösegewalt. Ihm also wurde die Schlüsselgewalt feierlich übergeben und es war ein feierlicher Akt durch die dreimalige Befragung an Petrus. Freilich strömt dieses Privileg in seinen Auswirkungen auf die Heilige Kirche, deren Oberhaupt er ist.

    Weil CHRISTUS seine Kirche unfehlbar wissen wollte, deswegen und genau deswegen hat er Petrus die Unfehlbarkeit versprochen. Und diese Unfehlbarkeit ist ein persönliches Privileg.

  2. http://stmarcelinitiative.com/eleison-comments/?lang=de

    Wie kann Williamson dem Papst die Unfehlbarkeit absprechen, wenn der Festlegungstext im Dogma ausdrücklich sagt, daß aufgrund des göttlichen Beistandes die Unfehlbarkeit des Papstes vorhanden ist und nicht aufgrund der Kirche.

    Ausdrücklich heisst es, „mit der der göttliche Erlöser seine Kirche ..ausgestattet wissen wollte. Seine Kirche also wollte CHRISTUS mit dem unfehlbaren Petrus, den unfehlbaren Päpsten ausgestattet wissen. Also eine Hervorhebung im Fettdruck „seine Kirche“ ist hier überhaupt nicht angebracht! Hier wird ja nur gesagt, daß Christus seine Kirche unfehlbar wissen wollte.

    Unfaßbar, Williamson behauptet doch tatsächlich, diese Unfehlbarkeit des Petrus würde nicht von ihm hervorgehen, sondern von der Kirche. Und das ist eben falsch, grundfalsch. Das ist konziliar. Die Quelle der Unfehlbarkeit der Kirche ist das Privileg des Papstes, ist Christus in der Übergabe dieses Privilegs, natürlich immer eine Übergabe an den rechtmäßigen und wahren Papst, niemals eines Scheinpapstes.

    Dann ist auch der Vergleich mit der Steckdose absurd! Denn beim Papst ist diese „Steckdose“ ohne sein Zutun unweigerlich angeschlossen und zwar immer wenn er eine kirchliche Lehre verkündet. Wer könnte sonst feststellen, ob der Stecker in der Steckdose sich befindet? Dieser Vergleich taugt gar nichts.

    Es kommt eben nicht auf die Person des Papstes an, wann und ob sie dem Heiligen Geist die Tür öffnet oder nicht. Das wäre ja grauenhaft! Wer würde dann entscheiden, wenn der Papst sich versperrt und eine Irrlehre verkündet? Dann würde also Bischof Williamson entscheiden, wann die Steckdose angesteckt ist oder nicht, er müßte festlegen, wann etwas irrtumslos und unfehlbar ist, was zu glauben ist oder nicht.

    Zusammenfassend sagt Exzellenz:
    “ Wann immer der Papst diese vier Bedingungen nicht erfüllt, kann er streng genommen wie jeder von uns Unsinn von sich geben, ohne dass die Kirche deswegen aufhört, unfehlbar zu sein.“

    Heißt also, der Papst kann grundsätzlich im Glauben irren, kann auf fehlbare Weise dem gläubigen Volk eine Häresie lehren. Dann wäre also seit der Dogmenverkündigung der Unfehlbarkeit nur ein einziges Mal der Papst unfehlbar gewesen, hätten wir nur ein einziges mal die absolute Sicherheit, daß wir vom Papst nicht getäuscht worden sind, nämlich 1954 bei der Verkündigung des Dogmas der Aufnahme Mariens in den Himmel. Und das ist pure Häresie! Und selbst hier müßte Bischof Williamson feststellen, ob die vier Bedingungen erfüllt wurden oder nicht.

    Der HEILIGE GEIST lässt de, Papst in Glaubensdingen gar keinen Unsinn reden wegen der bereits ihm zugrundeliegenden und zuerteilten Unfehlbarkeit! Wegen dieser Unfehlbarkeit erfüllt ein wahrer Papst immer und grundsätzlich diese Bedingungen, er kann keinen unsinnbehafteten Irrtum verkünden weder im Ordentlichen noch im Außerordentlichen Lehramt. Er kann nur Unsinn reden auf private Weise beim Kaffeestündchen.

    Im lächerlichsten Widerspruch befindet sich nun Williamson, wenn er dann wohl oder übel verdeckt zugeben muss, daß eben auf dem Ersten Vatikanischen Konzil im dogmatischen Lehrschreiben auch das Ordentliche Lehramt in diese Unfehlbarkeit miteinbezogen ist.

    Williamson gibt also zu:
    „In der Tat ist ihre Gewöhnliche Unfehlbarkeit weitaus wichtiger als die Aussergewöhnliche Unfehlbarkeit….“

    Er sagt also, das Ordentliche Lehramt ist weitaus wichtiger, weil es ja fortwährend bemüht werden muss, während das Ausserordentliche Lehramt als feierliche Verkündigung eines Dogmas. selten geschieht. Und dennoch weigert er sich, dieses Ordentliche Lehramt in diese Unfehlbarkeit miteinzubeziehen, was ja schon andere Päpste bestätigt haben.

    Unfehlbarkeit bedeutet die Unmöglichkeit der Kirche, in Glaubens- und Sittenfragen in Irrtum zu fallen aufgrund des Petrusamtes.

    Deswegen ist falsch, was Lumen gentium hier auftischt::
    „Die Gesamtheit der Bischöfe ist unfehlbar, wenn sie, entweder auf dem allgemeinen Konzil versammelt oder über den Erdkreis zerstreut, eine Glaubens- oder Sittenlehre als eine von allen Gläubigen festzuhaltende Wahrheit vorlegen.“

    Nicht weil Bischöfe in einem allgemeinen Konzil versammelt sind, sind sie unfehlbar, sondern weil sie unter Leitung des Papstes in einem Konzil versammelt sind. Der Beistand wurde allein dem Römischen Pontifex versprochen, und deswegen ist ein Konzil unfehlbar, weil es der Papst leitet.

    So bezeichnet der heilige Cyprian die römische Kirche als „Lehrstuhl des Petrus“ (cathedra Petri).

    Der heilige Hieronymus schreibt über Papst Damasus: „Bei euch allein wird das Erbe der Väter unversehrt bewahrt“ (Ep. 15,1).

    Das bedeutet: Jeder rechtmäßige Papst ist Träger der Unfehlbarkeit – was ausschließt, dass er zuerst die Erlaubnis eines Konzils, das er selbst einberuft, einzuholen hätte. Auch Bischöfe können die Unfehlbarkeit nicht in einem Konzil, nicht in ihrer Versammlung begründen, sie hat ihr Fundament nur in Einheit im Glauben und unter Leitung des Papstes.

    Es ist wichtig zu wissen, daß das Erste Konzil fortgesetzt werden sollte, um dann genauer dieses „ex cathedra“ zu behandeln in der Bedeutung auch des Ordentlichen Lehramtes von

    a) der Papst macht in der Tat Gebrauch von seinem päpstlichen Amt „als Hirte und Lehrer aller Christen“
    b) der Papst gebraucht seine päpstliche Autorität in seiner höchsten Gewalt.

    Es ist für die Unfehlbarkeit und Irrtumslosigkeit des Päpstlichen Lehramtes ganz und gar nicht notwendig, fortdauernd einen feierlichen Akt zu setzen.

    Es ist der übernatürliche Beistand des HEILIGEN GEISTES, der den Papst vor einem Irrtum in Glaubens- und Sittenfragen bewahrt. Das Charisma der Unfehlbarkeit besitzt der Papst als gnadenhaftes Privileg. Und die Bischöfe besitzen sie nur in dieser Einheit im Glauben und in Einheit mit dem rechtmäßigen und wahren Papst.

  3. Hatte soeben nur einen kurzen Blick auf eine Zeile des POS-Artikels oben geworfen. Was las ich „Der Glaube ist ein kirchlicher Akt“!
    Ich sag‘ ja, man soll wirklich nicht eine Sekunde sich mit diesem Geschwafel befassen.
    Der Glaube sei ein kirchlicher Akt. Ja hast denn so etwas schon gehört?
    Kinder Gottes, ich flehe Euch an: laßt euch nicht länger zum Narren halten von diesem apostatischen Rom! Kauft ja nicht den Apostatenkatechismus „Katechismus der Katholischen Kirche“ für Eure Kinder! Ihr verliert den Glauben sonst vollends!

  4. @Alexius

    Mit nur „kurzem Blick auf eine Zeile“ ohne/statt vorurteilsfreies vollständiges Lesen und Überlegen werden Sie natürlich so vieles mutwillig missverstehen!

    Ja, der Glaube ist ein KIRCHLICHER Akt. Ohne die Kirche können Sie, kann NIEMAND den wahren Glauben haben und bekennen. Sie MÜSSEN dazu ein Glied der Kirche sein! Und zwar ein LEBENDIGES!

  5. @ Alexius:

    Sie selbst geben doch zu, daß die päpstliche Unfehlbarkeit beschränkt ist, daß sie nur dann gilt, „wenn er in seiner päpstlichen Autorität eine kirchliche Lehre verkündet“ (zitiert aus Ihrem eigenen Kommentar). Das erstvatikanische Unfehlbarkeitsdogma legt noch drei weitere Bedingungen für die päpstliche Unfehlbarkeit fest, wie hier auf dieser Seite ja nun wirklich oft genug gezeigt. Darüberhinaus wurden ebenfalls auf dieser Seite oft genug einige Irrtümer vorzweitkonziliaristischer Päpste aufgezählt, und natürlich irr(t)en auch die zweitkonziliaristischen Päpste oft. Aber auch sie waren eben Päpste der Kirche, und Bergoglio ist es immer noch, denn auch diese Päpste wurden von der Kirche als Päpste eingesetzt. Die Kirche bestimmt, wer Papst ist, nicht Sie.

    Zum Glauben als kirchlichen Akt: Tatsächlich ist es die Kirche, die den Glauben vermittelt. Von ihr, von ihren Geistlichen, aber auch von den Verwandten und sonstigen Bekannten als Gliedern der Kirche wird der Glaube gelehrt und weitergegeben. In zweierlei Hinsicht haben Sie aber auch recht: Leider wird derzeit in vielen Diözesen/Pfarrgemeinden der Glaube nur schlecht und völlig verfälscht weitergegeben (während die FSSPX immer noch den Glauben treu weitergibt), und es gibt eben neben dem Glauben der Kirche auch den persönlichen Glauben, wobei sich Kirchenglauben und persönlicher Glaube selbstverständlich gleichen sollten.

  6. @POS:“Ja, der Glaube ist ein KIRCHLICHER Akt. Ohne die Kirche können Sie, kann NIEMAND den wahren Glauben haben und bekennen. Sie MÜSSEN dazu ein Glied der Kirche sein! Und zwar ein LEBENDIGES!“
    Und genau deswegen widersetze ich mich der Aussage, weil der KKK im Namen der Gegenkirche, nicht aber der Katholischen Kirche spricht. Er will glauben machen, daß Sektenglieder die Einheit im Glauben haben. Dieses Merkmal, diese Eigenschaft der Einheit im Glauben kommt allein der Katholischen Kirche zu. Diese Konzilssekte verkündet schon lange, sehr lange nicht mehr den wahren Glauben. Ihr fehlt das Attribut der Heiligkeit, der Einheit, der Apostolizität und der Katholizität. Diese Kennzeichen kommt der Kirche von ihrem innersten Wesen zu. Daran eben erkennt man die Kirche JESU CHRISTI, die die Katholische Kirche IST.
    So haben die wahren Päpste VOR dem Konzil gelehrt:
    »So lehrt also die heilige Versammlung und bekennt feierlich, daß es nur die eine wahre Kirche Jesu Christi gibt, diejenige nämlich, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische nennen, die der Erlöser sich am Kreuz erworben… und deshalb wird einzig die katholische römische mit Recht Kirche genannt.«

  7. @Alexius

    »So lehrt also die heilige Versammlung und bekennt feierlich, daß es nur die eine wahre Kirche Jesu Christi gibt, diejenige nämlich, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische nennen, die der Erlöser sich am Kreuz erworben… und deshalb wird einzig die katholische römische mit Recht Kirche genannt.«

    Genau das lehrt auch der KKK (Katechismus der Katholischen Kirche)!

    Absatz 3 DIE EINE, HEILIGE, KATHOLISCHE UND APOSTOLISCHE KIRCHE

    811 „Dies ist die einzige Kirche Christi, die wir im Glaubensbekenntnis als die eine, heilige, katholische und apostolische bekennen“ (LG 8). Diese vier Eigenschaften, die sich nicht voneinander trennen lassen [Vgl. DS 2888], bezeichnen Wesenszüge der Kirche und ihrer Sendung. Die Kirche besitzt sie nicht von sich aus. Christus macht durch den Heiligen Geist seine Kirche zur einen, heiligen, katholischen und apostolischen. Er beruft sie dazu, jede dieser Eigenschaften zu verwirklichen.

    812 Einzig der Glaube vermag zu erkennen, daß die Kirche diese Eigenschaften von ihrem göttlichen Ursprung her besitzt. Deren geschichtliche Auswirkungen sind jedoch Zeichen, die auch klar die menschliche Vernunft ansprechen. Wie das Erste Vatikanische Konzil sagt, ist die Kirche „wegen ihrer wunderbaren Ausbreitung, außerordentlichen Heiligkeit und unerschöpflichen Fruchtbarkeit an allem Guten, wegen ihrer katholischen Einheit und unbesiegten Beständigkeit ein mächtiger und fortdauernder Beweggrund der Glaubwürdigkeit und ein unwiderlegbares Zeugnis ihrer göttlichen Sendung“ (DS 3013).

  8. Der Glaube ist zuallererst eine göttliche Tugend und nicht ein kirchlicher Akt. Diese göttliche Tugend wird dem Täufling mit der Heiligmachenden Gnade eingegossen. Die Taufe ist nicht die Eingliederung in die Gemeinde, wie das die Konzilssekte erfunden hat. Die erste und eigentliche Wirkung der Taufe ist die Tilgung der Erbsünde und damit wird der Täufling Glied am Mystischen Leib Christi, Glied der Katholischen Kirche und nicht einer Sekte.

    Weiss Gott zum wievielten Mal wurde Ihnen, @Seefeldt, die Lehre der päpstlichen Unfehlbarkeit vorgelegt: Die Unfehlbarkeit umfasst eben nicht nur eine feierliche Dogmenverkündigung. Dem haben Sie – weiss der Himmel wie oft – widersprochen. Deswegen werde ich von vornherein jede Diskussion hierüber unterlassen.

  9. @ Alexius:

    Natürlich ist der Glaube eine göttliche Tugend, aber, wie Sie selbst schreiben: „zuallererst“. Es kommt nämlich noch ein zweites hinzu – eben die Vermittlung des Glaubens durch die Kirche, womit hier nicht nur die Geistlichen gemeint sind, sondern auch die Laien (bsd. Eltern, des weiteren Verwandte, Bekannte, auch Lehrer usw.). Die Taufe ist durchaus auch Eingliederung in die Gemeinde, aber auch bei der Taufe ist die Heiligmachende Gnade das erste – aber eben „nur“ das erste.

    Indem Sie das erstvatikanische Unfehlbarkeitsdogma ignorieren, mißachten Sie wohlbemerkt ein Dogma. Und indem Sie eine absolute Unfehlbarkeit der Päpste behaupten, mißachten Sie die Kirchengeschichte (übrigens auch die kirchliche Gegenwart), die durchaus päpstliche Irrtümer kennt (wie nun wirklich oft genug hier gezeigt).

  10. Seefeldt,

    SIE ignorieren und mißachten mit Ihrer Fiktion eines unfehlbaren Papa haereticus das Unfehlbarkeitsdogma. Das ist sogar Blasphemie.

    In den Jurisdiktionsprimat des Papstes ist ja auch die oberste Lehrgewalt eingeschlossen, wie Papst Pius IX. in Pastor aeternus lehrt. Der Zweck der päpstlichen Lehrgewalt ist die Wahrung der Einheit. Dazu ist Petrus und seinen Nachfolgern von Gott die Gnadengabe der Unfehlbarkeit verliehen worden, „damit sie ihres erhabenen Amtes zum Heil aller walten können„.

    Sie unterstellen, Gott hätte einem häretischen Papst die Gnadengabe der Unfehlbarkeit verliehen, damit er zum Unheile aller walte.

  11. Seefeldt 22. September 2016 um 12:25: „…und natürlich irr(t)en auch die zweitkonziliaristischen Päpste oft. Aber auch sie waren eben Päpste der Kirche, und Bergoglio ist es immer noch, denn auch diese Päpste wurden von der Kirche als Päpste eingesetzt.“

    Es ist richtig, daß die Päpste irren können, sofern sie nicht ex Cathedra lehren, aber sie können keine Häretiker werden. Ich hoffe Sie verstehen die Unterscheidung. Die V2-„Päpste“ waren allesamt öffentliche, echte hartnäckige Häretiker, die zudem auch versucht haben, ihre Häresien „ex Cathedra“ zu verkünden, was natürlich in sich unmöglich ist, zum Beispiel Paul VI. bei der Bestätigung der „Konzilsdokumente“, JPII bei der Promulgation des KKK und verschiedene Antipäpste bei ihren „Heiligsprechungen“.

  12. @Ci-devant 23. September 2016 um 19:32

    Sie tun immer so, als gäbe es nur Irrtümer bei den Päpsten kurz vor oder nach dem zweiten vatikanischen Konzil. Das ist doch eine Vereinfachung, die nicht zutrifft. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder irrende Päpste, sogar Häretiker. Und da wir nicht jedes Wort von den Päpsten aus der Vergangenheit kennen, können wir nicht vollumfänglich abschätzen, wie sie in ihrer Umgebung gepredigt und gelehrt haben.

  13. @ Ci-devant:

    „SIE ignorieren und mißachten mit Ihrer Fiktion eines unfehlbaren Papa haereticus das Unfehlbarkeitsdogma.“
    Eine solche Fiktion gibt es bei mir nicht. Sie aber sollten endlich zur Kenntnis nehmen, daß das erstvatikanische Unfehlbarkeitsdogma die päpstliche Unfehlbarkeit einschränkt.

    „Es ist richtig, daß die Päpste irren können, sofern sie nicht ex Cathedra lehren, aber sie können keine Häretiker werden. „
    Wenn Päpste irren können, können sie selbstverständlich auch sich in Häresien verrennen (s. bsd. Honorius I.). Das Urteil darüber obliegt aber der Kirche, niemandem sonst.

  14. @Seefeldt 24. September 2016 um 17:25

    Diese Antworten zu den Aussagen von @Ci-devant unterstütze ich.

  15. @Ci-devant,
    seit Jahren geben wir uns mit diesen hoffnungslosen Fällen ab. Es ist nicht angebracht, hartnäckigen Querdenker länger zuzuhören. Hier nennen sich so manche katholisch, die Lehre der Kirche ignorieren sie: Hier gilt: „Hört er auch auf diese (auf die Kirche) nicht, dann sei er für dich wie der Heide und wie der Zöllner“ (Mtth 18,17)

  16. @Alexius 25. September 2016 um 19:27

    Bedenken Sie, dass Sie das völlig freiwillig machen und dank demokratischen Verhältnisse in der westlichen Welt noch tun können. Die Meinungs- und Religionsfreiheit erlaubt Ihnen die freie Meinungsäusserung. Ich gehe davon aus, dass es Ihnen ausserordentlich gefällt, ansonsten Sie es unterlassen würden. 🙂

    Wäre es so wie früher, dann wäre eine kleine Minderheit wie die Sedisvakantisten-Sekte verfolgt und sogar unter der Macht der Kirche bedroht (wie es früher für Abtrünnige galt). In diesem Sinne hat sich sehr viel verändert in Kirche und Gesellschaft. Doch so oder so wächst wieder die Unzufriedenheit.

    Wenn Sie jedoch denken, dass Sie jemanden zur Sedisvakantismus-Sekte umstimmen könnten und Ihre jahrelangen Bemühungen darauf beruhen, dann haben Sie wirklich ein Problem. Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass sich via solche Portale kaum jemanden zu einer anderen Position bewegen lässt. So etwas ist nur durch Gebet und persönliche Einsicht aus Gnade möglich.

    Wenn ich mich irre, dann lasse ich mich gerne von entsprechenden Zeugnisse hier überraschen.

  17. @ Stefan1:

    Also durch Gebet an Gott wird wohl niemand sich zum Sedisvakantismus verführen lassen.

    Im übrigen wirken Unsachlichkeiten wie „hoffnungslose Fälle“, „hartnäckige Querdenker“ usw. nicht unbedingt überzeugend.

    Und wenn Alexius den Evangelisten Matthäus mit der Mahnung zitiert, auf die Kirche zu hören, und sich selbst von Papst und Kirche lossagt, na dann …

  18. @Seefeldt 27. September 2016 um 10:54

    Zitat
    Also durch Gebet an Gott wird wohl niemand sich zum Sedisvakantismus verführen lassen.

    Einen Moment lang hatte ich den gleichen Gedanken und doch wollte ich den Verweis auf das Gebet belassen. Gebete helfen immer, doch sollte ein ernsthaftes und ehrliches Gebet zur Bekehrung zum Sedisvakantismus sein, so wird es Gott für bessere Zwecke verwenden. In diesem Sinne sind alle Gebete der Menschen zu Gott nie umsonst.

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