Papstmesse: „Schämen wir uns für den Krieg“

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Papst Franziskus bei der Predigt in der Casa Santa Marta

Papst Franziskus erklärt „Assisi“: Die Welt braucht Frieden, und um Frieden zu bitten, sei eine Pflicht. Das verdeutlichte der Papst bei seiner Frühmesse am Dienstag, bevor er nach Assisi zum Friedenstreffen abreiste. Man soll um den Frieden beten, „bis man sich der Kriege schämt“, die es noch gibt, und vor allem dürfe man die Augen vor dem Krieg nicht verschließen. Es gebe kein „Gott der Kriege“, so der Papst. Die Gewalt zwischen den Menschen sei das Werk des Bösen, und dagegen müsse jeder Mensch vorgehen. Dies könne durch das Gebet wie auch durch das „Weinen für den Frieden“ geschehen, so der Papst. Jede Religion glaube, dass Gott „nur für den Frieden einstehen“ könne.

Zum Friedenstreffen in Assisi, das 30 Jahre nach dem ersten Treffen mit Johannes Paul II. stattfindet, sagte Franziskus: „Es geht nicht darum, dort ein Schauspiel zu veranstalten, sondern einfach darum, zu beten, und zwar für den Frieden.“ Er lud alle Bischöfe – und auch alle Gläubigen – ein, an diesem Dienstag gemeinsam für Frieden zu beten, egal wo man sich befindet.

„Die heutige Erste Lesung endet auf diese Weise: ,Wer sein Ohr verschließt vor dem Schreien des Armen, wird selbst nicht erhört, wenn er um Hilfe ruft.´ (vgl. Spr 21, 1-6.10-13) Wenn wir unsere Ohren verschließen vor dem Leid jener, die bombardiert werden, die durch den Menschenhandel leiden, dann kann es sein, dass eines Tages dies an uns geschieht und wir auf Antworten warten. Wir können die Ohren nicht verschließen vor dem Geschrei des Leids unserer Geschwister, die wegen des Krieges leiden.“

Hier im Westen sehe man den Krieg nicht, stattdessen fürchten sich viele vor terroristischen Anschlägen, fuhr Franziskus fort. Doch dies sei nichts im Vergleich zu dem, was in den heutigen Kriegsgebieten der Welt passiere: Bomben töteten Alte, Kinder, Männer und Frauen; im Übrigen seien die klassischen Kriegsschauplätze gar nicht so weit entfernt von den vermeintlich sicheren Orten. Jeder Krieg entstehe zuerst in den Herzen der Menschen.

„Möge der Herr uns den Frieden in unseren Herzen schenken. Er möge die Habsucht, die Gier und die Gewaltbereitschaft in uns beseitigen. Wir brauchen Frieden! Möge unser Herz den Frieden aufnehmen und ohne Unterscheidung der Religionen. Das gilt für alle! Denn wir sind alle Kinder Gottes! Eines Gottes des Friedens. Es gibt keinen Gott des Krieges. Der Krieg ist immer ein Werk des Bösen, des Teufels, der uns alle umbringen will.”

Davor könne es keine religiöse Unterschiede geben. Es sei falsch, Gott dafür zu danken, „vom Krieg verschont zu sein“. Man müsse auch an die Betroffenen denken, so der Papst weiter.

„Denken wir heute nicht nur an die Bomben, Toten, Verletzten, denken wir an all jene – ob Kinder oder Alte – die keine humanitären Hilfe bekommen und nichts zu essen haben, die keine Medizin erhalten, die hungern und krank sind. Sie erhalten keine Hilfe, weil Bomben dies verhindern. Und wenn wir heute für den Frieden beten, dann wäre es schön, wenn jeder von uns sich der Kriege schämt, die es auf der Welt gibt. Schämen wir uns, dass Menschen dazu fähig sind, ihren Geschwistern solche schreckliche Taten zu vollbringen. Es ist ein Tag des Gebets, der Reue, des Weinens um des Friedens willen. Möge der Schrei der Leidenden gehört werden und die Herzen der Menschen sich der Barmherzigkeit und der Liebe öffnen, die uns vor dem Egoismus retten.“

(rv 20.09.2016 mg)

17 Kommentare zu “Papstmesse: „Schämen wir uns für den Krieg“

  1. @Jetzt reichts: Ständig rennt dieser Frevler in der Welt herum, lässt sich von ihr beweihräuchern, doch den eigenen Laden vermag er nicht in Ordnung zu bringen. Sein perfides Vorgehen gegen die Franziskaner der Immaculata, seine dummen Sprüche gegen alle die möchten, dass die Kirche katholisch bleibt haben schon längst das Fass zu überlaufen gebracht.

  2. @Ein Ewiggestriger 20. September 2016 um 16:59

    Wie sollte es anders sein? Mich kann nichts mehr erschüttern bei diesem Papst!

  3. Die Aufruhr in den verbitterten Herzen der Sedisvakantisten zeigt deutlich, dass hier Papst Franziskus einen Wunden Punkt zu recht trifft. Wo er Recht hat, hat er eben Recht. Er wird so weiter machen und das ist auch gut so. In anderen Bereichen ist er fragwürdig. Doch in Sachen Umwelt, Frieden, soziales hat er treffsichere Worte.

  4. @Stefan1 20. September 2016 um 22:17

    “ Doch in Sachen Umwelt, Frieden, soziales hat er treffsichere Worte.“

    Und wenn schon. Soll und ist das die Aufgabe eines Papstes? Soll er noch meine Schwiegermutter besuchen die Ihm zeigt wie man einen köstlichen Schweinsbraten zubereitet (etwas zynisch formuliert) damit Sie zu Glauben kommt? Eindruck schinden? ist das die heutige Methode?

    Wie weit muss man noch gehen?

    Der Glaube und das Seelenheil der Gläubigen sollten im Vordergrund stehen. Wo bleibt die Ernsthaftigkeit, die Seriosität?

    Dieser Papst verzerrt die Wirklichkeit! In FATIMA wurde den Kindern die HÖLLE GEZEIGT/ZUGEMUTET!!!!!!!! Hat dieser Papst je eine Vorstellung was das heisst?!????

    Da sollte dieser Softie-Wolhfühlkirche das Lachen bald vergehen!

    Wenn Garabandal zutrifft dann hört sich der Spass auf!!!!!!!

  5. @Pierre 20. September 2016 um 22:41

    Zitat
    Wenn Garabandal zutrifft dann hört sich der Spass auf!!!!!!!

    Ja, da bin ich überzeugt von (auch der Papst wird seine Fehler und Unterlassungen sehen), doch auch für die Verantwortlichen für die vom Papst Franziskus angeklagten Missständen (Umwelt, Menschenrechts Missachtungen, Kapitalismus usw.) hört der Spass auf und zwar wie. Nicht nur Ungläubige, sondern auch die mensch- und umweltverachtenden Täter werden ihre Abgründe während der Seelenschau sehen, ganz nach Grad ihrer Verantwortungslosigkeit gegenüber der Schöpfung Gottes. Seien Sie dessen sicher.

  6. Die „Botschaft“ von Garabandal enthält nachweislich einige Fehler (wurde hier ja schon deutlich genug gezeigt), womit die ganze „Botschaft“ von Garabandal hinfällig ist. Denn eine „Botschaft“, die Fehler enthält, ist nicht von Gott und auch nicht von Maria.

  7. @Seefeldt 22. September 2016 um 10:22

    Bei weitem nicht, was hier mehrfach besprochen wurde. Haben Sie etwas Geduld mit Garabandal, Sie werden noch staunen.

  8. @ Stefan1:

    Sie sollten wirklich damit aufhören, sich der Wahrheit zu verweigern. Die „Botschaft“ von Garabandal enthält nachgewiesenermaßen einige Fehler und ist deshalb als Ganze hinfällig.

  9. @Seefeldt 23. September 2016 um 08:30

    Zitat
    Sie sollten wirklich damit aufhören, sich der Wahrheit zu verweigern. Die „Botschaft“ von Garabandal enthält nachgewiesenermaßen einige Fehler und ist deshalb als Ganze hinfällig.

    Bei Garabandal ist die Sache in gewisser Weise sehr einfach, wenn die Ereignisse eintreffen, können Sie es auch nicht ändern und müssen es akzeptieren. Natürlich können Sie auch dann wieder dagegen sein und es wird einige geben, die wieder zweifeln werden, doch es wird nichts nützen. Es ist wie es ist.

    Garabandal hat den grossen Vorteil, dass die Ereignisse (Warnung, Wunder, Strafe) nachprüfbar sind, insbesondere die Warnung und das Wunder, weil beides noch zu Lebzeiten von Conchita geschehen muss.

    Es geht mir nicht um die Rechtfertigung von Garabandal, sondern vielmehr um die Beobachtung in der Zeit mit den gemachten Voraussagen und da stimmen immer mehr Aspekte zu. Die angeblichen Fehler haben wir hier ausgiebig diskutiert und auf die werde ich nicht mehr eingehen. Sie sind hier ausreichend diskutiert:
    https://poschenker.wordpress.com/category/erscheinungen/erscheinungen-mariens/garabandal/

    Ich werde selbstverständlich niemals Rücksicht nehmen auf Verweigerer von Garabandal und mit den Beobachtungen weiterfahren und meine Vergleiche zu La Salette, Fatima usw. darlegen.

  10. @ Stefan1:

    Es sind aber einige in Garabandal angekündigte Ereignisse nicht eingetroffen, und deswegen werden auch die andern Ankündigungen nicht eintreffen. Der Blinde wartete ja auch bis zu seinem Lebensende, ohne seine Sehkraft wieder zu bekommen, und auch Sie werden bis an Ihr Lebensende vergeblich warten, wenn Sie weiterhin an den Unsinn von Garabandal glauben.

  11. Wenn einem Blinden versprochen wird, daß er die Sehkraft wieder erhält, und das bis zu seinem Tod nicht geschieht, dann ist die Feststellung dieser Tatsache nicht tendenziös, sondern berechtigt – und schon allein diese Tatsache beweist die Falschheit von Garabandal. Das gleiche gilt für die in Garabandal angegebene falsche Anzahl der noch eingesetzten Päpste. Die Aussagen von Garabandal über Rußland sind natürlich ebenfalls absoluter Humbug – aus damaliger Sicht zwar verständlich, heute aber eindeutig als Unsinn erkennbar. Auch diese Zeitbezogenheit von Garabandal weist deutlich die Falschheit von Garabandal auf.

  12. @ Stefan1:

    Sie weichen nach wie vor der Tatsache aus, daß der Blinde entgegen der „Botschaft“ von Garabandal sein Sehvermögen nicht wiedererhielt, und daß das mit der Papstzahl nur mit krampfhaften Interpretationsversuchen „erklärt“ werden kann, bedarf eigentlich auch kaum einer Erwähnung. Statt also die Tatsachen anzuerkennen, die die Falschheit von Garabandal beweisen, versuchen Sie es wieder einmal mit Unsachlichkeiten wie „tendenziös“ und „unbegründet“. Meine Aussagen zu Garabandal sind aber weder tendenziös noch unbegründet, sondern richtig.

  13. @Seefeldt 27. September 2016 um 10:48

    Nun den, Sie lehnen Garabandal ab. Das ist Ihr gutes Recht, doch meines ist es, die Aussagen von Garabandal bei Gelegenheit und bei fortschreitender Weltentwicklung zu kommentieren. Das werde ich, so lange möglich und erlaubt, auch ausgiebig hier tun. Wenn der Papst zum Gebet für den Frieden aufruft, dann hat er Recht. Wenn er zur Unterstützung der Verfolgten und Entrechteten aufruft, hat er Recht. Das ist nie unnütz oder sinnlos. Trotzdem wird die Zukunft zeigen, dass es nicht oder nicht mehr ausreichend geschehen wird.

  14. @ Stefan1:

    Selbstverständlich ist es Ihr Recht, an Garabandal zu glauben, doch ist es auch mein gutes Recht, der nachweislich falschen „Botschaft“ von Garabandal zu widersprechen. Vorschlag zur Güte: Vielleicht könnten Sie doch etwas weniger von Garabandal schreiben – fast alles ließe sich auch ohne Berufung darauf begründen, nämlich mit der christlichen Lehre.

    Zu den Papstbitten um Frieden und Unterstützung der Verfolgten und Entrechteten: Das mag ja nicht garnz falsch sein, doch hätte sich der Papst meiner Meinung nach um viel Wichtigeres zu kümmern, nämlich um den Glauben in der Kirche, um den es vielerorts gar nicht gut bestellt ist. Er wäre auch gut beraten, mehr auf die mohammedanische Bedrohung von Kirche und Christentum zu achten. Und er sollte um einiges genauer hinschauen, wer wirklich ein „Verfolgter und Entrechteter“ ist.

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